Nächstes Spiel Samstag, 23.11.2019 19:00 Uhr NHV Conc. Delitzsch --- HSV Bad Blankenburg
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Newsarchiv - August 2019
30.08.2019 Rundum runderneuert in die neue Saison 28.08.2019 2. Männer: Zum Start gleich ein Doppelspielwochenende 26.08.2019 gJF: Saisonstart beim „Cup der kleinen Haie“ 22.08.2019 NHV Concordia improvisiert und schlägt sich achtbar gegen Elbflorenz 16.08.2019 NHV ohne drei minus drei in Wittenberg 09.08.2019 Defensivstark: NHV bezwingt Drittligisten 06.08.2019 NHV mit Rad und Tat im Trainingscamp 03.08.2019 Rückkehr auf den Rabenberg 02.08.2019 2. Männer: Saisonvorbereitung auf ungewohntem Terrain Rundum runderneuert in die neue Saison Freitag, 30.08.2019: Handball-Oberligist Delitzsch muss morgen zum Auftakt nach Köthen und hofft auf Grohmann und Wendlandt. Delitzsch. Es ist vieles neu beim NHV Concordia Delitzsch. Die neue Saison startet morgen mit der Auswärtspartie bei der HG 85 Köthen. Die Handballmannschaft der Nordsachsen ist zu großen Teilen neu zusammengestellt. Dann gibt es auch noch neue Trainer. Ja, da ist der Plural angesagt. Denn Wladimir Maltsev, der den NHV erfolgreich in der Oberliga etablierte, hat das Zepter an gleich zwei Nachfolger abgegeben und inzwischen Sportdirektor ist. Die Aufgaben an der Seitenlinie teilen sich Jan Jungandreas und Maik Kroke. Und die gehen in ihr Premieren-Punktspiel „mit einer großen Vorfreude“, wie es Kroke formuliert, um einzuräumen, dass „ein wenig Nervosität“ schon dabei sei. Aber das sei völlig normal und helfe, konzentriert zu bleiben. Ähnlich sieht das Jungandreas, der in der vorigen Saison als Co- Trainer fungierte und, wenn die Personalnot groß war, als torgefährlicher Rechtsaußen einsprang. „Eine gewisse Anspannung ist schon da“, sagt er, um hinzuzufügen, dass er in seiner Zeit als Spieler allerdings so kurz vor dem Beginn der Punktspielrunde „noch einen Zacken nervöser“ gewesen sei. Neu sei natürlich auch die Zusammenarbeit mit seinem Trainer- Kollegen. „In den Vorbereitungsspielen hat das schon gut geklappt.“ Nicht nur das. Auch das Team hat sich nach Ansicht von Kroke gut entwickelt. „Die Vorbereitung war insgesamt gesehen sehr positiv.“ Die Übungsleiter hätten in jeder Einheit das Gefühl gehabt, dass die Mannschaft „mit Ehrgeiz und positiver Einstellung“ trainiert habe. Jeder Neuzugang sei gut aufgenommen worden und „wir haben den Eindruck, dass es auch menschlich untereinander sehr gut passt“. Kroke räumt gleichwohl ein, dass es in den Testspielen einige Male Probleme gegeben habe, von Anfang an konzentriert zu Werke zu gehen. „Aber auch das wurde zunehmend besser.“ So haben sich die Concorden bei der 24:26- Niederlage gegen Drittligist Elbflorenz Dresden II mehr als achtbar geschlagen. Einer Niederlage in Wittenberg standen Erfolge gegen den Thüringenligisten Ziegelheim und den klassenhöheren SV Anhalt Bernburg gegenüber. Personell hat sich eine ganze Menge getan. Sechs Abgänge galt es zu kompensieren. Das geschah mit einer Mischung aus hochtalentierten jungen Kräften wie Thüringenliga-Torjäger Maximilian Amtsberg sowie den beiden A-Jugend-Bundesligaspielern Niklas Zierau und Jerome Molzberger, ergänzt durch die beiden Routiniers Benedikt Schmidt und Steve Baumgärtel. In der vergangenen Rückrunde kam bereits der 18-jährige Kreisläufer Moritz Brodowski aus Dessau dazu. Mit diesem Kader „wollen wir gemeinsam unsere Fans mit attraktivem Handball begeistern und uns stetig weiterentwickeln“, gibt Kroke die Richtung vor. Von den neuen Spielern erwarte er vollen Einsatz und Spielfreude. „Gerade die jungen Neuzugänge müssen gewillt sein, sich ständig weiterzuentwickeln. Als Saisonziel geben die Trainer das gesicherte Mittelfeld aus. Das wäre gegenüber der vorherigen Spielzeit ein Fortschritt, denn erst durch einen erfolgreichen Endspurt verscheuchte der NHV das Abstiegsgespenst und landete mit 25:27 Punkten auf dem achten Platz der 14 Klubs umfassenden Staffel. Daher lautet das Ziel für die Partie in Köthen, – dort dürften auch die zuletzt angeschlagen geschonten Frank Grohmann und Oliver Wendlandt auflaufen –, „mit einer konzentrierten Leistung zu bestehen“, also wenigstens einen Punkt zu holen. Wenngleich das „absolut nicht einfach wird“. In der vorigen Saison unterlag Concordia in Köthen mit 23:25, daheim wurde ein 31:24-Sieg gefeiert. Mit den Neuverpflichtungen habe Delitzsch „sicherlich nicht danebengegriffen“, meint Köthens Vizepräsident René Nowak. Wenn alle fit seien, habe der NHV „ein starkes Team“. Was nichts daran ändere, dass Köthen bestens vorbereitet in die Begegnung gehen werde und als Gastgeber den eigenen Fans die ersten beiden Punkte schenken wolle. Die HG hat den Kader zumindest in der Breite verstärkt. Der ist mit 17 Feldspielern und zwei Torhütern „so groß wie lange nicht mehr“, berichtet Nowak. Darunter sind sechs Perspektivspieler, die „den alten Hasen dicht im Nacken sitzen“. Köthen möchte einen einstelligen Tabellenplatz belegen. Vorige Saison war es Rang fünf (31:21 Punkte). Als Favoriten um die Meisterschaft sieht Nowak den SV Plauen-Oberlosa und den HC Burgenland an. „Meiner Meinung nach hat Plauen-Oberlosa die besten Chancen“, ergänzt Kroke. „Sie haben eine gute Qualität und spielen jetzt schon mehrere Jahre zusammen.“ Im Vogtland ist also, im Gegensatz zu Delitzsch, nicht viel Neues vorhanden. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung 2. Männer: Zum Start gleich ein Doppelspielwochenende Mittwoch, 28.08.2019: Nach endlosen Wochen, in denen der Schweiß in Strömen floss, geht es endlich wieder los. Am Samstag um 15 Uhr im Bezirkspokal in Regis-Breitingen und am Sonntag um 17 Uhr im Sachsen- Pokal in der Delitzscher Mehrzweckhalle; das sind die ersten beiden Pflichtspiele für die 2. Vertretung des NHV Concordia, bevor es eine Woche später in der Bezirksliga wieder auf Punktejagd geht. Somit steht ein ordentliches Auftaktprogramm an diesem Wochenende für die Jungs um Kapitän Alexander Pietzsch auf dem Zettel. Aber aufgrund der in dieser Saison deutlich größeren Personaldecke sollte dies kein Problem sein. Nach einer ordentlichen Vorbereitung sind sicherlich alle Spieler heiß darauf, endlich wieder den Ball in die Hand zu nehmen und sich am Sonntag als erste Delitzscher Mannschaft in der Saison 2019/20 dem heimischen Publikum zu präsentieren. Für die 1. Runde im Sachsenpokal hat sich der NHV II durch den Bezirkspokalsieg in der letzten Saison qualifiziert. Mit dem Radebeuler HV bekam man einen Verbandsligisten zugelost, welcher in der letzten Saison den 9. Rang in der Oststaffel belegte. Dass die Gäste aus Radebeul eine Liga höher agieren, sehen die Delitzscher als Herausforderung und setzen voll und ganz auf ihre Heimstärke. Und da das Delitzscher Publikum nicht befürchten muss, dass der Handball in dieser Saison langsamer durch die Mehrzweckhalle fliegt, lohnt sich ein Kommen auf alle Fälle. Versprochen! Somit steht für Sonntag schon einmal fest: „Erst wählen gehen - dann Handball sehen“ Dem aufmerksamen Beobachter wird sicherlich aufgefallen sein, dass sich das Gesicht der 2. Männermannschaft leicht verändert hat. Das liegt in erster Linie daran, dass einige neue Gesichter hinzugekommen sind. Mit Dirk Fischer und Jens Große haben sich zwei altgediente Concorden in den wohlverdienten Handballruhestand verabschiedet. Dafür gibt es aber insgesamt 7 Neuzugänge zu verzeichnen. Neben den schon vorgestellten Neulingen aus Glesien und Zschortau wird auch der erst 17-jährige Bero Bernhardt die Hallenschuhe für das Delitzscher Männerteam schnüren. Allerdings noch nicht an diesem Wochenende, denn während der letzten Trainingseinheit am vergangenen Sonntag - in der Bero durchaus mit robusten Zweikampfverhalten zu überzeugen wusste - zog sich das „Küken“ der 2.Männer eine klaffende Platzwunde über dem rechten Auge zu und fällt sicherlich für die nächsten 2-3 Wochen aus. Da solche eine Verletzung immer einen riesigen Respekt in der Truppe hervorruft und der Geschädigte noch Jahrzehnte an den Tresen dieser Welt über die „Schlacht“ berichten wird, kann man sich sicher sein, dass Bero nun vollends im Männerbereich angekommen ist. Allerdings konnte bis heute nicht geklärt werden, warum sich Bero im Testspiel einen Zweikampfgegner aus der eigenen Mannschaft gesucht hat. Die jungen und alten Haudegen der 2. Männermannschaft sind jedenfalls bereit und scharren mit den Hufen und freuen sich auf zahlreiche Zuschauer am Sonntag. Christian Hornig Für den NHV Concordia Delitzsch II spielen 2019/20: Tino Pantel (TW), Dirk Pötzschke (TW), Sebastian Schäfer, Alexander Pietzsch (Kapitän), Bero und Bruno Bernhardt, Chris Teresniak, Christian Müller, Daniel Schirmer, Christian Münch, Georg Peschke, Martin Müller, Max Berger, Jan Jungandreas (wenn er vom Trainer aufgestellt wird!), Max Berger, Ruben John, Thomas Hollstein, Tobias Karl, Stefan Voigt (Spieler Co-Trainer), Christian Hornig (Spielertrainer), Steffen Kienitz (MV) und Anne Brosig (Physio und Ersthelferin) gJF: Saisonstart beim „Cup der kleinen Haie“ Montag, 26.08.2019: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Am frühen Sonntagmorgen reiste die neu formierte F-Jugend nach Leipzig. Das erste Turnier stand an. Nach nur zweimal Training als neue Mannschaft waren die Erwartungen von Trainer Jan Jungandreas sowie den Eltern nicht sehr hoch. Von nur sieben Kindern wurden wir eines Besseren belehrt. Auch wenn die jungen Wilden alle Spiele verloren, war es bei sechs von acht Spielen mit nur ein bis zwei Toren Unterschied sehr knapp. Es zeigte sich bei den Neulingen der Mannschaft das ein oder andere gute Händchen am Ball. Die Kinder, die schon das zweite Jahr in der Jugend spielen, haben sie sehr gut integriert und mit ihnen gemeinsam gekämpft. Es wurde abgespielt, aufs Tor geworfen und sich über jeden Erfolg gefreut. Die mit angereisten Eltern feuerten die Kinder an und jubelten bei jedem erkämpften Ball oder erzielten Tor. Das war auch für das Selbstvertrauen der Kinder sehr wichtig. Am Ende belegte die Mannschaft den 5. Platz. Sieger wurde der SC DHfK Leipzig. Alle teilnehmenden Mannschaften erhielten eine Urkunde und jeder Spieler eine Medaille. Trainer und Eltern waren am Ende zufrieden, hatten sie doch eigentlich ein wildes Durcheinander erwartet. Beatrice Fröhnert Linktipp: Bildergalerie bei Facebook NHV Concordia improvisiert und schlägt sich achtbar gegen Elbflorenz Donnerstag, 22.08.2019: NHV - HC Elbflorenz Dresden II 24:26 (11:12) Knappe 24:26-Niederlage gegen Handball-Drittligisten zur Saisoneröffnung in eigener Halle. Delitzsch. Es war der Abend der Improvisation. Vor Beginn der Partie stellte Team-Manager Marko Bergelt in der Delitzscher Mehrzweckhalle eigenhändig die Auswechselbänke für die beiden Mannschaften auf. Danach schleppte er Stühle für die Zuschauer, die sich das erste und einzige Vorbereitungsspiel des heimischen Handball-Oberligisten NHV Concordia gegen den Drittligisten Elbflorenz Dresden II anschauen wollten. In der Punktrunde erledigen viele fleißige Helfer im Hintergrund diese Aufgaben. Auch das Delitzscher Trainer-Team Jan Jungandreas und Maik Kroke musste bei der Aufstellung unkonventionell handeln: Frank Grohmann, Tobias Karl, Martin Müller, Niklas Prautzsch, Jonas Meiner und Oliver Wendlandt konnten nicht mitmachen, Jan Derk Janßen befindet sich nach seinem Kreuzbandriss weiter im Aufbautraining und Neuzugang Jerome Molzberger steht erst ab September zur Verfügung. Umso erstaunlicher, dass die zehnköpfige Concorden-Rumpftruppe gut mithielt und dem vormaligen Oberliga-Meister nur mit 24:26 (11:12) unterlag. „Die Begegnung hat Spaß gemacht“, zeigte sich Coach Kroke denn auch zufrieden. Weniger Vergnügen hatte er jedoch an der Anfangsphase. „Da waren wir zu nervös“, bemängelte er. So verliefen die ersten 20 Minuten relativ einseitig. Der Ex-Delitzscher Oskar Emanuel, der auch im Kader des in der zweiten Bundesliga spielenden ersten Dresdner Teams steht, scheiterte mit seinem ersten Wurf zwar am Pfosten, erzielte kurz danach aber die 1:0-Führung für die Gäste. Der NHV hatte in dieser Phase Probleme im Zusammenspiel und vergab auch beste Torgelegenheiten. Die Abwehr zeigte sich ebenfalls ungeordnet – bis Jungandreas eingriff. Er rief Neuzugang Niklas Zierau zu sich, gab Hinweise. Fortan packte der frühere Magdeburger noch energischer zu. „Jawohl“, rief Jungandreas lobend, nachdem Zierau eine Offensivaktion von Elbflorenz unterbunden hatte, wodurch er der gesamten Defensive Stabilität verlieh. Und auch der Angriff kam endlich auf Touren. Den 5:11- Rückstand verkürzten die Gastgeber bis zum Seitenwechsel auf 11:12. Kreisläufer Moritz Brodowski netzte dreimal ein, wurde von seinen Mitspielern auch gekonnt angespielt. Jetzt gelang, was zuvor nicht geklappt hatte. Der zweite Durchgang schien sich zu einer Parallele der ersten Halbzeit zu entwickeln. Die Gäste zogen auf 15:11 davon. Doch dann kam Maximilian Amtsberg auf Touren. Der Torschützenkönig der Thüringen-Liga der vergangenen Saison (244 Treffer) bewies seine Vollstreckerqualitäten. Alle seine fünf Tore warf er nach dem Pausentee – kein Wunder, zuvor wurde er nur in der Abwehr eingesetzt, um dort Erfahrung zu sammeln. So kam der NHV nicht nur wieder heran, sondern ging beim 19:18 sogar in Führung. Das blieb allerdings ein einmaliges Ereignis, am Ende setzte sich Elbflorenz knapp durch. Pech hatte Delitzsch, weil das Ausgleichstor von Brodowski zum 25:25 aberkannt wurde, da zuvor die Auszeitkarte auf den Tisch des Kampfgerichts gelegt worden war. „Wir sind in der zweiten Halbzeit immer besser geworden“, kommentierte Kroke. Er habe eine starke kämpferische Leistung gesehen. „Wir haben es gut gemacht.“ Gegen einen Gast, der am vergangenen Wochenende den Delitzscher Liga-Kontrahenten Freiberg mit 23:10 überrollt hatte. Das stimme durchaus zuversichtlich für den Punktspielauftakt am 31. August bei den heimstarken Köthenern, meinte Kroke. Zumal dann sicherlich auch der eine oder andere Spieler dabei sein wird, der jetzt ausgefallen war. Oben drauf kommt, dass „die alten und jungen Delitzscher Spieler gut zusammengearbeitet haben“, wie Oskar Emanuel festgestellt hat. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung NHV: Herholc, Voigt; Brodowski (5), Baumgärtel (1), Amtsberg (5), Teresniak, Sowada (4), Schmidt (6), Zierau (1), Günther (2) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook NHV ohne drei minus drei in Wittenberg Freitag, 16.08.2019: Handballer verlieren Test und spielen heute in Ziegelheim. Delitzsch. Wem an Phrasendrescherei etwas liegt, der würde sagen: Beim NHV Concordia Delitzsch geht es gerade Schlag auf Schlag – in der Vorbereitung auf die neue Saison in der Handball-Oberliga. Am Dienstag verlor die Mannschaft des Trainerduos Maik Kroke/Jan Jungandreas einen Test in Wittenberg 25:28, heute wartet Thüringenligist Ziegelheim, morgen ist Teambuilding und am kommenden Dienstag steigt die offizielle Saisoneröffnung des Vereins. Viele Termine, nicht ganz so viel Personal: Für die beiden Partien in dieser Woche fallen/fielen die Routiniers Frank Grohmann, Oliver Wendlandt und Steve Baumgärtel aus. Prompt setzte es bei Fünftligist Wittenberg eine unerwartete Niederlage. „Damit können wir prinzipiell nicht zufrieden sein. Wir haben zu viele Fehler gemacht, waren teilweise zu fahrig“, sagte Jungandreas. „Man hat gemerkt, dass drei Leistungsträger gefehlt haben, die Sicherheit geben.“ Immerhin, es war nicht alles schlecht. Das Spiel verlief ausgeglichen, Torwart Marian Voigt angelte sich viele Bälle und kassierte auf Nachfrage Lob vom Coach. „Er gibt Gas, man sieht eine Steigerung. Aber er hat immer auch noch ein paar Unkonzentriertheiten drin.“ Zum Glück bleiben bis zum Saisonstart noch zwei Wochen Zeit. Dann dürften Grohmann/Baumgärtel/Wendlandt wieder zurück sein. Heute Abend wird das Trio dagegen noch geschont, wenn der NHV ab 19 Uhr in der Wieratalhalle beim LSV Ziegelheim gastiert. Dort stammt nicht nur Neuzugang Maximilian Amtsberg her, auch Jungandreas’ Vater Uwe lernte an Ort und Stelle das Handball-Abc. „Schön ist es da auf alle Fälle nicht“, sagt Jungandreas junior, natürlich nur mit Blick auf sportliche Aspekte, Stichwort: „unangenehmer Gegner“. Gleichwohl wollen die Concorden nicht noch einmal bei einem unterklassigen Gegner verlieren, trotz fehlender Stammkräfte. „Das ist das Schöne. Wir haben einen breiten Kader, kommen nicht ins Schwimmen. Die jungen Wilden sollen sich austoben“, erklärt Jan Jungandreas. Nicht vergessen: Am Dienstag wird die neue Mannschaft endlich in Delitzsch vorstellig, wenn das Saisoneröffnungsspiel gegen Drittligist Elbflorenz Dresden II ansteht. Johannes David © Leipziger Volkszeitung Defensivstark: NHV bezwingt Drittligisten Freitag, 09.08.2019: SV Anhalt Bernburg - NHV 24:25 (7:8, 15:17) Bernburg/Delitzsch. Handball-Oberligist NHV Concordia Delitzsch hat in der Saisonvorbereitung ein ersten dickes Ausrufezeichen gesetzt. Die Nordsachsen gewannen beim SV Anhalt Bernburg ein Freundschaftsspiel mit 25:24 und schlugen damit einen Drittligisten. Vor einem Jahr hatte der NHV in einer Trainingsbegegnung in eigener Halle gegen die höherklassige Mannschaft aus Sachsen-Anhalt noch mit 24:28 verloren. In der jetzigen Partie, die über dreimal 20 Minuten ging, überzeugten die Concorden vor allem mit einer kompakten und aggressiven Defensive. „Da haben wir uns im Vergleich zur 30:31-Niederlage kürzlich gegen Aue II erheblich verbessert“, sagte Jan Jungandreas, der gemeinsam mit Maik Kroke das Team trainiert. Die Zusammenarbeit mit den beiden Torhütern Felix Herholc – er parierte zwei Siebenmeter – und Marian Voigt klappte gut, gegnerische Konter wurden zumeist erfolgreich unterbunden. Noch nicht ganz so perfekt lief es in der Offensive. Da gab es einige technische Fehler zu viel. Die beiden Trainer zeigten sich nach dem Abpfiff unterm Strich zufrieden. „Wir haben deutliche Fortschritte gemacht“, kommentierte Jungandreas. Besonders gefallen habe die ausgeglichene Mannschaftsleistung, ablesbar an der Zahl der neun Torschützen. „Dadurch sind wir nicht mehr so leicht ausrechenbar“, meinte Jungandreas. Das könnte in der am 31. August beginnenden Saison (das erste Spiel ist in Köthen) „eine unserer Stärken werden“. Der Trainer warnte davor, den Sieg überzubewerten. Schließlich sei auch Bernburg mitten in der Vorbereitung. Gleichwohl gebe der Erfolg schon etwas Selbstbewusstsein. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung NHV: Herholc, Voigt; Günther 3, Sowada 2, Baumgärtel 2, Grohmann 2, Müller 1, Zierau 3, Karl, Prautzsch, Wendlandt 2, Schmidt 7, Brodowski, Teresniak, Amtsberg 3 NHV mit Rad und Tat im Trainingscamp Dienstag, 06.08.2019: Handball-Oberligist macht sich ein Wochenende lang am Rabenberg fit / Nächster Test heute Abend in Bernburg. Delitzsch/Rabenberg. Es war ein straffes Programm. Sieben Einheiten absolvierten die Oberliga- Handballer des NHV Concordia Delitzsch im Rahmen des Trainingslagers auf dem Rabenberg am vergangenen Wochenende. Oben drauf gab es noch eine Freundschaftspartie gegen den Liga-Konkurrenten EHV Aue II, die mit 30:31 verloren wurde. Das Trainergespann Jan Jungandreas und Maik Kroke zeigte sich mit dem Verlauf dennoch zufrieden. „Die Stimmung im Team ist gut“, freute sich Jungandreas, der ein „anderes, besseres Klima“ als vor einem Jahr bemerkt hatte. „Die Spieler reden viel miteinander, auch die Neuen bringen sich hervorragend ein.“ Kurzum: „Es macht Spaß.“ Das Trainer-Duo, das Wladimir Maltsev nach drei Jahren als Coach abgelöst hat, ist dabei, das Spiel ein wenig umzustellen. Die Abwehr soll etwas offensiver agieren, was im Umkehrschluss ein Mehr an Beinarbeit bedeutet. Die Offensive setzt auf schnelle Konter – eine Taktik, für die vor allem Neuverpflichtung Benedikt Schmidt vom HC Burgenland auf Rechtsaußen prädestiniert ist. „In der Offensive hat das gegen Aue schon gut geklappt“, bilanzierte Jungandreas. Für die Defensive galt das noch nicht ganz so. Im Rahmen des Trainingslagers, das auch einen Grillabend und ein Bergrennen mit dem Fahrrad umfasste, wurde der Mannschaftsrat mit Felix Herholc, Daniel Sowada, Martin Müller und Frank Grohmann neu gewählt. Die Übungsleiter bestimmten daraus Torwart Herholc zum Kapitän. „Das hat er schon in der vergangenen Saison hervorragend gemacht, da gab es keinen Grund, etwas zu ändern“, kommentierte Jungandreas. Weiter geht es für die Nordsachsen heute Abend mit einem Spiel beim Drittligisten SV Anhalt Bernburg. „Da wollen wir Fortschritte des im Training Erarbeiteten sehen“, kündigte Jungandreas an. Für die Gastgeber, die kürzlich beim Delitzscher Rivalen USV Halle mit 36:28 siegten, ist es die Saisonpremiere vor dem eigenen Publikum. Am Sonnabend reisen die Delitzscher zu einem Turnier nach Ludwigsfelde. Gegner sind dort Viertligisten aus dem Ostsee-Raum sowie die A-Jugend der Füchse Berlin. Die Herausforderungen bleiben also anspruchsvoll und das Tempo in der Vorbereitung hoch. Das muss auch so sein, schließlich startet der NHV mit einem Auswärts-Doppelpack in die Saison. Zunächst geht es zum Auftakt am 31. August nach Köthen, eine Woche später folgt die Partie in Plauen- Oberlosa. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Rückkehr auf den Rabenberg Samstag, 03.08.2019: Handball-Oberligist Delitzsch in dreitägigem Trainingslager. Delitzsch. Mehrere Wochen steckt der NHV Concordia Delitzsch schon in der Saisonvorbereitung – an diesem Wochenende steht der vorläufige Höhepunkt an. Beim Trainingslager auf dem Rabenberg bringen die Trainer Maik Kroke und Jan Jungandreas die Jungs des Handball-Oberligisten mutmaßlich an ihre Grenzen. Und weil’s so schön ist, folgt am Dienstag noch das Testspiel in Bernburg. Das Camp auf dem Berge ist auch historisch interessant. Im Jahre 2010 bereitete sich dort die alte Concordia auf die Zweitliga-Saison vor – vergeblich. Kurz darauf meldete die Spielbetriebs GmbH Insolvenz an, der Verein verschwand im 100. Jahr nach seiner Gründung. An seine Stelle trat wenig später der neu aus dem Boden gestampfte NHV Concordia. Und der wiederum werkelt nun also seit Freitag im Erzgebirge an der optimalen Form, bestreitet unter anderem einen Test gegen Aue II. Besonders unter Beobachtung stehen sicher die Zugänge, etwa Maximilian Amtsberg. Über dessen Wurfarm sagt Jungandreas übrigens: „Er hat eine mächtige Schleuder.“ Unterdessen steht den Loberstädtern ein eher ungewöhnlicher Saisonauftakt bevor. Die Mannschaft bestreitet die ersten beiden Partien auswärts. Den Auftakt macht am 31. August das Derby bei der HG Köthen. Eine Woche später treten die Delitzscher beim SV Plauen-Oberlosa an. Normalerweise hätten die Nordsachsen am zweiten Spieltag eine Heimbegegnung absolviert. Doch an dem Wochenende findet in der Delitzscher Mehrzweckhalle die fast schon traditionelle Ausbildungsmesse statt. Daher musste das Heimrecht getauscht werden. „Optimal ist das sicher nicht, aber wir können es nicht ändern und versuchen, gleich für eine Überraschung zu sorgen“, kommentiert Jungandreas die Ansetzungen. Das erste Mal vor den einheimischen Fans laufen die Concorden somit am 14. September auf. Anpfiff gegen den HC Aschersleben wird um 19 Uhr sein. Hinrundenschluss ist am 7. Dezember daheim gegen die SG Pirna/Heidenau. Die Rückrunde startet bereits am 21. Dezember. Die Spielzeit 2019/20 endet für die Delitzscher am 2. Juni in Pirna. Ulrich Milde/Johannes David © Leipziger Volkszeitung Die Hinrunden-Ansetzungen des NHV 31. August in Köthen 7. September in Plauen-Oberlosa 14. September gegen Aschersleben 21. September bei Einheit Plauen 28. September gegen Apolda 13. Oktober in Aue 26. Oktober gegen Freiberg 2. November in Jena 9. November gegen SV Oebisfelde 16. November beim HC Burgenland 23. November gegen Bad Blankenburg 1. Dezember in Halle 7. Dezember gegen Pirna 2. Männer: Saisonvorbereitung auf ungewohntem Terrain Freitag, 02.08.2019: Seit dem 3. Juli befindet sich der aktuelle Bezirksmeister in der Saisonvorbereitung auf das neue Spieljahr. Mit teils ungewohnten Aktivitäten wird dabei versucht, den „Spaß an der Bewegung“ in den Vordergrund zu rücken. Natürlich dürfen auch gewisse Kraft- und Stabilisationsübungen nicht fehlen. Wer dies (alle Jahre wieder) im vorgegebenen Pensum erfüllt, kommt natürlich auch in den Genuss des alljährlich, sommerlichen Muskelkaters. An der Stelle sei noch einmal erwähnt, dass ein guter Muskelkater Belohnung für die vollbrachten Aktivitäten ist und man somit auch stolz auf diesen sein darf. Den Saisonauftakt bildete das obligatorische Fußballspiel, dieses Jahr im ESV-Stadion auf Kunstrasen. Schon in dieser ersten Einheit wird deutlich, dass die Leistungsdichte bei der 2. Vertretung des NHV Concordia Delitzsch deutlich zugenommen hat. Immerhin sechs Neuzugänge gibt es zu vermelden. Mit Martin Müller, Georg Peschke, Ruben John und Christian Münch sind 4 Spieler des letztjährigen Bezirksligakonkurrenten HV Glesien an den Lober gewechselt. Und von der SG Zschortau, welche sich aus dem Spielbetrieb abgemeldet hat, sind mit Dirk Pötzschke und Daniel Schirmer noch zwei neue Gesichter beim NHV II zu sehen. Wobei das bei Dirk Pötzschke nur bedingt zutrifft. Bis zur Abmeldung der damaligen 2. Männer im Jahr 2013, spielte „Pötzschki“ ununterbrochen für den NHV und zuvor für den SV Concordia. Er wird ab der nächsten Saison das schwere Erbe von Dirk Fischer beim NHV antreten, welcher ebenfalls wie Jens Große seine aktive Kariere beendet hat. Doch bevor es ab nächster Woche in das gewohnte Umfeld der Mehrzweckhalle geht, stand bis zum Mittwoch Spaß und Spiel komplett ohne das runde, klebrige Leder auf dem Programm. In verschiedenen Ballsportarten, zeigten die Protagonisten dass in manch einem Handballer auch andere Talente schlummern. Zum Beispiel im 60- minütigen Fußballmatch gegen die Freizeitkicker, bei hochsommerlichen Temperaturen von 35 °C, konnte man sehen, dass ein ordentlicher Handballer auch Fußballspielen kann. Und so überzeugte man nicht nur mit viel Laufarbeit auf dem Platz sondern auch das Ergebnis von 8:3 für die Hallensportler war eindeutig. Aber auch auf dem Beachplatz mit sandigem Untergrund wussten einige beim „zweikampflosen“ Volleyball zu überzeugen. Besonders überraschend bei diesem Dreierturnier von Alt, Mittel und Jung war, dass die Alten nicht den Hauch einer Chance hatten und teilweise regelrecht vorgeführt wurden. Hinzu kam, dass keine isotonischen Getränke zur Verfügung standen und so sprach der an diesem Tag älteste Spieler von „einer der bittersten Sporterfahrungen in seiner Kariere“. Natürlich war jede Trainingseinheit gespickt mit kleinen Kraft- und Koordinationsübungen, welche aus dem schier unerschöpflichen Repertoire von Physiotherapeutin Anne Brosig meist mit verbissenen Mienen und selten mit dem charmanten Lächeln der Vorturnenden absolviert wurden. Wenn man es so nennen möchte, stand am Mittwoch die „Königsetappe“ der Trainingseinheiten auf dem Programm. Mit der Delitzscher Boxlegende Enrico Nürnberger und seinem Team absolvierten die Delitzscher Handballer eine zweistündige Trainingseinheit. Nach dem straffen Erwärmungsprogramm, welches natürlich auch das obligatorische Seilspringen umfasste, wurden die Handballer mit den technischen Grundlagen vertraut gemacht und konnten diese Kenntnisse am Sandsack vertiefen. Schon jetzt bekamen alle einen Eindruck, welche konditionellen Voraussetzungen man beim Boxsport braucht. Mit dem angeeigneten technischen Wissen, wie Schlag- und Führhand einzusetzen sind, ging es in der zweiten Stunde ab in den Ring. Bevor man sich aber im Sparring untereinander messen konnte, galt es sich noch einmal beim Boxen gegen die Pratzen komplett zu verausgaben und spätestens ab diesem Zeitpunkt war zu sehen, dass in Kreisläufer Alexander Pietzsch ein absolutes Boxtalent schlummert. Abschluss der gesamten Trainingseinheit bildete ein Kraftkreis von vier Stationen, welcher vier Mal absolviert werden musste. Um den Trainingseffekt der intensiven Einheit zu verdeutlichen, wurden die Handballer vor und nach dem Training gewogen. Wenn man nach dem Training die klatschnassen Shirts der NHV-Recken auf dem Boden hat liegen sehen, so ist es nicht verwunderlich, dass der eine oder andere bis zu 2 Kilogramm Flüssigkeit bei dieser intensiven Einheit verloren hatte. Mit diesen positiven Eindrücken und mit dem guten Gewissen, eine ordentliche erste Vorbereitungsphase absolviert zu haben geht es ab sofort in die Mehrzweckhalle und jetzt steht endlich auch wieder der Handball im Fokus. Christian Hornig
Bilder Saison 2019/20