Nächstes Spiel Samstag, 23.11.2019 19:00 Uhr NHV Conc. Delitzsch --- HSV Bad Blankenburg
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Newsarchiv - September 2019
16.09.2019 Eine Mannschaft voller Spieler des Abends 15.09.2019 wJC: Erster Sieg im zweiten Spiel 14.09.2019 wJD: Gelungener Start in die neue Saison 13.09.2019 Selbstbewusst vor der Heimpremiere: „Es wird schwer, uns zu schlagen“ 09.09.2019 2. Männer: Auswärtssieg beim Vizebezirksmeister 09.09.2019 Wuchtig und wild entschlossen: Delitzsch fällt Topfavorit Plauen 08.09.2019 wJC: Auftakt macht Mut 06.09.2019 Greift Aufstiegskandidat Plauen in die prall gefüllte Schatulle? 03.09.2019 2. Männer: Doppelt erfolgreiches Pokalwochenende 02.09.2019 NHV feiert Premierensieg in Köthen Eine Mannschaft voller Spieler des Abends Montag, 16.09.2019: NHV Conc. Delitzsch – HC Aschersleben 31:27 (11:12) Handball-Oberliga: Der NHV Concordia Delitzsch bezwingt Aschersleben 31:27 und feiert den dritten Sieg im dritten Spiel. Delitzsch. Es ist wohl das, was man einen perfekten Einstand nennt. Da bestreitet Neuzugang Maximilian Amtsberg sein erstes Punktspiel vor heimischem Publikum. Der NHV Concordia Delitzsch gewinnt gegen den HC Aschersleben mit 31:27 (11:12) und hat damit nach drei Begegnungen eine Weste, die angesichts der 6:0 Punkte weißer gar nicht sein könnte. Der Handball-Oberligist setzt sich damit erst einmal vorne fest. Und Amtsberg, in der vorigen Saison Torschützenkönig der Thüringenliga, erzielt sieben Treffer und wird vom Fanclub zum Spieler des Abends gekürt. „Ich bin zufrieden“, kommentiert der 20-Jährige kurz und knapp. Dabei hätte der Fanclub auch mehre andere Spieler auszeichnen können. So Torwart Marian Voigt, der zahlreiche Würfe pariert und vor allem in wichtigen Phasen Gegentreffer reaktionsschnell verhindert. Der 21-Jährige weiß nach eigenen Worten selbst nicht so recht, warum es bei ihm momentan so gut läuft. „Ich versuche, alles zu geben, um das Vertrauen der Trainer zu rechtfertigen“, sagt er. Und kassiert ein Sonderlob von Coach Jan Jungandreas: „Er hat gut gehalten.“ Auch Steve Baumgärtel wäre keine falsche Wahl gewesen. Der Routinier spielt komplett durch, beruhigt, wenn nötig, das Match, um es wenige Augenblicke später wieder schnell zu machen. Zudem wirft der bundesligaerprobte Denker und Lenker fünf Tore und bestätigt, warum Gäste-Trainer Dmitri Filippov schon vor der Begegnung großen Respekt gezeigt und ihn als „hervorragende Verstärkung“ bezeichnet hatte. Aber auch Frank Grohmann, Torschützenkönig der vergangenen Oberliga- Saison, hätte sich die Gewürzmischung, die der ausgezeichnete Spieler erhält, verdient. Er kommt erst später zum Einsatz und dort zumeist auf Rechtsaußen. In der Schlussphase lässt er mit seinen Treffern die Gäste aus Sachsen-Anhalt spüren, dass für sie an diesem Abend in Nordsachsen nichts zu holen ist. Ebenso in der engeren Wahl dürfte Oliver Wendlandt gewesen sein. Der Abwehrorganisator gibt der anfänglich etwas löchrigen Deckung Halt und trifft dazu noch fünfmal ins gegnerische Gehäuse. Tatsächlich fällt an diesem Abend keiner der Delitzscher Handballer ab. Positiv wirkt sich aus, dass die Trainer Maik Kroke und Jan Jungandreas große Auswahl haben und zudem viele Spieler auch so flexibel sind, dass sie mehrere Positionen bekleiden könne. „Unsere breite Bank hat sich heute ausgezahlt“, meint denn auch Voigt. Im Vergleich zur vorigen Saison „sind wir als Mannschaft enger zusammengerückt“, betont der Schlussmann. Dieser Teamgeist trägt offenkundig dazu bei, dass die Delitzscher sich auch von einer durchwachsenen ersten Halbzeit nicht aus der Spur bringen lassen. „Da haben wir ohne Tempo agiert, ein bisschen ängstlich“, bemängelt Baumgärtel. „Und zu viele technische Fehler gemacht“, ergänzt Jungandreas. Kein Wunder also, dass die Gastgeber mit einem 11:12-Rückstand in die Halbzeit gehen – und wie verwandelt zurückkommen. Plötzlich ist Geschwindigkeit im Angriff, werden Tempogegenstöße gelaufen, packt die Abwehr entschlossen zu. So werfen die Concorden einen kleinen Vorsprung heraus. Aschersleben zeigt großen Einsatz, kämpft sich immer wieder heran, muss sich dann aber dem Schlussspurt des NHV geschlagen geben. „So sollte es weitergehen“, hofft Amtsberg. Baumgärtel bekräftigt, sein vor der Partie geäußerter Satz, wenn Delitzsch weiter so den Stiefel spiele, werde es schwer, den NHV zu schlagen, „gilt weiter“. Das soll am nächsten Wochenende auch Einheit Plauen zu spüren bekommen. Der NHV ist bei dieser Auswärtsbegegnung nach den bisherigen Leistungen jedenfalls nicht der Außenseiter. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung NHV: Voigt (12 Paraden), Herholc (bei 1 Siebenmeter); Günther (2), Grohmann (8/3), Baumgärtel (5), Prautzsch 1), Müller, Zierau (3), Schmidt, Brodowski, Wendlandt (5), Amtsberg (7) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook wJC: Erster Sieg im zweiten Spiel Sonntag, 15.09.2019: NHV Concordia Delitzsch – SV Leisnig 16:15 Spannung und Dramatik, Kampf und Leidenschaft bis zur letzten Sekunde – das boten alle Spielerinnen der weiblichen C-Jugend, die Heimmannschaft wie die Gäste. Das etwas glücklichere Ende hatte der NHV, der mit 16:15 gewann und damit im zweiten Saisonspiel den ersten Erfolg feierte. Bemerkenswert, da das Team je zur Hälfte aus C- und aus D- Jugendlichen besteht. Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Auch wenn die Concorden meist knapp in Führung lagen, gab Leisnig in keiner Phase der Begegnung auf und kam immer wieder heran. Die Delitzscher überzeugten dabei vor allem durch eine gute Abwehrleistung, was die beiden Torhüterinnen einschließt. In der Offensive zeigte sich, dass noch Luft nach oben besteht. Vorbildlich war der Einsatz bis zum Abpfiff. “So sehen Sieger aus”, jubelten die Mädchen nach dem Spielende über den auf keinen Fall unverdienten Sieg. NHV: Anastasia Orechow, Pia-Maxi Mühlner; Maja Zscheyge, Leonie Lewik, Annika Kuhnert, Nina Kalbe, Jasmin Milde, Aleksandra Steffen, Miriam Lüttich, Alexa Fiedler, Lea Hildebrand, Ellen Heinze, Hanna Löser wJD: Gelungener Start in die neue Saison Samstag, 14.09.2019: NHV C. Delitzsch – TuS Leipzig-Mockau II 25:3 (12:1) Die weibliche D-Jugend des NHV Concordia Delitzsch hat einen perfekten Saisonstart hingelegt. Das Team um die beiden Trainer Anja Zscheyge und Uwe Schneider besiegte TuS Leipzig-Mockau II klar mit 25:3. Bereits vor eine Woche hatten die Mädchen die Auftaktbegegnung beim TSV Markkleeberg mit 31:5 für sich entschieden. Der NHV führt damit die Tabelle der Bezirksliga verlustpunktfrei an. Gegen die Gäste aus Leipzig entwickelte sich von Beginn an eine einseitige Partie. Die Leipzigerinnen waren spielerisch klar unterlegen, zeigten aber eine beeindruckend starke kämpferische Leistung und gaben nie auf. Die Concorden packten in der Defensive entschlossen zu und ließen im Angriff den Ball oft gut laufen. Dabei wurden Lücken in der gegnerischen Abwehr konsequent zum Torwurf genutzt. „Wir haben verdient gewonnen“, freute sich Trainerin Zscheyge, die auch den jüngeren Spielerinnen lange Einsatzzeiten gönnte. NHV: Anastasia Orechow; Miriam Luthe, Annika Kuhnert, Jasmin Schreiber, Hanna Löser, Theres Kendelbacher, Marlen Kendelbacher, Nele Hornig, Maxine Gerstner, Hanna Schmeil, Martha Epperlein Selbstbewusst vor der Heimpremiere: „Es wird schwer, uns zu schlagen“ Freitag, 13.09.2019: Handball-Oberliga: Nach zwei Siegen zum Auftakt erwartet der NHV Concordia Delitzsch morgen Aschersleben. Delitzsch. Mit einwöchiger Verspätung ist es soweit. Morgen bestreitet der NHV Concordia Delitzsch sein erstes Punktspiel in der neuen Saison vor heimischem Publikum. Gast ist der HC Aschersleben, Anpfiff um 19 Uhr. Vergangenen Sonnabend war die Mehrzweckhalle durch eine Ausbildungsmesse des Landkreises blockiert. Entsprechend steigt die Spannung vor dem ersten Auftritt der neu formierten Oberliga-Handballer vor den eigenen Anhängern. „Die Vorfreude ist groß“, sagt Concordia-Trainer Maik Kroke. Zumal die Fans mit ihrer „stetigen Unterstützung“ ein nicht unwichtiger Faktor sind. „Das erste Heimspiel ist schon was Spezielles“, sagt auch Jan Jungandreas, der gemeinsam mit Kroke seit Saisonbeginn das Team coacht. Er sei „noch ein bisschen angespannter als sonst“. Für Neuzugang Steve Baumgärtel stellen Heimbegegnungen „immer etwas besonders dar für uns Spieler“. Wer die Resonanz bei den beiden Auswärtsspielen gesehen habe und „wie uns der Fanclub nach vorne gebracht hat, kann man sich nur auf diese Partie freuen“. Mannschaftskapitän Felix Herholc legt nach. „Es wäre toll, wenn wir unsere Zuschauer mit einem Sieg belohnen und so einen perfekten Saisonstart hinlegen.“ Und in der Tat: Die Erwartungshaltung ist bei den Nordsachsen deutlich gestiegen. Denn sie stehen mit einer blütenweißen Weste dar. Zum Auftakt wurde auswärts die HG Köthen mit 30:27 geschlagen, und am vergangenen Wochenende gab es beim Meisterschaftsmitfavoriten SV Plauen-Oberlosa einen durchaus überraschenden 24:23-Erfolg. „Ich hoffe, dass die Mannschaft sich mit einem doppelten Punktgewinn gegen Aschersleben für diesen Start belohnt“, sagt Jungandreas. Sein Kollege Kroke gibt zu, dass der NHV nach diesem Auftakt „sicher als Favorit” gehandelt werde. Die Mischung aus jungen und erfahrenden Aktiven „stimmt ganz gut“. Die jüngeren Handballer seien sehr lernbegierig und versuchten, die erhaltenen Tipps umzusetzen. „Wir waren auf unsere Gegner gut eingestellt“, ergänzt Hüter Herholc. Zudem habe der Kader eine ganz andere Breite als in der vergangenen Saison. Auch sei die Vorbereitung gut verlaufen, lobt der Schlussmann. „Wir spielen über weite Strecken eine stabile Abwehr, aus dieser mit gut gesteuertem Tempo die zweite Welle und im Angriff zum größten Teil sehr diszipliniert“, erklärt Baumgärtel den Top-Start. Das helfe alles dabei, kleine Fehler wegzustecken und auch auswärts gegen vermeintlich bessere Mannschaften zu gewinnen. Dennoch „sollten wir bodenständig bleiben“, mahnt Kroke. „Aschersleben ist ein unangenehmer Gegner, der uns alles abverlangen wird“ – und gegen den die Concorden sich in den vergangenen Jahren immer schwer getan hätten. „Wir dürfen Aschersleben nicht unterschätzen“, warnt auch Herholc. „Das ist eine eingespielte Mannschaft mit großer Erfahrung“, weiß Jungandreas. Und da die Gäste über eine unbequeme Spielweise verfügten, „rechne ich mit einem kampfbetonten Spiel“. Baumgärtel wiederum sagt, er wisse nicht genau, was sich Aschersleben einfallen lasse. „Ich bin mir aber sicher, dass wir eine passende Antwort darauf haben werden.“ Durch den guten Saisonstart seien auch die eigenen Ansprüche etwas gewachsen. „Wir fahren aber damit gut, etwas demütig zu bleiben.“ Es werde wieder ein harter Kampf werden, „den wir annehmen müssen, um erfolgreich zu sein”. Ascherslebens Trainer Dmitry Filippov hat großen Respekt vor den Gastgebern. Sie hätten sich mit Baumgärtel hervorragend verstärkt und stünden vor einer sehr guten Saison. Dennoch komme er nicht nach Nordsachsen, um zu verlieren. Sein Team hat sich mit Steffen Cieszynski einen der herausragenden Spieler aus der dritten Liga geangelt. Der frühere Bernburger gilt als abgezockter Hund, der eine Begegnung allein entscheiden kann. Allerdings leidet der 29-Jährige noch unter den Nachwehen einer Knöchelverletzung. „Das Auskurieren dauert fünf, sechs Wochen“, sagt Filippov. Dennoch dürfte Cierzynski mit auflaufen. Aschersleben ist mit einer Niederlage und einem Unentschieden schlechter als erwartet gestartet. Saisonziel sei, die Klasse zu halten, betont der Trainer. „Wenn es ein paar Punkte mehr werden, habe ich nichts dagegen.“ Der NHV dagegen „kann weit vorne landen“, prognostiziert Filippov. Auch Baumgärtel sieht offenkundig ebenfalls Potenzial. „Wenn wir diesen Stiefel die Saison durchziehen, wird es schwer, uns zu schlagen“, meint der Routinier, der in der Spielzeit 2009/10 bereits für Delitzsch in der zweiten Bundesliga aufgelaufen war. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Linktipp: Programmheft 14.09.2019 (pdf 3,2 MB) 2. Männer: Auswärtssieg beim Vizebezirksmeister Montag, 09.09.2019: SV Lok Leipzig-Mitte II – NHV II 21:24 (8:12) Die Konstellation des Bezirksligaspielplanes sah vor, dass es gleich am 1. Spieltag der Saison 2019/20 zum Duell des Bezirksmeisters beim Vizebezirksmeister kommt. Und die Delitzscher bestanden die Bewährungsprobe beim SV Lok Mitte II. Mit einem 24:21-Auswärtssieg startet die Zweite des NHV erfolgreich ins neue Spieljahr. Die Anwesenheit des kompletten Leipziger Kaders, darunter viele Akteure die schon einmal beim NHV gespielt haben, machte deutlich welchen Stellenwert das Spiel für beide Mannschaften hatte. Bis zum 5:5 in der 12. Spielminute durch Daniel Schirmer, konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Erst nach der ersten Auszeit der Gastgeber in Minute 15, legte der NHV auch seine letzte Nervosität ab und übernahm spätestens ab jetzt die Initiative. In der Abwehr wurde ab sofort energischer auf die treffsicheren Rückraumschützen herausgetreten, und Torhüter Tino Pantel gab dem NHV durch seine Paraden zusätzlich Selbstvertrauen. So zogen die Concorden sukzessive bis zur Halbzeit auf 12:8 davon. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte der NHV sogar noch die Möglichkeit, auf 13:8 zu erhöhen. Doch die letzte Chance in der zuvor besprochenen Auszeit, scheiterte im Abschluss. Dennoch gingen die Delitzscher zufrieden in die Halbzeitpause. In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein Spiel, welches durchaus Verbandsliganiveau hatte. In beiden Angriffsreihen wurde fast jeder Ball bis zur hundertprozentigen Wurfchance durchgespielt und jeder kleine Fehler rigoros bestraft. Die abgeklärtere Mannschaft war an diesem Tag aber der NHV. Ein Grund dafür war, dass man über 60 Minuten das bessere Torhüterspiel hatte. Ein weiterer Grund war die Cleverness der Concorden in der zweiten Spielhälfte. Dreimal gelang es den Leipzigern nicht, in eigener Überzahl den Rückstand zu verkürzen. Im Gegenteil. Nach herausgespielten Toren von Max Berger, Ruben John und Daniel Schirmer gelang es den Delitzschern, den Vorsprung wieder in die Höhe zu schrauben. Und so versuchte Lok Mitte beim Stand von 18:22, mit der letzten Auszeit 5 Minuten vor Spielende, noch einmal den Spielstand enger zu gestalten. Aber wie schon erwähnt überragten die Delitzscher mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und agierten an diesem Tag einfach cleverer. Mit 24:21 gewann der NHV das erste Spiel der Bezirksligasaison. In den 60 Spielminuten ging es auf der Platte heiß her. Jeder Zweikampf wurde verbissen und „mit dem Messer zwischen den Zähnen geführt“, und so manche Bekanntschaft musste während der Partie pausieren. Doch spätestens 10 Sekunden nach Abpfiff waren die Gefechte und hitzigen Diskussionen vergessen und man begann das Spiel und die noch junge Saison bei einem kühlen isotonischen Getränk auszuwerten. Dies zeugt vom unbedingten Respekt, den beide Kontrahenten füreinander hegen. Dieser Sieg sollte jedenfalls genug Selbstvertrauen geben, um die kommenden Aufgaben erfolgreich zu absolvieren. Sport frei, Christian Hornig NHV II: Dirk Pötschke & Tino Pantel (TW), Bruno Bernhardt , Tobias Karl 8/3, Stefan Voigt 2, Thomas Hollstein, Chris Teresniak 3, Max Berger 1, Martin Müller 1, Daniel Schirmer 3, Christian Münch, Georg Peschke, Ruben John 3, Alexander Pietzsch 3, Steffen Kienitz (MV), Anne-Marie Brosig (Physio) Wuchtig und wild entschlossen: Delitzsch fällt Topfavorit Plauen Montag, 09.09.2019: SV 04 Plauen-Oberlosa - NHV 23:24 (12:14) Handball-Oberliga: Delitzsch gewinnt Krimi dank Baumgärtel-Tor 13 Sekunden vor der Schlusssirene. Plauen/Delitzsch. Welch ein Krimi, welch eine Überraschung: Handball- Oberligist NHV Concordia Delitzsch hat am Sonnabend Meisterschaftsfavorit SV Plauen-Oberlosa 24:23 (14:12) bezwungen. Und zwar in Plauen, wo die Hausherren zwei Jahre lang ungeschlagen geblieben waren. Zum Matchwinner des jungen Gästeteams avancierte Routinier Steve Baumgärtel, der nicht nur zum besten Schützen avancierte, sondern auch das entscheidende Tor markierte. „Am Ende wurde unsere Leidenschaft belohnt und wir haben zu Recht gewonnen“, sagte der Held des Abends und richtete den Blick sogleich nach vorn: „Wichtig ist, dass wir jetzt nicht abheben, sondern hochkonzentriert in unser erstes Heimspiel gehen, um die beiden Auswärtssiege zu veredeln.“ So spricht ein abgezockter 35-Jähriger selbst im Moment des Triumphs, doch auch den mit allen Heilquellen gewaschenen „Baumi“ dürften diese hochdramatischen 60 Minuten in Plauen emotional erhoben haben. „Hochklassig und temporeich“ etwa nannte Maik Kroke, eine Hälfte des NHV-Trainergespanns die Partie. Und sein Kollege Jan Jungandreas konnte „der Mannschaft nur ein wahnsinniges Kompliment machen“, erkannte aber im gleichen Atemzug: „Am Ende haben wir auch ein bisschen Glück.“ Anfangs jedoch war es das bloße Können der Delitzscher, das den Hausherren spürbar imponierte. Die Concorden traten selbstbewusst auf, trugen ihre Angriffe ebenso schnell wie diszipliniert vor – und führten nach sieben Minuten 4:1. Oberlosa hatte mit der wie schon im Auftaktspiel sehr beweglich agierenden NHV-Abwehr und einem sehr gut aufgelegten Marian Voigt im Tor seine liebe Mühe. Auch wenn die Randplauener nach einer Auszeit in der 20. Minute beim Stand von 11:7 für Delitzsch besser ins Spiel kamen, es blieb bei einem Vorsprung bis zur Halbzeit. Hochverdient ging es mit einem 14:12 für die Gäste zum Pausentee. „Wir fanden in der ersten Halbzeit sehr konzentriert ins Spiel und haben hinten wie vorne unseren Matchplan durchgezogen, dazu hatten wir Hilfe aus dem Tor von Marian, der über das gesamte Spiel sehr gut gehalten hat“, sagte Baumgärtel. Da Plauen mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden sein konnte, stellte sich die Frage, was lässt sich Trainer Hazl für den zweiten Durchgang einfallen? Die Antwort war sofort zu sehen. Die Abwehr der Spitzenstädter agierte jetzt wesentlich offensiver und brachte damit den Delitzscher Angriff ins Schwimmen. Erst in der 41. Minute erzielte Concordia einen Treffer, da stand es bereits 16:15 für den Favoriten. Kippte jetzt das Spiel? Nein, da hatte die Mannschaft vom Lober etwas dagegen, wenngleich Jungandreas anschließend analysierte: „In der zweiten Halbzeit haben wir im Angriff eine Viertelstunde lang Probleme, aber selbst beim Rückstand von zwei Toren bleiben wir cool und Marian hält wichtige Bälle.“ Die Intensität der Partie nahm weiter zu, die Zweikämpfe wurden härter und jeder Ball war hart umkämpft. Spätestens als Voigt in der 46. Minute einen Siebenmeter parierte, war die Concordia wieder da. Keine Mannschaft konnte sich absetzen, auch eine umstrittene rote Karte für Abwehrchef Martin Müller (50.) brachte Delitzsch nicht aus dem Konzept. Fünf Minuten später hatte der NHV das Spiel wieder gedreht und seinerseits eine 21:20-Führung herausgespielt. Was jetzt folgte, war ein echter Handballkrimi. Die ganze Halle stand und feuerte ihr jeweiliges Team an. Plauen glich aus, Delitzsch ging wieder in Führung, zwei Minuten vor Schluss war beim Stand von 23:23 noch alles offen. Jetzt nahm Delitzsch eine Auszeit und spielte den folgenden Angriff clever aus. Exakt 13 Sekunden vor Schluss zappelte der Ball nach einem fulminanten Wurf von Steve Baumgärtel im Netz der Gastgeber, der NHV lag 24:23 vorn. Für den letzten Angriff nahmen die Plauener noch eine Auszeit und die Stimmung auf den Rängen war auf dem Siedepunkt. Verzweifelt versuchte Oberlosa, den Ball im Delitzscher Kasten unterzubringen, aber der letzte Wurf von Weikert ging über das Gebälk. Wen man auch fragte, alle hoben nach dem Schlusspfiff die mannschaftliche Geschlossenheit der Gäste hervor. „Der Zusammenhalt im Team hat mich begeistert“, befand Delitzschs Vizepräsident Sören Raab. Und zum Geheimnis des Überraschungserfolgs ergänzte Maik Kroke: „Wir haben an uns geglaubt, waren hoch motiviert und konnten immer wieder auch Akzente im Angriff setzen.“ Doch der Coach mahnte an, bodenständig zu bleiben und schlummerndes Potenzial auszuschöpfen. „Gerade in der Einbindung unserer Außenspieler sehe ich noch Luft nach oben.“ Vielleicht klappt das ja schon am kommenden Sonnabend besser, wenn der NHV gegen Aschersleben sein erstes Heimspiel bestreitet. Dann sind die Delitzscher favorisiert, wartet Aschersleben doch noch auf den ersten Sieg der Saison, was Kroke nicht davon abhält, den Gegner als „unbequem“ zu bezeichnen. H. Sommerfeldt/J. Teresniak © Leipziger Volkszeitung NHV: Voigt (13 Paraden), Herholc (n.e.); Günther, Grohmann (7/3), Baumgärtel (8), Prautzsch (2), Müller, Sowada, Zierau, Schmidt, Meiner, Brodowski, Wendlandt (4), Amtsberg (3) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook wJC: Auftakt macht Mut Sonntag, 08.09.2019: SV Lok Leipzig-Mitte – NHV C. Delitzsch 20:15 (9:7) Es war ein mehr als ordentlicher Auftakt. Zwar unterlag die weibliche C- Jugend zum Saisonstart beim SV Lok Leipzig-Mitte mit 15:20. Doch die Mannschaft der beiden Trainer Grit Lindow und Ulrich Milde schlug sich dabei mehr als achtbar. Das Team lief in dieser Formation überhaupt das erste Mal auf. Zudem ist die C-Jugend eher eine Kombination mit der D- Jugend. Der Hintergrund: Fünf Spielerinnen, die eigentlich zur C gehören, sind in der weiblichen B-Jugend aktiv. So wurde das C-Team um mehrere D- Spielerinnen nicht nur aufgestockt, sondern verstärkt. Vom Anpfiff weg zeigte sich der NHV hellwach und ging in der Anfangsphase auch in Führung. Später holten die Gastgeber, eine eingespielte Truppe, auf und lagen von der 20. Minute an vorn. Doch die Concorden kämpften unermüdlich, standen vor allem in der Abwehr gut, maßgeblich getragen von den exzellenten Torhüterleistungen. Es reichte am Ende nicht zu einem Punktgewinn. Aber der Verlauf macht Mut, dass in den nächsten Begegnungen weitere Verbesserungen zu sehen sein werden. Am besten schon am Sonntag in eigener Halle gegen den SV Leisnig. Anpfiff ist um 11 Uhr. NHV: Anastasia Orechow, Pia-Maxi Mühlner; Maja Zscheyge, Leonie Lewik, NIna Kalbe, Jasmin Milde, Aleksandra Steffen, Miriam Lüttich, Alexa Fiedler, Ellen Heinze Greift Aufstiegskandidat Plauen in die prall gefüllte Schatulle? Freitag, 06.09.2019: Handball-Oberliga: Delitzsch gastiert morgen bei einem eingespielten Team mit Mega-Etat. Delitzsch. Die 65.000 Einwohner zählende Stadt Plauen ist für die gleichnamige Spitze bekannt. Die Textilerzeugnisse erhielten vor 119 Jahren auf der Weltausstellung in Paris einen Grand Prix und sind seitdem weltberühmt. Ganz so weit hat es der SV 04 Plauen-Oberlosa noch nicht gebracht. Doch dem Handball-Oberligisten werden gute Chancen zugeschrieben, in der gerade begonnenen Saison am Ende ganz vorne zu landen, sich an der Spitze festzusetzen und somit den Sprung in die dritte Liga zu schaffen, was den Bekanntheitsgrad deutlich erhöhen würde. Immerhin wurden die Vogtländer in der vergangenen Spielzeit hinter Elbflorenz Dresden II mit lediglich zwei Punkten Rückstand bereits Vizemeister. Team-Manager Rico Michel stapelt trotz eines Etats, der satte 200.000 Euro beträgt, ein wenig tief. „Unser Saisonziel lautet Medaillenplatz“. Top-Favorit dürfte der HC Burgenland sein, sagt er, um dann doch einzuräumen, dass sein Verein bestens vorbereitet sei. „Und da wir vergangene Saison nah dran waren am Aufstieg in die dritte Liga, sind wir auch dafür gerüstet“, so Michel Ende August gegenüber der örtlichen Freien Presse. Klar ist für die Mannschaft von Trainer Petr Hazl daher, dass am morgigen Sonnabend in eigener Halle gegen den NHV Concordia Delitzsch ein Sieg angesagt ist. „Vor heimischem Publikum wollen wir gewinnen“, sagt Michel. Dann wären nach dem Auftaktsieg am ersten Spieltag (27:22 gegen den HBV Jena) bereits vier Punkte auf der Habenseite. NHV-Coach Maik Kroke zählt die Gastgeber, die über Jahre hinweg kontinuierlich ihr Team aufgebaut haben, „zu den stärksten Teams in der Mitteldeutschen Oberliga“. Der SV werde nicht umsonst als Favorit für den Aufstieg gehandelt. „Plauen hat extrem starke Einzelspieler und ist als Mannschaft sehr gut eingespielt.“ Doch auch wenn in der schwierigen vorherigen Spielzeit – die Concorden sicherten sich erst im Schlussspurt den Klassenerhalt – in Plauen eine 24:32-Schlappe hingenommen werden musste, werfen Kroke und sein Trainer-Kollege Jan Jungandreas die Flinte nicht vorm Schuss ins Korn. Die Delitzscher hätten in der Vorbereitung in zwei Partien gegen Drittligisten (25:24-Erfolg in Bernburg, 24:26-Niederlagen gegen Elbflorenz II) gezeigt, „dass wir auch gegen Mannschaften, die auf dem Papier favorisiert waren, mitspielen konnten“, betont Kroke. Und da seine Akteure voll motiviert und immer bereit seien, ihr Bestes zu abzurufen, „gibt uns das Mut, auch in Plauen für eine Überraschung zu sorgen“. Durchaus zuversichtlich stimmt das Delitzscher Duo auf der Trainerbank der Erfolg am ersten Spieltag in Köthen (30:27). Besonders in der ersten Halbzeit „haben wir sehr konzentriert im Abwehrverbund gearbeitet“, resümiert Kroke. Der NHV sei mit gutem Timing in die Zweikämpfe gegangen und habe so den Gegner unter Druck gesetzt. Daraus resultierend sei das Team mit gutem Umschaltspiel in den Tempogegenstoß gekommen. Zudem seien mit Geduld im Angriff meist die richtigen Entscheidungen getroffen worden. „Das alles wird enorm wichtig sein, um in Plauen für eine Überraschung zu sorgen.“ Personell sieht es bei den Delitzschern gut aus, voraussichtlich sind bis auf den Rekonvaleszenten Jan Derk Janßen alle Spieler einsetzbar. Ein Fragezeichen steht noch hinter Neuzugang Jerome Molzberger. Der A- Jugend-Bundesligaspieler aus Cottbus ist erst jetzt ins Mannschaftstraining eingestiegen. „Da können wir noch nicht sagen, ob er auflaufen wird“, sagt Kroke. Was nichts daran ändere, dass er mit seiner individuelle Klasse eine Bereicherung sei. Was der Plauener Michel offenbar ähnlich sieht. Delitzsch habe zwar erneut einen starken personellen Umbruch gehabt. „Die neu verpflichteten Spieler bringen aber viel Qualität mit“, lobt er. Kroke gibt jedenfalls als Ziel aus, „quantitativ ein gutes Spiel zu machen. Wenn dabei ein Punktgewinn oder gar ein Sieg herausspringen sollte, werden wir das dankend annehmen“. Dann wären die Concorden nicht unbedingt spitze, aber vorne dabei. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung 2. Männer: Doppelt erfolgreiches Pokalwochenende Dienstag, 03.09.2019: Bevor am Sonntag die Kür im Sachsenpokal anstand, musste am Samstag zunächst die Pflicht im Bezirkspokal bestritten werden. Soviel sei schon einmal vorweg genommen - beide Aufgaben wurden mit viel Engagement souverän gelöst und somit ist man im Bezirks-, und auch im Sachsenpokal eine Runde weiter. Am Samstagnachmittag machten sich die Loberstädter, bei hochsommerlichen Temperaturen, auf den Weg nach Regis-Breitingen. In der Sporthalle „Am Stadion“ wurde schnell klar worin die größte Herausforderung an diesem Nachmittag bestand. Bei saunaähnlichen Temperaturen in der Halle und ohne das, nicht nur bei den Delitzschern beliebte Haftmittel, war es für beide Kontrahenten schwierig, den Ball in den schweißnassen Händen zu kontrollieren. Mit zunehmender Spieldauer lösten die Concorden dies zunehmend besser, und so konnte man sich schon in der 1.Hälfte Spielentscheidend auf 17:4 absetzen. Torhüter Dirk Pötschke feierte einen mehr als gelungenen Einstand und sorgte mit einer „Fangquote“ von mehr als 65 % dafür, dass die Heimmannschaft am Ende nicht mehr als 11 Heimtore auf der Anzeigetafel stehen hatte. Hinzu kamen die perfekt gespielten Konterpässe von „Pötschki“. Hier konnte man sehen, dass er das Spiel „ohne Kleber“ in den letzten Jahren bei der SG Zschortau perfektioniert hat. Unterm Strich gewannen die Delitzscher klar mit 30:11. In der zweiten Hälfte verteilte man dann die Spielanteile so, dass man für die weitaus schwierige Aufgabe am Sonntag im Bezirkspokal noch genügend Körner zur Verfügung hat. Mit der guten Stimmung vom Samstag-Spiel, ging es einen Tag später in die „Bonusrunde“ des Sachsenpokals. Hier hatte man mit dem Radebeuler HV einen Gegner aus der Verbandsliga zugelost bekommen. Mit den eigenen Fans im Rücken machten die Reserve-Recken von Anfang an deutlich, dass sie die nächste Runde im HVS-Pokal erreichen möchten. Mit Ihrem kompakten Deckungsverhalten zwang man die Rand-Dresdner immer wieder zu Abschlüssen über die Außenpositionen. Und hier war Torhüter Tino Pantel nur schwer zu bezwingen. Ähnlich wie Dirk Pötschke am Vortag, war es dieses Mal besagter Tino Pantel, der mit seinen Paraden dafür sorgte, dass der eine Liga tiefer spielende Bezirksligist aus Delitzsch sich bis zum 9:2 einen komfortablen Vorsprung herauswarf. Zwei Auszeiten benötigte der Coach der Radebeuler, um seine Jungs auf das Spiel der Delitzscher einzustellen. Ab der 20. Spielminute kamen die Gäste dann besser ins Spiel und verkürzten den Vorsprung bis zum Pausenpfiff auf 8:13. Der NHV konnte mit seinem Spiel zufrieden sein. Bis auf ein paar kleine Abstimmungsprobleme in der Abwehr und ein paar unkonzentrierte Abschlüsse im Torwurf, gab es kaum einen Grund etwas zu ändern. Somit setzte sich der NHV zum Ziel den Vorsprung nicht nur zu verwalten sondern weiter konsequent das Konterspiel durchzuziehen. Und dies gelang in beeindruckender Art und Weise. Jeder Fehler der Radebeuler wurde mit schnellen Gegenstößen beantwortet und spätestens beim 25:14, nach 50 Minuten, war das Spiel gelaufen. Bis zum Endstand von 27:19 sahen die Zuschauer auf beiden Seiten noch spektakuläre Tore, und wenn man an den Siebenmeterwurf von Bruno Bernhardt zurückdenkt dann sah man sogar spektakuläre „nicht Tore“. Somit gelang dem NHV ein maximal erfolgreiches Wochenende. Denn zu den beiden Siegen der „Zweiten“ und dem kampflosen weiterkommen der Frauenmannschaft im Bezirkspokal, gelang ja auch der 1. Männermannschaft, wie schon berichtet, der erste Sieg bei der HG 85 Köthen. Sport frei, Christian Hornig NHV am Samstag: Dirk Pötschke (21 Paraden), Bruno Bernhardt 1, Tobias Karl 3, Stefan Voigt 2, Sebastian Schäfer 2, Chris Teresniak 6, Martin Müller 7/5, Max Berger 2, Christian Hornig 4, Ruben John 3, Steffen Kienitz (MV) NHV am Sonntag: Tino Pantel (14 Paraden), Dirk Pötschke (TW), Bruno Bernhardt 1, Tobias Karl 7/1, Stefan Voigt 1, Sebastian Schäfer, Thomas Hollstein 3, Chris Teresniak 5, Martin Müller 2/2, Georg Peschke 2, Ruben John 4, Jonas Meiner 1, Daniel Schirmer 1 NHV feiert Premierensieg in Köthen Montag, 02.09.2019: HG 85 Köthen - NHV Concordia Delitzsch 27:30 (11:16) Handball-Oberliga: Concorden überzeugen zum Saisonstart und gewinnen 30:27 / Prautzsch überragt mit sieben Toren. Köthen. Vor dem ersten Saisonspiel in der Handball- Oberliga beim anhaltischen Traditionsverein HG 85 Köthen stellten sich auf Delitzscher Seite einige Fragen: Wie ist die Integration der Neuzugänge gelungen? Kann die Mannschaft das Spielsystem des neuen Trainergespanns Maik Kroke und Jan Jungandreas umsetzen? Was sind die Testspielergebnisse wert? Eine große Anhängerschar aus Delitzsch wollte diese Fragen vor Ort beantwortet sehen und sie wurde nicht enttäuscht. Denn der NHV Concordia fand rundum überzeugende Antworten, gewann nach überragender erster Halbzeit mit 30:27 (16:11) und feierte damit den ersten Sieg in Köthen überhaupt. Besser hätte es zum Auftakt nicht laufen können. Hohes Tempo und ausgeprägte Spiellust prägten vom Anpfiff weg das Geschehen auf dem Parkett. Nach knapp zwei Minuten ging Köthen in Führung, Concordia glich mit dem ersten Tor von Niklas Zierau aus. Jetzt nahm die Partie richtig Fahrt auf. Der NHV agierte aus einer beweglichen 5:1-Deckung heraus, die die Gastgeber zunehmend vor Probleme stellen sollte. Bis zur neunten Minute (4:5) war die Begegnung noch relativ ausgeglichen, danach wurde die Fehlerquote im Angriff der HG 85 immer höher. Delitzsch konnte jetzt auf schnelle Konter setzen und diese konsequent zu Torerfolgen nutzen. Besonders Benedikt Schmidt auf Rechtsaußen und der stark auftrumpfende Niklas Prautzsch sorgten dafür, dass der NHV Tor um Tor davonzog. Lediglich Christian Kanzler im Gehäuse von Köthen verhinderte eine noch höhere Führung der Gäste. In der 21. Minute lagen die Concorden mit acht Toren (6:14) in Front, die Fans aus der Loberstadt konnten es kaum glauben. Auch wenn es den Grün- Weißen bis zur Halbzeitpause gelang, den Rückstand auf fünf Tore zu verkürzen, schmälerte das nicht die Leistung der jungen Delitzscher Mannschaft. Vor dem Seitenwechsel fragten sich viele Zuschauer, wie die Teams bei den tropischen Temperaturen in der Halle und angesichts des hohen Tempos die zweite Halbzeit verkraften werden. Um es vorwegzunehmen: Beide Mannschaften zeigten hier keine Schwächen. Mit Wiederbeginn wurde schnell klar, dass sich Köthen noch nicht geschlagen gibt. Die Hausherren minimierten ihre Fehler im Angriff und profitierten auch von einer Umstellung in der Delitzscher Abwehr. Diese offenbarte vor allem auf der linken Angriffsseite der HG 85 immer wieder Lücken, so dass der Vorsprung der Gäste schmolz. Nach 51 Minuten war es dann passiert: Die Anhalter glichen zum 25:25 aus. Jetzt erwachten auch die Zuschauer auf Köthener Seite und das Spiel nahm an Dramatik zu. Auf dem Feld und auf den Rängen wurde es zunehmend hitziger und es galt, in dieser Atmosphäre einen kühlen Kopf zu behalten. Während der Gastgeber zunehmend mit den Schiedsrichtern haderte, kämpfte Concordia um den ersten Sieg in der Fricke-Halle. In den letzten zehn Minuten kamen die nervenstarken Jungs vom Lober noch zu fünf Torerfolgen, während Köthen nur noch zweimal einnetzen konnte. Nach dem Abpfiff kannte der Jubel auf Delitzscher Seite keine Grenzen mehr. Die Mannschaft war total erschöpft, aber glücklich und die zahlreichen Fans der Blau-Weißen feierten noch lange den in dieser Form nicht erwarteten Auswärtssieg. Ein hochzufriedener Trainer Maik Kroke zeigte sich vor allem von der ersten Halbzeit sehr angetan. „Die war nahezu perfekt und unser Matchplan ist voll aufgegangen. Wir standen extrem gut in der Abwehr, mit viel Laufbereitschaft und Konzentration. Dadurch konnten wir auch in den Konterbereich gehen und leichte Tore werfen. Im Angriff haben wir geduldig gespielt und meist die richtigen Entscheidungen getroffen“, sagte der Trainer. „In der zweiten Halbzeit war uns bewusst, dass Köthen alles nach vorne werfen wird. Wir waren dann phasenweise nicht mehr so konzentriert. Ein paar falsche Entscheidungen im Angriff, und schon wurde es hektisch. Trotzdem ist die Mannschaft ruhig geblieben und hat noch mal alles rausgeholt mit letzter Kraft. Unser Sieg war deshalb verdient. Besonders Niklas hat mich heute überzeugt und eine Topleistung geboten.“ Prautzsch, der sieben Tore erzielt hatte, wurde denn auch zum Man of the Match gekürt und meinte: „Wir haben es von Anfang an geschafft, Köthen vor schwierige Aufgaben zu stellen und konnten unsere Chancen gut nutzen. Wir sind super gestartet, haben am Ende auch bei Gleichstand kühlen Kopf bewahrt und die wichtigen zwei Punkte zu Beginn der Saison mitgenommen. Darüber sind wir sehr froh und das lässt uns positiv auf die nächsten Aufgaben blicken.“ Bereits jetzt ist die Vorfreude auf das Spiel in Plauen groß, Concordia tritt am Samstag beim Ligafavoriten Oberlosa an. Hartmut Sommerfeldt © Leipziger Volkszeitung NHV: Voigt (9 Paraden), Herholc (1 Parade); Günther, Grohmann (9/7), Baumgärtel (1), Prautzsch (7), Müller, Sowada (1), Zierau (1), Schmidt (4), Brodowski, Wendlandt (3), Amtsberg (4) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook
Bilder Saison 2019/20