Nächstes Spiel S, 21.03.2020 18:30 Uhr SV Oebisfelde 1895 --- NHV Conc. Delitzsch
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Newsarchiv - Februar 2020
25.02.2020 2. Männer: Abgezockt 24.02.2020 Fanclub Loberhaie geht auf Concordia-Spieler los 21.02.2020 Neu justieren und alte Scharte auswetzen 20.02.2020 Favorit und Außenseiter binnen 48 Stunden 18.02.2020 „Der Grundstein unseres Vereinslebens“ 09.02.2020 Behindertensportler holen sich zweiten Platz 04.02.2020 mJD: Hochspannendes Spiel mit ruppiger Schlussphase 03.02.2020 Ratlosigkeit in Halbzeit zwei 02.02.2020 2. Männer finden die „Leichtigkeit des Seins“ wieder 2. Männer: Abgezockt Dienstag, 25.02.2020: Der NHV Concordia Delitzsch II scheidet im Sachsenpokal unglücklich aus, zieht dafür aber ins Bezirkspokal-Endspiel ein. Delitzsch. Sie waren ganz nah dran an der Sensation und verließen am Ende das Linoleum der Mehrzweckhalle doch mit hängenden Köpfen: Der NHV Concordia Delitzsch II ist am Sonntagabend trotz eines über weite Strecken famosen Auftritts im Viertelfinale des Handball-Sachsenpokals ausgeschieden. Der HC Glauchau/Meerane siegte denkbar glücklich mit 25:23 (15:13), wirkte in den entscheidenden Momenten allerdings auch abgebrühter, während Delitzsch mit seiner Chancenverwertung haderte. „Natürlich bin ich sehr geknickt und das wird auch noch ein paar Tage so bleiben. Wenn wir das Ding durchgezogen hätten, hätte ganz Sachsen auf uns geschaut“, sagte NHV-Trainer Christian Hornig anschließend. Gleichzeitig lobte er seine Mannschaft. „Ich bin stolz auf die Leistung. Wir haben eine astreine Abwehr gespielt, sind gallig und bissig aufgetreten.“ Die zwei Klassen Unterschied zum Primus der Sachsenliga waren zu keinem Moment spürbar, was natürlich auch daran lag, dass mit Jan Derk Janßen, Michael Günther und Marius Harig drei Akteure aus dem Oberliga-Team die Hausherren ordentlich aufmotzten. Von Sekunde eins an war Feuer im Spiel. Delitzsch führte nach nicht einmal einer halben Minute dank Top-Torschütze Tobias Karl, nach drei Minuten gab es die erste gelbe Karte, nach sieben Minuten die erste Zeitstrafe. Genau mit diesem Engagement, dieser Härte mussten die Loberstädter aber vorgehen, um das schnelle, passsichere Spiel der Gäste (erst eine Niederlage in bisher 15 Punktspielen der Saison) zu unterbinden. Glauchau/Meerane schien durchaus beeindruckt, der sonst so sichere René Pechmann vergab in der Anfangsphase gar einen Siebenmeter. Die Unterstützung aus den eigenen Reihen tat ihr Übriges. „Die drei Jungs aus der Ersten haben sich super integriert. Sie haben Emotionen gezeigt und alle haben sich untereinander gegenseitig mitgenommen“, befand Hornig. Das Spiel tanzte über die komplette Distanz auf des Messers Schneide. Nachdem anfänglich die NHV-Reserve die Tore vorlegte, kam der Sachsenligist ganz langsam in Tritt. Die Zwischenstände geben Aufschluss darüber, wie eng es tatsächlich zuging. 1:0, 4:3, 4:5, 7:7, 10:11. Nach 21 Minuten lagen die Gäste erstmals mit zwei Toren in Front, weil diesmal Pechmann seinen Siebenmeter versenkte. Letztlich machte auch die Abgezocktheit bei den Strafwürfen (2 von 5 gegenüber 7 von 9) den Unterschied. Beim Stand von 23:24 knapp sieben Minuten vor dem Ende traf Pechmann erneut mit einem ruhenden Ball. Auf der anderen Seite vergab Tobias Karl kurz darauf. Und auch ein weiterer freier Wurf verfehlte sein Ziel. Sonst wäre die Verlängerung möglich gewesen. Mindestens. Bereits am Freitag bestritten die Delitzscher unterdessen das Halbfinale im Bezirkspokal und zogen mit einem ungefährdeten 34:18-Erfolg gegen den VfB Torgau ins Endspiel ein. „Das war eine von Anfang bis Ende sehr gute Vorstellung, absolut stark“, sagte Hornig. Den Finalgegner des Titelverteidigers spielen am 20. März der SV Leisnig und der VfL Waldheim II aus. Johannes David © Leipziger Volkszeitung NH V II gegen Glauchau/Meerane: Pötschke, Pantel; Br. Bernhardt, Karl 6/1, Janßen 4, Hollstein 4, Teresniak 3, Günther 2/1, Harig 4, Münch, Müller, Peschke, Be. Bernhardt, Schirmer NHV II gegen Torgau: Fischer, Pötschke; Br. Bernhardt 3, Karl 8/1, Voigt 1, Hollstein 5, Teresniak 1, Jungandreas 4/2, Berger, Münch 1, Müller 2, Peschke 3, Be. Bernhardt 6, Schirmer Linktipp 1: Bilder vom Spiel gegen Torgau Linktipp 2: Bilder vom Spiel gegen Glauchau/Meerane Fanclub Loberhaie geht auf Concordia-Spieler los Montag, 24.02.2020: NHV Concordia Delitzsch - EHV Aue II 23:31 (10:17) Handball-Oberliga: NHV Concordia Delitzsch verliert 23:31 gegen Aue II und bekommt danach „mangelnde Einstellung“ vorgeworfen. Delitzsch. Jahrelang trug Uli Streitenberger das Delitzscher Handballtrikot. Er machte 2005 den Aufstieg in und den Abstieg aus der ersten Liga ein Jahr später mit, war wegen seines unbändigen Kampfeswillen Publikumsliebling. Der 35-Jährige, heute im Management des Bundesligisten DHfK Leipzig tätig, schwärmt rückblickend vom „großen Rückhalt der Fans“. Doch jetzt ist die Oberliga-Mannschaft dabei, den Rückhalt der Anhänger, die stets daheim wie auswärts für eine tolle Stimmung sorgen, zu verlieren. „Wir haben für vieles Verständnis und nehmen auch mal schlechte Leistungen in Kauf. Für mangelnde Einstellung haben wir allerdings kein Verständnis“, zeigte sich Hartmut Sommerfeldt, Chef des Fanclubs „Loberhaie“, äußerst bissig. Vorausgegangen war am Sonnabend nicht nur eine 23:31-Pleite des NHV Concordia Delitzsch gegen die zweite Mannschaft des EHV Aue. Sondern Sommerfeldt stieß vor allem die Art und Weise dieser Blamage auf. „Das war das vierte Spiel in Folge, in dem die Mannschaft uninspiriert und mit fehlender Einstellung auftrat“, schimpfte der oberste Fan, um zwei Fragen hinterherzuschieben: „Spielt das Team noch für seinen Verein? Sollen Zuschauer vergrault oder gewonnen werden?“. Auf Spurensuche für die, so Sommerfeldt, „desolate Leistung“ gegen einen ersatzgeschwächten Gast begab sich NHV-Trainer Jan Jungandreas. So seien die Concorden in der Hinrunde, die mit der Halbzeitmeisterschaft endete, von einer „Euphoriewelle“ getragen worden. Doch diese sei vorbei. Und wenn es dann nicht so richtig laufe, „haben wir gesehen, wie die Köpfe der Spieler runtergingen“. Es gebe offenbar nach der „echt guten Hinrunde“ ein „bisschen zu viel Zufriedenheit bei manchen Spielern“, kritisierte der Chefcoach. Da schauten die Spieler auf die Tabelle und stellten fest, dass sie immer noch Zweiter sind. Außerdem sei die Trainingsbeteiligung nicht mehr so hoch wie in der ersten Hälfte der laufenden Saison. In den vergangenen Partien „fehlte die letzte Konsequenz“, bemängelte Jungandreas. Es werde nicht das zuvor Besprochene umgesetzt, „sondern „jeder hat eine Idee und denkt, das mache ich jetzt“. Momentan gelinge es nicht, „den Schalter umzulegen“. Vieles sei Kopfsache. All das war in der Partie gegen das Team aus dem Erzgebirge deutlich zu sehen. Die Partei fing für die Nordsachsen ordentlich an, Daniel Sowada brachte sie mit 1:0 in Führung. Es war ein hohes Tempo im Spiel, das die ersten 20 Minuten ausgeglichen verlief. Dann kam ein Bruch, zur Halbzeit lag Aue bereits mit 17:10 fast uneinholbar vorn. Auffällig war, dass die Abwehr mit zunehmender Dauer nicht mehr zupackend agierte, im Angriff lief wenig zusammen. Beste Torchancen wurden reihenweise vergeben. So wurde Gäste-Keeper Pascal Bochmann berühmt geworfen durch unplatzierte Abschlüsse. Zudem stellte der 17- Jährige (!) sein großes Talent unter Beweis und kaufte den NHV-Angreifern den Schneid ab. „Unsere Abwehr war besser als die der Gastgeber“, sagte er bescheiden. Bochmann soll laut Trainer Michael Hilbig in aller Ruhe an die in der zweiten Bundesliga aktive erste Mannschaft herangeführt werden. Dort kam Bochmann bereits zu drei Einsätzen. „Unser Zusammenspiel von Keeper und Defensive hat prima geklappt“, freute sich Hilbig. Nach dem Seitenwechsel flackerte kurzzeitig ein wenig Hoffnung auf, denn die Concorden, bei denen mit Abstrichen lediglich Maximilian Amtsberg („Uns fehlte heute die Entschlossenheit in Abwehr wie Angriff“) und Moritz Brodowski zu gefallen wussten, kam auf 17:20 heran. Das Strohfeuer erlosch rasch, Aue zog wieder davon und traf letztlich auf viel zu wenig Gegenwehr, der kämpferische Einsatz ließ arg zu wünschen übrig. Auffällig war, das besonders die Routiniers wie Steve Baumgärtel und Frank Großmann diesmal keine Führungsqualitäten an den Tag legten. „Der Sieg für Aue ist verdient“, gab Jungandreas fair zu. „Wir haben eine Top- Leistung geboten“, lobte Hilbig seine Handballer. Am nächsten Wochenende tritt der NHV bei der HSG Freiberg an. Sommerfeldt formulierte die Forderungen der Fans: „Wir erwarten jetzt ein klares Zeichen der Mannschaft und eine deutliche Reaktion auf der Platte.“ Er werde, sicherte Jungandreas zu, alles tun, damit der NHV dort „voller Leidenschaft“ auftreten werde. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung NHV: Voigt (8 Paraden), Herholc (4 Paraden); Günther (1), Janßen (2), Grohmann (5/3), Baumgärtel (2), Prautzsch (2), Müller, Sowada (2), Harig, Schmidt, Brodowski (4), Amtsberg (5) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook Neu justieren und alte Scharte auswetzen Freitag, 21.02.2020: Handball-Oberliga: Der NHV Concordia Delitzsch empfängt morgen nach dreiwöchiger Ligapause den EHV Aue II. Delitzsch. Handballfans haben es nicht leicht. Jedenfalls, sofern sie ihre nicht ganz so hochklassige Mannschaft sehen wollen. Da gab es um Weihnachten und Neujahr eine dreiwöchige Pause. Jetzt, wegen der Winterferien, ruhte in der Mitteldeutschen Oberliga der Spielbetrieb erneut drei Wochen lang. Neuerliche Entbehrungen also. „Ob die Unterbrechung gut tat, werden wir am Samstag sehen“, meint denn auch Maik Kroke, Co-Trainer des NHV Concordia Delitzsch. Sein Team tritt in eigener Halle gegen die zweite Mannschaft des Zweitligisten EHV Aue an, Anpfiff ist um 19 Uhr. Kroke, ein erfahrener Übungsleiter, weiß natürlich, dass es so oder so ausgehen kann. Auf der einen Seite konnten vereinzelt kleine Verletzungen auskuriert werden. „Dennoch müssen wir wieder unseren Rhythmus finden, um mit guter Qualität die kommenden Aufgaben bestreiten zu können“, verweist der 38-Jährige auf mögliche Schattenseiten. Für die Nordsachsen spricht, dass sie, mit Ausnahme einer Einheit, komplett trainiert haben. Ebenfalls auf der positiven Seite ist die Ausgangslage zu verbuchen. Der NHV, ohne Zweifel die positive Überraschung der Oberliga, steht mit 26:10 Punkten auf dem zweiten Rang. Tabellenführer HC Burgenland hat zwei Pluspunkte mehr und zwei Minuszähler weniger, ist also in Reichweite. Der Dritte, der HSV Bad Blankenburg, hält momentan auf Delitzsch einen Sicherheitsabstand von vier Punkten. Eine gute Platzierung am Ende der Saison dürfte dem NHV also schon jetzt sicher sein. Aufsteiger Aue wiederum befindet sich mit dem ausgeglichenen Punkteverhältnis von 18:18 im Mittelfeld auf Rang acht. Nach Startschwierigkeiten hat sich das Team von Trainer Michael Hilbig deutlich stabilisiert. „Wir haben eine gute Basis und eine positive Entwicklung unserer Spieler“, sagt Aues Coach. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht das individuelle Formen seiner Handballer, damit zumindest das eine oder andere Talent den Sprung in das erste Team schafft. Das wiederum liegt mit 18:24 Punkten derzeit auf Rang 12 der 18 Vereine umfassenden Staffel. Der Klassenerhalt ist noch nicht sicher, aber greifbar. Für Hilbig steht „außer Frage“, dass beim Sachsenderby die Gastgeber der klare Favorit sind. Eine Rolle, die der NHV annimmt, denn sein Ziel ist es, möglichst jede Partie zu gewinnen. Die Concorden gehen mit der Hypothek einer 24:26-Pleite in Apolda in die Begegnung. „Die Niederlage ist verkraftet und wurde reflektierend aufgearbeitet“, berichtet Kroke. Die Erzgebirgler reisen dagegen mit breiter Brust an den Lober. Denn zuletzt wurde Köthen mit 34:31 bezwungen. Zudem hat im Hinspiel Aue gegen den NHV mit 35:32 die Oberhand behalten, weiß also, wie die Delitzscher zu bezwingen sind. „Keine Frage, wir wollen punkten“, sagt Hilbig. Nicht zuletzt habe der bisherige Saisonverlauf gezeigt, „dass alles möglich ist, jeder kann jeden schlagen“. Keine Mannschaft sei unbesiegbar Der NHV weiß, dass die Gäste gerade im Umschaltspiel nach vorne ein hohes Tempo anschlagen. Das gelte es zu unterbinden, fordert Kroke. In den letzten Begegnungen hatte der NHV wiederholt in der Abwehr nicht konsequent genug agiert und auch in der Offensive selten Lösungen gefunden, wenn es mal nicht so läuft. „Das alles muss sich ändern, um gegen Aue erfolgreich zu sein“, betont Kroke. Kurzum: Seine Mannschaft „muss wieder zu alter Stärke zurückfinden“. Was in den bisherigen Spielen in diesem Jahr mit einer Ausbeute von 4:4 Punkten nicht der Fall war. „ Allen muss klar sein, das wir keine Partie mit halber Kraft gewinnen können“, mahnt der Trainer. Eine konzentrierte und vor allem einsatzintensive Leistung „wird wichtig sein, um am Wochenende die Punkte in Delitzsch zu lassen“. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Linktipp: Programmheft 22.02.2020 (pdf 4,0 MB) Favorit und Außenseiter binnen 48 Stunden Donnerstag, 20.02.2020: Handball-Pokal: NHV II im doppelten Einsatz. Delitzsch. Der Tanz auf zwei Pokal-Hochzeiten lockt den ganzen Handballer aus der Reserve. Morgen Abend bittet der NHV Concordia Delitzsch II zunächst den VfB Torgau zum Polterabend in Form des Bezirkspokal- Halbfinals (20 Uhr), am Sonntag folgt mit dem Sachsenpokal-Viertelfinale gegen den HC Glauchau/Meerane sozusagen das Ja-Wort (17 Uhr). Und das bringen die Partner mit in die Ehe: Der Bezirksliga-Zweite empfängt erst den Bezirksklasse-Fünften und dann den Sachsenliga-Ersten. Da braucht das Linoleum der Mehrzweckhalle anschließend sicher eine Sonderbehandlung. Wir richten den klaren Blick zunächst auf den Freitag.„Das ist die Pflicht“, sagt NHV-Trainer Christian Hornig. „Wir wollen unbedingt wieder ins Finale, weil das einfach eine geile Veranstaltung ist, ein absolutes Highlight.“ Der Mann weiß, wovon er spricht. Schließlich stand sein Team in den vergangenen beiden Jahren im Endspiel und gewann im vorigen Jahr den Cup. Genau deswegen qualifizierte sich Delitzsch auch für den Sachsenpokal, wo ein 27:19-Sieg gegen Verbandsligist Radebeul die Jungs direkt ins Viertelfinale spülte. Dort wartet nun also der HC Glauchau/Meerane und reist mit der ehrfurchteinflößenden Empfehlung von 14 Siegen in 15 Punktspielen an. „Wir wollen das genießen, uns gegen so eine Truppe beweisen, obwohl Glauchau meiner Meinung nach schon Oberliga-Niveau hat“, sagt Hornig. Andererseits könnten auch die Hausherren theoretisch ihre komplette Oberliga-Mannschaft ins Rennen schicken, werden das allerdings nicht tun, weil die tags zuvor den EHV Aue II empfängt. Aber der ein oder andere Jungspund respektive wieder fitte Langzeitverletzte wie Jan Derk Janßen dürfte auf jeden Fall im Spielberichtsbogen auftauchen. Und wer weiß: Vielleicht folgen nach der Eheschließung ja tatsächlich die Delitzscher Pokal-Flitterwochen. Oder aber die Scheidung ist unvermeidlich. Weil niemand das vorhersehen kann, werfen wir einen abschließend Blick nach vorn: Am 1. März herrscht wieder Bezirksliga-Normalität: Dann gastiert der Tabellenvorletzte HSV Mölkau am Lober. Johannes David © Leipziger Volkszeitung „Der Grundstein unseres Vereinslebens“ Dienstag, 18.02.2020: Der NHV Concordia Delitzsch achtet auf die Nachwuchsarbeit und will so Jugendliche in der Region halten. Delitzsch. Das Kommando schallt laut und deutlich durch die Mehrzweckhalle. „Den Ball zum Mitspieler passen, weiterlaufen und den Ball zurückbekommen“, ruft Jan Jungandreas. Eine Szene, die sich bei einem montags stattfindenden Training der gemischten F-Jugend des NHV Concordia Delitzsch abgespielt hat. Zuvor hat der 32- Jährige, der auch die in der Oberliga mit Platz zwei erfolgreiche erste Herrenmannschaft coacht, schon mit den Minis geübt. Klares Signal: Beim NHV Concordia Delitzsch ist die Beschäftigung mit Kindern und Jugendlichen (auch) Chefsache. „Die Nachwuchsarbeit hat eine große Bedeutung für den NHV, davon lebt der Verein“, sagt Anne-Marie Brosig, im Vorstand des Handballclubs für die Jugend zuständig. „Die Basis, also der Nachwuchs, bildet den Grundstein unseres Vereinslebens“, sagt sie, die selbst in der Frauenmannschaft aktiv ist. Neben dem sportlichen sei aber vor allem der soziale Aspekt wichtig. „Die Kids sollen sich im Verein und in der Gemeinschaft wohlfühlen“, betont Brosig. Das sei meist noch wichtiger als sportlicher Erfolg. Und wenn es um das Sportliche geht? „Dann sind wir ein Breitensportverein, der versucht, die Kinder für den Handball zu begeistern, antwortet Brosig. Mit Blick auf die Jugend-Teams, die im Ligabetrieb aktiv sind, spielt der NHV auf Bezirksebene nach Brosigs Einschätzung eine gute bis sehr gute Rolle. „Darauf können wir stolz sein.“ So hat die männliche B-Jugend ihre Vorrundengruppe souverän und ohne Punktverlust für sich entschieden. In der Hauptrunde hat die Mannschaft von Trainer Sebastian Lorenz-Tietz bislang drei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage eingefahren. Noch besser steht die männliche C- Jugend da. Die Vorrunde wurde ohne einen Punktverlust gewonnen, jetzt in der Hauptrunde ist die Weste mit fünf Siegen ebenfalls blütenweiß. Die männliche D-Jugend hat die Vorrunde mit 16:0 Punkten beendet. Jetzt in der Hauptrunde steht die Mannschaft auf dem dritten Rang. Die E-Jugend wiederum hat die Vorrunde absolviert, ohne einen Punkt abzugeben, und rangiert jetzt in der Hauptrunde mit 8:4 Punkten auf Platz drei. Trainer ist auch hier Jan Jungandreas. Die weibliche B-Jugend hat eine bessere Platzierung als den jetzigen sechsten Rang (fünf Siege, acht Niederlagen) vermasselt. In mehreren Begegnungen wurden vier Spielerinnen eingesetzt, die noch nicht die Berechtigung hatten. Diese Partien wurden alle als verloren gewertet. Mehr als achtbar hat sich die weibliche C-Jugend geschlagen. Das Team besteht zur Hälfte aus D-Jugendlichen. Doch trotz aller Nachteile etwa in der Körpergröße ist das Team mit 11:13 Zählern auf dem guten sechsten Platz zu finden. Die weibliche D-Jugend rangiert mit 16:4 Punkten auf Rang drei, die E-Jugend ist mit 14:6 Punkten ebenso Dritter. Von den Erfolgen und Aktivitäten im Nachwuchs „profitieren und zehren auch die Erwachsenenmannschaften“, meint Brosig und spielt darauf an, dass viele der Jugendlichen bei den Partien der beiden Männermannschaften und des Frauenteams zuschauen. „Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Dazu zählt auch die „NHV-Jobbörse“, die bereits erste Früchte trage. „Wir möchten so unseren Beitrag dazu leisten, die Jugendlichen hier in der Region zu halten.“ Denn wer eine Ausbildung in der Umgebung absolvieren kann oder in der Region studiert, der bleibt in der Regel dem Verein erhalten. Egal, ob als Spieler, Trainer, Kampf- oder Schiedsrichter. Gebraucht werden sie alle. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Behindertensportler holen sich zweiten Platz Sonntag, 09.02.2020: Der ganz große Wurf klappte nicht. Aber die Behindertensportgruppe des NHV Concordia schlug sich kürzlich beim zwölften Turnier der Special Olympics in der Lößnitzsporthalle Radebeul mehr als beachtlich. Das Team belegte einen hervorragenden zweiten Platz. Lediglich Titelverteidiger SV Fortschritt Meißen-West war für die Schützlinge von Trainer Hansi Winkler eine Nummer zu groß. Meißen holte sich damit erneut den Pokal des Kreissportbundes. Dagegen wurde die Mannschaft vom WfaA Lebensbrücke Glauchau mit 7:3 besiegt. Auch gegen den Radebeuler HV gelang den Nordsachsen ein Sieg. 7:3 hieß es am Ende. In diesem entscheidenden Spiel um die Silbermedaille war Marcel Fischer der absolute Leistungsträger. „Wir sind insgesamt unseren Ansprüchen gerecht geworden“, freute sich Winkler. Noch mehr freuen würde er sich, „wenn wir weitere Interessenten für unseren Handballsport begeistern können“. Trainiert wird montags ab 17 Uhr in der Sporthalle in der Dübener Straße. Special Olympics ist eine weltweit tätige Organisation, die sich mit der sportlichen Betätigung geistig Behinderter befasst. Special Olympics hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Kindern und Erwachsenen durch ganzjähriges, regelmäßiges Sporttraining und Wettbewerbe in einer Vielzahl von olympischen Disziplinen dauerhaft die Möglichkeit zu geben, körperliche Fitness zu entwickeln, Mut zu beweisen, Freude zu erfahren und dabei Begabungen, Fähigkeiten und Freundschaften mit ihren Familien, anderen Athleten und der Gemeinschaft zu teilen. mi mJD: Hochspannendes Spiel mit ruppiger Schlussphase Dienstag, 04.02.2020: NHV Conc. Delitzsch - VICTORIA Naunhof 24:24 (12:8) Mit voller Bank empfing der NHV Concordia am Samstag zu Hause die „Roten Teufel“ vom BSC VICTORIA Naunhof. Um es gleich vorweg zu nehmen, die Zuschauer bekamen ab der ersten Spielminute einen offensiven Schlagabtausch zwischen beiden Mannschaften zu sehen. Die Anspannung war allen Spielern förmlich ins Gesicht geschrieben. Der NHV Concordia behielt trotz mehreren unfairen nicht geahndeten Aktionen des Naunhofer Abwehrblocks die Oberhand. Das sorgte im Delitzscher Team für einigen Unmut. Dennoch gelang es dem NHV, die Gäste weitestgehend auf Distanz zu halten. Eine verdiente 12:8 Führung zum Ende der ersten Halbzeit untermauerte den Siegeswillen unserer Jungs. Die zweite Hälfte begann für den NHV vielversprechend. Ab der 27. Minute schlichen sich jedoch auf Delitzscher Seite einige unnötige Defensiv- Blackouts ein. Die Antwort aus Naunhof kam prompt. Der schon zu sicher geglaubte Vorsprung schmolz unwiderruflich dahin. Drei kurzzeitige Gästeführungen zum 18:19, 19:20 und 20:21 konnten nur mit vereintem Einsatz aller zur Verfügung stehenden Kräfte vereitelt werden. Zur 35. Minute stand es schließlich 21:21. Johan Held – unser Experte am Kreis sorgte mit zwei Toren innerhalb einer Minute für die Delitzscher Führung zum 23:21. War das nun bereits die sehnlichst herbeigewünschte Vorentscheidung? Leider nein. Mit extrem hartem Vorgehen versuchten nun beide Teams, die endgültige Entscheidung zu erzwingen. Zwischen der 37. und 38. Minute hagelte es im Sekundentakt fünf Zeitstrafen, eine rote Karte für den NHV und sogar eine blaue Karte für die Gäste wegen grob unsportlichen Verhaltens. Auch wenn ein Sieg die alles in allemgeschlossene Teamleistung des NHV erfolgreich abgerundet hätte, kann unsere Mannschaft stolz auf die unter widrigsten Umständen herausgespielten Tore, eine permanent motivierende Spielerbank und natürlich auch auf den Punktgewinn sein. Hoffentlich kann der NHV Concordia die überzeugende Teamleistung in der ersten Halbzeit für die folgenden Spiele über die gesamten 40 Minuten abrufen und daraus Gewinn schlagen, sodass es wieder mehr lachende als enttäuschte Gesichter gibt! Rainer Petersohn NHV: Janek Rühl, Diego Ribero, Elias Kaatz, Felix Kerber, Clemens Epperlein, Jannes Ihme (2), Johan Held (11), Johannes Mundt, Julian Scheffel, Lukas Maja (5), Samuel-Oliver Kühn, Herrmann Ast, Paul Petersohn (3), Phil Ellmann (3) Ratlosigkeit in Halbzeit zwei Montag, 03.02.2020: HSV Apolda - NHV Concordia Delitzsch 26:24 (13:14) Delitzsch. Mit einer ernüchternden 24:26- Niederlage kehrten die Handballer des NHV Concordia Delitzsch am späten Samstagabend aus Apolda zurück. NHV- Offensivmann Maximilian Amtsberg bilanzierte nach der Partie: „Wir haben viel zu viele klare Chancen vergeben und uns das Spiel von Apolda aufdrücken lassen.“ Die Gastgeber, mitten im Abstiegskampf stehend, ließen von Anfang an keine Zweifel darüber aufkommen, dass sie nach den zuletzt schwachen Leistungen zu Hause punkten wollten. Um das zu erreichen, war die Abwehr des HSV sehr gut auf das Angriffsspiel der Delitzscher eingestellt und brachte den Angriff der Nordsachsen immer wieder ins Stocken. Dem fehlte es über die gesamte Spielzeit an Ideen und Sicherheit im Abschluss. Immer wieder wurde das Angriffsspiel auf die Mitte gezogen, die Außenspieler bekamen kaum einen Ball an die Hand. Trotzdem sah es in der ersten Halbzeit so aus, als ob die Concordia die Kurve kriegen würde. ach 15 Minuten lagen die Gäste mit drei Toren vorn. Und auch kurz vor dem Halbzeitpfiff hatten sie eine Zwei-Tore-Führung herausgeworfen. Durch leichtfertige Ballverluste und Fehlwürfe kamen die Glockenstädter wieder ins Spiel, trotzdem ging es mit einem 14:13 für Delitzsch in die Halbzeitpause. Die zahlreichen Concordia-Fans waren für die zweite Halbzeit trotzdem guter Dinge. Diese begann denkbar schlecht, erst in Minute 40 gelang Frank Grohmann das erste Tor in Abschnitt zwei. Auf Apoldaer Seite wurde es die Halbzeit zweier Spieler, Igor Toskoski im Tor und im rechten Rückraum Slobodan Veselinovic. Der eine, Toskoski, vernagelte sein Tor und zwang die Delitzscher immer wieder zu Fehlwürfen. Der Andere war durch die Abwehr der Gäste nie zu stellen und erzielte neun Tore. Je länger das Spiel wurde, umso ratloser schien das Team vom Lober zu werden. Irgendwie fehlten die letzten Prozente, um einem engagierten Gegner Paroli bieten zu können. Der Sieg des HSV Apolda ging auf Grund ihres unbedingten Siegeswillens in Ordnung. Auf Delitzscher Seite muss man fragen, ob mit solchen Leistungen die bisherige Platzierung zu halten sein wird. Bis zum Heimspiel am 22. Februar gegen den EHV Aue II liegt einiges an Arbeit vor dem Trainerteam um Jan Jungandreas. Hartmut Sommerfeldt © Leipziger Volkszeitung NHV: Voigt (1. - 50. Minute 12 Paraden), Herholc (2 Paraden); Günther (1), Janßen (1), Grohmann (5/3), Baumgärtel (1), Prautzsch (2), Müller, Sowada (1), Harig, Schmidt (2/1), Brodowski (1), Wendlandt (5), Amtsberg (5) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook 2. Männer finden die „Leichtigkeit des Seins“ wieder Sonntag, 02.02.2020: HV Borna - NHV Concordia Delitzsch 22:32 (11:14) Nach dem hart erkämpften 29:27 gegen die SG Motor Gohlis-Nord in der Vorwoche ging es letzten Sonntag für die zweite Männervertretung des NHV zum heimstarken Handballverein aus Borna. Nachdem tags zuvor die 1. Männermannschaft und erstmalig in dieser Saison auch die Frauenmannschaft von ihren Auswärtsspielen mit Niederlagen heimkehrten, galt es somit die Concordia-Fahne im Erwachsenenbereich hoch zu halten. Ohne die Grippekranken Alexander Pietzsch und Bruno Bernhardt und ohne die Langzeitverletzten Stefan Voigt und Sebastian Schäfer, welche aber als „moralische Unterstützung“ mitreisten, machte man sich zum späten Sonntagnachmittag auf den Weg nach Borna. Erst ein Spiel haben die heimstarken Gastgeber in dieser Saison zu Hause verloren. Demzufolge war vollste Konzentration ab der 1. Minute gefragt, um dieses schwere Auswärtsspiel zu bewältigen. Von Beginn an machten die Loberstädter da weiter, wo sie eine Woche zuvor gegen die SG MoGoNo aufgehört hatten. Einsatzbereitschaft, Kampfgeist und Teamwork waren die Eigenschaften, welche beim NHV am meisten herausragten. Zum, über weite Strecken, gut funktionierendem Mittelblock Peschke/Karl oder Hollstein/Karl kam ein sehr gut aufgelegter Tino Pantel im Tor. Immer wieder kamen die Delitzscher zu Ballgewinnen und da man die Angriffe konzentriert ausspielte, führte man zur Halbzeit mit 14:11. Einzig die Chancenverwertung gab Anlass zur Mahnung. Und für einen Trainer gibt es nichts schöneres, als dass besprochene Sachen bei den Spielern ankommen und idealerweise gar umgesetzt werden. Aber vielleicht war es auch nur die „Torgeilheit“ einzelner Spieler, welche für eine bessere Chancenverwertung in der 2. Spielhälfte sorgten. Und da man sonst in allen Belangen da weitermachte wo man in der 1. Spielhälfte aufhörte, konnte man sich immer weiter Tor für Tor vom Gegner absetzen. Toptorschütze Tobias Karl wurde mittlerweile manngedeckt und verweilte an der Mittellinie. Somit bekamen die fünf restlichen Delitzscher Spieler mehr Platz im Angriff. Dieser wurde immer wieder durch Martin Müller und Ruben John genutzt. Das bedeutete jedoch nicht, dass die beiden permanent ihren Torhunger stillten, sondern sie trafen meist die richtige Entscheidung und setzten ihre Nebenleute perfekt in Szene. Bei der Halbzeitansprache ganz genau hingehört hatte auch Kreisläufer Thomas Hollstein. Er überzeugte mit einer hundertprozentigen Wurfquote bei sechs Versuchen. Für den handballerischen Höhepunkt, sorgten allerdings die Gastgeber an diesem Abend. Mit einem Ballgewinn in der eigenen Abwehr, und dem direkten Torwurf auf das leere Delitzscher Tor sorgte der Bornaer Spieler für großen Applaus in der Halle. An dieser Stelle fragen sich die Leser sicherlich wo Torhüter Tino Pantel denn war. Diese Frage konnte er selbst nicht so richtig beantworten. Ich denke auch er hat sich die Worte des Trainers zu Herzen genommen, und den Fokus auf die eigenen konzentrierten Torabschlüsse gelegt. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung kam man zu einem ungefährdeten 22:32-Auswärtssieg. Und der ein oder andere Delitzscher Spieler versuchte noch etwas Schlaf zu bekommen, bevor um 0.30 Uhr der Superbowl anstand. Erst in vier Wochen steht für die Delitzscher das nächste Punktspiel auf dem Kalender. Allerdings erwartet eine Woche zuvor die Delitzscher Handballfans noch ein absolutes Handballfest. Eröffnet wird dieses am Freitag, den 21.02.2020 um 20 Uhr im Bezirkspokalhalbfinale gegen den VfB Torgau. Tags darauf empfängt die Oberligamannschaft im Sachsenderby die EHV Aue II. Und den krönenden Abschluss bestreiten dann wieder die 2. Männer am Sonntag um 17 Uhr im Sachsenpokalviertelfinale gegen den Tabellenführer der Sachsenliga, den HC Glauchau/Meerane. Sport Frei, Christian Hornig Der NHV II spielte mit Dirk Pötschke und Tino Pantel im Tor. Tobias Karl 7/4, Thomas Hollstein 6, Chris Teresniak 6, Max Berger, Christian Münch 1, Martin Müller 2, Georg Peschke 2, Ruben John 5, Bero Bernhardt 1 und Daniel Schirmer 2 auf der Platte. Mannschaftsverantwortlicher Steffen Kienitz, Stefan Voigt und Sebastian Schäfer auf der Bank.
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