Obenauf: Georg Eulitz und der NHV Delitzsch wollen die Tabellenspitze verteidigen.

Gegen die derzeitige Nummer eins will es jeder wissen und so erwartet NHV-Trainer Jan Jungandreas am Sonnabend beim HC Glauchau/Meerane eine schwere Partie. Gut in Form sind die Concorden aber, die Hausherren dagegen zeigen schwankende Leistungen.

Delitzsch. Es ist nicht mehr lange hin. Am 18. November kommt es in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga zum absoluten Spitzenspiel. Der NHV Concordia Delitzsch, derzeit mit 17:3 Punkten Tabellenführer, erwartet um 19.30 Uhr mit dem SV 04 Plauen-Oberlosa (15:3) den aktuellen Dritten und haushohen Meisterschaftsfavoriten.

„Das spielt in unseren Köpfen noch keine Rolle“, sind NHV-Trainer Jan Jungandreas keine Aussagen zu den Vogtländern zu entlocken. „Unsere volle Konzentration gilt unserer Begegnung am Samstag beim HC Glauchau/Meerane“, betont der Chefcoach. Denn diese Partie werde „schwer genug“. Schließlich wolle es jeder Gegner gegen die derzeitige Nummer eins wissen. Andererseits „haben wir die große Motivation, unseren ersten Platz zu behaupten“.Concorden wieder erfolgreich

Die Concorden sind am vergangenen Wochenende mit dem 28:24-Erfolg über Grün-Weiß Wittenberg in die Erfolgsspur zurückgekehrt und haben die bislang einzige Saisonniederlage sieben Tage zuvor bei der SG Pirna (24:26) wieder wettgemacht. Allerdings ließ der NHV gegen die Grün-Weißen nach 40 Minuten deutlich nach. „Das war hoffentlich ein Fingerzeig zur rechten Zeit“, meint Jungandreas. „Es sollten alle Spieler erkannt haben, dass es mit 20, 30 Prozent weniger nicht reicht. Wir müssen über die komplette Spielzeit voll dabei sein.“

Der Gastgeber ist nach Ansicht von Jungandreas unangenehm zu bespielen und sehr heimstark. „Das wird er gegen uns beweisen wollen.“ Zudem habe es dort wenig Veränderungen im Kader gegeben. „Die Mannschaft ist gut eingespielt.“ Zudem hat Glauchau mit Vaclav Klimt (58 Treffer) und Sebastian Poppitz (48) zwei gefährliche Schützen in seinen Reihen.

HC Glauchau/Meerane schwankt

In dieser Spielzeit ist der HC bislang schwankend aufgetreten. Die SG Pirna wurde in eigener Halle zwar mit 30:26 geschlagen, dafür gab es beim HSV Apolda eine 22:34-Abfuhr. Am vergangenen Wochenende wurde bei Elbflorenz II mit 30:31 verloren. Dabei lag Glauchau fünfeinhalb Minuten vor dem Abpfiff noch mit drei Toren vorn. „Die Schlussminuten waren geprägt von technischen Fehlern und einfachen Fehlwürfen“, begründete der Klub, der vor zehn Jahren aus der Fusion des HSV Glauchau mit dem SHC Meerane entstand, die Pleite in Dresden. So belegt das Team aus dem Landkreis Zwickau mit 9:9 Zählern den zehnten Platz. Die vorige Saison wurde auf dem siebten Rang beendet.

Der Blick zurück dürfte beim NHV für Zuversicht sorgen. In der Spielzeit 2022/23 gewann Delitzsch in Glauchau mit 31:26 und entschied auch die Rückrundenpartie mit 34:26 für sich. Ein neuerlicher Erfolg wäre die beste Werbung für den Hit gegen Plauen.

LVZ