Nächstes Spiel Samstag, 31.08.2019 19:00 Uhr HG 85 Köthen --- NHV Conc. Delitzsch
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Newsarchiv - Mai 2019
26.05.2019 Behindertensportgruppe: NHV ist Vize-Sachsenmeister 21.05.2019 Erinnerung: Einladung zur Mitgliederversammlung 17.05.2019 Interview: Abschied vom Tore-Garant 13.05.2019 NHV verpflichtet Rückraum-Riesen 10.05.2019 NHV holt Rechtsaußen Schmidt vom HC Burgenland 09.05.2019 2. Männer: „Wir haben viel vor“ 07.05.2019 Ü 40 Bezirksmeisterschaft der Frauen in Delitzsch 05.05.2019 NHV verabschiedet sich mit Auswärtssieg aus der Saison 03.05.2019 2. Männer: Double perfekt – NHV-Reserve holt in Taucha nach der Meisterschaft auch den Bezirkspokal 03.05.2019 NHV ist zum Saisonabschluss auf Revanche aus 02.05.2019 Alt wie ein Baumgärtel: 35-Jähriger kehrt nach Delitzsch zurück Behindertensportgruppe: NHV ist Vize-Sachsenmeister! Sonntag, 26.05.2019: Die Handballkarawane der SpecialLiga Sachsen trifft sich zum Finale in der Radebeuler Elbhalle. Die Erwartungen sind groß, findet doch heute die Siegerehrung statt. Für manchen Athleten ist das Neuland dieser Liga gewöhnungsbedürftig. Gab es bisher nach Einzelturnieren immer Urkunden und Medaillen, mussten sie 4 Spieltage auf die begehrten Auszeichnungen warten. Aber erst mal geht es an die letzten Pflichtspiele. Glauchau und Meißen eröffnen den Finaltag. Meißen erhöht sein poitives Punktekonto mit einem 13:9 Sieg um weitere zwei Punkte. Wir Radebeuler haben uns zum Heimspieltag einiges vorgenommen. Gegen Delitzsch gingen wir sogar in Führung. Zur Halbzeit stand es 4:4. Das ließ noch alles offen. Leider zeigen wir in den zweiten 15 Minuten in der Wurfqualität schwächen. Ein Tor ist zu wenig, um die Delitzscher herauszufordern. Diese machen noch 3 Tore zum Endstand von 7:5. Schade. Nach einer Pause treten wir zu unserem letzten Spiel dieser Saison gegen unsere Glauchauer Freunde an. Wir konnten sie aber nicht wesentlich gefährten. Klar mit 9:4 gehen sie aus der Begegnung als Sieger vom Feld. Erwartungsvoll formieren sich die Teams zur Siegerehrung. Dem Präsidenten des HVS Uwe Vetterlein ist es ein Muß vor Ort zu sein um die Auszeichnungen der Mannschaften gemeinsam mit dem Spielleiter Bernd Hartmann vorzunehmen. Uwe Vetterlein: "Ich bin beeindruckt von der Herzlichkeit der Teams untereinander". Es gibt einiges zu verteilen. Jede Mannschaft erhält einen Molten Spielball gestiftet durch den HVS sowie einen Umschlag mit einer Fahrtkostenunterszützung durch den Freundeskreis des Deutschen Handballs. Die SpecialLiga bedankt sich bei ihren Förderern. Aber das wichtigste für unsere Athleten sind die Medaillen. Jetzt haben sie für sich den handfesten Beweis für ihre Saisonleistung. Der erste Sachsenmeister der SpecialLiga Sachsen ist SV Fortschritt Meißen-West 1990. Herzlichen Glückwunsch! Auf die Frage, ob wir eine nächste Saison angehen wollen gab es von allen ein lautstarkes JA! Die Spielleitung wird versuchen noch mehr sächsische Mannschaften dafür zu begeistern. Aber erst mal allen eine schöne Ferienzeit. Erholt euch gut, damit ihr die neue Saison frisch antreten könnt... (Quelle: Radebeuler HV) Abschlusstabelle Platz Mannschaft Tore Punkte 1. SV Fortschritt Meißen-West 111:53 16:00 2. NHV Concordia Delitzsch 84:79 09:07 3. WfaA LB Glauchau 78:86 07:09 4. Radebeuler HV 37:92 00:16 Erinnerung: Einladung zur Mitgliederversammlung Dienstag, 21.05.2019: Der Vorstand lädt alle Mitglieder des NHV Concordia Delitzsch 2010 e.V. zur Mitgliederversammlung für das Jahr 2019 ein. Datum: Freitag, 24.05.2019 Zeit: 18:30 Uhr, Einlass ab 18:00 Uhr Ort: Mehrzweckhalle, Karl-Marx-Str.1, 04509 Delitzsch Vorläufige Tagesordnung: 1. Begrüßung 2. Feststellung der Ladung 3. Vorschlag und Abstimmung zur Tagesordnung 4. Organisatorischer Rechenschaftsbericht 5. Finanzieller Rechenschaftsbericht 5.1 Bericht der Kassenprüfer 6. Sportlicher Rechenschaftsbericht 7. Aussprache zu den Rechenschaftsberichten 8. Beschlussfassung zur Entlastung des alten Vorstandes 9. Diskussion und Abstimmung zum Haushaltsplan 2019 10. Abstimmung zur Besetzung des Wahlausschusses 11. Kandidatenvorschläge für Vorstandswahl 12. Wahl des neuen Vorstandes 13. Verabschiedung Axel Schüler (Vorstandsvorsitzender) Sören Raab (stellv. Vorstandsvorsitzender Interview: Abschied vom Tore-Garant Freitag, 17.05.2019: Handballer Maximilian Amtsberg wechselt zu NHV Concordia Delitzsch in die Mitteldeutsche Oberliga. Ziegelheim. Mit Maximilian Amtsberg verlässt eines der großen Talente den LSV Ziegelheim. In der abgelaufenen Saison ist der 20-Jährige weiter sportlich gereift und überzeugte mit einer hohen Trefferquote. Der Torschützenkönig der Thüringenliga mit 244 Treffern spielt kommendes Jahr für den NHV Concordia Delitzsch in der Oberliga. Der Wechsel kommt an sich nicht überraschend. Schon zu Saisonbeginn wussten die Verantwortlichen, dass das Talent für seine Entwicklung neue Erfahrungen sammeln muss. Über den Wechsel sprachen wir Maximilian Amtsberg und Trainer Christian Vincenz. Vor einem Jahr standen wir hier auch schon einmal mit der Frage nach dem Abschied. Damals hatten Sie gesagt, dass Sie noch eine Saison dranhängen. Nun ist es soweit. Schade, dass es heute zum Abschluss nicht mit einem Sieg geklappt hat. Ja, wir haben den Anfang verschlafen, waren nicht schnell genug. Die haben es sehr gut ausgespielt. Zum Schluss wurde es nochmals eng. Wir haben da nochmals mit viel Tempo gespielt, war dann schade, dass es nicht geklappt hat. Hermsdorf war heute die bessere Mannschaft. Das muss man sagen. Welche Gedanken gingen Ihnen heute vor ihrem letzten Spiel in Ziegelheim durch den Kopf? Naja, ich wollte auf jeden Fall noch einmal mit der Mannschaft gewinnen. Naja und die enge Bindung auch zu den Fans. Es ist jetzt ein großer Schritt für mich. ich war natürlich extrem aufgeregt, wie in keinem Spiel zuvor, außer in meinem ersten. Aber es war eine sehr schöne Zeit in der Liga und jetzt gucken wir weiter. Es war ja für Sie eine ganz tolle Saison, gerade sportlich? Ja, es ist ganz gut gelaufen. Ich konnte ein paar Tore machen. Wir konnten auch gute Gegner einschüchtern, wie Bad Blankenburg , und wir waren wirklich bei guten Teams nah dran, wenn wir da an Werratal denken. Heute war es auch nochmals knapp geworden, wie bei anderen auch, wo ein oder zwei Tore gefehlt hatten. Wenn man mal die ganze Saison betrachtet, hätten wir noch viel mehr Punkte haben können. Ist die Körperhöhe mit entscheidend für einen guten Handballer? Sicher auch, wenn Oliver Kunz zweimeterdrei groß wäre, würde er wohl auch nicht mehr in Ziegelheim spielen. Ja, gewisse Vorteile haben sie schon, eine gute Athletik und eine gewisse Größe, aber das ist nicht alles für einen guten Handballer. Nun kommt als nächste Station Concordia Delitzsch. Das ist eine riesengroße Aufgabe für mich. Wenn man mal die ganzen Spieler dort betrachtet mit Baumgärtel, Wendlandt. Da kann man wahnsinnig viel lernen. Das ist natürlich ein großer Schritt für mich. Da muss ich mich voll reinhängen, die Vorbereitung voll mitnehmen. Aber ich werde alles geben, um da gut reinzurutschen Und ich hoffe, ich pack das. Also geht das Lernen im Handball weiter? Ja. Ich hatte im Februar meine Lehre beendet. Jetzt arbeite ich hier noch ganz in Ruhe, ehe es dann in Delitzsch in der Vorbereitung voll los geht. Gegner in der Oberliga ist dann unter anderem Jena. Jena, Burgenland, es sind jedenfalls sehr viele Mannschaften aus der Nähe dabei, wo dann vielleicht der eine oder andere Zuschauer mal herkommen wird. Delitzsch liegt ja sehr zentral, da sind die Fahrten nicht ganz soweit. Ziegelheim bleibt aber immer im Herzen. Ja, und sicher gibt es auch mal eine Rückkehr. Herr Vincenz, wie ist denn Maximilian auf Delitzsch gekommen? Naja, da hab ich auch eine gewisse Aktie dran. Wir hatten ja schon ein paar Angebote, die fand ich nun nicht ganz passend für ihn. In Delitzsch ist er meines Erachtens besser aufgehoben, um sich weiter zu entwickeln, weil da auch natürlich viele junge Spieler sind, und auch viele erfahrene. Sie denken da an bestimmte Namen? Wenn da ein Steve Baumgärtel spielt, der mit seinen 35, 36 Jahren nochmals Bundesligaluft geschnuppert hat diese Saison bei der DHfK und ansonsten in der dritten Liga beim LVB gespielt hat, denke ich, Max ist genau richtig dort. Ich kenne auch den Felix Herholc. Er ist Torwart dort. Das sind schon Pfundskerle. Da wird er mit Sicherheit eine gute Entwicklung nehmen. Erste Angebote gab es für Maximilian ja schon eher. Ja, ein Jahr zu früh. Aber wir haben gesagt, er soll erst einmal seine berufliche Lehre beenden, und es sollte ein Verein sein, wo er sich in der Perspektive weiter entwickeln kann. Ich sehe das Ganze mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Weil Ziegelheim künftig der Goalgetter fehlt? Ja, wenn ein Maximilian Amtsberg in einem Derby gegen Ronneburg 17 Tore wirft, dann wird uns das jetzt kommendes Jahr unheimlich weh tun, wenn du so einen Spieler nicht mehr hast. Man muss es aber einfach mal so sehen, dass wir auch ein Ausbildungsverein sind und niemandem im Weg stehen wollen. Umso schöner ist es, wenn du einen Spieler in solchen Jahren weggibst, weißt du eben auch, bevor er wirklich Schluss macht, dass er dann nochmals hierher kommt. Max hat dieses Jahr sportlich noch mehr als einen Schritt zugelegt, gerade was die Torbilanz angeht. Naja, an den Toren würde ich es nun nicht unbedingt messen. Aber er ist immer mehr in den Fokus gerutscht, hat stärker mit personenbezogenem Deckungsverhalten zu tun gehabt und hat es auch sehr gut gelöst. Das sind natürlich auch Dinge, worauf sich ein Spieler einstellen muss, wo er reifen muss, wo noch mehr Bewegung kommen muss, auch athletische Dinge, die da eine Rolle spielen. Und heute gab das Derby mit vielen Zuschauern zum Abschied nochmals einen schönen Rahmen, wenn auch ohne Happy-end. Axel Ukena Ostthüringer Zeitung NHV verpflichtet Rückraum-Riesen Montag, 13.05.2019: Handball-Oberligist holt Thüringer Torjäger Maximilian Amtsberg aus Ziegelheim. Delitzsch. Der NHV Concordia Delitzsch hat auf dem Spielermarkt wieder zugeschlagen: Die dritte Neuverpflichtung für die kommenden Saison ist perfekt. Nach Steve Baumgärtel (35, Leipzig) und Benedikt Schmidt (28, HC Burgenland) hat der Handball-Oberligist sich mit Maximilian Amtsberg geeinigt. „Ich habe einen Vertrag über zwei Jahre unterzeichnet“, bestätigte der 19-Jährige gegenüber der LVZ. „Da will ich alles geben“, kündigte der gebürtiger Altenburger an. Amtsberg spielt noch beim LSV Ziegelheim in der Thüringenliga und holte sich mit deutlichem Vorsprung die Torjägerkrone mit 244 Treffern. Das entspricht einem Schnitt von 10,17 Treffern je Partie. Am 23. Spieltag war Amtsberg bei der 39:41-Niederlage in Ronneburg allein 17 Mal erfolgreich. „Er ist unser Wunschkandidat“, freute sich der scheidende Concordia- Coach Wladimir Maltsev (48), der in der nächsten Saison sportlicher Leiter der Nordsachsen wird. „Wir haben ihn genau unter die Lupe genommen, er war auch zum Probetraining bei uns.“ Er passe „exakt in unsere Linie, eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern hinzubekommen“, sagte Maltsev. Das Talent spielt im linken Rückraum. Er ist damit der Nachfolger von Danny Trodler. Bekanntlich war es dem NHV vor der jetzt beendeten Spielzeit nicht gelungen, einen Ersatz für Trodler zu finden, der als Spielertrainer zum Bezirksligisten HV Glesien gewechselt war. Nach fünf Spielen und 1:9 Punkten holten die Concorden den 32-Jährigen zurück. Das war wesentlich für den Klassenerhalt und den letztlich erreichten achten Tabellenplatz mit 25:27 Punkten. Trodler war mit 85 Treffern zweitbester Delitzscher Torschütze. Amtsberg erlernte den Handballsport in Ziegelheim. Zwischenzeitlich hatte er ein Doppelspielrecht für Altenburg. Bereits mit 17 wurde er in der Thüringenliga eingesetzt und wagt jetzt den Schritt in die nächsthöhere Klasse. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, fragt der Industriemechaniker, der nach Delitzsch umziehen wird, eher rhetorisch. Er hoffe, von erfahrenen Spielern wie Baumgärtel „viel lernen zu können“ und wolle der Mannschaft und dem neuen Trainergespann Jan Jungandreas (31) und Maik Kroke (38) „zeigen, dass ich es schaffe, mich in der Oberliga zu etablieren“. Amtsberg kommt auf das Gardemaß von 1,99 Metern. Damit ist er genauso groß wie der Weltmeister von 2007, Lars Kaufmann (37), der auch im linken Rückraum spielte, Torschütze vom Dienst war und in Delitzsch vom damaligen Trainer Uwe Jungandreas (57) zum Nationalspieler geformt wurde. Jener Jungandreas startete seine Handball-Laufbahn übrigens als Spieler in Ziegelheim. Genau wie Kaufmann gibt Amtsberg als Hobby das Angeln an. „Das ist gut, um abzuschalten.“ Sportliches Vorbild ist für den Neu-Delitzscher allerdings nicht Kaufmann, sondern Mikkel Hansen (31). Der dänische Nationalspieler (linker Rückraum) ist in Paris aktiv und Welthandballer der Jahre 2011, 2015 und 2018. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung NHV holt Rechtsaußen Schmidt vom HC Burgenland Freitag, 10.05.2019: Handball-Oberligist treibt Kaderplanung voran. Delitzsch. Beim NHV Concordia Delitzsch laufen die Personalplanungen für die Saison 2019/20 weiter auf Hochtouren. Der Club hat Benedikt Schmidt vom Ligakonkurrenten HC Burgenland geholt. „Er ist ein erfahrener Rechtsaußen“, freut sich Jan Jungandreas (31), der gemeinsam mit Maik Kroke (38) Cheftrainer wird, über die Neuverpflichtung. Auf dieser Position hatte es in der abgelaufenen Spielzeit „ein bisschen Probleme gegeben“, räumt Jungandreas ein. Der Tscheche Michal Paululik (25) fiel wegen Kniebeschwerden, die letztlich in eine Operation mündeten, längere Zeit aus, sein Vertrag wurde zu Jahresbeginn aufgelöst. Als Ersatz sprang Lucas Mittag (24) in die Bresche. „Er hat das gut gemacht, obwohl er im rechten Rückraum zu Hause ist“, lobte Jungandreas. Mittag setzt in der nächsten Saison aber aus. Der 28-jährige Schmidt ist derweil ein schneller Spieler, und strahlt Torgefahr aus. In der Saison 2017/18 erzielte er für Burgenland 98 Treffer und landete in der Liga-Torschützenliste damit auf Rang 28. „Er steht auch in der Abwehr seinen Mann“, berichtete Jungandreas. In der vergangenen Spielzeit fuhr der gebürtige Hildesheimer sein Engagement herunter, um das Informatikstudium in Halle intensiv fortzusetzen. In mehreren Begegnungen im November und Dezember, als in Burgenland das Personal knapp wurde, sprang er aber als Aushilfe ein. Als ersten neuen Spieler hatte der NHV kürzlich Rückkehrer Steve Baumgärtel aus Leipzig präsentiert. Schmidt, der 2007 von Niedersachsen aus an das Sportinternat in Halle wechselte und später auch für Wolfen und Spergau aktiv war, hat sich für Delitzsch entschieden, „weil ich auf der Rechtsaußen-Position die Nummer eins werden soll. Das ist natürlich reizvoll“. Das sei bei seinen früheren Stationen nicht immer der Fall gewesen. Der Linkshänder bleibt in Halle wohnen. „Die Entfernung nach Delitzsch ist ja nicht die Welt.“ In der neuen Saison sollte es den Concorden gelingen, in der oberen Tabellenhälfte mitzumischen, hofft Schmidt. „Das wäre ein Ausrufezeichen.“ Schließlich dürfe nicht vergessen werden, dass es in der Oberliga „seit Jahren sehr eng zugeht.“ Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung 2. Männer: „Wir haben viel vor“ Donnerstag, 09.05.2019: Nach dem Double aus Bezirksmeisterschaft und - Pokal schraubt der NHV Concordia Delitzsch II intensiv an der neuen Saison. Delitzsch. Hinter den Handball-Männern des NHV Concordia Delitzsch II liegt eine nahezu perfekte Saison. Nach dem Titel in der Bezirksliga holte das mit vielen ehemaligen Bundesligaspielern gespickte Team von Spielertrainer Christian Hornig auch den Bezirkspokal und machte damit das Double perfekt. Wir sprachen mit dem Coach über Rückblicke, Aussichten und Zeitreisen. Herr Hornig, fühlen sich die Erfolge dieser Saison ein wenig wie eine Zeitreise für Sie und die Mannschaft an? Das muss man schon so sagen, zumal wir damit nicht gerechnet hatten. Gerade der Meistertitel kam überraschend, weil wir zum Ende der Saison hin auch arges Verletzungspech hatten. Beeindruckend, wie wir das gelöst haben. Da sieht man, dass Erfahrung Gold wert ist, aber auch unsere jungen Spieler haben sich toll mit eingebracht. Wird man als ehemaliger Bundesligaspieler in der Bezirksliga nicht manchmal schräg angeguckt? Ich denke, die meisten sehen das positiv und freuen sich, gegen uns zu spielen. Zumal wir ja auch nicht unschlagbar sind, wie spätestens die Niederlage bei der SG Leipzig VI gezeigt hat. Aber natürlich hat die Saison den bitteren Beigeschmack, dass wir trotz der Meisterschaft auf den Aufstieg verzichten. Aber dafür war die Personalsituation einfach zu unklar. Was soll denn nun werden in der kommenden Saison? Wir haben auf jeden Fall viel vor. Ich will mich aber erst konkret äußern, wenn alles in trockenen Tüchern ist. Fest steht: Wir wollen mittelfristig in die Verbandsliga. Ich würde nicht als Spielertrainer weitermachen, wenn es diese Perspektive nicht gäbe. Profitieren wird die Mannschaft vom Rückzug der SG Zschortau, wo künftig kein Handball mehr gespielt wird. Einige Spieler wechseln nach Delitzsch. Wie sehen Sie diese Entwicklung? Kurzfristig ist das für uns positiv, langfristig schadet das aber allen. Es ist einfach prinzipiell schade, weil handballerische Substanz auf vielen Ebenen verloren geht, Spieler, Trainer und Nachwuchs. Das Gegenbeispiel ist die B-Jugend des VfB Eilenburg, die Dritter der Sachsenliga geworden ist. Solche Erfolge vermutet man sonst eher in Delitzsch... Was dort geschaffen wurde, ist top. Ich bin gespannt, wie es da weitergeht. Beide Vereine stehen in engem Kontakt, es haben auch einige Jungs aus unserer B-Jugend ein Zweitspielrecht für Eilenburg. In der Sachsenliga können sie sehr viel lernen. Prinzipiell funktioniert die Zusammenarbeit sehr gut und bringt uns alle weiter. Kommen wir doch noch einmal zum Pokalfinale gegen die SG Leipzig V: Wie schätzen Sie das Spiel ein? Wir waren ganz gut auf das schnelle Leipziger Spiel vorbereitet, unsere Abwehr war der Fels in der Brandung. Im Angriff waren wir anfangs nervös. Letztlich war es aber ein souveräner Sieg, auch wenn das 27. Saisonspiel bei uns Rentnern schon ganz schön zehrt. Sie selbst waren mit zehn Toren erfolgreichster Werfer. Ehrensache, dass der Chef in entscheidenden Spielen Verantwortung übernimmt? Na ja, rausgespielt haben die Tore die anderen, ich musste die Dinger auf Linksaußen nur noch reinmachen. Es hat uns eigentlich die ganze Saison über ausgezeichnet, dass immer jemand anders getroffen hat und wir schwer auszurechnen waren. Interview: Johannes David © Leipziger Volkszeitung Ü 40 Bezirksmeisterschaft der Frauen in Delitzsch Dienstag, 07.05.2019: Am Samstag, den 11.05.2019 findet in der Delitzscher Mehrzweckhalle die diesjährige Ü40-Bezirksmeisterschaft statt. Teilnehmen werden die Frauen des SV Leipzig, LSV Südwest sowie SG Mölkau/Taucha. Der Eintritt ist frei und für das leibliche Wohl ist gesorgt. 10:00 Uhr Eröffnung 10:05 Uhr LSV Südwest - SG Mölkau/Taucha 11:00 Uhr SV Leipzig - LSV Südwest 12:00 Uhr SG Mölkau/Taucha - SV Leipzig 13:00 Uhr Siegerehrung Die Ü40-Bezirksmeisterschaft der Männer wurde mangels Teilnehmern abgesagt. Der einzige gemeldete Teilnehmer NHV Concordia Delitzsch ist somit kampflos Bezirksmeister. NHV verabschiedet sich mit Auswärtssieg aus der Saison Sonntag, 05.05.2019: SV Oebisfelde - NHV Conc. Delitzsch 25:26 (14:14) Das Team von Chef-Coach Wladimir Maltsev gewinnt mit einem herausragenden Torwart Felix Herholc beim SV Oebisfelde mit 26:25. Oebisfelde. Es war ein versöhnlicher Abschluss einer durchwachsen verlaufenen Saison. Handball-Oberligist NHV Concordia Delitzsch siegte beim SV Oebisfelde in einem spannenden Spiel mit 26:25 (14:14). „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung“, freute sich Vereinschef Axel Schüler über den Auswärtserfolg in einer Partie, in der es für beide Vereine um nicht mehr ging. Es stand schon vorher fest, dass die Nordsachsen auf dem achten Tabellenplatz bleiben, nunmehr mit 25:27 Punkten. Die Gastgeber hatten keine Chance, sich zu verbessern. Mit dem zwölften Rang droht ihnen nun der Abstieg in die Sachsen-Anhalt-Liga. Es entwickelte sich eine flotte und ausgewogene Partie. Dem SVO war anzumerken, dass die Mannschaft sich mit einem Erfolg von den eigenen Anhängern unter den 320 Zuschauern verabschieden wollte. „Wir haben noch etwas gutzumachen“, verkündete NHV-Co-Trainer Jan Jungandreas vor dem Anpfiff. Schließlich habe sein Team im Hinspiel beim 19:25 „die schlechteste Saisonleistung abgeliefert“. Chef-Coach Waldimir Maltsev war in seinem letzten Spiel – er wechselt auf den Posten des sportlichen Direktors – ebenfalls auf Revanche aus. Er ließ die Paradeformation weitgehend durchspielen, wechselte im Angriff lediglich Niklas Prautzsch für Abwehrrecke Martin Müller ein und brachte später noch Michael Günther, um dem 32-jährigen Danny Trodler in der zweiten Hälfte Verschnaufpausen zu verschaffen. Moritz Brodowski, Tobias Karl und Chris Teresniak blieb so lediglich die Rolle als aufmerksame Beobachter auf der Auswechselbank. Wie ausgeglichen die Begegnung verlief, zeigte sich auch im zweiten Durchgang. Zwar setzte sich Delitzsch zwischenzeitlich mit vier Toren ab, doch die Heimmannschaft verzagte nicht, holte wieder auf. Herausragend war Concordias Torwart Felix Herholc, der insgesamt 18 Bälle parierte, auf die Top-Quote von 41,9 Prozent gehaltene Würfe kam und, ganz wichtig, in der entscheidenden Phase mehrere freie Würfe von Oebisfelde entschärfte. „Das war für uns der Knackpunkt“, sagte SVO-Trainer Thomas Meinel, der nach 23 Jahren seinen Posten an seinen Vize Christian Herrmann abgibt. Das Urgestein bleibt dem Club erhalten. „Welche Funktion ich ausüben werde, ist aber noch nicht klar“, so Meinel. Neben Herholc überzeugten bei den Gästen die scheidenden Spieler Sascha Meiner, Lucas Mittag und Danny Trodler. „Wir wollten gewinnen, das haben wir geschafft“, bilanzierte zufrieden Mittag, der in der Defensive gewohnt gut zupackte. Von einem „schönen Abschluss“ sprach Trodler, der jedoch die vielen Fehlpässe monierte. „Oebisfelde war ein unbequemer Gegner“, kommentierte Meiner, der berufsbedingt nur in vier Spielen mitwirkte. „Ich habe 8:0 Punkte erzielt, damit bin ich zufrieden“, sagte er augenzwinkernd. Und überhaupt: „Wenn ich spiele, will ich immer gewinnen.“ Lange Zeit schwebten die Nordsachsen, die Konstanz vermissen ließen, in dieser Spielzeit in Abstiegsgefahr, da es in der unteren Hälfte der Oberliga sehr eng zuging. Am drittletzten Spieltag wurde der Klassenerhalt perfekt gemacht. „Nach Startschwierigkeiten haben wir eine gute Rückrunde mit 15:11 Punkten gespielt“, meinte Schüler. „Da haben wir gezeigt, dass wir in Delitzsch Handball spielen können.“ Mitentscheidend war die Rückkehr von Danny Trodler. Ohne ihn gab es 1:9 Punkte, mit ihm waren es 24:18. Neuverpflichtung Frank Grohmann erzielte 188 Treffer und gewann mit deutlichem Vorsprung die Torjägerkrone der Oberliga. Lukas Krug (Köthen) kam als Zweitplatzierter auf 164 Treffer. Zweitbester Concorde war Trodler auf Position 35 (85 Tore), zwei Plätze dahinter landete Oliver Wendlandt (ebenfalls 85 Treffer, aber mehr Spiele). Der Abwehrorganisator holte sich mit 26 Zeitstrafen und einem Schnitt von 1,083 je Begegnung in dieser Rangliste den achten Platz. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung NHV: Herholc (18 Paraden); Meiner (6), Grohmann (6/3), Mittag (1), Günther, Prautzsch (2), Teresniak, Müller, Trodler (7), Karl, Wendlandt (4), Brodowski Linktipp: Bildergalerie bei Facebook 2. Männer: Double perfekt – NHV-Reserve holt in Taucha nach der Meisterschaft auch den Bezirkspokal Freitag, 03.05.2019: NHV Conc. Delitzsch II – SG Leipzig V 25:22 (15:11) Nachdem die Delitzscher vor fast einem Jahr als Underdog im Pokalfinale den Kürzeren gezogen haben, waren die Vorzeichen im Bezirkspokalfinale dieses Jahr umgekehrt. Als frisch gebackener Bezirksmeister ging man gegen die dritte Vertretung der ehemaligen SG LVB sicherlich als leichter Favorit in dieses Spiel. Die Voraussetzungen waren gut für den NHV. Nachdem die Concorden in den letzten Spielen personell arg gebeutelt waren, wollte sich niemand den Saisonhöhepunkt am 01. Mai in der Tauchaer Mehrzweckhalle entgehen lassen. Mit Jan Jungandreas, Alexander Pietzsch und Chris Teresniak standen drei Rekonvaleszente parat, welche auch schon sporadisch wieder mittrainierten. Somit hatten die Delitzscher also einige Alternativen mehr zu Verfügung und diese waren auch nötig. Die Leipziger drückten nämlich 60 Minuten lang aufs Tempo und suchten ihr Heil in der Flucht. Hochkonzentriert und sehr effektiv startete die NHV-Reserve in das Spiel. Bis zur 14. Spielminute erarbeitete sich Delitzsch bereits einen 5- Torevorsprung. Folgerichtig reagierte der Gästetrainer, beim Stand von 8 zu 3, mit der 1. Auszeit des Spieles. Ab diesem Zeitpunkt waren die Leipziger drin im Spiel. Aggressiv in der Abwehr, schnelle Beine im Angriff, sollten die Zutaten des Leipziger Erfolgsrezeptes sein. Delitzsch spielte, wie so oft in dieser Saison, routiniert und erfolgreich und lies nicht zu, dass die Leipziger den Vorsprung bis zum Halbzeitstand von 15 zu 11 entscheidend verkürzen konnten. Dieser Vorsprung sollte sich in der 2. Spielhälfte nicht groß ändern. Die SG Leipzig V stellte jetzt zwar auf eine offensivere 5 + 1 Deckung um, aber den Delitzschern gelang es durch viel Bewegung im Angriff die sich jetzt bietenden Lücken zu nutzen. Immer wenn Delitzsch ein Tor im Positionsangriff gelang, versuchten die Leipziger über die schnelle Mitte zu antworten. Dass der Vorsprung nicht geringer wurde, lag zum einen an der gut organisierten Abwehr um Stefan Voigt und Alexander Pietzsch und zum anderen am Delitzscher Torhüter Dirk Fischer, welcher in der zweiten Hälfte unter anderem dafür sorgte, dass die Leipziger drei 7-Meter- Versuche nicht im Tor unterbringen konnten. Beim Stand von 24 zu 17 für den NHV in der 56. Spielminute war das Pokalfinale entschieden. Und wären die Delitzscher in der Schlussphase nicht so fahrlässig mit ihren Torchancen umgegangen, dann hätten die rund 100 mitgereisten Delitzscher Fans, welche ununterbrochen ihre Schützlinge lautstark nach vorne trieben, zum Schluss nicht noch einmal zittern müssen. Aber es sei den Delitzscher Jungs vergönnt. Immerhin spielte man das 26. Pflichtspiel in dieser Saison. Thomas Hollstein war es schließlich, der das letzte Tor der Saison für den NHV erzielte und gleichzeitig die Delitzscher Siegerparty zu eröffnte, welche in Taucha startete und in Delitzsch beim Lieblingsgriechen am Donnerstag früh endete. Kapitän Stefan Voigt sagte erschöpft aber glücklich: „Alle Beteiligten haben im letzten Saisonspiel noch einmal alles reingehauen. Teilweise ging es bis über die Schmerzgrenze hinaus. Umso größer ist die Erleichterung. Der Pokalsieg ist fast höher zu bewerten als der Meistertitel. Denn auch wenn einige Delitzscher doch etwas älter sind, ist es für sie der erste Bezirkspokalsieg.“ Mit diesem tollem Erfolg geht für die zweite Männermannschaft die erste Bezirksligasaison zu Ende. Und sicher hätten die wenigsten damit gerechnet, dass man im ersten Jahr gleich mit der Meisterschaft und dem Pokalsieg so überzeugt. Jens Große, der sein letztes Spiel im Ligabetrieb für den NHV bestritt, meinte. „Vielen Dank noch einmal für die letzten zwei sportlich so erfolgreichen Jahre. Diese Erfolge mit den alten Haudegen zu erreichen war noch einmal etwas ganz Besonderes. Es war mir eine besondere Ehre, mit Euch noch einmal zusammen spielen zu dürfen und unsere Klasse aufblitzen zu lassen. Mit 2 Aufstiegen infolge und den Bezirkspokalsieg 2019 kann ich beruhigt die berühmten Handballschuhe, für den Ligabetrieb, an den Nagel hängen. Besondere Freude wird mir noch einmal die Ostdeutsche Meisterschaft der Ü40 am 22.06.2019 in Delitzsch bereiten, wo wir dann hoffentlich unseren Titel von 2018 verteidigen können. An Sommerpause ist bei den „alten Säcken“ also nicht zu denken. Aber vielleicht ist das auch besser so, denn „wer rastet, der rostet.“ Bis dahin und Sport frei. Christian Hornig NHV II: Tino Pantel, Dirk Fischer, Tobias Karl (4), Stefan Voigt, Sebastian Schäfer (1), Thomas Hollstein (4), Chris Teresniak, Jan Jungandreas (2), Jens Große (2), Christian Müller, Max Berger, Christian Hornig (10/2), Alexander Pietzsch (2), Steffen Kienitz (MV), Anne Brosig (Physio) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook NHV ist zum Saisonabschluss auf Revanche aus Freitag, 03.05.2019: Handball-Oberligist morgen in Oebisfelde zu Gast / Kapitän Herholc verlängert um zwei Jahre. Delitzsch. Es geht, zumindest tabellarisch, an diesem letzten Spieltag um nichts mehr. Egal, wie die Begegnung in der Mitteldeutschen Handball- Oberliga am Sonnabend auch ausgehen wird: Der NHV Concordia Delitzsch bleibt auf dem achten Platz, der Gastgeber, der SV Oebisfelde, landet auf dem zwölften Rang, der aller Voraussicht nach den Abstieg bedeutet. Doch von einem netten, gemütlichen Ausflug will NHV- Kapitän Felix Herholc nichts wissen. „Wir hatten uns vor den letzten Spielen als Mannschaft ein Ziel gesetzt, und da fehlt uns noch mindestens ein Punkt“, sagt er. Und weil es momentan „bei uns ganz gut läuft, wollen wir in Oebisfelde gewinnen“. „Das ist unser letztes Heimspiel, und das möchten wir mit einem Sieg beenden“, kontert Oebisfeldes Trainer Thomas Meinel. „Wir haben schon das Hinspiel in Delitzsch mit 25:19 gewonnen, warum soll uns das nicht auch in eigener Halle gelingen?“, fragt er rhetorisch. Er setze voraus, dass seine Mannschaft „hoch erhobenen Hauptes“ das Spielfeld verlassen wolle. „Das war unser schlechtestes Saisonspiel überhaupt“, erinnert sich Herholc an die Hinrundenpleite. „Deshalb haben wir definitiv etwas gut zu machen.“ Etwas entspannter sieht das Concordias Chef-Coach Waldimir Maltsev. „Wir fahren zum Spiel, um die 60 Minuten zu genießen.“ Seine Mannschaft habe nun mit dem am drittletzten Spieltag erreichten Klassenerhalt den Kopf frei. „Wir wollen ohne Verletzungen nach Hause kommen“, erklärt Maltsev, der auf den Posten des Sportlichen Leiters rücken und sich zukünftig vor allem um die Kaderzusammenstellung kümmern wird. Aufsteiger Oebisfelde hat mit sechs Siegen und sieben Niederlagen eine mehr als passable Hinrunde absolviert. Doch in der Rückrunde lief es deutlich schlechter, musste das Team Lehrgeld bezahlen. „Da haben wir bis jetzt lediglich vier Punkte geholt“, seufzt Meinel. So ganz perfekt ist das Abrutschen in die Sachsen-Anhalt-Liga noch nicht. „Wir können nur auf ein Wunder hoffen“, sagt der Trainer. Voraussetzung ist, dass Elbflorenz I den Verbleib in der zweiten Bundesliga schafft und Elbflorenz II, der Oberligameister, den Sprung in die dritte Liga schafft. Das alles dürfte erst im Juni feststehen. Und wenn das Wunder nicht eintritt? „Unser Ziel ist dann, sofort wiederaufzusteigen“, kündigt Meinel an. Die Mannschaft bleibe zusammen, einige Verstärkungen seien geplant. Mit dem Saisonverlauf zeigt Maltsev sich einverstanden. „Wir haben unser Ziel erreicht, einen einstelligen Tabellenplatz zu belegen.“ Ähnlich beurteilt das Herholc. „Angesichts unserer Begleitumstände können wir zufrieden sein“, meint der 31-jährige gebürtige Ludwigsfelder. Er räumt allerdings ein, dass es „eine schwierige Saison“ gewesen sei. Angefangen damit, dass kurz vor dem Start Sascha Meiner aus beruflichen Gründen absagen musste und erst in den letzten Partien zur Verfügung stand. „Das war eine Horrornachricht“, kommentiert Herholc, der früher unter anderem beim Stralsunder HV in der ersten Bundesliga und danach beim Drittligisten HSV Bad Blankenburg im Tor stand. „Damit ist uns einer der wichtigsten Spieler weggebrochen.“ Verletzungspech, etwa von Jan Derk Janßen, der sich direkt nach auskuriertem Kreuzbandriss die zweite schwere Verletzung dieser Art zuzog, kam oben drauf. Für die kommende Spielzeit zeigt Herholc sich optimistisch. Vorausgesetzt, die Mannschaft lege mehr Konstanz an den Tag als in der jetzt abgelaufenen Saison. „Ich möchte nicht wieder Weihnachten da sitzen und grübeln, ob wir absteigen oder nicht.“ Der 1,87 Meter große Keeper, einer der NHV-Leistungsträger, hütet seit zwei Jahren den Delitzscher Kasten. Soeben hat er für zwei weitere Jahre verlängert. „Ich fühle mich hier wohl, es macht viel Spaß.“ Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Alt wie ein Baumgärtel: 35-Jähriger kehrt nach Delitzsch zurück Donerstag, 02.05.2019: Handball-Oberliga: NHV holt erfahrenen Linkshänder, der eine Führungsrolle übernehmen will. Delitzsch. Er hatte mit dem Gedanken gespielt, seine Handball-Karriere zu beenden. Doch Felix Herholc, Martin Müller und Oliver Wendlandt, allesamt Spieler des Oberligisten NHV Concordia Delitzsch, beknieten ihn wiederholt – und letztlich erfolgreich. So kehrt zur Saison 2019/20 ein alter Bekannter zurück an den Lober. Steve Baumgärtel hat einen Vertrag für „erst mal ein Jahr“ unterzeichnet, wie er selbst gegenüber dem Sportbuzzer berichtete. Der 35-Jährige schnürt derzeit seine Schuhe für den Drittligisten SG Leipzig II. „Ich freue mich, nochmals mit ihm zusammenzuspielen“, sagte Müller. „Baumi“ sei zwar nicht mehr der Jüngste, „ist aber doch sehr fit“. Er passe menschlich gut rein und werde dem NHV „mit seiner Erfahrung und Qualität auch sportlich weiterhelfen“. Enrico Henoch, Trainer der SG, die als Nachwuchstruppe des Bundesligisten DHfK Leipzig fungiert, bedauerte den Abschied seines Mannschaftskapitäns. „Ich hätte ihn gerne noch behalten, wir verlieren einen Führungsspieler.“ Er habe die jungen Spieler im Kader erfolgreich an die Hand genommen und Verantwortung gezeigt. Baumgärtel habe seinen Anteil daran, dass die SG doch den Klassenerhalt geschafft habe. „Daran hatte nach der schwachen Hinrunde kaum einer geglaubt“, sagte Henoch, der auch schon mal im Delitzscher Trikot aufgelaufen war. Die SG läuft als Kooperation von DHfK und LVB. Letztere schafften in der vergangenen Saison mit Baumgärtel den Aufstieg in Liga drei. Baumgärtel wurde in Frankfurt an der Oder geboren und spielt bevorzugt im rechten Rückraum. „Auf dieser Position bin ich groß geworden“, erzählt der 1,91 Meter große Linkshänder. Jahrelang war er in der zweiten Bundesliga aktiv, unter anderem in Dessau. In der Spielzeit 2009/10 spielte er beim SV Concordia Delitzsch in der Südstaffel der zweiten Bundesliga und belegte mit dem Team Rang fünf. „Wir hatten damals eine super Truppe“, sagte Baumgärtel. Zu den Mitspielern gehörten unter anderem Martin Müller, Thomas Oehlrich, René Boese, Martin Hummel und Ulrich Streitenberger. Trainiert wurden sie von Uwe Jungandreas. „Ich war sehr traurig, dass es damals in Delitzsch nicht weiterging“, erinnerte sich Baumgärtel. Die Spielbetriebsgesellschaft musste im Juli 2010 Insolvenz anmelden, der SV Concordia Delitzsch wurde aufgelöst, der neu gegründete NHV erhielt die Spielrechte für alle sächsischen Handballligen. Die jetzt zu Ende gehende Saison der Delitzscher, die am drittletzten Spieltag den Klassenerhalt geschafft hatten, bezeichnete der Neuzugang als ordentlich. Der berufsbedingte Ausfall von Sascha Meiner, der erst in den letzten Begegnungen wieder zur Verfügung stand, „war ein großer Qualitätsverlust“. Und wohl ein wesentlicher Grund dafür, dass die Concorden den angestrebten Platz im oberen Mittelfeld verfehlt haben. Seine Aufgabe sieht das 89 Kilo schwere Kraftpaket darin, „eine Führungsrolle zu übernehmen“. Nur mit jungen Spielern gehe es eben nicht. Dafür sei die Oberliga zu ausgeglichen. Was darauf hindeutet, dass Delitzsch noch mehrere zumeist jüngere Handballer verpflichten will. Baumgärtel hat sich in dieser Saison dazu neuen Respekt erarbeitet. Als beim Bundesligisten DHfK zu Saisonbeginn die Personalnot groß war, half er in der Eliteliga aus und kam zu seinen ersten Einsätzen überhaupt im Oberhaus. Sechs Partien bestritt er. „Das waren geile Erlebnisse.“ Bald kommen neue, viertklassige, in Delitzsch hinzu. „Ich wünsche ihm eine schöne Zeit in Delitzsch”, sagt Henoch. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung
Bilder Saison 2018/19