TSV Markkleeberg – NHV Concordia Delitzsch 40:26 (19:10)
Die Jungs der Delitzscher A-Jugend kommen im Kalenderjahr 2026 einfach nicht in Fahrt. Auch das dritte Spiel in diesem Jahr wurde kläglich verloren. Dabei ließen die Nordsachsen vor allem ihren Teamgeist und ihr eigens erarbeitetes Selbstvertrauen auf dem Feld absolut vermissen. Die Voraussetzungen an diesem Tag waren alles andere als optimal. Sieben Feldspieler standen gerade einmal zur Verfügung. Neben den Langzeitverletzten fehlten kurzfristig weitere Spieler im Aufgebot der Concorden, sodass einige suboptimale Umstellungen vollzogen werden mussten. Beispielsweise war es Torhüter Janek Rühl, der sowohl auf rechts außen als auch im linken Rückraum eingesetzt werden musste.
Von Beginn an hatten die Concorden Schwierigkeiten mit der offensiven Deckung der Hausherren. Stetig scheiterte man an der gegnerischen Defensive entweder mit Abspielfehlern oder durch die altbekannte Abschlussschwäche. Auch das Herzstück, die Delitzscher Defensive, kam an diesem Tag nicht in Schwung. Grund war die fehlende Laufbereitschaft sowie die nicht vorhandene Kommunikation im Mittelblock. So gerieten die Delitzscher schnell in einen Rückstand (6. Min 1:5), der an diesem Tag für alle Beteiligten uneinholbar erschien. Folglich warf Trainer Mathias Lange bereits nach sieben Minuten die erste grüne Karte. Nach der Auszeit folgte die beste Phase der jungen Concorden an diesem Tag. Durch einige taktische Veränderungen wurden im Angriff endlich Torerfolge erzielt, sodass beim Stand von 8:11 der Anschluss in Sicht war. Jedoch waren es die vielen Fehler im Angriff, die an diesem Tage eine Aufholjagd im Keim erstickten, sodass sich die Hausherren bis zur Halbzeit einen komfortablen neun Tore Vorsprung herausarbeiteten. Beim Stand von 19:10 wurden die Seiten gewechselt.
Die zweite Halbzeit war phasenweise ein Spiegelbild des ersten Abschnitts. Fehler, Emotionslosigkeit und Frustration standen in der zweiten Hälfte im Vordergrund. Die Hypothek aus der ersten Halbzeit war zu groß und die Motivation zu gering, um an diesem Tag noch etwas Zählbares vom Cospudener See zu mitzunehmen. Auch von der Torhüterposition fehlten an diesem Tag Impulse, sodass am Ende ein Endergebnis von 26:40 auf der Anzeigetafel stand.
„Wir ließen heute Intensität und Struktur im Angriff völlig vermissen. In der Deckung fehlte die Laufbereitschaft der letzten Wochen, sodass der gegnerische Angriff mit minimalen Aufwand einfache Tore erzielen konnte. Mit einer Angriffseffektivität von 41 Prozent gewinnt man kein Handballspiel. Das können wir viel viel besser. Sicherlich waren die Umstände nicht von unserem Vorteil, jedoch fehlte es mir heute an Einstellung und an Mut. Schwächephasen gehören dazu. Wir geben nicht auf und arbeiten weiter hart, um wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.“ So das Statement von Trainer Mathias Lange, der wie alle Spieler einen sehr unzufriedenen Einruck direkt nach der bitteren Niederlage machte.“
Eine lange Spielpause steht den jungen Concorden nun bevor. Das nächste Spiel findet erst am 08.03.26 in der heimischen Mehrzweckhalle in Delitzsch statt. Es bleibt somit viel Zeit, um die Fehler der vergangenen Spiele detailliert aufzuarbeiten und einzudämmen, sodass die Mannschaft zur alten Stärke zurückfindet.
NHV: Janek Rühl, Yves Bräunig, Leonard Wernicke, Felix Kerber (2), Julien Lange (8), Dylan Süßmann (2), John-Lucca Gaudian (3), Max Biermann, Diego Ribeiro, Tim Otremba (1), Johan Held (10)



