Nächstes Spiel Samstag, 26.09.2020 19:00 Uhr NHV Conc. Delitzsch --- HC Aschersleben
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Newsarchiv - Januar 2020
31.01.2020 Angeschlagen, aber brandgefährlich 28.01.2020 mJD: Beton-Abwehr der SG LVB war nicht zu knacken 28.01.2020 mJE: Zweite Niederlage in Folge 27.01.2020 Kapitän Herholc: „Zwei Punkte sind zwei Punkte“ 25.01.2020 wJC: Klarer Erfolg 25.01.2020 wJD: Sieg gegen den Spitzenreiter 24.01.2020 Keine Gnade: Delitzsch will immer gewinnen 22.01.2020 2. Männer: Auf der Suche nach der Leichtigkeit des Seins 20.01.2020 Grohmann trifft, Herholc hält 20.01.2020 mJD: Döbeln dreht das Spiel innerhalb vier Minuten Angeschlagen, aber brandgefährlich Freitag, 31.01.2020: NHV Concordia Delitzsch gastiert morgen beim abstiegsbedrohten, allerdings sehr heimstarken HSV Apolda. Delitzsch. Egal, wie die restlichen Spiele ausgehen werden: Die Saison 2019/20 ist für den NHV Concordia Delitzsch schon jetzt besser gelaufen als die vorherige Spielzeit. Damals belegte der Handball-Oberligist in der Abschlusstabelle Rang acht und kam auf 25:27 Punkte. Aktuell liegt das Team des Trainer-Duos Jan Jungandreas/Maik Kroke auf einem sensationellen zweiten Platz und weist mit 26:8 Zählern bereits jetzt einen mehr auf als in der gesamten Vorsaison. Da hätten diese Pluspunkte übrigens zum sechsten Rang gereicht. Doch noch sind neun Begegnungen auszutragen und der Ehrgeiz der Nordsachsen ist keineswegs gestillt. „Wir wollen jedes Spiel gewinnen“, lautet der Standardsatz von Jungandreas. Und das gilt natürlich auch für die Auswärtspartie morgen beim HSV Apolda. „Laut der Tabellenkonstellation sind wir der Favorit“, weiß Kroke und fügt hinzu: „Diese Rolle müssen wir annehmen.“ Die Thüringer liegen mit 14:20 Punkten auf dem elften Platz, einen Rang vor den Abstiegsrängen. „Unser Ziel ist der Klassenerhalt“, sagt denn auch Patrick Schatz, Trainer und zugleich Vereinsvorsitzender. „Dafür brauchen wir noch acht Punkte.“ Zwei davon sollen gegen den NHV auf das eigene Konto gepackt werden. „Zuhause sind immer gute Spiele möglich, wir wollen gewinnen“, kündigt Schatz an. Dabei hat er eine schwierige Aufgabe vor sich. Während die Concorden am vergangenen Wochenende Einheit Plauen zwar mühsam, aber immerhin mit 25:24 besiegten, holte Apolda sich in Köthen eine 21:30-Klatsche ab, die dritte Niederlage in Serie. Von Undiszipliniertheiten war danach in Apolda die Rede, von fehlender Einstellung. „Die Stimmung bei uns ist gedrückt“, gibt Schatz zu und fordert: „Wir müssen eine Reaktion zeigen.“ Kroke mahnt die Delitzscher trotz des angeschlagenen Gegners zur Vorsicht. „Apolda ist gerade in eigener Halle immer schwer zu bespielen.“ Das hätten Ende vorigen Jahres die Erfolge gegen Tabellenführer HC Burgenland und den HSV Bad Blankenburg gezeigt. Folglich „müssen wir frisch und hochkonzentriert” in die Partie gehen. Wichtig werde sein, die Fehlerquote und Chancenverwertung zu verbessern. Es komme darauf an, sich nicht die langsame Spielweise von Apolda aufdrücken zu lassen, betont Mannschaftskapitän und Torwart Felix Herholc. „Denn dann kommen wir nicht in unser Tempospiel.“ Der NHV liegt nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Burgenland und fünf vor dem Dritten, der SG Pirna. „Momentan sieht es nach einem Zweikampf zwischen uns und Burgenland aus“, sagt Kroke. Das Gipfeltreffen zwischen den beiden Titelaspiranten findet am 28. März in Delitzsch statt. „Das ist vielleicht das entscheidende Spiel um die Meisterschaft“, vermutet Schatz, der den Concorden einen „sehr guten Kader mit vielen erfahrenen und jüngeren Spielern“ bescheinigt, allerdings auch noch „ein paar Schwankungen“ sieht. Im Hinspiel im September behielt der NHV mit 27:25 die Oberhand. Das war damals für Apolda die dritte Niederlage in Folge, Trainer Robert Flämmich wurde entlassen, Schatz übernahm. „Leider war das mein letztes Spiel, das ich im Apoldaer Trainershirt coachen durfte“, erinnert sich Flämmich. Die Delitzscher Mischung aus älteren Spielern und jungen Wilden „begrüße ich sehr“. Und aktuell „sehe ich Delitzsch am Ende sogar vorn“. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung mJD: Beton-Abwehr der SG LVB war nicht zu knacken Dienstag, 28.01.2020: SG LVB - NHV Concordia Delitzsch 21:15 (12:5) Allen NHV-Spielern war klar, dass es keine einfache Aufgabe wird, bei der SG LVB zu punkten. Das tat der positiven und nach vorn gerichteten Stimmung im Team keinen Abbruch. Die unglückliche Niederlage in Döbeln vergangene Woche hatte keine mentalen Kratzer hinterlassen. Die Heimmannschaft startete mit hohem Tempo. Ehe der NHV eine stabile Gegenwehr aufbauen konnte, führte die SG LVB nach knapp sieben Minuten mit 6:0. Alle Angriffe des NHV Concordia blieben im Leipziger Abwehrblock stecken. Erst mit einem sicher verwandelten 7-Meter in der 8. Minute konnte Lukas Maja ein Achtungszeichen setzen und zeigen, dass wir uns nicht unterkriegen lassen. Das war jedoch leichter gesagt als getan. Um die immer wieder erfolgreichen Leipziger Angriffsoperationen auf Halblinks und Halbrechts zu unterbinden, fehlte dem NHV Concordia die notwendige Durchsetzungskraft. Unsere Gegenstöße konnten nur in wenigen Situationen mit Torerfolgen veredelt werden. Die Delitzscher Kreisläufer Johan Held und Julian Scheffel waren die Torschützen. Lukas Maja verkürzte vor der Halbzeitpause noch um einen weiteren Treffer. Die technische Überlegenheit der SG LVB spiegelte sich in einem 7-Tore- Vorsprung wider. In der zweiten Hälfte lief es für den NHV besser. Tor um Tor konnten wir bis zur 30. Spielminute den Abstand zur Heimmannschaft bis auf drei Treffer verkürzen. Die starke Delitzscher Phase hielt bis zur 35. Minute an. Dann drehten die Leipziger nochmal richtig auf und konnten das Spiel verdient 21:15 für sich entscheiden. Zusammenfassend kann man sagen, dass der NHV Concordia sich insbesondere in der zweiten Hälfte kampfstark und solide präsentierte. Daran wollen wir auf jeden Fall im kommenden Punktspiel gegen Victoria Naunhof anknüpfen und dem heimischen Publikum ein attraktives und vor allem spannendes Handballspiel bieten. Rainer Petersohn NHV: Janek Rühl, Diego Ribero, Elias Kaatz, Felix Kerber, Clemens Epperlein (1), Jannes Ihme, Johan Held (4), Johannes Mundt, Julian Scheffel (1), Lukas Maja (5), Paul Petersohn, Phil Ellmann (3), Tim Otremba (1) mJE: Zweite Niederlage in Folge Dienstag, 28.01.2020: SG LVB - NHV Concordia Delitzsch 31:17 (15:9) Am Sonntag, den 26.01.2020 ging es erneut nach Leipzig zum Auswärtsspiel. Um 09:15 Uhr trafen sich Spieler und Trainerteam an der Sporthalle am Gymnasium an der Telemannstraße. Die Aufwärmphase wurde genutzt, um sich auf den Gegner einzustellen, der aktuell zweiter in der Tabelle ist. 10:00 Uhr war Anpfiff, SG LVB zeigte von Beginn an ein schnelles Spiel, noch hielten die Jungs vom NHV mit. Dann setzten sich die Hausherren mit einigen Toren ab. Grund dafür war, dass die Schiedsrichterin anscheinend nicht wusste, wo der Torraum beginnt. Ganze viermal wurden Tore angerechnet, obwohl der Spieler im Kreis stand. Der Ärger aufseiten der Delitzscher war groß, sie versuchten den Vorsprung wieder aufzuholen, schafften es aber leider nicht. Die Hausherren nutzen Unkonzentriertheit der Jungs von Concordia aus und setzten sich immer weiter ab. Die Jungs vom NHV taten sich wie auch im letzten Spiel schwer so richtig ins Spiel zu kommen. So stand es zur Halbzeit 15:9. Die zweite Halbzeit startet und die Jungs aus Delitzsch zeigten, das sie weiter um die 2 Punkte kämpfen. Nur schlichen sich immer wieder gehäuft Fehler im Zuspiel, in der Manndeckung und im schnellen Rückzug ein. Die Jungs aus Leipzig nutzten dies gnadenlos aus und machten ein Tor nach dem anderen. In den letzten Spielminuten zeigten die Jungs vom NHV, das sie es doch besser können und überraschten die Leipziger mit schöne Spielzügen und konnten doch noch ein paar Tore machen. Dies reichte zum Schluss aber leider nicht mehr und so mussten sie sich mit 31:17 geschlagen geben. Es ist zu hoffen, dass die Spieler die nächsten Trainingseinheiten intensiv nutzen werden, um sich auf das kommende Heimspiel am 01.02.2020 gegen die Mannschaft des VfB Torgau vorzubereiten. Aktuell stehen sie trotz der zweiten Niederlage immer noch auf dem 3. Platz in der Tabelle. Kapitän Herholc: „Zwei Punkte sind zwei Punkte“ Montag, 27.01.2020: NHV C. Delitzsch – HC Einheit Plauen 25:24 (10:10) Handball-Oberligist Delitzsch tut sich gegen Plauen schwer, gewinnt aber / Gäste-Kreisläufer Martin Danowski ist nicht zu stoppen. Delitzsch. Mit dem Erfolg wachsen offenkundig die Ansprüche. Da besiegte der NHV Concordia Delitzsch den HC Einheit Plauen mit 25:24 (10:10) und sitzt als Zweiter der Mitteldeutschen Handball-Oberliga dem Tabellenführer und großen Meisterschaftsfavoriten HC Burgenland (27:7 Zähler) im Nacken. Und doch war die Stimmung in der Mehrzweckhalle am Sonnabend gedämpft, weit entfernt von Euphorie und überschäumendem Jubel. Als ob an jedem Spieltag ein so klarer Erfolg wie eine Woche zuvor mit dem 32:24 beim HC Aschersleben herausspringen muss. Die fehlende Konstanz „ist normal bei so vielen jungen Spielern, die wir haben“, begründete Concordias Chefcoach Jan Jungandreas die Schwankungen. Da müsse eben jeder in jeder Partie zu 100 Prozent sein Leistungsvermögen erreichen, damit das Überraschungsteam der Liga überzeugend gewinnen kann. Zudem ist die Staffel sehr ausgeglichen und spannend. Jede Partie, sagte Einheit-Coach Jan Richter bereits im Vorfeld, sei eine Wundertüte, „die Tagesform entscheidet.“ Den Beleg für diese These lieferte der Außenseiter aus dem Vogtland, der mit 14:20 Punkten auf dem zehnten Platz liegt. „Wir haben uns hier gut verkauft“, meinte der Ex-Delitzscher Vasile Sajenev, der gemeinsam mit Richter die Mannschaft betreut. „Zwei, drei Fehler weniger auf unserer Seite, und wir hätten ein hier ein Unentschieden geholt.“ Eine Einschätzung, die Plauens überragender Spieler Martin Danowski teilte. „Ein Punkt für uns wäre verdient gewesen“, sagte der Kreisläufer, der zehn Tore erzielte und trotz intensivster Deckung durch Martin Müller, Moritz Brodowski und Steve Baumgärtel letztlich nicht zu stoppen war. „Wir hatten uns gut vorbereitet, es aber im Spiel nicht geschafft, das Plauener Kreisläufer-Spiel ordentlich zu verteidigen“, bemängelte Jungandreas. „Es ist uns nicht gelungen, die Zuspiele auf Danowski zu verhindern“, konkretisierte Müller die kollektive Abwehr-Schwäche, die vom guten Torwart Felix Herholc nicht immer ausgebügelt werden konnte. „Wie erwartet“ (Jungandreas) entwickelte sich von Beginn an eine kämpferische Begegnung, Handball-Ästheten kamen nicht so richtig auf ihre Kosten. Dem NHV gelang es im ersten Abschnitt nur selten, die Gäste- Abwehr durch schnelles Pass- und Laufspiel aus den Angeln zu heben. Zudem wurden einige klare Torchancen vergeben. So ging es hin und her, keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen. Das Delitzscher Trainer-Gespann Jan Jungandreas/Maik Kroke reagierte auf das 10:10- Unentschieden zur Halbzeit mit einer Umstellung. Benedikt Schmidt löste auf der Rechtsaußen-Position Frank Gromann ab und brachte Tempo in die Partie. Grohmann rückte dadurch in den rechten Rückraum und versprühte etwas mehr Torgefahr als zuvor. Doch mehrfach, als alles nach einem klaren Delitzscher Erfolg aussah, ließen die Concorden mit Fehlpässen und unplatzierten Würfen die Plauener wieder herankommen. Eine Dramatik, die in der Schlussminute ihren Höhepunkt erreichte. Niklas Prautzsch holte beim Stand von 24:23 einen Siebenmeter heraus. Schmidt scheiterte zwar an Torwart Josef Pour, verwandelte jedoch 28 Sekunden vor dem Ende den Nachwurf. Doch umgehend kam Einheit wieder heran und versuchte, mit Manndeckung noch ein Remis zu ergattern – vergeblich. „Hauptsache gewonnen“, kommentierte Müller kurz und knapp. Mannschaftskapitän Herholc sah das ähnlich: „Zwei Punkte sind zwei Punkte, in einer Woche interessiert es niemanden mehr, wie wir sie geholt haben.“ Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung NHV: Voigt (4 Paraden), Herholc (7 Paraden); Günther, Janßen, Grohmann (6/2), Baumgärtel (4), Prautzsch (3), Müller, Sowada (2), Harig, Schmidt (3), Brodowski (3), Wendlandt (2), Amtsberg (2) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook wJC: Klarer Erfolg Samstag, 25.01.2020: NHV C. Delitzsch – SG MoGoNo Leipzig 21:13 (13:4) Der Jubel nach dem Schlusspfiff war groß. Die weibliche C-Jugend des NHV Concordia Delitzsch hat die SG MoGoNo Leipzig mit 21:13 in die Schranken verwiesen. Damit verbesserte sich der NHV mit nunmehr 11:13 Punkte um einen Rang auf Platz sechs. Zugleicht wurde überzeugend Revanche genommen für die Hinspielniederlage. Würde ein Handballspiel nur eine Minute dauern dann hätten die Gäste als Sieger das Parkett verlassen. Denn Vivian Liese brachte die Leipziger mit 1:0 in Führung. Doch Begegnungen der weiblichen C-Jugend dauern bekanntlich 50 Minuten. Und die Concorden drehten rasch den Spieß um, erzielten durch Hanna Wittig den Ausgleich und gingen mit 7:1 in Front. Das war praktisch schon die Vorentscheidung. Die Delitzscher zeigten sich in der Abwehr sattelfest, die beiden Torhüter Pia-Maxi Mühlner und die in der Schlussphase eingewechselte Anastasia Orechow überzeugten ebenfalls. Im Angriff war zum Teil noch zu wenig Bewegung, wurde nicht immer der Weg in die Tiefe gesucht. Der Erfolg in dieser harten, aber nicht unfairen Partie war unterm Strich nie gefährdet. mi NHV: Anastasia Orechow, Pia-Maxi Mühlner; Miriam Luthe, Maja Zscheyge, Leonie Lewik, Annika Kuhnert, Jasmin Milde, Alexa Fiedler, Theresa Rolfes, Hanna Wittig, Ellen Heinze, Lea Hildebrand, Fanni Wanjek, Nina Kalbe wJD: Sieg gegen den Spitzenreiter Samstag, 25.01.2020: NHV C. Delitzsch – SG MoGoNo Leipzig 18:16 (10:7) Der bisherige Spitzenreiter der Bezirksliga der weiblichen D-Jugend, die SG MoGoNo Leipzig, hat keine weißen Weste mehr. Die ersten Verlustpunkte fügte den Messestädtern der NHV Concordia Delitzsch bei. Die Mannschaft siegte in diesem Top- Duell (Dritter gegen Erster) mit 18:16. Damit weisen die Concorden jetzt 16:4 Punkte auf. MoGoNo hat zwei Begegnungen weniger ausgetragen und kommt auf 14:2 Zähler. Von Beginn an entwickelte sich eine spannende Begegnung, in der die Gastgeber fast durchgängig die Nase ein Stück weit vorn hatten. Hanna Löser brachte den NHV mit einem Doppelschlag mit 2:0 in Führung. Doch die bisweilen überhart auftretenden Gäste gaben nicht auf, kämpften sich heran, kamen aber lediglich beim 3:3 zum Ausgleich. In der Folge lag der NHV, der in der Abwehr überzeugte, zumeist mit zwei, drei oder vier Toren vorn. Hektisch wurde es in der Schlussphase, als auf beiden Seiten je ein Trainer die rote Karte kassierte und Delitzsch in der letzten Minute in Unterzahl war. Doch nach dem Anschlusstreffer durch MoGoNo zum 17:16 sorge Miriam Kluthe für den umjubelten und verdienten 18:16-Endstand. mi NHV: Anastasia Orechow; Miriam Luthe, Jasmin Schreiber, Annika Kuhnert, Maja Zscheyge, Hanna Löser, Maxine Gerstner, Theres Kendelbacher, Marlen Kendelbacher Keine Gnade: Delitzsch will immer gewinnen Freitag, 24.01.2020: Handball-Oberliga: Der NHV will morgen gegen Plauen eine Scharte auswetzen und Druck auf Spitzenreiter HC Burgenland machen. Delitzsch. Die Sprachregelung hat er schon perfekt drauf. „Ganz klar: Wir wollen gewinnen, um unseren zweiten Platz zu festigen.“ So formuliert Marius Harig, Rückraumschütze des NHV Concordia Delitzsch, seine Erwartungen vor der morgigen Heimpartie (Anpfiff: 19 Uhr) gegen den HC Einheit Plauen. Bei seinem Trainer Jan Jungandreas klingt das so: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen.“ Und Maik Kroke, Co-Trainer des Handball-Oberligisten, führt folgendes aus: „Natürlich wollen wir gegen Einheit siegen – wie wir eben jedes Spiel gewinnen wollen.“ Das zeigt: Harig, der erst im November zu den Concorden stieß, ist zumindest sprachlich in Nordsachsen angekommen. „Ich habe mich ganz gut eingelebt“, berichtet der 21-Jährige. Das gelte auch für das Studium der Rechtswissenschaften, das er an der Universität Leipzig aufgenommen hat. In der Mannschaft fühlt er sich ebenfalls wohl. „Es ist ein angenehmes Klima.“ Kurzum: „Es war die richtige Entscheidung, zum NHV zu wechseln.“ Rein sportlich hat die Integration bis jetzt nicht so perfekt geklappt. Die Einsatzzeiten sind überschaubar. „Es läuft noch nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe“, räumt Harig ein. Das liege wohl daran, dass er zuvor in Calbe, in der Sachsen-Anhalt-Liga, Stammspieler war, hier aber erheblich mehr Konkurrenz habe. Und gegen die muss er sich erst durchsetzen. Da das Team bislang mit 24:8 Punkten, was den zweiten Tabellenplatz bedeutet, eine starke Saison hinter sich hat, ist es naturgemäß schwer, sich in die ersten Sieben hineinzuspielen. Dabei macht Jungandreas Mut. „Er wird seinen Weg gehen“, sagte der Trainer schon zur Halbzeitbilanz im Dezember. Die Einsatzzeiten würden zunehmen. Ob schon gegen die Vogtländer, wird sich zeigen. Der NHV dürfte bis auf den verletzten Niklas Zierau alle Spieler an Bord haben. Und sie haben gegen die Gäste durchaus etwas gutzumachen. Denn das Hinspiel ging mit 25:30 unnötig verloren. „Womöglich hatte Delitzsch uns unterschätzt“, blickt Einheit-Trainer Jan Richter zurück. „Es war unser bisher bestes Saisonspiel“, so der Coach des Elften der Liga, der mit seinen 14:18 Punkten nach wie vor einzig und allein das Ziel Klassenerhalt ausgibt. „Gegen den NHV wollen wir umsetzen, was wir können und an unsere Leistungsgrenze gehen“, kündigt Richter an. Der Erfolg in der Hinrunde mache Mut, dass durchaus etwas zu holen sei. Schließlich sei in der Oberliga „jedes Spiel eine Wundertüte, die Tagesform entscheidet“. Richter setzt auf seinen überragenden Kreisläufer Martin Danowski, mit 108 Treffern Zweiter der Torschützenliste hinter Frank Grohmann (114) vom NHV. „Unser Spiel ist schon auf die Kreisläufer ausgerichtet“, gibt Richter zu. „Darauf müssen wir uns einstellen“, zeigt Jungandreas Respekt. „Wenn Danowski einmal den Ball hat, ist er schwer zu stoppen“, mahnt Kroke. Gleichwohl gehen die Delitzscher nach dem 32:24-Erfolg in Aschersleben als klarer Favorit in die Partie gegen einen Gegner, der eine 22:30- Heimpleite gegen die HG Köthen verarbeiten muss und da Fehler über Fehler machte. „Delitzsch hat eine Top-Mannschaft und ist schwer zu bespielen“, weiß Richter, der Spitzenreiter HC Burgenland für den Meisterschaftsfavoriten hält. Die Naumburger seien etwas konstanter als die Concorden. „Eine starke Abwehr, starke Torhüter und das daraus entstehende Tempospiel werden wieder der Schlüssel für den Erfolg sein“, vermutet Jungandreas. Ziel ist es, Burgenland, das nur eine Punkt besser dasteht, auf den Fersen zu bleiben. „Wir wollen dranbleiben“, betont Kroke. „Wir wollen den ersten Platz angreifen“, sagt Marius Harig. Auch hier ist die Sprachregelung, unabgestimmt, wieder perfekt. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Linktipp: Programmheft 25.01.2020 (pdf 3,8 MB) 2. Männer: Auf der Suche nach der Leichtigkeit des Seins Mittwoch, 22.01.2020: VICTORIA Naunhof - NHV Conc. Delitzsch II 18:38 Nach der überraschend hohen Heimspielniederlage, am vorletzten Sonntag gegen die zweite Vertretung des SV Lok Mitte, galt es für die Handballer des NHV die „Leichtigkeit des Seins“ wiederzufinden. Mit dem 18 zu 38 Auswärtssieg beim BSC VICTORIA Naunhof, gelang dies auch über weite Strecken der Partie. Trotz eines leicht nervösen Beginnes, überzeugten die Loberstädter mit viel Zug zum Tor und, was noch wichtiger ist, mit intensiver Beinarbeit in der Abwehr. Beim 2 zu 1, in der 3. Spielminute, gingen die Gastgeber das erste und letzte Mal in Führung. Ab dem Zeitpunkt übernahm der NHV die Initiative. Immer wieder gelang es der Delitzscher Abwehr den Naunhofer Rückraum zu Würfen aus der Distanz zu zwingen und durch das gute defensive Zusammenspiel mit den Torhütern kam man immer wieder zu einfachen Ballgewinnen. Doch nicht nur im Abwehr- und Tempospiel überzeugten die Delitzscher endlich einmal wieder nach langer Zeit, sondern auch die Positionsangriffe wurden konzentriert und gut strukturiert ausgespielt. Beweis hierfür sind die Verteilung der erzielten 38 Tore auf alle eingesetzten Spieler im Angriff. Einzig Abwehrchef Alexander Pietzsch blieb ohne Torwurf. Allerdings sorgte er mit seiner körperlichen Präsenz in der Delitzscher Abwehr, übrigens genau wie beide Delitzscher Torhüter, immer wieder dafür, dass die „leichtfüßigeren“ Delitzscher Spieler über 60 Minuten ins Tempospiel gehen konnten. Beim Stand von 11 zu 18 zur Halbzeitpause deutete sich schon an, dass die körperlich unterlegenen Naunhofer Spieler es schwer haben würden den Rückstand zu verkürzen oder das Spiel noch einmal spannend zu gestalten. Und da die Delitzscher überhaupt keinen Gedanken daran verschwendeten auch nur einen Gang zurück zu schalten, lief die 2. Spielhälfte analog zur ersten. Somit stand nach 60 gespielten Minuten ein verdientes 18 zu 38 auf der Anzeigetafel. Kommenden Sonntag steht ein weiteres Spitzenspiel in der Mehrzweckhalle an. Zur gewohnten Anwurfzeit um 17 Uhr, empfängt der NHV keinen geringeren als den Drittplatzierten, die SG Motor Gohlis-Nord. Beim Blick auf die Tabelle kann man schon von einem kleinen Endspiel um Platz 2 sprechen. Zusätzlich hat die zweite Vertretung des NHV noch ein wenig Wiedergutmachung zu betreiben gegenüber den Zuschauern und ein Stück weit gegenüber sich selbst. Sport Frei, Christian Hornig Der NHV II spielte mit Dirk Pötschke und Tino Pantel im Tor. Tobias Karl 6, Thomas Hollstein 5, Chris Teresniak 6, Christian Münch 1, Martin Müller 4/1, Georg Peschke 1, Ruben John 9, Daniel Schirmer 6 und Alexander Pietzsch auf der Platte. Und MV Steffen Kienitz auf der Bank Grohmann trifft, Herholc hält Montag, 20.01.2020: HC Aschersleben – NHV Conc. Delitzsch 24:32 (11:13) Aschersleben/Delitzsch. Da war sie wieder, die Concordia, die in dieser Saison so für Furore sorgt. Mit mannschaftlicher Geschlossenheit und unbedingtem Einsatzwillen triumphierten die Delitzscher 32:24 (13:11) beim HC Aschersleben. Die Abwehr und ein zu Hochform auflaufender Keeper Felix Herholc (17 Paraden, davon ein Siebenmeter) nahmen den Gastgebern früh den Angriffsschwung. Nach elf Minuten hieß es dank hohem Tempo und sicherer Abschlüsse 2:6, nach 20 Minuten 5:10. Danach verlor der NHV etwas seine Linie, der HC gestaltete das Spiel jetzt offener und konnte auf 9:10 verkürzen. In dieser Phase musste Daniel Sowada nach einer direkten roten Karte das Feld verlassen, er hatte versucht, einen Konter zu unterbinden. Trotzdem konnten die Loberstädter immer wieder vorlegen, das 11:13 zur Pause war hochverdient. Nach Wiederanpfiff bestimmte der NHV weiter das Geschehen. Als Delitzsch in zweifacher Unterzahl seine Führung auf 16:22 (42.) ausbauen konnte, war das Match vorentschieden. Auch wenn Aschersleben immer wieder an den Ketten zerrte, hatte der Tabellenzwölfte letztlich keine Chance. Angeführt vom überragenden Frank Grohmann (15 Tore) und überlegt gelenkt von Steve Baumgärtel (6), ließen die Gäste nichts mehr anbrennen. Selbst die zweite rote Karte – Müller erhielt seine dritte Zeitstrafe – brachte keine Probleme. So erlebten die zahlreich mitgereisten Fans einen fast perfekten Abend. Mit dem ersten Sieg in Aschersleben überhaupt festigte Delitzsch Rang zwei, da Verfolger Bad Blankenburg in Freiberg verlor. Trainer Jan Jungandreas war zufrieden: „Man hat gesehen, dass Steve Baumgärtel als Leader unglaublich wichtig für uns ist. Aber jeder hat seine Aufgaben erfüllt und wenn es kritisch wurde, war da noch Felix Herholc im Tor. Für Frank Grohmann war es wichtig, so viele Tore zu machen. Nach Spielen, in denen er körperlich Probleme hatte, war das das richtige Zeichen.“ Grohmann meinte: „Heute hat so gut wie alles geklappt. Wir haben nur wenige Fehler gemacht und unsere Wurfeffektivität war relativ hoch.“ Hartmut Sommerfeldt © Leipziger Volkszeitung NHV: Voigt, Herholc (17 Paraden, davon 1 Siebenmeter); Günther (1), Janßen (1), Grohmann (15/6), Baumgärtel (6), Prautzsch (1), Müller, Sowada, Harig, Schmidt (1), Brodowski (3), Wendlandt, Amtsberg (4) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook mJD: Döbeln dreht das Spiel innerhalb vier Minuten Montag, 20.01.2020: HSG Neudorf/Döbeln - NHV C. Delitzsch 24:23 (10:15) Das Auswärtsspiel bei der HSG Neudorf/Döbeln am vergangenen Samstag führte uns in die altehrwürdige, im Jahre 1900 als Reithalle des 11. Kgl. Sächs. Infanterie- Regiments Nr. 139 erbaute Sporthalle in der Burgstraße. Zu ungewohnt früher Stunde brachen wir in Richtung Döbeln auf, der Anwurf war für 09:00 Uhr angesetzt. Die erste Halbzeit verlief aus Delitzscher Sicht zufriedenstellend. Der Spielmacher der Gastgeber wurde konsequent in seine Schranken verwiesen. Döbeln ging zwar einmal kurzeitig in Führung, aber D-Jugend Routinier Lukas Maja sorgte mit seinen Toren dafür, dass der NHV zum Ende der ersten Halbzeit mit 10:15 vorn lag. Die zweite Hälfte begann vielversprechend. Bis zur 28. Minute sah der NHV Concordia wie der sichere Sieger aus, lagen wir doch mit 14:19 vorn. Die Führung hätte noch eindeutiger sein können, wenn die unzähligen Delitzscher Torwürfe mit mehr Präzision erfolgt wären. Des Weiteren kam hinzu, dass unsere Abwehr nicht mehr ganz so sicher agierte. Erste Risse im Delitzscher Abwehrblock wurden sichtbar. Die Gastgeber erkannten dies sofort. Döbeln gab sich nämlich bei weitem noch nicht geschlagen. In einer furiosen Aufholjagd drehte die Heimmannschaft Innerhalb von vier Minuten das Spiel. In der 31. Minute stand es plötzlich 19:19. Das war bitter. Dem NHV war die Initiative schlichtweg abhandengekommen. Die Nerven lagen auf Delitzscher Seite völlig blank. Beim Schlagabtausch Tor um Tor legte die HSG Neudorf/Döbeln nach jedem Ausgleich durch den NHV wieder ein Tor vor. Die verbleibenden Minuten vergingen wie im Zeitraffer. Wir hatten unseren sicher geglaubten Sieg sprichwörtlich aus den Händen gegeben. Phil Ellmann hatte unmittelbar vor dem Schlusspfiff noch einmal die große Chance mit der letzten Aktion, einem direkten Freiwurf, den Ausgleich zu erzielen. Es fehlte jedoch das berühmte Quäntchen Glück. Jetzt heißt es, Niederlage abhaken und volle Konzentration auf das nächste Spiel. Denn schon am kommenden Sonntag geht es zum nächsten Auswärtskracher gegen das Team der SG LVB. Hier wollen wir uns nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Rainer Petersohn NHV: Janek Rühl, Elias Kaatz (1), Felix Kerber, Jannes Ihme (2), Johan Held (3), Johannes Mundt, Julian Scheffel (1), Lukas Maja (10), Paul Petersohn (1), Phil Ellmann (5), Tim Otremba
Bilder Saison 2019/20