Weihnachtspause verlängert!

Witterungsbedingt einigten sich der NHV Delitzsch und Rot-Weiß Staßfurt auf eine Spielverlegung. Derweil sind im Hintergrund Entscheidungen gefallen, die die Wertung von zwei Spielen betreffen.

Handball-Regionalligist NHV Concordia Delitzsch genießt eine längere Weihnachtspause. Der für vergangenen Samstag vorgesehene Start in die Rückrunde mit der Begegnung beim HV Rot-Weiß Staßfurt wurde kurzfristig abgesagt. Darauf hatten sich beide Mannschaften geeinigt.

Begründet wurde das mit den von Schnee und Eis geprägten Witterungsbedingungen. Concordias Team-Manager Martin Müller war am Samstagmorgen unterwegs gewesen und hatte desaströse Straßenverhältnisse erlebt. „Es war richtig, nichts zu riskieren“, sagte NHV-Co-Trainer Sven Griehl. Als Nachholtermin ist Freitag, der 23. Januar, im Gespräch. Zwei Tage zuvor empfangen die Nordsachsen den Bundesligisten SC DHfK Leipzig zum Freundschaftsspiel.

Klar ist inzwischen auch, dass der Tabellenführer die zwei Punkte aus der Partie beim HC Elbflorenz II behält. Das hat Staffelleiter Ralf Seidler jetzt entschieden. Der Tabellenführer hatte, wie berichtet, Ende November in Dresden zwar souverän mit 39:26 gewonnen. Allerdings hatte es gravierende Fehler im elektronischen Protokoll gegeben.

So war dort vom Kampfgericht, das der Heimverein stellte, auf Seiten des Meisters Justin Richter eingetragen worden. Der ist Torwart der zweiten Mannschaft und war in der Landeshauptstadt nicht dabei. Eingesetzt wurde sein Namensvetter Jason-Luca Richter. Auch wurde als offizieller Team-Manager Falk Fürstenberg vermerkt, der ebenfalls nicht dabei war. Zudem stand Torjäger Tom Hanner auf der Liste, obwohl er erkrankt und abwesend war. Die Concorden hatten eine korrekte Liste vor Beginn der Partie abgegeben. „Solche Fehler können passieren“, nahm NHV-Chefcoach Jan Jungandreas das Geschehen locker. Der Bescheid habe ihn nicht überrascht.

Dafür wurde der 35:27-Erfolg von Delitzsch bei der HSG Freiberg annulliert und in einen 2:0-Sieg bei 0:0 Toren umgewandelt. Wie zu hören war, hatten die Gastgeber einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt. Delitzsch bleibt also mit 29:1 Zählern Spitzenreiter. Allerdings stellt der NHV momentan nicht mehr das Team mit den meisten Torerfolgen. Momentan stehen 486 statt zuvor 521 Treffer zu Buche. Vorne liegt derzeit Drittligaabsteiger SV Anhalt Bernburg (527). Da gleichzeitig die Gegentreffer aberkannt wurden, verfügt die Mannschaft aus der Loberstadt mit 368 Einschlägen die mit Abstand beste Abwehr. Platz zwei geht hier derzeit an den HC Burgenland (398).

Ulrich Milde  / 12.01.2026 / Leipziger Volkszeitung