NHV Concordia Delitzsch – Turbine Leipzig 24:32 (10:20)

Gegen einen keineswegs überragenden Gegner tat sich fast ein spielerischer Klassenunterschied auf. Nicht nur die nackten Zahlen der 24:32 Niederlage machten viele sprachlos, sondern ihr Zustandekommen. Es gab nur wenig zu sehen, was aus Delitzscher Sicht positiv zu bewerten war. Die Abwehr weder aggressiv, noch dicht an den Gegenspielern, dazu fehlerhaftes Stellungsspiel, dass es den Gästen aus der Messestadt einfach machte, zu Torerfolgen zu kommen. Die Fehlerquote war exorbitant hoch, Ballverluste und technische Fehler waren an der Tagesordnung. Auch das Positionsspiel war alles andere als zufriedenstellend. Eigene Tore nach gelungenen Kombinationen waren an einer Hand abzulesen. So war es wenig verwunderlich, dass Turbine Leipzig die Gunst der Stunde nutzte und nach neun Minuten mit vier Toren vorne lag (1:5). Eine Auszeit der Gastgeber brachte ebenfalls nichts ein. Die Vorentscheidung zu Gunsten der Gäste erfolgte weitere zehn Minuten später beim Spielstand von 7:13. Beim NHV war auch kein Aufbäumen gegen die drohende Heimniederlage erkennbar, das ganze Team schien völlig von der Rolle. Alles was die Mannschaft sonst auszeichnet wurde schmerzlich vermisst, spielerische Klasse, Kampf- und Laufbereitschaft. Die Folge allen Übels war ein ernüchternder Spielstand von 10:20 zur Halbzeitpause. Im zweiten Durchgang spielte der NHV mit mehr Effizienz und konnte sich bis zur 52. Spielminute auf ein 20:25 heranarbeiten. Für ein Wunder reichte es allerdings nicht mehr. Turbine Leipzig ließ sich den Sieg nicht mehr aus der Hand nehmen. In der Endabrechnung hatte der NHV in der Offensive eine Effektivität von gerade mal 42 Prozent. Das ist zu wenig um ein Spiel zu gewinnen. Der Großteil der Fehlwürfe fand in der ersten Halbzeit statt. Bis Minute 10 allein 6 Fehlwürfe. Dadurch sank die Motivation wieder und wir taten uns im Angriff sehr schwer. Die zweite Halbzeit lief zwar deutlich besser. Jedoch hat der NHV die ersten 30 Minuten nahezu komplett verschlafen, wie schon in den Spielen gegen Torgau und Leipzig-Mockau. Eine starke Halbzeit reicht eben nicht aus, um als Gewinner von der Platte zu gehen. Unsere männliche A-Jugend ist allemal in der Lage, wesentlich besser zu spielen, aber am vergangenen Samstag war das eben nicht der Fall. Der derzeitige fünfte Tabellenplatz mit 4:6 Punkten ist sicher nicht der eigene Anspruch, aber Realität.

NHV: Janek Rühl, Yves Bräunig, Leonard Wernicke, Felix Kerber (2), Paul Petersohn (3), Dylan Süßmann (1), John-Lucca Gaudian (3), Lukas Maja (8), Max Biermann (4), Diego Ribeiro, Tim Otremba (3), Simon Gruber, Johan Held