NHV Concordia Delitzsch – VfB Torgau 20:28 (7:14)

Die männliche A-Jugend des NHV Concordia Delitzsch kassierte am vergangenen Wochenende ihre zweite Saisonniederlage in Folge und rutscht damit auf den fünften Tabellenplatz ab.

Trotz der 20:28-Heimniederlage gegen den VfB Torgau präsentierten sich die stark ersatzgeschwächten Gastgeber mit einer ordentlichen Mannschaftsleistung, bei der es jedoch weiterhin an Konstanz fehlt. Die Ideenlosigkeit im Angriff wird umso deutlicher, wenn man sich einmal die Spielstatistik anschaut. Sage und schreibe 30 Fehlwürfe auf das gegnerische Tor sprechen eine eindeutige Sprache. Obwohl im Training unzählige Male geübt, versanden die meisten sorgsam einstudierten Spielzüge erfolglos vor dem gegnerischen Tor.

Die ersten zwanzig Spielminuten sind von einem knallharten Schlagabtausch gekennzeichnet. Beide Seiten packen bei der Verteidigung des eigenen Torraums mit der gebotenen Härte zu. Die Konsequenzen gingen in Form von Zeitstrafen jedoch leider meist zu Lasten unserer Jungs. Aufgrund der unzähligen Tormöglichkeiten hätte Delitzsch eigentlich klar in Führung liegen müssen, aber die Schwächen im Abschluss forderten ihren Tribut. Das Spiel kippte noch in der ersten Halbzeit zugunsten der Gäste aus der Elbestadt. Nach gut 23 Minuten zog der VfB Torgau mit 5:10 Toren davon.

Sieben Tore Rückstand zur Pause – keine unmögliche Aufgabe, auch gegen einen sehr starken Gegner. Diesmal ist es das Delitzscher Team, das das Spiel mit dem ersten Treffer nach der Halbzeit eröffnet. Doch die Freude war nicht von langer Dauer, ein darauffolgender 4-Tore-Lauf der Gäste holte den NHV sofort auf den Boden der Tatsachen zurück. Zusammenfassend muss man sagen, dass die Einstellung zum Spiel und die einhergehende Intensität den Trainer dennoch positiv stimmen. Der NHV zeigte sich im Angriff diszipliniert und strukturiert, jedoch wurden klar herausgespielte Chancen krachend vergeben. Die schiere Masse an Fehlwürfen wirft uns immer wieder unnötig zurück. Mit einer Angriffseffektivität von 47 Prozent gewinnt man kein Handballspiel. Wie schon zuvor gegen den TuS Leipzig-Mockau verlieren wir ein ordentlich geführtes Spiel durch eine mangelhafte Chancenverwertung. Viel Zeit zum Luftholen bleibt nicht, am kommenden Sonntag geht es nach Markkleeberg. Hier muss der NHV zeigen, dass man noch gewinnen kann.

NHV: Janek Rühl, Yves Bräunig, Leonard Wernicke, Felix Kerber (4), Paul Petersohn (2), Julien Lange (6), John-Lucca Gaudian, Max Biermann (2), Diego Ribeiro (2), Tim Otremba (2), Johan Held (2)