Nächstes Spiel S, 21.03.2020 18:30 Uhr SV Oebisfelde 1895 --- NHV Conc. Delitzsch
Website sponsored by Mariposa Tours Venezuela © Jens Teresniak 2020
Newsarchiv - Januar 2020
19.01.2020 wJD: Zweiter Sieg im neuen Jahr 19.01.2020 wJC: Auswärtspunkt geholt 18.01.2020 Nur ein Ausrutscher? 16.01.2020 2. Männer: Hornigs Herren auf die Hörner genommen 14.01.2020 wJC: Verdiente, aber unnötige Niederlage 13.01.2020 Delitzsch geht gegen Plauen unter 13.01.2020 mJD: Concordia feiert Hauptrundenauftakt nach Maß 11.01.2020 wJD: Gelungener Start ins neue Jahr 10.01.2020 Fliegender Start 08.01.2020 Dreifach belastet, Zweiter und doch Erster 06.01.2020 mJD: Licht und Schatten beim Neujahrsturnier in Berlin 04.01.2020 NHV erntet viel Lob und Anerkennung wJD: Zweiter Sieg im neuen Jahr Sonntag, 19.01.2020: TuS Leipzig-Mockau II - NHV C. Delitzsch 11:33 (6:17) Perfekter Start ins neue Jahr. Die weibliche D-Jugend des NHV Concordia Delitzsch hat auch ihr zweitens Punktspiel in der Bezirksliga 2020 gewonnen. Das Team der Trainer Anja Zscheyge/Uwe Schneider setzte sich bei TuS Leipzig-Mockau II klar mit 33:11 durch. Eine Woche zuvor hatte die Mannschaft den TSV Markkleeberg mit 25:3 in die Schranken verwiesen. Der NHV verbesserte sich damit vom dritten auf den zweiten Rang und hat nun 14:4 Punkte. Spitzenreiter ist die SG MoGoNo Leipzig (14:0). Die Delitzscher überholten dank des besseren Torverhältnisses die erste Mannschaft von TuS Leipzig-Mockau, die ebenfalls 14:4 Zähler aufweist. Die Gäste aus Nordsachsen gingen durch Maja Zscheyge und Miriam Luthe (2) mit 3:0 in Führung. Mockau kämpfte sich aber mit zwei Treffern in Folge heran. Danach war die Messe schnell gelesen. Der NHV baute den Vorsprung kontinuierlich aus. In der zweiten Hälfte setzte sich das fort, so dass letztlich der souveräne und ungefährdete Sieg beim Tabellenschlusslicht unter Dach und Fach war. Trainerin Anja Zscheyge lobte die Deckungsarbeit ihrer personell dezimierten Mannschaft, wodurch viele Bälle gewonnen und Konter eingeleitet wurden. Am Samstag (Anpfiff: 12.30 Uhr) kommt es in eigener Halle gegen die SG MoGoNo zum absoluten Spitzenspiel, der Zweite trifft auf den Ersten. „Das wird schwerer als heute“, sagte Zscheyge. „Hoffentlich sind alle Spielerinnen fit und stehen zur Verfügung.“ mi NHV: Anastasia Orechow; Miriam Luthe, Jasmin Schreiber, Annika Kuhnert, Maja Zscheyge, Hanna Löser, Maxine Gerstner, Martha Epperlein, Hanna Schmeil wJC: Auswärtspunkt geholt Sonntag, 19.01.2020: SC Leisnig 90 – NHV Concordia Delitzsch 16:16 (9:11) Die Bewertung kam aus der neutralen Ecke. „Das Unentschieden ist gerecht“, meinten die beiden Döbelner Schiedsrichter Steffen Röber und Stefan Petzold. Zuvor hatten sie souverän das Bezirksligaspiel der weiblichen C-Jugend zwischen dem SV Leisnig 90 und dem NHV Concordia Delitzsch geleitet, das mit einem 16:16-Remis endete. Eine Punkteteilung, mit der die beiden Teams unterm Strich zufrieden sein dürften. Der NHV hat nun 9:13 Punkte. Die Gäste aus Nordsachsen traten dabei gehandicapt an. Drei Rückraumspielerinnen, die eine Woche zuvor gegen Lok Leipzig- Mitte zusammen 15 Treffer erzielt hatten, standen in Leisnig nicht zur Verfügung. Zudem hatten die Concorden fünf Handballerinnen in ihren Reihen, die noch im D-Jugend-Alter sind. Die Heimmannschaft bestand dagegen komplett aus C-Jugendlichen. Zudem hatte Leisnig sich gegenüber dem Hinspiel (16:15 für die Nordsachsen) mit Spielerinnen aus Döbeln verstärkt. Beide Teams zeigten eine starke kämpferische Leistung. Der NHV stand in der Abwehr zumeist sicher, fand aber im Angriff zu selten die passenden Lösungen. Oben drauf kamen einige technische Fehler zu viel. mi NHV: Anastasia Orechow, Lea Wittenburg; Miriam Luthe, Leonie Lewik, Annika Kuhnert, Jasmin Milde, Aleksandra Steffen, Miriam Lüttich, Alexa Fiedler, Theresa Rolfes, Hanna Löser Nur ein Ausrutscher? Samstag, 18.01.2020: Handball-Oberliga: NHV Concordia Delitzsch nach Plauen-Pleite in Aschersleben gefordert. Delitzsch. Es war eine ebenso überraschende wie deftige Klatsche. Mit 17:31 verlor der NHV Concordia Delitzsch in eigener Halle gegen den SV 04 Plauen- Oberlosa. So etwas kann eine Mannschaft schon aus der Bahn werfen. Doch die Verantwortlichen des Handball-Oberligisten sehen diese Gefahr nicht. „Ich denke, es war eher ein Weckruf“, sagt Chefcoach Jan Jungandreas. „Alle wissen, dass wir noch mehr an den Ketten ziehen müssen.“ Ähnlich beurteilt das Co-Trainer Mike Kroke. „Nein, das gibt keinen Knacks.“ Ein Großteil der Mannschaft habe in der Handballkarriere schon einiges erlebt, was viel Erfahrung nach sich ziehe, begründet Kroke. „Das Leben geht weiter“, hat auch Daniel Sowada die Pleite abgehakt. Die Partie sei analysiert worden, „und dann schauen wir wieder positiv nach vorn‘“. Dmitry Filippov, Trainer des HC Aschersleben, sieht das genauso. „Das glaube ich nicht“, antwortet er auf die Frage, ob die Schlappe den NHV belasten werde. Und der 50-jährige gebürtige Russe sollte es gut einschätzen können. Denn er gewann 1992 und 2000 Olympia-Gold, war Weltmeister und Europameister. Ein Mann mit Riesenerfahrung also. Deshalb sieht er sein Team am heutigen Sonnabend trotz des Heimvorteils gegen die Nordsachsen auch nicht als Favorit. „Das sind wir nicht.“ Die Concorden hätten mit Steve Baumgärtel, der gegen Plauen aus privaten Gründen fehlte, einen enorm routinierten Akteur, „der die Mannschaft auch in kritischen Situationen führt“. Deshalb werde es „ein schweres Spiel für uns“, sagt der Übungsleiter. Und ein wichtiges. Denn Aschersleben steht derzeit 11:19 Punkten auf dem zwölften Rang. Und der kann, muss aber nicht den Abstieg bedeuten. Das hängt davon ab, wie viele Vereine aus den Landesligen in die Oberliga aufsteigen wollen, ob es Absteiger aus der dritten Liga gibt und ob der Oberliga-Meister in den Relegationsspielen den Sprung in die dritte Liga schafft. Mit dem Saisonverlauf ist Filippov unzufrieden. Er führt das schlechte Abschneiden darauf zurück, dass viele Polizisten in der Mannschaft sind, die häufig bei den Spielen nicht zur Verfügung stehen, da sie Bereitschaftsdienst haben. Zudem hat Kapitän Martin Wartmann („der Kopf unseres Teams“) lange Zeit gefehlt. „Ich hoffe, dass er gegen Delitzsch auflaufen kann.“ Ziel sei, gegen Delitzsch zu punkten, „auch wenn es nicht einfach wird“, und mittelfristig, rasch den Klassenerhalt zu sichern. Einen Schritt auf dem Weg dahin schaffte der HCA am vorigen Wochenende mit einem 34:28-Erfolg in Köthen. Der NHV spielt bislang eine mehr als gute Saison und liegt mit 22:8 Punkten auf Platz zwei. Spitzenreiter ist der HC Burgenland (23:7). Der Dritte, Bad Blankenburg (18:12), unterlag gegen Aue mit 24:30, konnte also den Abstand zu Delitzsch nicht verkürzen. Und das soll auch so bleiben. Jedenfalls, wenn es nach Jungandreas geht. „Wir wollen jedes Spiel gewinnen und zeigen, dass Plauen ein Ausrutscher war.“ Kämpferisch gibt sich auch Kroke. „Wir wollen wieder an unsere Grenzen gehen und die nächsten Punkte einfahren.“ Der Gastgeber stelle ein brandgefährliches Team, warnt er. Jungandreas ergänzt, es wäre fatal, Aschersleben zu unterschätzen. „Sie verfügen über einen tollen Mannschaftsgeist und viele erfahrene Handballer.“ Einen Knacks zog sich gegen Plauen Rückraumtorjäger Maximilian Amtsberg zu, der übel gefoult worden war. Doch der 1,99-Meter-Hüne ist zäh und kann einstecken. Die Rippenprellung dürfte weitgehend auskuriert sein. „Wir sind positiv gestimmt, dass er wieder voll einsatzfähig sein wird“, hofft Kroke. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung 2. Männer: Hornigs Herren auf die Hörner genommen Donnerstag, 16.01.2020: NHV C. Delitzsch – SV Lok Leipzig-Mitte II 16:24 Delitzsch. Eine Schmach, eine Demütigung, eine Erniedrigung, die Reihe der Synonyme ließe sich beliebig fortschreiben, das nackte Ergebnis spricht Bände: 16:24. Im sogenannten Spitzenspiel der Handball- Bezirksliga hat der NHV Concordia Delitzsch II eine Packung gegen den alten und neuen Primus Lok Leipzig-Mitte II kassiert. „Das war einfach nur schlecht und zwar in allen Belangen“, befand ein schwer ernüchterter Trainer Christian Hornig nach der zweiten Saisonniederlage und richtete sogleich den Blick nach vorn. „Wir müssen das abschütteln. Auch wenn das diesmal ein paar Tage länger dauert.“ Trotzdem stehen die Aufstiegschancen des Teams mehr als gut, weil die Lok-Reserve eine Etage weiter oben nicht ran darf und der drittplatzierte Motor Gohlis Nord drei Punkte Rückstand auf Delitzsch hat. Zum Spiel: Auf der Gegenseite standen drei Herren mit Delitzscher Vergangenheit im Kader: Strippenzieher Ivo Doberenz, Wadenbeißer Frank Bönke und der einstige Publikumsliebling Marcel „Ulle“ Ulrich. Anfangs deutete gleichwohl wenig auf einen derart verheerenden Abend für die NHV-Reserve hin. Torjäger Tobias Karl brachte binnen 160 Sekunden zwei Siebenmeter zur schnellen 2:0-Führung im Kasten unter. Anschließend passierte lange Zeit relativ wenig. Die Gäste kamen erst nach neun Minuten durch Ulrich zu ihrem ersten Tor. Das große Hallo-Wach-Signal war das noch nicht. Die Concorden führten bis zur 17. Minute durchgängig. Dann jedoch gab es eine Zeitstrafe gegen Karl und eine Rote Karte gegen Chris Teresniak – und plötzlich war sie dahin, die Delitzscher Herrlichkeit. Kein Zugriff in der Abwehr, schlechte Chancenverwertung, die Torhüter bekamen kaum eine Hand an den Ball. Das summierte sich zum 5:9-Pausenstand. Und auch nach dem Wechsel fanden die Hausherren ihren Faden nicht wieder. „Lok hat das eiskalt ausgenutzt und clever runtergespielt. Wir müssen das hinnehmen und die Arschbacken zusammenkneifen“, sagt Hornig, will mit der Mannschaft aber trotzdem behutsam weiter arbeiten. „Es hilft nichts, mit dem Hammer drauf zu hauen. Wir müssen das Zusammenspiel in den Vordergrund stellen.“ Am Sonnabend stehen Bezirksliga-Reha-Maßnahmen auf dem Programm. Bei Schlusslicht Victoria Naunhof will Delitzsch die demütigende Erniedrigungs- Schmach umgehend vergessen machen. Johannes David © Leipziger Volkszeitung NHV Delitzsch II: Pötschke, Pantel; Karl 4/3, Voigt, Hollstein 2, Teresniak, Jungandreas 3, Berger, Müller 2/1, Harig 2, Münch, Peschke 2, Schirmer, Pietzsch 1 wJC: Verdiente, aber unnötige Niederlage Dienstag, 14.01.2020: NHV C. Delitzsch – SV Lok Leipzig-Mitte 21:28 (9:16) Als hätten sie alle am Vorabend das Spiel der Oberliga-Mannschaft gesehen und sich die Angriffsleitung zum Vorbild genommen: Die weibliche C-Jugend des NHV Concordia Delitzsch vergab in der Offensive reihenweise gute und beste Torchancen. So gab es am Sonntag gegen den SV Lok Leipzig-Mitte eine verdiente, aber unnötige 21:28-Niederlage. Sie war daneben einer schwachen Leistung in der ersten Halbzeit geschuldet. Die Abwehr fand keinen Zugriff, ließ die Gäste-Spielerinnen zu oft ungehindert in gute Wurfpositionen am Kreis kommen. Einige technische Fehler zu viel und unkonzentriert ausgeführte Aktionen kamen oben drauf. Im zweiten Abschnitt steigerte sich die Defensive, ohne zu der Kompaktheit zurückzufinden, die vor der Weihnachtspause zum sensationellen 22:8- Erfolg beim damaligen Tabellenzweiten TuS Leipzig-Mockau geführt hatte. mi NHV: Anastasia Orechow, Pia-Maxi Mühlner; Miriam Luthe, Maja Zscheyge, Annika Kuhnert, Jasmin Milde, Aleksandra Steffen, Ellen Heize, Miriam Lüttich, Alexa Fiedler, Fanni Wanjek Delitzsch geht gegen Plauen unter Montag, 13.01.2020: NHV - SV 04 Plauen-Oberlosa 17:31 (11:14) Der verletzungsgeschwächte Handball-Oberligist NHV Concordia Delitzsch hat gegen den SV 04 Plauen- Oberlosa 17:31 verloren. Dennoch liegt der NHV mit nunmehr 22:8 Zählern auf dem zweiten Platz. Delitzsch. In der Schlussminute hallen Fan- Gesänge durch die Delitzscher Mehrzweckhalle: „Oh, wie ist das schön ...“. Sie haben nur einen Haken: Sie stammen nicht von den Anhängern des heimischen Handball-Oberligisten NHV Concordia, sondern von den 30 mitgereisten Fans des SV 04 Plauen-Oberlosa. Die Gäste haben auch allen Grund für die musikalische Einlage, denn die Vogtländer siegen mit 31:17 (14:11) und demontieren gnadenlos den bisherigen Spitzenreiter. Gleichwohl liegt der NHV mit nunmehr 22:8 Zählern auf einem überragenden zweiten Platz, nur einen Punkt hinter dem großen Meisterschaftsfavoriten HC Burgenland, der die HSG Freiberg mit 38:26 in die Schranken verweist. Plauen verbessert sich mit 16:14 Punkten auf den fünften Rang. Von einer „Klatsche“ spricht denn auch NHV-Coach Jan Jungandreas. Daniel Sowada führt die Pleite „eindeutig auf die zweite Halbzeit zurück, dort war unsere Leistung indiskutabel“. Gäste-Torwart Carsten Klaus freut sich derweil über eine kompakte Mannschaftsleistung und ein gutes Konterspiel, „wodurch wir zu vielen einfachen Toren kamen“. Der Schlussmann ist der überragende Plauen-Spieler und weist eine Quote von 47 Prozent gehaltener Bälle auf. Sein Gegenüber Felix Herholc, der einzige Concorde in guter Form, erreicht hier immerhin noch 30 Prozent und pariert zwei Siebenmeter. Einen besseren Wert verhindern seine Vorderleute, die den Keeper im zweiten Durchgang im Stich lassen. Plauens Übungsleiter Petr Hazl findet tröstende Worte. „Vor ein paar Wochen ging es uns ähnlich wie heute Delitzsch, da hatten wir auch mehrere verletzte Spieler.“ So sei es halt in der Oberliga. Und diesmal trifft es den NHV. Torwart Marian Voigt, in der bisherigen Saison die klare Delitzscher Nummer eins, ist am rechten Sprunggelenk lädiert. Niklas Zierau ist ebenfalls verletzt und wird längere Zeit ausfallen. Oliver Wendlandt hat sich mit einer Grippe abgemeldet, Steve Baumgärtel ist aus privaten Gründen, wie schon vor Monaten von ihm angekündigt, nicht dabei. Dafür kommt Tobias Karl, 19-jähriger Torjäger der zweiten Männermannschaft, zu seinem Saisondebüt in der Oberliga. „Unsere zweite Halbzeit war miserabel“, kommentiert er enttäuscht. Als Ausrede lässt Jungandreas diese personelle Schwächung nicht gelten: „Das wäre zu einfach.“ In der Tat: Zuvor ist stets der breite Kader gelobt worden, der Ausfälle eigentlich verkraften müsste. Doch diesmal gelingt das nur im ersten Durchgang einigermaßen. „Wir kommen gut ins Spiel“, resümiert der Trainer. Sein Team geht durch zwei erfolgreiche Würfe von Niklas Prautzsch mit 2:0 in Führung. Die Abwehr steht ordentlich, Herholc vernagelt seinen Kasten. Die Spieler aus der Spitzenstadt stecken das aber unbeeindruckt weg, kommen heran und gehen in der elften Minute erstmals in Führung. Diesen Vorsprung bauen sie dann kontinuierlich aus. Der NHV erlaubt sich schon jetzt zu viele technische Fehler, vergibt klarste Torchancen en masse und ist im Rückzugsverhalten nicht konsequent genug. Im zweiten Abschnitt „hat nichts mehr funktioniert“, kommentiert enttäuscht Jungandreas. Lediglich sechs Tore werden erzielt, die Deckung weist mit zunehmender Spielzeit immer größere Löcher auf, Fehlpässe kommen oben drauf. „Da ging der Kopf runter“, bedauert der Chefcoach. Im Klartext: Die Mannschaft gibt sich weitgehend auf, hat Plauen nichts mehr entgegenzusetzen. Oben drauf kommt ein Schreck in Minute 40:28. Plauens Sebastian Duschek leistet sich gegen Maximilian Amtsberg ein böses Foul, das anstatt mit einer roten Karte nur mit einer Zwei-Minuten-Strafe geahndet wird. Amtsberg, bis dahin vierfacher Torschütze, wird minutenlang auf dem Parkett und später liegend hinter der Concorden- Bank behandelt, Rippen und rechte Schulter sind betroffen. Nach dem Abpfiff gibt der 1,99-Meter-Hüne im Stehen vorsichtig Entwarnung: „Es geht schon wieder.“ Eine schöne Botschaft nach einem scheußlichen Delitzscher Handball-Abend. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung NHV: Herholc (13 Paraden, davon 2 Siebenmeter), Pantel (bei 1 7m); Günther, Janßen, Grohmann (4/1), Prautzsch (3), Teresniak, Müller, Sowada (1), Harig, Schmidt (1), Karl (1), Brodowski (3), Amtsberg (4) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook mJD: NHV feiert Hauptrundenauftakt nach Maß Montag, 13.01.2020: NHV C. Delitzsch - Germania Zwenkau 27:23 (12:10) Nach unserem Ausflug nach Berlin zum Jahresstart, ging es nun wieder in der Bezirksliga auf Punktejagd. Die Schwachstellen aus dem Neujahrsturnier beim Umschaltspiel und Abwehrverhalten wurden während der letzten beiden Trainingseinheiten tiefgreifend analysiert und Verbesserungspotentiale aufgezeigt. Die Mannschaft übte daraufhin mit Fleiß, Disziplin und hoher Intensität für das anstehende Heimspiel. Für die Mannschaft von Trainer Max Berger gab es einen klaren Auftrag, die sehr gute Ausgangsposition in der Bezirksligahauptrunde der besten acht Teams sollte gefestigt werden. Die Voraussetzungen dafür waren exzellent, konnte doch der NHV zum Heimspiel gegen Germania Zwenkau in Bestbesetzung auflaufen. Hohes Tempo, verbissene Abwehrkämpfe auf beiden Seiten prägten das Spiel von Anfang an. Die Schiedsrichter mussten mit etlichen Gelben Karten und Zeitstrafen in das Spielgeschehen eingreifen. Nach gut 10 Minuten waren schon 13 Tore gefallen. Zwenkau gelang es immer wieder, in Führung zu gehen. Der NHV ließ sich nicht unterkriegen und blieb konsequent dran. Nach der ersten Auszeit und einigen Positionsänderungen schaffte es der NHV schließlich, die Initiative im Spiel an sich zu reißen. Der Lohn dafür war die knappe, aber verdiente 12:10 Führung zur Halbzeitpause. In der zweiten Hälfte schlug das Pendel eindeutig zu Gunsten des NHV Concordia. Das schnelle Umschalten zwischen Angriff und Abwehr funktionierte hervorragend. Unsere Jungs erspielten sich viele Tormöglichkeiten. Der Zwenkauer Torwart hatte alle Hände voll zu tun. Eine Minute vor Spielende lag der NHV souverän mit 27:21 vorn. Unser Abwehrbollwerk leistete ganze Arbeit. Die gegnerische Mannschaft traf zwar noch zweimal ins Delitzscher Tor, aber der Heimsieg war dem NHV Concordia nicht mehr zu nehmen. Kommenden Samstag geht es dann zum Auswärtsspiel bei der HSG Neudorf/Döbeln, wo wir hoffentlich die nächsten zwei Punkte nach Delitzsch entführen können. Rainer Petersohn NHV: Janek Rühl, Diego Ribero, Clemens Epperlein, Felix Kerber, Samuel- Oliver Kühn, Hannes Braunschweig, Jannes Ihme (3), Johan Held (1), Johannes Mundt, Julian Scheffel (2), Lukas Maja (7), Paul Petersohn (6), Phil Ellmann (8), Tim Otremba wJD: Gelungener Start ins neue Jahr Samstag, 11.01.2020: NHV Conc. Delitzsch – TSV Markkleeberg 25:3 (13:1) Der Auftakt im neuen Jahr ist gelungen. Die weibliche D-Jugend des NHV Concordia Delitzsch hat den TSV Markkleeberg klar und ungefährdet mit 25:3 geschlagen. Das Team des Trainergespanns Anja Zscheyge/Uwe Schneider weist nunmehr 12:4 Punkte auf und liegt in der Bezirksliga damit weiter auf dem dritten Platz. Dabei sind die Nordsachsen punktgleich mit dem Zweiten, TuS Leipzig-Mockau. Spitzenreiter ist die SG MoGoNo Leipzig mit 14:0 Punkten. Die Partie war vom Anpfiff weg einseitig, Miriam Luthe erzielte das erste Tor, dem zahlreiche weitere Treffer folgten. Die Gäste kämpften tapfer, hatte aber in keiner Phase der Begegnung auch ur den Hauch einer Chance. Die Concorden gefielen mit einer guten Leistung in der Abwehr und erarbeiteten sich viele Konter heraus. „Wir müssen im Abschluss aber besser werden“, mahnte Anja Zscheyge. Auch den Schlusspunkt setzte Miriam Luthe mit dem Treffer zum 25:3. Das war zugleich ihr elftes Tor. mi NHV: Anastasia Orechow; Miriam Luthe, Annika Kuhnert, Maja Zscheyge, Hanna Löser, Maxine Gerstner, Nele Hornig, Martha Epperlein, Hanna Schmeil Fliegender Start Freitag, 10.01.2020: Handball-Oberliga: Der NHV Concordia Delitzsch erwartet im ersten Spiel des Jahres Plauen-Oberlosa. Delitzsch. Drei Wochen lang ruhte in der Mitteldeutschen Oberliga der Ball. Zeit für die Handballer, sich verstärkt um ihre Familien zu kümmern, etwa einen Kurztrip nach Belgrad zu unternehmen und abzuschalten. „Die Pause hat uns allen gut getan“, berichtet Maik Kroke, Co-Trainer des NHV Concordia Delitzsch. „Wir hatten mal etwas mehr Zeit für andere Dinge, die während des Spielbetriebs mitunter zu kurz kommen.“ Und es sei die Chance genutzt worden, die eine oder andere Blessur auszukurieren. Kurzum: „Jetzt können wir frisch und munter ins neue Jahr starten.“ Und da steht für die Nordsachsen, die eine überragende Hinrunde gespielt haben und mit 22:6 Punkten Tabellenführer sind, an diesem Samstag (Anpfiff: 19 Uhr) die Heimpartie gegen den SV Plauen-Oberlosa an. Der Vizemeister der vergangenen Saison steckt mit 14:14 Punkten im Mittelfeld. „Die Erwartungen und natürlich der Ehrgeiz sind groß, das Beste herauszuholen, um weiter ganz von oben zu grüßen“, gibt Kroke die Marschrichtung vor. Beide Teams haben sich kurz vor Weihnachten selbst beschenkt. Delitzsch schlug die HG Köthen überlegen mit 29:22, Plauen gewann in Jena mit 25:21. Als Spätfolge entließen die Thüringer, das Tabellenschlusslicht, gerade Trainer Pierre Liebelt-Passarge. Allerdings täuscht die momentane Platzierung der Gäste aus dem Vogtland. Sie haben sich in der Vergangenheit als schwerer und unbequemer Gegner erwiesen. In der vorigen Saison reichte es in der Delitzscher Mehrzweckhalle für die Concorden nur zu einem 20:20, wobei damals der erste Punkt überhaupt eingefahren wurde. Im Rückspiel unterlag der NHV deutlich mit 24:32. Dafür gelang dem Team um die Übungsleiter Kroke und Jan Jungandreas im September in Plauen ein 24:23-Erfolg. Den Gastgebern wurde damit die erste Heimpleite nach zwei Jahren beigebracht. Den entscheidenden Treffer markierte 13 Sekunden vor Schluss Neuzugang und Routinier Steve Baumgärtel. Angesichts dieser Ausgangslage steht für Plauens Manager Rico Michel fest: „Wir fahren als Außenseiter nach Delitzsch.“ Der NHV habe durch den Trainerwechsel und starke Neuzugänge einen Sprung nach vorne gemacht. Gleichwohl sei die Tabellenführung „eine kleine Überraschung“. Das bedeutet natürlich nicht, dass der SVP die zwei Punkte gleich am Eingang abgegeben wird. „Wir wollen nicht mit leeren Händen zurückkehren.“ Das bisher eher enttäuschende Abschneiden führt Manager Michel auf „eine holprige Vorbereitung auf Grund vieler Verletzungen“ zurück. „Das hat uns die Hinrunde erschwert.“ Dabei war die Mannschaft aus der Spitzenstadt als einer der Top-Kandidaten auf den Meistertitel gehandelt worden. „Nicht unbedingt von uns“, kontert Michel. Am Ziel, zum Schluss auf einem Medaillenplatz zu landen, hält er fest. „Bei vier Punkten Rückstand auf Rang drei können wir das noch schaffen.“ Wobei er damit rechnet, dass die Teams, die momentan auf den ersten drei Plätzen liegen (Delitzsch, Burgenland und Bad Blankenburg) den Meister unter sich ausmachen werden. „Mit voller Kapelle ist der HC Burgenland mein Favorit.“ Die Plauener seien in der Hinrunde unter ihren Möglichkeiten geblieben, analysiert Kroke. „Wir sind gewarnt, sie haben eine qualitativ sehr gute Mannschaft.” Folglich müsse der NHV „im Zusammenspiel von Abwehr und Torhüter Akzente setzen und läuferisch robust zu Werke gehen, um auch ins Umschaltspiel zu kommen“. In der Offensive „sind wir gut beraten, geduldig zu agieren, um dann mit aller Konsequenz die erspielten Chancen zu nutzen“. Sein Comeback nach mehrwöchiger Verletzungspause wird wohl Kreisläufer Oliver Wendlandt feiern, der in der Zwischenzeit von Moritz Brodowski ausgezeichnet vertreten wurde. Zwar sei nicht auszuschließen, dass Wendlandt noch einige Zeit brauchen werde, um Normalform zu erreichen. „Trotzdem wird er für Entlastung sorgen und eine große Hilfe sein“, so Kroke. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Linktipp: Programmheft 11.01.2020 (pdf 3,3 MB) Dreifach belastet, Zweiter und doch Erster Mittwoch, 08.01.2020: Aufstieg und zwei Pokalwettbewerbe: Die Handballer des NHV Concordia Delitzsch II haben in der Rückrunde viel vor. Delitzsch. Die Heilsamkeit von Niederlagen erschließt sich oft erst, wenn man Bekanntschaft mit ihnen macht. Der NHV Concordia Delitzsch II etwa pflügte gefühlt seit Äonen ungeschlagen durch Bezirksliga und sämtliche Pokalwettbewerbe. Und dann auf einmal, als sich scheinbar ganz Handball-Sachsen mit der Unbesiegbarkeit der Reservisten abgefunden hatte, kam der große Knall. 23:27 beim Leipziger SV Südwest. Danach schüttelte die Mannschaft sich und den Rost ab, ließ die Konkurrenz ihre Wut spüren und fand zu alter Dominanz zurück. Trotzdem steht in der offiziellen Tabelle zur Winterpause nur Platz zwei, der aber eigentlich Platz eins ist. Klingt nur auf den ersten Blick verwirrend. Die Handball-Mathematik stellt den Laien bisweilen vor Rätsel, die Christian Hornig sogleich weiter verkompliziert. „Wir sind Erster, obwohl wir als Zweiter gelistet sind“, sagt der Spielertrainer des NHV II. Hintergrund: Seine Mannschaft steht punktgleich mit Lok Leipzig Mitte II da, hat jedoch das schlechtere Torverhältnis. Sollte das auch am Ende der Saison noch so sein, zählt freilich der direkte Vergleich – und den haben die Loberstädter 24:21 gewonnen. Am Sonntag schon können die Delitzscher die komplizierte Handball-Mathematik vereinfachen – dann steht das Rückspiel gegen Lok zwo auf dem Plan (17 Uhr, Mehrzweckhalle). Wer das gewinnt, steht oben – ohne Rechenspiele. Gleich zum Jahresbeginn also ein immens wichtiges Duell im Kampf um den Titel. Obwohl acht weitere folgen und eine andere Partie das Team wesentlich länger beschäftigte. Jene sagenumwobene Niederlage gegen Südwest. „Das wurmt uns immer noch“, sagt Hornig. „Wir waren in einem Trott, haben ein paar Sachen nicht mehr gemacht wie sonst immer”, befand Kreislauf-Legende Alexander Pietzsch. Die Reaktion allerdings war formidabel oder wie es Hornig formuliert: „Wir haben die richtigen Lehren daraus gezogen und festgestellt, auch wir müssen an uns arbeiten. Die Konsequenzen hat man dann im Training und im Spiel gesehen.“ In Zahlen übersetzt lautete die Konsequenz 33:18 bei Lok Leipzig-Mitte III am letzten Hinrundenspieltag. Deswegen fällt Hornigs Fazit auch insgesamt „positiv“ aus. „Am Anfang hatte ich schon ein bisschen Bauchschmerzen. Sechs Neuzugänge einzubauen, ist nicht einfach.“ Zu den Neuen gehört auch Bero Bernhardt aus dem eigenen Nachwuchs, der direkt von der B-Jugend in den Herrenbereich sprang. Vielleicht kann er dort eines Tages in die Fußstapfen von Tobias Karl treten. Der 18-Jährige gehört längst zu den absoluten Leistungsträgern des Teams und führt die Bezirksliga- Torjägerliste mit 66 Buden in 9 Spielen an. „Seine Entwicklung ging steil nach oben, hat dann kurz stagniert, jetzt macht er kleinere Schritte“, erzählt Hornig und ergänzt: „Für die Oberliga-Mannschaft muss er noch eine Schippe drauflegen. Aber er ist noch so jung, da sollte man die Kirche im Dorf lassen. Seine Zeit kommt noch.“ Und außerdem wird er, genauso wie seine Mannschaftskollegen, jetzt in der Rückrunde gebraucht. Schließlich wartet eine Dreifachbelastung: Neben der angestrebten Meisterschaft nebst Aufstieg mischen die Concorden auch noch im Bezirks- und Sachsenpokal mit. Dort erwartet Delitzsch am 8. Februar Sachsenliga-Primus HC Glauchau/Meerane. Dann wird nicht nur Tobias Karl sehen, wie weit er schon ist. Und womöglich erforscht der eine oder andere erneut die Heilsamkeit von Niederlagen. Johannes David © Leipziger Volkszeitung mJD: Licht und Schatten beim Neujahrsturnier in Berlin Montag, 06.01.2020: Am 04.01.2020 hatte unsere Mannschaft erstmalig die Gelegenheit, ihr Können beim Neujahrsturnier der SG AC/Eintracht Berlin unter Beweis zu stellen. Hochmotiviert und voller Tatendrang ging es am vergangenen Samstag in aller Frühe in Richtung Hauptstadt. Zusätzlich konnten unsere Jungs auf die Unterstützung der zahlreich mitgereisten Eltern-Fan-Gemeinde setzen. Unsere Gruppe war mit hochkarätigen Teams bestückt, wie z.B. dem BSV 93 Magdeburg (Tabellendritter in der Sachsen-Anhalt-Liga mJD) und der Sp. Vg. Blau-Weiß 90 Berlin (Berliner Vizemeister 2019, Bronze bei den ostdeutschen Meisterschaften 2019). Gespielt wurde im Modus „jeder gegen jeden“ (Spieldauer 15 min). Nach Ankunft am Spielort und anschließender Erwärmungsphase waren wir in unserem ersten Spiel gegen den HSV Oberhavel aus Hohen Neuendorf (bei Oranienburg) gefordert. Mit gewohnter Taktik und schnellem Angriffsspiel konnten wir dieses Spiel mit 13:8 für uns entscheiden. Vielleicht hat uns dieser Auftaktsieg etwas leichtsinnig und unkonzentriert werden lassen, denn im zweiten Spiel gegen den HC Empor Rostock schlichen sich einige deutlich sichtbare Defizite ein. Es gelang dem NHV Concordia einfach nicht, einen schnellen Torevorsprung aufzubauen. Bei nur 15 Minuten Spielzeit ist das wahrlich ein K.O.-Kriterium. Stattdessen übernahm der HC Empor Rostock die Initiative und bestimmte das Spielgeschehen. Am Ende musste sich der NHV Concordia mit 9:10 geschlagen geben. Paul Petersohn hatte 15 Sekunden vor Schluss noch die große Chance zum Ausgleich, aber hier fehlte einfach noch die Cleverness, den Ball in unmittelbar vor der Schlusssirene treffsicher ins Tor zu befördern. Da war er also da, der erste Dämpfer für den NHV. Im dritten Spiel traf der NHV Concordia auf den Berliner Vizemeister Sp. Vg. Blau-Weiß 90. Den zwei Spielmachern im Berliner Team konnte der NHV Concordia nur wenig entgegensetzen. Nachdem die Taktik unserer Spielmacher erkannt wurde, gab es kein Durchkommen mehr. Das schnelle Umschaltspiel zwischen Angriff und Abwehr funktionierte nur wenige Male. Es kam wie es kommen musste, ein deutliches 6:16 auf der Anzeigetafel markierte das Spielende. Die Stimmungslage war nun natürlich etwas gedrückt. Beim vierten Spiel gegen den HC Bad Liebenwerda wollten wir unbedingt gewinnen, so der Plan. Leider wurden die Schwächen in den ersten Minuten auch hier gnadenlos bestraft. Umgehend lagen wir mit drei Toren zurück, und es gelang dem NHV Concordia einfach nicht, in Führung zu gehen. Die finale Lehrstunde erteilte uns dann im der BSV93 Magdeburg im letzten Spiel. Die Magdeburger schalteten mitten Spiel von Raum- auf Manndeckung um und störten konsequent den Spielaufbau ab der Mittellinie. Für uns gab es kaum noch Chancen, einen Torwurf zu platzieren. Der NHV Concordia musste sich schließlich deutlich mit 17:5 geschlagen geben. Das war bitter. In der Gesamtwertung belegte der NHV schließlich den 5. Platz von sechs Mannschaften. Auch wenn sich der NHV Concordia nicht so, wie erwartet präsentierte, können wir alles in allem von einer Erfahrung von unschätzbarem Wert für die Vorbereitung auf die Bezirksliga-Hauptrunde, welche am 11.01.2020 zu Hause mit dem Spiel gegen Germania Zwenkau startet, sprechen. Rainer Petersohn NHV: Janek Rühl, Diego Ribero, Florian Hausding, Clemens Epperlein, Elias Kaatz, Felix Kerber, Jannes Ihme, Johan Held (10), Johannes Mundt, Julian Scheffel, Lukas Maja (12), Nico Wiechmann, Phil Ellmann (16), Paul Petersohn (3), Tim Otremba Spiel 1: HSV Oberhavel – NHV Concordia Delitzsch 8:13 Spiel 2: NHV Concordia Delitzsch – HC Empor Rostock 9:10 Spiel 3: NHV Concordia Delitzsch – Sp. Vg. Blau-Weiß 90 Berlin 6:16 Spiel 4: HC Bad Liebenwerda – NHV Concordia Delitzsch 10:9 Spiel 5: BSV 93 Magdeburg – NHV Concordia Delitzsch 17:5 NHV erntet viel Lob und Anerkennung Samstag, 04.01.2020: Frühere und heutige Concorden schätzen die Entwicklung des Tabellenführers der Oberliga ein und heben die kontinuierliche Entwicklung des Teams hervor. Uneinigkeit gibt es dagegen in der Frage eines möglichen Aufstiegs in die 3. Liga. Delitzsch. Hinrundenmeister, mit 22:6 Punkten als Spitzenreiter in die Weihnachtspause gegangen: Die Oberliga-Handballer des NHV Concordia Delitzsch haben ein fast perfektes zweites Halbjahr 2019 hinter sich - und kassieren von ehemaligen Delitzscher Spielern und Funktionären dafür viel Lob und Anerkennung. Als „weniger überraschend“ bezeichnet der heutige Nachwuchs-Cheftrainer des DHfK Leipzig, Enrico Henoch, die Top-Platzierung. Der NHV verfüge über „qualitativ gute Spieler. Es seien offenbar „die richtigen Rückschlüsse aus der durchwachsenen vergangenen Saison gezogen“ worden. Die Nordsachsen hätten einen guten Mix aus erfahrenen und jungen ehrgeizigen Spielern und mit Steve Baumgärtel, Frank Grohmann und Benedikt Schmidt die stärkste rechte Angriffsseite der Liga. Hinzu komme, dass Delitzsch in der Lage sei eine gute Abwehr inklusive Torhüter zu stellen, „was für den Gewinn von Meisterschaften immer der Grundstein sein sollte“. Außerdem habe die Mannschaft nach den anfänglichen Erfolgen gesehen, was sie zu leisten imstande sei. Dadurch trete sie mit „viel mehr Selbstvertrauen auf als in der vergangenen Saison.“ Ähnlich urteilt Lucas Mittag. Eine Position im ersten Drittel habe seinen Erwartungen entsprochen, so der 25-Jährige, der nach der vergangenen Saison seine Laufbahn beendet hatte. „Platz eins ist für mich dennoch überraschend.“ Concordia habe einen breiten Kader, eine motivierte Mannschaft, „die schnell die Spielideen der Trainer verstanden hat und umsetzt“. Für Ralf Krippner, von 2003 bis 2004 Präsident des Vorgängervereins Concordia Delitzsch, wird im Klub „eine super Arbeit geleistet“. Die Mannschaft wachse nachhaltig zusammen. Gleichwohl habe ihn die Tabellenführung überrascht. Ähnlich bewertet das Manfred Buder, von 1994 bis 2000 Concordia- Vereinschef. „Platz eins hatte ich nicht erwartet“, räumt er ein und streicht den aktuell viele Spieler umfassenden Kader heraus. Das sieht Danny Trodler ebenso. Der erste Rang sei sehr positiv, so der 33-Jährige, der nach der vergangenen Saison seine Schuhe an den berühmten Nagel gehängt hat. Die Mannschaft sei „breit aufgestellt“. Für Ulrich Streitenberger scheint die Mischung im Team sehr gut zu passen. „Ein Steve Baumgärtel mit seinen Fähigkeiten und seiner Erfahrung ist dabei natürlich eine unglaublich große Bereicherung und kann in jedem Spiel schon einmal der Unterschied sein“, sagt der 37-jährige frühere Delitzscher Publikumsliebling, der heute im Management des Erstligisten SC DHfK Leipzig tätig ist. „Dazu die Heimstärke und der große Rückhalt der Fans – das passt.“ Dass der NHV aktuell Tabellenführer ist, „freut mich sehr“, sagt Oskar Emanuel, der für den HC Elbflorenz Dresden aufläuft. Delitzsch habe eine gute Mannschaft, „mit der man oben mitspielen kann“. Die Abwehr decke kompakt, vorne sei der Rückraum sehr torgefährlich, wodurch auch Platz für die Außen und Kreisläufer entstehe. Franz Flemming, Torwart des Ligarivalen USV Halle, bezeichnet den Spitzenrang als teilweise überraschend. Für ihn sind der HC Burgenland und der HSV Bad Blankenburg die Meisterschaftsfavoriten. Der NHV habe gezielte Transfers getätigt, das Team teilweise verjüngt. „Das ergibt eine Mischung, dass es reichen könnte“, so er 25-Jährige. Alexander Pietzsch, erst- und zweitligagestählter Abwehrrecke, zeigt sich wenig überrascht. „Mit Baumgärtel wurde ein Routinier geholt, der den Laden zusammenhält“, betont der 43-Jährige. Das Team verfüge über eine gute Mischung aus Jung und Alt. „Schön, dass es so ist“, freut sich Rico Göde. Der NHV habe eine gute Mischung zusammen. Die erfahrenen Spieler wüssten, wie in schwierigen Situationen im Spiel richtig gehandelt werde. „Aber auch die Unbekümmertheit der jüngeren im Team hilft sehr“, so der heutige Trainer des Zweitligisten HC Elbflorenz. Wer an der Spitze steht, muss mit der Meisterschaft rechnen. Und was wäre mit einem Aufstieg in die dritte Liga? „Das ist noch kein Thema, das wäre zu früh“, meint zwar Trainer Jan Jungandreas. Doch Buder hält dagegen: „Wenn die Chance da ist, muss man sie nutzen.“ Für Flemming, der selbst schon in der dritten Liga aktiv war, ist ebenfalls klar: „Man sollte es machen.” Zwei, drei Transfers wären allerdings nötig. Sollte der Aufstieg gelingen, wäre das die logische Konsequenz aus der kontinuierlichen engagierten Arbeit seit der Neugründung 2010, findet Streitenberger. Ob das dann zu früh oder genau richtig erfolgen würde, „kann ich nicht einschätzen“. Ein Aufstieg aber wäre auf jeden Fall sportlich und strukturell eine wirklich große Herausforderung. „Für die Stadt und die Menschen wäre dies aber auf jeden Fall ein großer Gewinn.“ Und vielleicht sei dann auch der eine oder anderen talentierte DHfK- Nachwuchsspieler, der den ganz großen Sprung nicht geschafft hat, demnächst beim NHV zu finden. Differenziert äußert sich Emanuel. „Die Fans und die Halle wären ein Gewinn für die dritte Liga.“ Aber die Fahrten würden um einiges länger und es gebe kaum Derbys. „Da muss man abwägen, ob alle den Mehraufwand stemmen können.“ Gödesagt, er würde sich freuen, wenn es am Ende funktioniert und wäre auch einer der ersten Gratulanten. „Fakt ist, man muss auch wissen was da auf einen zukommt: sehr wenig Derbys, höhere Kosten“, so der ehemalige Nationalspieler. „Also gilt es auch für den Verein, hart dran zu arbeiten.“ Ansonsten überwiegt Zurückhaltung. „Insgesamt würde es dem Delitzscher Handball sicherlich gut tun“, erklärt zwar Henoch. „Aber ich glaube, dass dies noch ein oder zwei Jahre zu zeitig wäre.” Zunächst sollten die Strukturen im Umfeld weiter verbessert und professionalisiert werden. Dazu gehörten die wirtschaftlichen Strukturen an sich und auch mehr Manpower im Umfeld. Oben drauf komme die Anschlussförderung der zweiten Mannschaft, in der junge Spieler den Anschluss an die erste Mannschaft schaffen könnten. „Der Schritt wäre zu früh“, schätzt auch Mittag ein. Wichtig sei, den fantastischen Delitzscher Fans die Spiele zu liefern, die sie verdienten. „Und das klappt doch in der ausgeglichenen 4. Liga sehr gut!“ Mahnend äußert sich Krippner. „Der Sprung von der Oberliga in die dritte Liga wäre ungleich größer als der von der Sachsen- in die Oberliga“, gibt er zu bedenken. „Es wäre schwer, in der dritten Liga zu bestehen.“ Von einem „qualitativ großen Sprung“ spricht Trodler. Wegen der vielen Derbys sei die Oberliga viel attraktiver. „Es wäre zu früh“, findet Pietzsch. Die dritte Liga erfordere schließlich sehr viel mehr Geld. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung
Bilder Saison 2019/20
Saisonende