Nächstes Spiel Samstag, 26.09.2020 19:00 Uhr NHV Conc. Delitzsch --- HC Aschersleben
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Newsarchiv - April 2020
29.04.2020 2. Männer: Endlich wieder ein großer Wurf 25.04.2020 Geistertickets sollen Verluste eindämmen 23.04.2020 NHV verkauft Geistertickets 06.04.2020 Angeln, lesen, laufen, kochen 2. Männer: Endlich wieder ein großer Wurf Mittwoch, 29.04.2020: NHV Concordia Delitzsch II darf wohl aufsteigen / Verein gründet dritte Mannschaft. Delitzsch. Es ist nicht alles schlecht gerade. Die Handballer des NHV Concordia Delitzsch vermelden freudige Botschaften. Zwar wurde die Saison der Bezirksliga inzwischen für beendet erklärt. Dennoch darf die zweite Männermannschaft nach Sportbuzzer-Informationen wohl gen Verbandsliga aufsteigen, obwohl sie nur auf Rang zwei liegt. Mehr noch: Die Loberstädter haben für die kommende Saison gar ein drittes Team gemeldet. Das soll gespickt sein mit Talenten und einigen begnadeten Routiniers. „Wir wollen unserem Nachwuchs die Möglichkeit geben, den nächsten Schritt ordentlich zu gestalten“, erzählt Christian Hornig, Trainer der zweiten Mannschaft und künftig Spieler der dritten. Auch nicht gerade unbekannte Haudegen wie Jan Jungandreas und Stefan Voigt wollen die Talente unterstützen und sie so schneller an den Männer-Handball heranführen. „Das ist eine sympathische Konstellation, die zumindest auf dem Reißbrett funktioniert – und hoffentlich in der Praxis auch“, sagt Hornig. Hintergrund: Weil der Verein in der kommenden Spielzeit keine A- Jugend zusammenbekommt, werden die sechs Jungs aus der jetzigen B-Jugend direkt zur Ü18-Konkurrenz geschickt. Einsätze der Jugendbrigade in der Verbandsliga (oder gar Oberliga) sind alles andere als ausgeschlossen, denn bis zum 21. Lebensjahr können sie munter zwischen den Ligen im Herrenbereich hin- und herwechseln. „Dass die Jungs gut ausgebildet sind, haben ja schon Tobias Karl oder Bero Bernhardt bewiesen“, berichtet Hornig. Karl führte in den vergangenen beiden Spielzeiten die Torschützenliste der Bezirksliga an, sammelte erste Oberliga-Erfahrungen und wurde in der Partie gegen den HBV Jena im März gar zum Spieler des Abends gewählt. Einige B-Jugendliche haben ohnehin schon manchmal bei den Männern mittrainiert. Dazu kommt mit Paul Peschke von den Sachsenliga-B-Junioren aus Eilenburg ein Spieler zurück zu seinem Heimatclub. Ganz so, wie es die Zusammenarbeit der beiden Vereine vorsieht. „Das funktioniert sehr gut. Paul hat eine super Entwicklung genommen“, erzählt Hornig. Die dritte Garde startet übrigens aller Voraussicht nach in der Bezirksklasse. „Da sollte sie gut aufgehoben sein.“ Vorerst. Gut möglich, dass im Laufe der Saison ein reger Austausch zwischen Team drei und Team zwei stattfindet, sprich sich weitere Haudegen gen Bezirksklasse abseilen und der Nachwuchs weiter oben angreift. „Mal gucken, wer von den Alten die ganze Saison durchziehen kann“, blickt Hornig voraus. Denn er hat in den Wochen der Corona-Unterbrechung eine beunruhigende Tendenz festgestellt. „Ich hoffe, ich erkenne die Spieler noch, wenn es wieder losgeht und wir müssen keine größeren Klamotten bestellen.“ Aber wer will jemandem dieser Tage vorwerfen, im Garten zu sitzen, den Grill anzuwerfen und ein paar kühle Pilsner zu zischen?! Ohnehin können derzeit kleine Hoffnungsfunken große Freudenfeuer entzünden. Denn ein Spiel dieser Saison wird womöglich doch noch nachgeholt. „Vielleicht können wir das Pokalfinale als kleines Vorbereitungsevent nehmen, wenn es dann möglich ist“, sagt Christian Hornig, der mittlerweile seinen Optimismus wiedergefunden hat. Johannes David © Leipziger Volkszeitung Geistertickets sollen Verluste eindämmen Samstag, 25.04.2020: Delitzsch. Der Auftakt war erfolgreich. 32 Tickets, 19 Würste, 29 Bier, 14 Fünfer für den Nachwuchs und 5 Limos verkaufte der NHV Concordia Delitzsch gleich in den ersten Stunden nach dem Start der Aktion Geisterspieltickets. „Auch an uns geht die Corona-Krise nicht spurlos vorüber”, sagte Vereinssprecher Jens Teresniak. Am ärgerlichsten sei natürlich, dass die Sportler ihrem Hobby auf unbestimmte Zeit nicht mehr nachgehen könnten. „Aber auch finanziell hinterlässt das alles Spuren, da uns nun die Einnahme aus den stets gut besuchten Heimspielen fehlen.” Tatsächlich war die letzte Partie des Handball-Oberligisten in der Mehrzweckhalle am 7. März gegen den HBV Jena. 350 Zuschauer bejubelten den 33:26-Erfolg der Nordsachsen, die punktgleich mit dem HC Burgenland auf Platz zwei der Tabelle liegen, aber den direkten Vergleich für sich entschieden haben. Das könnte bei einem Abbruch der Spielzeit die Meisterschaft bedeuten. Auch wenn noch keine offizielle Entscheidung gefallen ist, wird davon ausgegangen, dass die Saison nicht fortgesetzt wird. Die Heimpartien gegen den HC Burgenland und den USV Halle fallen also ersatzlos aus. Zu den bisherigen elf Spielen in eigener Halle begrüßte der NHV insgesamt 3635 Zuschauer. Das entspricht einem Schnitt von 330 Gästen. Zum Vergleich: Burgenland kommt hier auf 220 Zuschauer. Mit den im Internet erhältlichen Geistertickets soll versucht werden, die weggefallenen Erlöse durch den Verkauf von virtuellen Eintrittskarten, Bratwürsten und Kaltgetränken etwas zu kompensieren. Nach Angaben Teresniaks steht der Verein finanziell vergleichsweise ordentlich da. „Wir sind nicht in Not.” Das vom Freistaat Sachsen beschlossene Förderprogramm für Klubs, die in ihrer Existenz bedroht sind, „verfehlen wir überaus deutlich”. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung www.geisterspieltickets.de/nhv-concordia-delitzsch2010 NHV verkauft Geistertickets Donnerstag, 23.04.2020: Auch am NHV Concordia Delitzsch geht die Corona-Krise nicht spurlos vorüber. Am ärgerlichsten ist natürlich, dass wir unserem liebsten Hobby auf unbestimmte Zeit nicht mehr nachgehen können. Aber auch finanziell hinterlässt das alles Spuren, da uns nun die Einnahmen aus den stets gut besuchten Heimspielen fehlen. Auf diesem Wege wollen wir versuchen, die wegfallenden Erlöse durch den Verkauf von virtuellen Tickets, Bratwürsten und Kaltgetränken etwas zu kompensieren. Allen Teilnehmern schon einmal ein riesengroßes Dankeschön im Voraus. NHV, auf geht's! Hier geht es zu unserem Ticketshop: LINK Angeln, lesen, laufen, kochen Montag, 06.04.2020: So nutzen Spieler des Oberligisten NHV Concordia Delitzsch die handballfreie Zeit: Amtsberg outet sich als Petrijünger, Zugang Kalliske steht gern mit der Freundin am Herd. Seit vier Wochen ist das Training des Handball- Oberligisten NHV Concordia Delitzsch ausgesetzt. Punktspiele finden angesichts der Pandemie ebenfalls nicht statt. Wir haben bei einigen Handballern nachgefragt, wie sie die Umstellung verkraftet haben, wie sie sich fit halten. „Es ist sehr ungewohnt, so viel zuhause zu sein“, berichtet Martin Müller (29). Der Abwehrchef hat aber gut zu tun, „da ich mich auf meine Abschlussprüfung vorbereite“. Zudem nutzt er die Gelegenheit, etwas zu lesen. Sein privates Trainingsprogramm versucht er, abwechslungsreich zu gestalten. Entweder zieht er in den eigenen vier Wänden eine Dreiviertelstunde ein Kraft- und Stabilisierungsprogramm durch. „Oder ich gehe im Park laufen“. Am liebsten – und das dreimal wöchentlich – fährt er aber mit den Inlinern am Markkleeberger oder Cospudener See. „Das ist auch eine Möglichkeit, sich zu bewegen und an die frische Luft zu kommen.“ Schließlich brauche er einen Ausgleich, da es ja keinen Handball gebe. Als „definitiv außergewöhnlich“ empfindet Jan Derk Janßen (25) die Situation. Der Handball fehlt ihm schon sehr, „da man normalerweise mehrmals die Woche seine Teamkollegen sieht, und vom einen auf den anderen Tag ist jeglicher direkter Kontakt zu vermeiden“. Normalerweise treffe er sich an spielfreien Wochenenden mit Freunden und Teamkollegen, um Sport im Fernsehen oder live anschauen, aber auch das sei momentan ja leider nicht möglich. Janßen ist deshalb zu seinen Eltern gefahren. „Dort mache ich Homeoffice und kann bei schönem Wetter auch mal in den Garten.“ Zum Erhalt der Fitness geht er mehrmals die Woche joggen und macht dazu verschiedene Stabilisations- und Kraftübungen. „Das Handballtor im Garten meiner Eltern hat den letzten Winter leider nicht überlebt, sonst hätte ich das mit Sicherheit auch ab und zu mal genutzt“, schmunzelt der gebürtige Niedersachse. Der handballfreien Zeit gewinnt Niklas Prautzsch (23) etwas Gutes ab. „Man kann wieder etwas Kraft tanken und hat mehr Zeit für andere Dinge, die sonst zu kurz kamen“, sagt er und ist der Überzeugung, dass es zurzeit „tatsächlich Wichtigeres gibt als den Sport“. Zwei- bis dreimal die Woche steht eine Kraft- und Laufeinheit an. „Ansonsten nutze ich das gute Wetter auch für andere Sportarten wie Radfahren und Inliner fahren, um etwas Abwechslung zu bekommen.“ Mit viel Gelassenheit hat sich Oliver Wendlandt (33) auf die veränderte Lage eingestellt. Natürlich fehle ihm das Training, aber ansonsten sei das „gar nicht so schlimm“. Er ist bei schönem Wetter viel im Garten, bereitet dort schon einiges für die Sommersaison vor. „Ansonsten hat man viel Zeit zum Entschleunigen und Nachdenken“, sagt der scheidende Kreisläufer. Aktiv ist er auch, indem er mehrmals wöchentlich läuft und zudem regelmäßig ein halbstündiges Fitnessprogramm mit körpereigenen Gewichten und Stabilisationsübungen durchzieht. Durch das Kontaktverbot verbringt Benedikt Schmidt (29) die meiste Zeit in der Wohnung, „was die Möglichkeiten stark einschränkt“. Seine Tätigkeit als Werkstudent bei Dell in Halle könne er jedoch zum Glück auch aus dem Homeoffice durchführen. Fit hält der torgefährliche Rechtsaußen sich mit Freeletics, also einer Trainingsmethode, bei der nur mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet wird. Gelegentliches Joggen mit dem Hund „ist eine willkommene Bewegung“. Maximilian Amtsberg (20) räumt unumwunden ein, dass ihm das Training unter der Woche fehlt. „Das macht sich sehr bemerkbar“, sagt der wurfgewaltige Rückraumspieler. In seiner freien Zeit angelt er viel. „Hier in der Umgebung gibt es ja genug Gewässer zu erkunden.“ Ferner geht er alle zwei Tage eine Stunde lang joggen und verbinde das meist mit einer kleinen Athletikeinheit im Park. Bei schlechtem Wetter wird daraus ein Intervalltraining in der Wohnung. Die momentane Situation ist natürlich für einen Sportler, der kurz davor steht, etwas Großes zu beenden, „eine Katastrophe“. Damit spielt Routinier Steve Baumgärtel (36) darauf an, dass die Mannschaft derzeit auf Rang zwei liegt und eigentlich Chancen auf den Meistertitel hat. „Das, was gerade auf der Welt los ist, ist aber wichtiger als irgendeine Saison und daher kann man damit besser umgehen, als würde man verletzt nicht mehr der Mannschaft helfen können.“ Baumgärtel sagt, dass er „zum Glück“ noch normal arbeiten gehen könne, sodass seine Woche ähnlich sei wie immer. „Am Wochenende ist es schon surreal, wenn einem zu Recht verboten wird etwas zu unternehmen, und man dafür zu Hause bleiben muss, obwohl man alle Zeit der Welt hat.“ Und natürlich vermisse er „seine Jungs, mit denen man sonst ja fast täglich zusammen ist“. Er hält durch WhatsApp-Gruppen Kontakt, „das hilft ein wenig“. Auch wenn niemand weiß, ob die Saison weitergeht, läuft Baumgärtel an ungeraden Tagen eine sieben Kilometer lange Runde „mit persönlichen Vorgaben von mir, sonst brauch ich es nicht zu machen“. An gerade Tagen absolviert er Zuhause ein Kraftprogramm. „Außerdem freut sich mein Körper auch, mal nicht in der Halle zu sein, um handballspezifische Dinge zu machen.“ Er habe sich in der trainingsfreien Zeit sehr gut regeneriert. Ganz pragmatisch hat sich Max Kalliske (23) auf die veränderte Situation eingestellt. „Also, die Zeit wird mehr mit der Freundin genutzt“, berichtet der Kreisläufer, der im Sommer zum NHV wechselt und derzeit noch beim Drittligisten HSC Bad Neustadt unter Vertrag steht. Wenn er sonst nach dem Training nach Hause kommt, ist es mindestens 21 Uhr, es wird gegessen und dann geht es ins Bett. „Jetzt haben wir gemeinsam Zeit zu kochen und zusammen zu essen. Außerdem erledigen wir die Läufe zusammen, um fit zu bleiben.“ Das erfolgt bis zu vier Mal pro Woche. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung
Bilder Saison 2019/20