In der kommenden Handball-Saison kommt es zum Familienduell zwischen Jan Junandreas mit dem NHV Concordia Delitzsch und seinem Vater Uwe, der den Titelfavorit EHV Aue trainiert.

Quelle: Jörg Weichelt

Concordia Delitzsch hat mit dem Aufstieg in die dritte Handball-Liga Topteams wie den SC Magdeburg II und die Zweite der Füchse Berlin vor der Brust – inklusive Auswärtsfahrten bis in den hohen Norden. Beim EHV Aue kommt es zum Familienduell zwischen Jan Jungandreas und seinem Vater.

 
Die Fortsetzung im Familienduell folgt in der kommenden Saison in der dritten Handball-Liga. Dann hat Jan Jungandreas (38), Trainer des NHV Concordia Delitzsch, die Chance, in den Spielen gegen seinen Vater Uwe Jungandreas (64) die Bilanz zu verbessern. Denn von den bisherigen drei Begegnungen hat der Senior alle gewonnen – zweimal mit dem Dessau-Roßlauer HV, zuletzt mit dem EHV Aue.

„Ich freue mich riesig darauf, das ist schon etwas Besonderes“, sagt der Junior, wohl wissend, dass seine Siegesaussichten nicht allzu hoch sein werden. Schließlich sind die Nordsachsen der Aufsteiger, „und für uns geht es nur darum, den Klassenerhalt zu sichern“. Der von seinem Vater seit einem Jahr trainierte EHV Aue ist dagegen einer der großen Favoriten auf den Titel. Uwe Jungandreas, eine ostdeutsche Trainer-Ikone, hatte die Erzgebirgler in der jetzt beendeten Spielzeit überraschend zum Titel geführt und den Aufstieg in die zweite Liga nur knapp verfehlt.

Punkte müssen die Concorden also vor allem gegen andere Gegner holen. In der dritten Liga treten insgesamt 64 Mannschaften an, aufgeteilt in vier Staffeln. Der NHV wurde in Nord-Ost eingruppiert. „Das war unser Wunsch“, sagt Jan Jungandreas. Schließlich kommt es zum Wiedersehen mit Klubs, gegen die bereits der Vorgängerverein SV Concordia Delitzsch vor vielen Jahren in der zweiten Liga antreten musste. Darunter sind der TSV Altenholz, der Stralsunder HV und der SC Empor Rostock.
Zudem bekommen es die Delitzscher Spieler um Kapitän Max Amtsberg mit den Zweitvertretungen der Bundesligisten SC Magdeburg, TSV Hannover-Burgdorf, HSV Hamburg und Füchse Berlin zu tun. Die Fahrten führen im Süden bis zum SV 04 Plauen-Oberlosa und im Norden bis zu DHK Flensburg. Die weiteren Gegner sind die HSG Eider Harde (Schleswig-Holstein), die HG Hamburg-Barmbek, der Oranienburger HC, der MTV Braunschweig und der HV Grün-Weiß Werder.

Doppelter Aufstieg bei Concordia Delitzsch: Erstes und zweites Team holen Titel
Damit müssen die Concorden knapp 9000 Kilometer zurücklegen. Zum Vergleich: In der Regionalliga waren es zuletzt fast 4000 Kilometer. „Das wussten wir vorher und ist in Ordnung“, kommentiert Jan Jungandreas.
Der genaue Spielplan steht noch nicht fest. Los geht es am Wochenende vom 29./30. August. Dann wird sich herausstellen, wie gut der Neuling mithalten kann. Wobei: Ganz chancenlos dürfte er auch gegen Aue nicht sein. In einem Vorbereitungsmatch vor knapp einem Jahr in der Delitzscher Mehrzweckhalle setzte sich der EHV schließlich nur knapp mit 31:28 durch.

Ulrich Milde / 22.06.2026 / Leipziger Volkszeitung