Der Etat für den Sprung nach oben ist laut Club-Präsident Axel Schüler gedeckt. Außerdem haben zuletzt einige Leistungsträger des NHV Concordia Delitzsch ihre Verträge verlängert. Dazu gibt es einen klaren Sieg gegen Glauchau.

 
Die Entscheidung ist gefallen. Wenn Handball-Regionalligist NHV Concordia Delitzsch den Meistertitel verteidigt, dann wird der Aufstieg in die 3. Liga wahrgenommen. Das verkündete das Vereinspräsidium am Samstag kurz vor dem Duell gegen den HC Glauchau/Meerane, das die Gastgeber klar mit 30:20 für sich entschieden und mit 31:1 Punkten unangefochten von der Tabellenspitze auf die Konkurrenten herabschauen.

„Das ist top“, kommentierte Kapitän Max Amtsberg diese Ansage. Die Mannschaft habe über das Thema diskutiert und sich „so gut wie einstimmig“ für das Aufrücken ausgesprochen. „Ich freue mich extrem“, sagte Torwart Denny Alpers, der gegen Glauchau ein starker Rückhalt der Nordsachsen war. Ähnlich äußerte sich der torgefährliche Rechtsaußen Dominik Eckart. „Ich freue mich die ganze Zeit darauf, weil ich noch nicht in der 3. Liga gespielt habe.“

Allerdings sei der Weg bis dahin „noch weit“, mahnte Alpers. Sein Team werde „weiter alles reinhauen“, versprach Trainer Jan Jungandreas. Das beginnt am Mittwoch im Freundschaftsspiel gegen den Bundesligisten DHfK Leipzig (Anpfiff: 18.30 Uhr), setzt sich fort am Freitag in Staßfurt und endet nicht am kommenden Samstag in eigener Halle gegen den ThSV Eisenach II (Anpfiff: 19 Uhr).

Der Kader, seit über einem Jahr ungeschlagen, habe mit seinen Leistungen alles für den Aufstieg vorbereitet, sagte Vereinsvize Sören Raab. Hieß es noch im vorigen Jahr, der Aufstieg sei aus finanziellen Gründen nicht möglich, so ist es dem Klub offenkundig gelungen, neue Sponsoren zu finden und vorhandene Geldgeber zu überzeugen, tiefer in die Tasche zu greifen. Wie hoch der Etat sein wird, wollten die Verantwortliche allerdings nicht verraten. „Er wird gedeckt“, versprach Präsident Axel Schüler.

„Wir wollen als Team zusammenbleiben und zeigen, was wir können“, kündigte Außenspieler Niclas Reinhardt an. Und die Zeichen stehen gut, dass die Mannschaft zu einem Großteil zusammenbleiben wird. Einige der Sportler haben noch Verträge über diese Saison hinaus, andere, wie Oldie Thomas Oehlrich, Torjäger Tom Hanner, Niklas Seifert und Niklas Zierau haben in der Weihnachtspause verlängert.

Gleichwohl wären nach Ansicht von Uwe Jungandreas einige wenige Verstärkungen sinnvoll. „Aber die Frage wird sein, was wirtschaftlich machbar ist“, so die ostdeutsche Trainer-Legende, die regelmäßig bei den Begegnungen seines Sohnes dabei ist. Uwe Jungandreas hatte vor etwas mehr als 20 Jahren den Vorgängerverein sogar in die 1. Bundesliga geführt und Lars Kaufmann und Silvio Heinevetter zu Nationalspielern geformt. Sollte der Aufstieg geschafft werden, sei das „eine tolle Sache“, so der jetzige Coach des EHV Aue.

Delitzsch spiele einen tollen Handball, benötige aber für die höhere Klasse wohl noch „zwei Ergänzungen mit Erfahrung“, meinte Glauchaus Übungsleiter David Kylisek. Denkbar sei, so Uwe Jungandreas, sich bei der zweiten Mannschaft von DHfK Leipzig umzuschauen. Sie ist in der 3. Liga derzeit Schlusslicht und hat noch keinen Punkt geholt.
Gegen Glauchau kamen die Concorden schwer ins Spiel. „Das war zunächst ein bisschen holprig“, bemängelte Jan Jungandreas. Die Abwehr sei nicht so konsequent wie sonst üblich zu Werke gegangen. Das änderte sich nach dem Seitenwechsel, die Defensive ließ nur sieben Gegentreffer zu. „Hinten heraus waren wir sehr souverän“, bilanzierte Alpers.

NHV Delitzsch: Neuhäuser, Alpers; Eulitz (2), Seifert (2), Amtsberg (3), Prautzsch (1), Eckart (5), Bielicki (1), Birke (1), Schmidt, Oehlrich (5), Griehl (2), Hanner (6), Reinhardt (2), Teichert.


Text: Ulrich Milde / 19.01.2026 / Leipziger Volkszeitung

Foto: Jörg Weichelt