Nächstes Spiel Samstag, 26.09.2020 19:00 Uhr NHV Conc. Delitzsch --- HC Aschersleben
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Newsarchiv - Februar 2020
28.02.2020 Eine einfach schwere Rechnung 26.02.2020 2. Männer: Handball mit Herz und Leidenschaft... Eine einfach schwere Rechnung Freitag, 28.02.2020: Handball-Oberliga: Delitzsch gastiert morgen in Freiberg. Delitzsch. Minus mal minus ergibt normalerweise plus. Das kann am morgigen Samstag aber nur für eine Mannschaft gelten. Denn in der Partie der Mitteldeutschen Handballoberliga zwischen der HSG Freiberg und dem NHV Concordia Delitzsch kann es, abgesehen von einem Unentschieden, nur einen Sieger geben. Folglich hat es nur eines der beiden Teams in der Hand, das Minusresultat des vergangenen Spieltages auszugleichen. Die Freiberger unterlagen bei der HSG Köthen mit 25:31. Die Nordsachsen wiederum enttäuschten das heimische Publikum mit einer 23:31-Niederlage gegen das ersatzgeschwächte Juniorteam des Zweitligisten EHV Aue. „Wir werden sehen, wer das Negativerlebnis besser verkraften wird“, sagt HSG- Spielertrainer Alexander Matschos. Geht es nur nach der Tabelle, dann ist der NHV in der Favoritenrolle. Denn die Mannschaft belegt trotz der mit 6:6 Punkten ausbaufähigen Rückrundenbilanz immer noch Platz zwei. Und da der Spitzenreiter und große Aufstiegsfavorit HC Burgenland am Sonntag beim HSV Bad Blankenburg mit 31:34 den Kürzeren zog, sind die Naumburger weiterhin mit ihren 28:10 Punkten nur zwei Zähler vor den Concorden. Am 28. März wird es dann in Delitzsch zum absoluten Gipfeltreffen kommen, denn dann treten die Saalestädter in der Kommune am Lober an. Obendrein schlug der NHV in der Hinrunde Freiberg deutlich mit 33:22. Diese Schlappe ärgert Matschos heute noch. „Wir wollen es auf jeden Fall besser machen als im Hinspiel“, kündigt er an. „Wir brennen auf Wiedergutmachung.“ Sein Team hat sich nach einem miserablen Start in die laufende Spielzeit wieder gefangen und belegt gegenwärtig mit 21:17 Punkten den sechsten Rang. „Unser Saisonziel ist Platz fünf, und der ist in Reichweite“, sagt Matschos. Ohne zu verkennen, dass es in der Staffel sehr eng zugeht und jeder Punkt wichtig ist, um nicht doch noch in den Abstiegsstrudel zu geraten. „Die Liga ist sehr ausgeglichen“, analysiert der Trainer. Jede Mannschaft müsse in jedem Spiel an ihre Leistungsgrenzen gehen, um einen Erfolg zu landen. Und wenn ein, zwei Leistungsträger ausfallen oder mal einen schlechten Tag haben, „dann reicht es zumeist nicht“. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung 2. Männer: Handball mit Herz und Leidenschaft... Mittwoch, 26.02.2020: … mit diesem „Slogan“ wirbt der NHV an ein oder anderer Stelle zusätzlich zu seinem Vereinsnamen. Und dieser Satz beschreibt auch sehr gut das Pokalwochenende der 2. Männermannschaft. Freitagabend wurden die Delitzscher ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen das Bezirkspokalfinale mit 34:18. Zum späten Sonntagnachmittag folgte die Kür im Sachsenpokal. Hier musste sich der NHV II knapp mit 23:25 knapp geben. Dabei lieferte man dem Sachsenligaprimus über 60 Minuten einen großartigen Kampf. Freitag, Bezirkspokal. Schon vor dem Wochenende stand fest, dass der Fokus beim NHV II auf dem Spiel im Bezirkspokalhalbfinale liegt. Und dies zeigte auch ein Blick auf die Delitzscher Kaderzusammenstellung. Nicht nur Abwehrchef Stefan Voigt stand wieder zur Verfügung, mit Dirk Fischer und Jan Jungandreas wurde der Delitzscher 14-Mann Kader mehr als adäquat ergänzt. Somit konnte der NHV mit 2 Torhütern und 12 Feldspielern optimal besetzt das „Unternehmen“ Bezirkspokalfinaleinzug angehen. Und dies gelang von der 1. Spielminute an in beeindruckender Manier. Mit konzentriertem Abwehrverhalten musste der NHV erst in der 10. Spielminute das erste Gegentor in Kauf nehmen. Da man aber selbst schon 4-mal erfolgreich war, stand daher ein 4:1 auf der Anzeigetafel. In diesem Rhythmus ging es weiter und der Torgauer Verantwortliche nahm in der 18. Spielminute beim Spielstand von 8:2 die erste Auszeit. Zwar schafften die Torgauer Spieler es weiterhin nicht die Delitzscher Torerfolge zu unterbinden aber zumindest im Angriff war der VfB jetzt zeitweise ebenbürtig. Bis zum Halbzeitstand von 16:7 baute der NHV sukzessive den Vorsprung aus. Einen großen Anteil an diesem Spielstand hatte bis dahin die von Stefan Voigt sehr gut organisierte 6-0 Abwehr und Torhüter Dirk Pötschke. Letztgenannter kam mit einer Quote von 63 Prozent gehaltener Bälle auf einen überragenden Wert in der 1. Spielhälfte. Zum Anpfiff der 2. Spielhälfte haben die Concorden kräftig durchgemischt. Dies tat dem Spielgeschehen aber keinen Abbruch. So wie man die 1. Spielhälfte beendet hatte, machte man in der 2. Halbzeit einfach weiter. Spätestens zur zweiten Auszeit der Gäste beim Spielstand von 25:10 in der 41. Spielminute war das Spiel entschieden. Dirk Fischer im Tor und Jan Jungandreas auf Rechtsaußen zeigten, dass sie auch weiterhin nichts mit dem Handball verlernt hatten. Und die beiden werden natürlich auch weiterhin der Meinung sein: „Training wird überbewertet“. Ebenfalls positiv auffällig waren in der 2. Spielhälfte Bruno und Bero Bernhardt. Bruno Bernhardt überzeugte mit enormem Druck zum Tor über die Rückraumpositionen und Bero ging auf Linksaußen ab wie ein Zäpfchen. Ganze 9 Tore steuerten beide zum Gesamtergebnis bei. Einzig die Gefühlswelt des jungen Bero Bernhardt gab Grund zum Nachdenken. Nachdem die komplette Bank wieder einmal bei einem Tor von Bero aufgesprungen war, lies er sich doch zu einem überschwänglichen Daumen hoch hinreisen. Ein Zuschauer berichtete sogar über Schneefall hinter Bero, beim Vorbeilaufen. Dieser Aussage stehen aber keine belastenden Beweise gegenüber. Aber Chuck Norris könnte sich sicher warm anziehen, sollten die beiden sich einmal begegnen. Und wenn dann auch noch Abwehrchef Stefan Voigt sich in die Torschützenliste einträgt, ist die Delitzscher Handballwelt in Ordnung. Und so war auch der Gesamteindruck der Delitzscher Handballlegende Stefan Voigt. „Nach der langen handballfreien Zeit war der Spielwitz bei jedem einzelnen erkennbar. Es wurde zusammen um jeden Ball gekämpft. Auch wenn in der Chancenverwertung noch etwas Luft nach oben ist. So macht Handball spielen Spaß.“ Somit wurde folgerichtig der dritte Bezirkspokalfinaleinzug in den letzten drei Jahren mit Pizza und isotonischen Getränken gefeiert und die Pflichtaufgabe als „souverän gelöst“ bewertet. Sonntag, Landskron-Pokal. Im zweiten Spiel, binnen 43 Stunden, standen die Vorzeichen auf einmal komplett anders herum. Gegner im sonntäglichen Sachsenpokalviertelfinale war der HC Glauchau/Meerane. Kein geringerer als der aktuelle Tabellenführer der Sachsenliga. Anders als der NHV hatten die Westsachsen ihr Highlight am Freitag, im Spiel gegen die Bundesligamannschaft des SC DHfK Leipzig. Zwei Tage später dann zu einem Bezirksligisten nach Delitzsch zu fahren um die „Pflichtaufgabe“ zu lösen, war sicherlich ein kleiner Kulturschock. Aus Delitzscher Sicht konnten die Voraussetzungen nicht besser sein. Gleich im ersten Angriff ging der NHV in Führung. Und wie! Chris Teresniak spielte einen Kempa auf Tobias Karl und die gut gefüllte Mehrzweckhalle war sofort „on Fire“. Herzlich Willkommen in der großen Kreisstadt Delitzsch! Mit der Unterstützung von Michael Günther, Jan Derk Janßen und Marius Harig, bekam der NHV auch noch einmal frische Beine ins Team. Nach anfänglichen Abstimmungsproblemen fand sich die Mannschaft immer besser im Zusammenspiel und begegnete dem Gegner bis zum 9:9 in der 18. Spielminute durch Chris Teresniak auf Augenhöhe. Man konnte aber schon deutlich sehen das beim HC Glauchau/Meerane, immerhin zwei Ligen höher spielend als der NHV, das Tempospiel, Aggressivität in der Abwehr, Pass- und Wurfgeschwindigkeit um einiges schneller und höher waren als in der Leipziger Bezirksliga. Aber die Jungs vom Lober nahmen den Kampf an und warfen alles in die Waagschale, was sie hatten. In der Abwehr agierte der NHV in einem schnellen und kompromisslosen 5-1 Abwehrverband und der Sachsenligist hatte sichtlich Mühe, sich klare Torchancen zu erarbeiten. Bis zur Halbzeit schafften es der Favorit allerdings doch, sich einen 2-Tore Vorsprung zu erspielen. Beim 13:15 wurden die Seiten gewechselt. Im Tor kam jetzt „Kreuzfahrer“ Tino Pantel für Dirk Pötschke und sollte in der 2. Spielhälfte einer der auffälligsten Delitzscher werden. Außerdem spielte fortan, für den schon mit 2x 2-Strafminuten vorbelasteten Marius Harig, Christian Münch in der Delitzscher Abwehr. Warum dies erwähnenswert ist? Vielleicht weil Christian Münch sein bisher bestes Spiel im Delitzscher Nicki machte und dem bis dahin überragenden Mann auf Glauchauer Seite, Sebastian Poppitz - 8 Tore in Hälfte 1, komplett aus dem Spiel nahm. Spielerisch und kämpferisch hielt der NHV über weite Strecken dagegen. Man muss aber fairerweise sagen, dass die Gäste die clevere Mannschaft waren. Der Ball wurde solange gespielt bis die 100-prozentige Torchance da war oder die Glauchauer Spieler nur noch unfair zu bremsen waren. Tobias Karl, 2x Jan Derk Janßen, 2x Michael Günther, Thomas Hollstein und Torhüter Tino Pantel waren die Leidtragenden der rigorosen Regelauslegung beider Schiedsrichter. Bei Torhüter Tino Pantel muss man dazu sagen, dass er versuchte wieder einmal den Schiedsrichtern seine Sichtweise der Dinge zu schildern und wer hätte dies gedacht, auch dieses Mal änderten die beiden Referees ihre Meinung nicht. Und somit bekam seine sehr gute Statistik von neun gehaltenen Bällen in Hälfte zwei, mit seiner 2- Minutenstrafe einen mehr als faden Beigeschmack. Schon jedes Kindergartenkind weiß, es nützt nix kurz vorm Abholen den höchsten Bauklotzturm zu haben, wenn man beim Aufräumen alles mit dem Popöchen wieder umschmeißt. Zugutehalten muss man den Delitzschern Spielern allerdings den absoluten kämpferischen Einsatz und den unbedingten Willen, das Spiel zu gewinnen. Und bei so viel Handballleidenschaft bekommt man halt auch die eine oder andere Zeitstrafe. Wobei der Matchplan bis zur 54. Spielminute sehr gut aufging. 25:23 führte der Gast zu diesem Zeitpunkt. Leider konnte der NHV kein weiteres Tor erzielen. Auch nicht Tobias Karl 73 Sekunden vor Schluss vom 7-Meterpunkt. Wäre, wäre Fahrradkette. Somit muss sich der NHV Concordia Delitzsch II mit dem Gedanken trösten, dem HC Glauchau/Meerane einen großartigen Kampf geliefert zu haben und die wahrscheinlich beste Abwehrleistung in dieser Saison abgerufen zu haben. Der glückliche aber keineswegs unverdiente Sieger war sichtlich froh über den Einzug ins Halbfinale des Landskron-Pokals und wahrscheinlich auch etwas überrascht über den leidenschaftlichen Auftritt des Bezirksligisten. Die Loberstädter nehmen auf alle Fälle das positive Gefühl zweier toller Pokalspiele mit in die nächsten Pflichtspiele. Immerhin möchte man hier noch den Bezirksmeistertitel verteidigen. Allerdings liegt es bei zwei Punkten Rückstand auf den Dauerrivalen SV Lok Mitte II und den schlechteren direkten Vergleich, nicht mehr in den eigenen Händen. Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja dafür die eine oder andere Überraschung in der Bezirksliga. Sport Frei, Christian Hornig Der NHV II spielte Freitag mit Dirk Pötschke und Dirk Fischer im Tor. Bruno Bernhardt 3, Tobias Karl 8/1, Stefan Voigt 1, Thomas Hollstein 5, Chris Teresniak 1, Jan Jungandreas 4/2, Max Berger, Christian Münch 1, Martin Müller 2, Georg Peschke 3, Bero Bernhardt 6 und Daniel Schirmer auf der Platte. Mannschaftsverantwortlicher Steffen Kienitz, Physio Anne-Marie Brosig und Sebastian Schäfer auf der Bank. Sonntag spielten Dirk Pötschke und Tino Pantel im Tor. Bruno Bernhardt, Tobias Karl 6/1, Jan Derk Janßen 4, Thomas Hollstein 4, Chris Teresniak 3, Michael Günther 2/1, Marius Harig 4, Christian Münch, Martin Müller, Georg Peschke, Bero Bernhardt und Daniel Schirmer. Mannschaftsverantwortlicher Steffen Kienitz, Physio Anne Brosig und Stefan Voigt. Linktipp 1: Bilder vom Spiel gegen Torgau Linktipp 2: Bilder vom Spiel gegen Glauchau/Meerane
Bilder Saison 2019/20