Nächstes Spiel Samstag, 16.11.2019 19:00 Uhr HC Burgenland --- NHV Conc. Delitzsch
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Newsarchiv - September 2019
30.09.2019 Delitzsch fährt souveränen Sieg ein 30.09.2019 mJD: Seit drei Spielen ungeschlagen – Tabellenführer! 27.09.2019 NHV will im Heimspiel Scharte von Plauen auswetzen 27.09.2019 Handball-Freunde fürs Leben 23.09.2019 Déjà-vu im Vogtland 23.09.2019 2. Männer: Sieg bei der SG MoGoNo 23.09.2019 mJE: Erfolgreich gegen TuS Leipzig Mockau 23.09.2019 wJC: Starke Abwehr reicht nicht 23.09.2019 wJD: Erste Niederlage im dritten Spiel 20.09.2019 Plötzlich Spitzenteam: Die Gezeiten ändern sich 17.09.2019 2. Männer: Viele positive Ansätze, schlechte Chancenverwertung und trauriges Spielende Delitzsch fährt souveränen Sieg ein Montag, 30.09.2019: NHV Concordia Delitzsch - HSV Apolda 27:25 (15:10) Delitzsch. „Liebe die Wahrheit, doch verzeihe den Irrtum“, sagte einst der französische Philosoph Voltaire. Getreu diesem Motto ist all denen gegenüber Nachsicht aufzubringen, die glauben, der 27:25-Erfolg des NHV Concordia Delitzsch am Wochenende gegen den HSV Apolda deute auf eine knappe und enge Handball-Begegnung hin. „Das Ergebnis drückt nicht die Überlegenheit der Delitzscher aus“, gestand Gäste-Trainer Robert Flämmich. „Wir haben Apolda ein bisschen leben lassen“, formulierte es NHV-Top-Torjäger Frank Grohmann. „Wir haben in der zweiten Halbzeit ein paar Fehler zu viel gemacht“, begründete Rechtsaußen Benedikt Schmidt den, gemessen am Halbzeitstand von 15:10, knappen Ausgang. Seine Mannschaft, erklärte Concordia-Coach Jan Jungandreas, habe viele Spieler in den Reihen, der erst um die 20 Jahre alt sind. Folglich sei es „logisch, dass es da Wellentäler im Spiel gibt“. Unterm Strich bleibt ein verdienter und letztlich nie gefährdeter Sieg. Damit sind die Nordsachsen mit 8:2 Punkten gestartet und liegen hinter dem verlustpunktfreien Tabellenführer HC Burgenland auf Rang zwei in der Mitteldeutschen Oberliga. Die Naumburger, selbst ernannter Favorit auf die Meisterschaft, gewannen beim SV Plauen-Oberlosa mit 29:25. Schmidt, in der vergangenen Spielzeit noch bei Burgenland unter Vertrag, zeigte sich mit dem Saisonauftakt des NHV sehr zufrieden: „Das hatte keiner erwartet.“ Zwar habe auch er nicht mit der 25:30-Schlappe am Wochenende zuvor bei Einheit Plauen gerechnet. „Aber dafür waren wir in Köthen und bei Plauen-Oberlosa erfolgreich.“ Beides Partien, in denen Niederlagen nicht ungewöhnlich gewesen wären. „Das waren keine Pflichtsiege.“ Gegen Apolda „waren wir klar besser“, meinte Schmidt und sprach von einer „starken kämpferischen Leistung“. Auch Flämmich räumte ein, dass der doppelte Punktgewinn der Delitzscher verdient gewesen sei. Dabei hatten die Gastgeber ein Handicap zu verkraften. Routinier Steve Baumgärtel, der Denker und Lenker, stand aus privaten Gründen nicht zur Verfügung. Um vor allem seine Qualitäten in der Defensive einigermaßen zu kompensieren, ließ sich das Trainer-Duo Jan Jungandreas/Maik Kroke eine überraschende Lösung einfallen. Kreisläufer Moritz Brodowski ersetzte Baumgärtel in der Abwehr auf der rechten Halbposition, spielte im Angriff, für ihn ungewohnt, als Rechtsaußen, um regelmäßig an den Kreis zu laufen. „Das hat ganz ordentlich geklappt“, zeigte Jungandreas sich mit dieser Maßnahme zufrieden. Obendrauf schuf Brodowski so Lücken für Frank Grohmann, der im rechten Rückraum eine glänzende Leistung zeigte und alleine zwölf Treffer erzielte. Die Begegnung startete ausgeglichen. Oliver Wendlandt brachte den NHV in Führung, Jörg Heinemann glich für die Thüringer aus. So ging es in einer flotten Begegnung hin und her. Erst Mitte des ersten Durchgangs gelang es den Concorden, sich abzusetzen und einen Fünf-Tore-Vorsprung herauszuwerfen. Den baute das Heimteam nach dem Seitenwechsel zwischenzeitlich auf sieben Treffer aus. Auch mit den eingewechselten Spielern – Niklas Zierau etwa kam für Maximilian Amtsberg, Michael Günther für Daniel Sowada, der sich leicht verletzt hatte – war die Überlegenheit deutlich. Durch Günther und Schmidt entwickelten jetzt auch die Außenpositionen Torgefahr. Zu bemängeln war in dieser Phase lediglich die nicht immer konsequente Chancenverwertung. Auch wurde der häufig allein auf weiter Flur stehende Schmidt zu selten angespielt. Apolda gab nicht auf, kämpfte sich gegen lässiger werdende Gastgeber wieder etwas heran, ohne ernsthaft die Delitzscher Führung attackieren zu können. „Wir haben uns nicht blamiert“, war Flämmich letztlich mit dem Auftritt des HSV zufrieden. Zumal seine Mannschaft die bisherige Schwäche beim Torwurf – in den ersten vier Spielen wurden lediglich 79 Treffer erzielt – überwinden konnte. Die Concorden müssen erst in zwei Wochen wieder ran, dann geht es zur zweiten Mannschaft des Zweitbundesligisten EHV Aue. Da es laut Voltaire „klug und weise“ ist, an allem zu zweifeln, geht Jungandreas nicht automatisch von einem Sieg aus. „Wir wissen, was uns dort erwartet“, warnte er. Ein Freundschaftsspiel in der Saisonvorbereitung ging gegen die Erzgebirgler mit 30:31 verloren. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung NHV: Voigt (18 Paraden), Herholc (n.e.); Günther (2), Grohmann (12/3), Prautzsch (2), Müller, Sowada, Zierau (1), Schmidt (2), Meiner, Brodowski (1), Wendlandt (3), Amtsberg (4) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook mJD: Seit drei Spielen ungeschlagen – Tabellenführer! Montag, 30.09.2019: HV Böhlen – NHV Concordia Delitzsch 4:31 (1:12) Die männliche D-Jugend reiste am Samstag, den 28.09.2019 als klarer Favorit zum HV Böhlen, dem Tabellenletzten der laufenden Bezirksligavorrunde. Die Mannschaft hatte sich vorgenommen, insbesondere in der Defensive zu überzeugen und die Angriffe des gegnerischen Teams konsequent ins Leere laufen zu lassen. Das Spiel begann jedoch anders als erwartet. Nach der ersten Minute stand es plötzlich 1:0 für die Heimmannschaft. Wenige Sekunden später folgte für uns ein 7-Meter, den wir nicht verwandeln konnten. In der 3. Minute konnte Tim Otremba endlich zum 1:1 aufschließen. Obwohl unser Team zügig auf 1:5 erhöhen konnte, lief es beim Spielaufbau nicht so wie im Training unzählige Male erfolgreich geprobt. Hektik und Fehlpässe zeugten von einem nervösen Spiel der Delitzscher Mannschaft. In der Abwehr lief es ebenfalls nicht rund. Die Spieler agierten nicht wie gefordert aus der Bewegung heraus. Das sorgte für weitere Unruhe im Spiel. Erst die klaren Anweisungen in der nicht lange auf sich warten lassenden Auszeit brachten unsere Mannschaft wieder zurück auf die Erfolgsspur. Mit einer klaren Gästeführung von 1:12 Toren ging es dann in die Halbzeitpause. In der zweiten Halbzeit konnte das Team mit vielen Toren überzeugen. Der HV Böhlen kam zwar am Ende noch auf insgesamt 4 Treffer, konnte jedoch letztendlich nichts mehr gegen unsere Mannschaft ausrichten. In der Schlussphase experimentierte der NHV erfolgreich mit zwei Kreisspielern. Hier zeigte sich, welches Potential in der männlichen D-Jugend des NHV steckt. Das weckt Lust auf mehr. Am Ende freuten sich alle über den verdienten 4:31 Auswärtssieg beim HV Böhlen. Unser Team ist schon heiß auf das nächste Punktspiel am 06.10.2019 in Markkleeberg gegen den TSV Markkleeberg. Rainer Petersohn NHV: Janek Rühl, Diego Ribero, Johannes Mundt, Elias Kaatz (2), Jannes Ihme, Clemens Epperlein (1), Paul Petersohn (5), Lukas Maja (12), Tim Otremba (1), Phil Ellmann (5), Julian A. Scheffel, Johan D. Held (5) NHV will im Heimspiel Scharte von Plauen auswetzen Freitag, 27.09.2019: Apoldas Trainer hält Concordia Delitzsch für ein Spitzenteam der Handball- Oberliga. Delitzsch. Minus mal Minus ergibt bekanntlich Plus. Da am vergangenen Wochenende sowohl der NHV Concordia Delitzsch als auch der HSV Apolda Niederlagen hinnehmen mussten, können sich der Logik zufolge die Zuschauer morgen auf ein spannendes und gutes Handballspiel in der Mitteldeutschen Oberliga freuen. Der Anpfiff in der Delitzscher Mehrzweckhalle erfolgt um 19 Uhr. Auf dem Papier stehen die Zeichen für die Gastgeber günstig. Denn sie sind mit 6:2 Punkten in die neue Saison gestartet und liegen hinter dem verlustpunktfreien Spitzenreiter HC Burgenland auf Rang zwei der Tabelle. Die Thüringer dagegen haben bislang lediglich einen Sieg errungen. Dem stehen drei Niederlagen gegenüber. Ergo befindet sich Apolda auf dem zwölften Platz der 14 Klubs umfassenden Staffel. Concordia-Coach Maik Kroke lässt denn auch keine Zweifel an der Zielstellung. „Wir wollen gegen Apolda unseren zweiten Heimsieg einfahren“, verkündet er. Die Nordsachsen möchten also in eigener Halle eine weiße Weste behalten. Die erste Partie Zuhause gegen den HC Aschersleben endete mit einem 31:27-Erfolg. Für Apoldas Trainer Robert Flämmich ist der NHV „gegen uns der Mega- Favorit“. Die Chancen für die Delitzscher stünden bei 70:30. Flämmich widerspricht dabei dem Vorwurf, Tiefstapler zu sein. „Ich bin einfach nur Realist.“ Für die runderneuerten Concorden kam die 25:30-Schlappe am vergangenen Wochenende gegen den Fast-Absteiger der vergangenen Saison, Einheit Plauen, schon überraschend. „Unsere Abwehr stand nicht kompakt genug“, bemängelt Kroke. Auch die Torhüter Felix Herholc und Marian Voigt hätten einen schlechten Tag erwischt. Zudem sei die Mannschaft nur selten ins Tempospiel gekommen. Trotzdem seien im Angriff immer Lösungen gefunden worden. „Aber mit 18 Fehlwürfen haben wir uns nicht belohnt“, sagt der Übungsleiter. Negative Folgen durch die nicht einkalkulierte Pleite in Plauen befürchtet der Trainer nicht. „Nein wir werden nicht das Selbstvertrauen in uns verlieren.“ Das Spiel sei gemeinsam ausgewertet worden. „Jetzt schauen wir nach vorne und werden weiter konzentriert arbeiten.“ Flämmich hat zu Saisonbeginn Frank Ihl abgelöst, der fünf Jahre lang an der Seitenlinie des HSV gestanden hatte. Der neue Coach war zuvor Trainer der in der dritten Liga aktiven Frauen des HV Chemnitz. Flämmich räumt ein, dass der Start nicht gerade erfolgreich gewesen sei. Besonders schmerzt ihn die 18:21-Heimniederlage gegen die HG Köthen vor einer Woche. „Hätten wir die Begegnung gewonnen, würden wir mit 4:4 Punkten im Mittelfeld stehen. Das wäre dann in Ordnung.“ Und die Möglichkeiten seien vorhanden gewesen. „Wir haben zwei Drittel der Partie dominiert.“ Aber in der zweiten Halbzeit hat Apolda lediglich sechs Tore erzielt „bei gefühlt 25 Chancen“. So sei der Sieg weggeschenkt worden. „Überhaupt, wir werfen zu wenig Tore für die Liga.“ In der Tat: Der HSV hat in vier Begegnungen insgesamt 79 Treffer erzielt – die wenigsten in der Staffel. Delitzsch hat bislang 110-mal eingenetzt. Für den Gastgeber findet Flämmich lobende Worte. Der Verein sei mit der Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern auf dem richtigen Weg und werde weiter durchziehen. „Delitzsch habe ich auf dem Zettel, das Team wird unter den ersten drei landen“, prognostiziert er. „Wir versuchen dennoch, unsere kleine Chance zu nutzen und uns für unseren Aufwand zu belohnen.“ Für Kroke steht fest, dass es „nur mit vollem Einsatz und Spielfreude gelingen wird, die Partei für uns zu entscheiden“. Die Ergebnisse der Liga würden zeigen, dass jedes Team jedes andere schlagen könne. Ergo dürfe Apolda „nicht unterschätzt werden“. Gelingt das dem NHV, stehen nach dem Abpfiff zwei Pluspunkte mehr auf dem Konto. Die Minuspunkte werden gerne den Gästen überlassen. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Linktipp: Programmheft 28.09.2019 (pdf 3,2 MB) Handball-Freunde fürs Leben Freitag, 27.09.2019: Hansi Winkler organisiert Ausflugstouren für Delitzscher Fans und hilft auch noch als Schiedsrichter aus. Delitzsch. Die Vorbereitungen laufen so langsam an. Das Ziel wird aber noch nicht verraten. Himmelfahrt 2020 starten die gut zwanzig Delitzscher Handball-Freunde ihre nächste inzwischen schon traditionsreiche Tour. Eine Art Jubiläum wurde dabei in diesem Jahr gefeiert. Es ging nach Altenberg in die Pension von Diana Sartor, der Welt- und Europameisterin 2004 im Skeleton. Neben dem gemütlichen Beisammensein standen Wanderungen auf dem viertägigen Ausflug im Mittelpunkt. So ging es durch das Naturschutzgebiet Rabengrund, tags darauf wurde zum Kahleberg gewandert. Später wurde noch der Botanische Garten in Schellerhau besucht. Einer der maßgeblichen Organisatoren ist Hans-Joachim Winkler. Hansi, wie er gerufen wird, ist in der Delitzscher Mehrzweckhalle nahezu omnipräsent. Spielen die Oberliga-Herren, schwenkt er die Fahne und feuert mit dem Fanclub Loberhaie das Team an. Treten Jugendmannschaften an, schaut Hansi ebenfalls häufig vorbei. Und wenn mal wieder Not am Mann ist, weil die Schiedsrichter nicht gekommen sind, dann greift der 67-Jährige selbst zur Pfeife. Der Aktionsradius ist zwar einen Hauch kleiner als früher, das scharfe Auge aber unbestechlich und objektiv wie eh und je, die Autorität groß. Welche Entscheidung er auch immer triff – gemeckert wird da nicht. Der Freundeskreis – Winkler: „Es sind fast alles alte Handballer“ – pflegt einen intensiven Kontakt. „Wir genießen den Zusammenhalt“, berichtet Winkler. „Und natürlich sind unsere Frauen dabei.“ Da wird nicht nur die jährliche Tour unternommen, sondern Geburtstage werden ebenso gemeinsam gefeiert wie Karneval und Weihnachten. „Wir helfen uns auch“, sagt Winkler. „Wenn einer von uns zum Arzt nach Leipzig muss, aber nicht mit dem Auto fahren kann, dann spielt ein anderer selbstverständlich den Chauffeur.“ Handball sei eben mehr als die 60 Minuten auf dem Platz. „Wir sind Freunde fürs Leben.“ Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Déja-vu im Vogtland Montag, 23.09.2019: HC Einheit Plauen - NHV C. Delitzsch 30:25 (13:11) Plauen/Delitzsch. Wie in der letzten Saison konnten die Oberliga-Handballer von Concordia Delitzsch während des Gastspieles bei Einheit Plauen auch dieses Mal nicht ihr wahres Gesicht zeigen. Stattdessen verteilten sie beim 25:30 (11:13) am Sonnabend fleißig Geschenke. Schlechte Pässe, technische Fehler und Fehlwürfe, die für mehrere Spiele reichen würden, führten schließlich zu einer verdienten Niederlage. Delitzsch begann allerdings sehr konzentriert. Plauen hatte vor allem in der Deckung große Probleme mit dem schnellen Concorden-Spiel. Aber bedingt durch Unkonzentriertheiten und eine nicht so aggressive Deckung schaffte es Delitzsch nicht, sich abzusetzen. Plauen zog geduldig sein Angriffsspiel auf und wartete, bis sich die Lücke im Deckungsverbund der Delitzscher auftat. Anders als der Gastgeber, der seine Chancen zu nutzen wusste, scheiterte Delitzsch reihenweise am Torhüter. Auch eine Auszeit verhalf nicht, wieder Ruhe ins Spiel zu bringen. Denn neben den Fehlwürfen schlichen sich jetzt auch ungewöhnlich viele Fehler im Angriffsspiel ein. Das lag nicht an einer überragenden Deckungsarbeit der Gastgeber, sondern einzig und allein an den Spielern selber. Der Zwei-Tore-Rückstand zur Pause war dann die logische Konsequenz aus dem fehlerhaften Spiel. Die Pause tat der Mannschaft sichtlich gut. Wie zu Beginn der ersten Halbzeit wurden die Angriffe nun wieder konzentriert zu Ende gespielt und die Abwehr agierte endlich mit der Aggressivität, wie man es aus den ersten Spielen kannte. Aber wieder schaffte der NHV es nicht, sich abzusetzen. Besonders die Kreisanspiele der Gastgeber konnten in der zweiten Halbzeit nicht unterbunden werden. Was dann passierte, ist nur schwer in Worte zu fassen. Im Angriff klappte überhaupt nichts mehr, die Abwehr war löchrig wie ein Schweizer Käse. Und wenn doch mal ein Spieler frei durch war, dann scheiterte er entweder am Torhüter oder warf am Kasten vorbei. Die Hausherren hatten dadurch leichtes Spiel und ein Debakel bahnte sich an. Aber mit den letzten Toren durch Michael Günther konnte Delitzsch die Niederlage noch im Rahmen halten. NHV-Trainer Jan Jungandreas erklärte nach dem Spiel: „Wir haben über 60 Minuten nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Bis wir eine Spitzenmannschaft sind, ist es noch ein weiter Weg.“ Für die Delitzscher heißt es nun, die Fehler aufzuarbeiten und die Leistung aus den ersten drei Spielen im nächsten Heimspiel wieder auf die Platte zu bringen. Dass sie deutlich besser spielen können, wissen die Spieler mit Sicherheit am besten. Sven Sauerbrey © Leipziger Volkszeitung NHV: Voigt (6 Paraden), Herholc (6 P.); Günther (3), Grohmann (5/4), Baumgärtel (6), Prautzsch (1), Müller, Sowada (4), Zierau (1), Schmidt, Meiner, Brodowski (1), Wendlandt (2), Amtsberg (2) Linktipp: Bildergalerie vom Spiel 2. Männer: Sieg bei der SG MoGoNo Montag, 23.09.2019: SG MoGoNo - NHV Conc. Delitzsch 30:24 (15:14) Für die 2. Männer des NHV ging es am Samstagnachmittag nach Leipzig zur SG MoGoNo. Der Erste der Bezirksligatabelle durfte beim Zweiten ran. Tolle Konstellation, zumindest auf dem Papier. In der Praxis sah das Ganze etwas anders aus. Rutschige Halle, Harzverbot und eine überschaubare Zuschauerkulisse beim sogenannten Spitzenspiel. Die Leipziger kamen, wen wunderts, eindeutig besser mit den Rahmenbedingungen zurecht und setzten sich gleich in den ersten 8 Spielminuten auf 6:3 ab. Delitzsch trat in dieser Phase zu spät auf die beweglichen Gohliser Rückraumspieler heraus. Besonders Lorenz Dudew überzeugte beim Gastgeber mit seinem energischen Zug zum Tor. Mit der ersten Auszeit des Spiels besann sich der NHV aufs Wesentliche und konnte nach einer Viertelstunde, beim 8:7 durch Sebastian Schäfer, das erste Mal in Führung gehen. Was zu diesem Zeitpunkt noch keiner wusste, diese Führung gaben die Delitzscher bis zum Spielende auch nicht mehr her. Zwar fand das Delitzscher Angriffsspiel gefühlt immer noch in Zeitlupe statt, aber immerhin fanden die Delitzscher Würfe jetzt den Weg ins Tor. Somit erspielte sich der NHV eine 15:14 Halbzeitführung. Die Unzufriedenheit über die 1. Spielhälfte wurde in der Halbzeitpause deutlich zur Sprache gebracht. Vorgabe war, konsequenteres Raustreten auf die Gohliser Rückraumspieler und endlich einmal Tempo ins Delitzscher Angriffsspiel zu bekommen. Schon die Körpersprache der Concorden lies in den ersten Minuten des 2. Durchgangs erahnen, dass man mit dem Niveau der ersten 30 Spielminuten unzufrieden war. Verbissen in der Abwehrarbeit und mit Köpfchen im Angriff agierten die Gäste ab sofort. Zwar lief noch nicht alles rund im Spiel des NHV, aber mit Einsatz und Siegeswille kann man auch an schlechten Tagen einiges erreichen. Hinzu kam das die Delitzscher in der 2. Hälfte auch ein paar „Bigpoints“ holten. Im Tor war in entscheidenden Situationen Dirk Pötschke Sieger im Duell gegen die Werfer. Nun kann man sicher sagen: „Dafür ist ein Torhüter schließlich da“. Aber der Keeper des NHV zeichnete sich immer wieder bei Würfen aus kürzester Torentfernung aus. Als zusätzliches Handicap kam erschwerend hinzu, dass Pötschki in der zweiten Hälfte permanent „einen Platz IN der Sonne hatte“ und somit sehr oft nach „Gehör“ halten musste. Aber auch dies machte er mit Bravur. Auch das Matchglück hatte jetzt ab und zu ein NHV-Trikot an. So verwandelte zum Beispiel Max Berger einen Abpraller, wo zuvor zwei Delitzscher Spieler am Gohliser Schlussmann und am Pfosten gescheitert waren. All diese Umstände sorgten dafür, dass die Concorden mit einem 30:24 die Sporthalle der Erich-Kästner-Schule verließen. Dieses positive Gefühl sollte Selbstvertrauen für die weiteren anstehenden Aufgaben geben. Ein positives Gefühl kann auch Jerome Molzberger haben. Sein erster Auftritt im Delitzscher Trikot hatte sehr viele gute Momente. Ohne vorher einmal mit der Zweiten zu trainieren, fügte er sich ordentlich in das Delitzscher Spiel ein und überzeugte auf der rechten Rückraumposition. Generell spielten die Delitzscher im Angriff einen sicheren Ball, und die offensive Abwehrreihe der SG MoGoNo wurde durch viele gute Spielzüge ein ums andere Mal spielerisch ausgehebelt. Einzig allein im Torabschluss brachten sich die Jungs um Kapitän Alexander Pietzsch um den verdienten Lohn. Aber dies ist nix, was man nicht im Training abstellen könnte. Nächsten Sonntag kommt es in der Delitzscher Mehrzweckhalle zu einer Premiere in der Vereinsgeschichte des NHV. Beide Bezirksligavertreter des NHV gehen als Spitzenreiter in Ihrer Liga in den Spieltag. Die Frauen spielen 15 Uhr im Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten Lok Wurzen und die 2. Männer empfangen um 17 Uhr den Bornaer HV 09. Ein kommen lohnt sich also auf alle Fälle! Sport frei, Christian Hornig NHV II: Dirk Pötschke & Georg Peschke (TW), Bruno Bernhardt 1, Tobias Karl 6/3, Stefan Voigt, Sebastian Schäfer 3, Thomas Hollstein 1, Jerome Molzberger 5, Max Berger 3, Christian Müller 4, Daniel Schirmer, Christian Münch, Martin Müller 5/2, Alexander Pietzsch 2, Anne-Marie Brosig (Physio) mJE: Erfolgreich gegen TuS Leipzig Mockau Montag, 23.09.2019: NHV Conc. Delitzsch - TuS Leipzig Mockau 24:5 (10:2) Am Samstag, den 21.09.2019 um 10.00 Uhr spielte die männlich E - Jugend ihr zweites Heimspiel in der Saison 2019/2020 gegen den TuS Leipzig Mockau. Die Mannschaft trat mit 14 Spielern an, die Bank war also gut besetzt. Die Trainer nutzten dies und wechselten oft durch, jeder Spieler bekam seine Spielzeit. Die Jungs waren motiviert und spielten mit Leidenschaft, zeigten über das ganze Spiel hinweg Einsatz. Die zuschauenden Eltern beider Mannschaft feuerten die Kinder an und beklatschten jede gute Aktion, ihnen wurde ein faires Spiel geboten. Von Beginn an setzten sich die Hausherren durch, zeigten schöne Passwechsel und nutzten Torchancen aus, die Gäste hatte so ihre Mühe ins Spiel zu finden. Sie nutzten aber Unkonzentriertheit, den ein oder anderen Fehlpass sofort aus, um in Ballbesitz zu kommen, hier war jetzt die Abwehr gefragt. Die Jungs zeigten eine gute Abwehrleistung und unterstützen so ihren Torhüter. Dieser war über das ganze Spiel hinweg konzentriert und verhinderte so einige Gegentreffer. Die Gäste kämpften bis zum Schluss, schafften es aber nicht, mit den Hausherren mitzuhalten. Diese freuten sich zum Schluss über einen klaren Sieg mit 24:5. Große Freude war in allen Gesichtern der Jungs zu sehen, so mancher Spieler hatte sein erstes Tor in der E-Jugend gemacht, was ordentlich gefeiert wurde. Das nächste Spiel bestreitet die Mannschaft am 05.10.2019 in Leipzig gegen den Leipziger SV Südwest. Sandra Rohr wJC: Starke Abwehr reicht nicht Montag, 23.09.2019: SG MoGoNo Leipzig – NHV Conc. Delitzsch 11:8 (4:3) Der Beginn war holprig. Weil dem Hallenwart eine falsche Uhrzeit (zehn statt neun Uhr) für das Öffnen der Sporthalle der Leipziger Erich-Kästner- Schule mitgeteilt worden war, machten sich die Spielerinnen der weiblichen C-Jugend des NHV Concordia Delitzsch im Freien warm. Eine Premiere der direkten Spielvorbereitung. Es wurden ein paar Runden auf dem Parkplatz gedreht, Passübungen folgen. Der per Telefon herbeigerufenen Hallenwart öffnete die Türen gegen 9.30 Uhr, die Gastgeber machten das Spielfeld startklar, es ging trotz dieser Hindernisse pünktlich los. Und da hatten die Gastgeber das nicht unverdiente, vielleicht etwas glücklichere Ende für sich. Sie besiegten die aus mehr D- denn C-Jugend- Spielerinnen angereisten Gäste aus Nordsachsen mit 11:8. Beide Teams zeigten dabei eine konzentrierte, energische und starke Leistung in der Abwehr, sodass auf beiden Seiten wenig Tore fielen. Im Angriff vergab der NHV zu viele klarste Torchancen, darunter auch zwei Siebenmeter. Vorbildlich war der kämpferische Einsatz. NHV: Anastasia Orechow, Pia-Maxi Mühlner; Maja Zscheyge, Leonie Lewik, Miriam Luthe, Nina Kalbe, Jasmin Milde, Aleksandra Steffen, Alexa Fiedler, Lea Hildebrand, Ellen Heinze wJD: Erste Niederlage im dritten Spiel Montag, 23.09.2019: SG MoGoNO Leipzig - NHV Conc. Delitzsch 15:7 (5:2) Mit einer Niederlage im Gepäck trat die weibliche D- Jugend die Rückfahrt nach Delitzsch an. Bei der SG MoGoNo Leipzig gab es eine 7:15-Pleite. Damit kassierte das Team im dritten Spiel die erste Niederlage, liegt mit 4:2 Punkten nun auf dem dritten Rang. Zwar gingen die Gäste durch Annika Kuhnert mit 1:0 in Führung, doch die Heimmannschaft glich zwei Minuten später aus, um danach einen Vorsprung herauszuwerfen. Der wurde bis zum Seitenwechsel auf 5:2 ausgebaut. Im zweiten Abschnitt zog MoGoNo davon und fuhr einen letztlich sicheren Sieg ein. Dabei enttäuschte der NHV keineswegs. Die Deckung war aggressiv, aber fair, Torhüterin Anastasia Orechow parierte viele Bälle. Im Angriff waren die Delitzscher allerdings zu einfallslos und fabrizierten zu viele Fehlwürfe. „Alle haben gekämpft bis zum Ende“, strich Trainerin Anja Zscheyge heraus. NHV: Anastasia Orechow; Miriam Luthe, Annika Kuhnert, Jasmin Schreiber, Lea Reichstein, Nele Hornig, Maxine Gerstner, Hanna Schmeil, Martha Epperlein Plötzlich Spitzenteam: Die Gezeiten ändern sich Freitag, 20.09.2019: Handball-Oberliga: NHV Concordia Delitzsch will Siegesserie beim zweiten Plauen-Gastspiel der Saison weiter ausbauen. Delitzsch. So ändern sich die Gezeiten. In der vergangenen Saison herrschte beim NHV Concordia Delitzsch nach drei Spieltagen noch Ebbe auf dem Punktekonto. Nicht einen einzigen Zähler hatte der Handball-Oberligist bis dato eingefahren. Jetzt, eine Spielzeit später, ist der krasse Gegensatz Wirklichkeit geworden. Mit drei Siegen aus den ersten drei Begegnungen sind die Nordsachsen grandios gestartet und liegen hinter dem Aufstiegsfavoriten HC Burgenland nur wegen des etwas schlechteren Torverhältnisses auf Rang zwei. Und die Chancen stehen gut, dass die Concorden mit einem Erfolg am Wochenende die Punkte-Flut weiter steigen lassen können. Den Delitzschern werden zumindest vor der Partie beim HC Einheit Plauen am Sonnabend (Anpfiff ist um 16 Uhr) die deutlich besseren Chancen auf den doppelten Punktgewinn eingeräumt. Burgenland tritt beim erstarkten Fast- Absteiger SV Oebisfelde an. Läuft alles optimal, könnten die Nordsachsen sogar die Tabellenführung übernehmen. „Delitzsch ist schon leicht favorisiert“, räumt denn auch Einheit-Trainer Jan Richter ein. NHV-Coach Maik Kroke mag da nicht auf der Euphoriebremse stehen. „Aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs sind wir der Favorit, keine Frage.“ Gleichwohl beginnt jede Partie „beim Stand von 0:0“, formuliert Richter, um hinterherzuschicken: „Unser Selbstverständnis ist schon, in eigener Halle zu punkten.“ Überhaupt sind die Spitzenstädter, zumindest für ihre Verhältnisse, ordentlich in die Saison gestartet. Der Club, der nur mit viel Glück als Vorletzter die Klasse hielt, hat zwar zum Auftakt beim USV Halle mit 25:32 verloren, danach aber Lok Pirna mit einer 26:29-Niederlage abdampfen lassen. Und am vergangenen Wochenende „hätten wir in Köthen nicht unterliegen müssen“, meint Richter. In der ersten Halbzeit habe sein Team hervorragend mitgehalten. Der zweite Durchgang sei allerdings desolat gewesen. Mit den bisher eingesammelten 2:4 Punkten ist Richter jedenfalls nicht unzufrieden. Das Saisonziel bleibe „ganz klassisch der Klassenerhalt“. Der NHV hat nach Richters Einschätzung „sehr starke“ erste Spiele hingelegt und verfügt mit Steve Baumgärtel, Felix Herholc und Oliver Wendlandt über viele Routiniers. „Dennoch müssen wir wieder gemeinsam mit geballten Kräften 60 Minuten alles geben, um am Ende unserer Favoritenrolle auch gerecht zu werden“, mahnt Kroke. Plauen sei auf keinen Fall zu unterschätzen und werde alles, was möglich sei, in die Waagschale werfen, um auch das zweite Heimspiel zu gewinnen. Es kommt dabei zum Duell von Top-Werfern. In der Torschützenliste führt momentan Torsten Schneider (Pirna) mit 29 Treffern, gefolgt vom Delitzscher Frank Grohmann (24) und Martin Danowski (22) von Einheit Plauen. In der vergangenen Spielzeit führte Grohmann rasch diese Rangliste an. „Jetzt lastet nicht mehr die gesamte Verantwortung auf ihm“, kommentiert Concordia-Torhüter Marian Voigt. Tatsächlich hat sich die Basis der Torgefahr ausstrahlenden Delitzscher durch Verpflichtungen wie Baumgärtel oder Maximilian Amtsberg deutlich verbreitert. Das macht die Mannschaft für die Gegner unberechenbarer. Wovon im ersten Durchgang vor einer Woche gegen Aschersleben nicht viel zu sehen war. „Wir hatten Probleme, ins Spiel zu finden“, blickt Kroke zurück. So habe es in der Offensive zehn Fehlwürfe gegeben. Die neu gefundene Souveränität machte sich im zweiten Abschnitt bemerkbar. Mit gutem Blockspiel und starkem Torhüter wurde die Defensive stabilisiert. Zudem sei es gelungen, im Tempospiel nach vorne zu kommen und letztlich mit 31:27 „verdient als Sieger vom Platz zu gehen“, so der Trainer. „Jeder ist gewillt, immer sein Bestes zu geben, was natürlich Kräfte freisetzt und hilft, auch in schwierigen Situationen zu bestehen.“ In dieser Woche konnten Voigt, Niklas Prautzsch und Daniel Sowada krankheits- und verletzungsbedingt nur punktuell trainieren. „Wir sind aber guter Dinge, dass alle fit werden und uns zur Verfügung stehen“, hofft Kroke. Damit die Punkteflut fortgesetzt wird. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung 2. Männer: Viele positive Ansätze, schlechte Chancenverwertung und trauriges Spielende Dienstag, 17.09.2019: NHV C. Delitzsch II - VICTORIA Naunhof 23:15 (12:7) Einzig allein die weibliche E- Jugend des NHV Concordia Delitzsch durfte sich am vergangenen Wochenende (noch) nicht dem Delitzscher Publikum präsentieren. Alle anderen NHV-Teams, welche sich im Spielbetrieb befinden, hatten Heimrecht. Den Abschluss des Marathon- Heimspielwochenendes bildeten die 2. Männer. Gegner war VICTORIA Naunhof. Als alter Bekannter aus der letzten Saison, jedoch mit neuem Trainergespann und einigen neuen Gesichtern auf der Platte, so stellten sich die Gäste in der Delitzscher Mehrzweckhalle vor. Der NHV hatte sich nach dem Auftaktsieg in der vergangenen Woche viel vorgenommen. Zum Beispiel wollten die Delitzscher Abwehrspieler mit schnellen Beinen den Gegner permanent unter Druck setzen. Trotz kleinerer Abstimmungsprobleme im Deckungsverbund erzielte der NHV immer wieder einfache Ballgewinne und kam so zu zahlreichen Kontern. Sollte dies einmal nicht gelingen, führte Martin Müller im Angriff klug Regie und setzte sich und seine Nebenleute gekonnt in Szene. Und wenn die Loberstädter in der 1. Hälfte nicht mit 12 Fehlwürfen „geglänzt“ hätten, so hätte sicherlich ein deutlicheres Halbzeitergebnis als das 12:7 auf der Anzeigetafel gestanden. Doch nicht nur der Torhüter der Naunhofer überzeugte mit teils spektakulären Paraden; auch Tino Pantel im Delitzscher Tor stand seinem Gegenüber in nichts nach. Auf 8 gehaltene Bälle kam er in der 1. Spielhälfte und hatte somit als Abwehrspieler Nummer 1 einen großen Anteil an den nur 7 Gegentoren nach 30 Minuten. Egal was sich jeder Spieler des NHV für die 2. Spielhälfte vorgenommen hat, es wurde konsequent umgesetzt. Mit ballorientierter Verteidigung wurde der Gegner permanent unter Druck gesetzt, und auch bei den Torabschlüssen agierten die Delitzscher jetzt konzentrierter und variabler. Vor allem das Kreisläuferspiel war in dieser Phase besonders effektiv. Die Naunhofer Abwehrreihe trat weit auf die Delitzscher Rückraumschützen heraus, und der Platz, der sich dadurch den Delitzscher Kreisläufern Thomas Hollstein und Georg Peschke bot, wurde immer wieder erfolgreich genutzt. Bis zum 23 zu 13 zog Delitzsch davon und holte sich in dieser Phase mehr und mehr Selbstvertrauen. Nach ¾ der gespielten Zeit sah sich der Naunhofer Trainer zur zweiten Auszeit genötigt und versuchte seine Jungs noch einmal neu zu justieren. Es sei auf alle Fälle erwähnt, dass die Gäste wirklich engagiert und beherzt zu Werke gingen. Jeder Zweikampf wurde verbissen und meist fair geführt, und jedes Tor wurde euphorisch von allen Spielern und den mitgereisten Zuschauern gefeiert. Und dieses Spiel hätte auf alle Fälle ein anderes Ende verdient, als jenes zu welchem es kam. Chris Teresniak und der Torhüter des BSC VICTORIA Naunhof, die bis dahin permanent positiv für ihre Mannschaften in Erscheinung getreten waren, prallten unglücklich beim Torwurf zusammen und blieben verletzt liegen. Nachdem sich abzeichnete dass der Zusammenprall bei Chris keine ernsthafte Verletzung hervorgerufen hat, musste man sich um den anderen jungen Mann ernsthaftere Sorgen machen. Schiedsrichter und Rettungssanitäter Andre Brüggemann koordinierte ruhig und besonnen die Erste Hilfe, und Physiotherapeutin Anne Brosig und Christine Petermann unterstützten bei der Erstversorgung des Verunfallten. Keiner der Protagonisten hatte mehr Lust auf Handball und auch das erzielte Ergebnis geriet völlig in den Hintergrund. Aus Respekt vor dem verletzten Torhüter und dem behandelten Notarzt und den Sanitätern am Spielfeldrand, entschlossen sich beide Mannschaften dafür, die letzten Minuten von der Uhr laufen zu lassen und das Spielgeschehen einzustellen. Und so war der 25:15 Zwischenstand auch gleichzeitig der Endstand. Der NHV möchte dem Naunhofer Torhüter an dieser Stelle alles Gute und alsbaldige Genesung wünschen. Außerdem gilt der Dank noch einmal den Beteiligten bei der Erstversorgung und natürlich auch den Zuschauern, die mit vollstem Verständnis reagierten. Manchmal ist Handball eben doch nicht das Wichtigste. Sport frei, Christian Hornig NHV II: Dirk Pötschke & Tino Pantel (TW), Bruno Bernhardt, Tobias Karl 4, Sebastian Schäfer, Thomas Hollstein 5, Chris Teresniak 3, Max Berger, Martin Müller 4, Daniel Schirmer, Christian Münch 1, Georg Peschke 4, Ruben John 3, Alexander Pietzsch 1, Steffen Kienitz (MV), Anne-Marie Brosig (Physio)
Bilder Saison 2019/20