Nächstes Spiel Samstag, 16.11.2019 19:00 Uhr HC Burgenland --- NHV Conc. Delitzsch
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Newsarchiv - März 2019
27.03.2019 „Entjungfert“: NHV-Reserve verliert erstmals nach eineinhalb Jahren 21.03.2019 2. Männer: Höchster Saisonsieg „Entjungfert“: NHV-Reserve verliert erstmals nach eineinhalb Jahren Mittwoch, 21.03.2019: Bezirksliga: SG Leipzig VI - NHV II 24:23 (8:12) Bezirkspokal Halbfinale: NHV II - Leipziger SV Südwest 25:17 (12:8) Delitzscher Handballer trösten sich über die Niederlage in Leipzig mit dem Einzug ins Pokalfinale hinweg. Delitzsch. Irgendwann erwischt es jeden: Mehr als eineinhalb Jahre blieb die 2017 neu gegründete Mannschaft des NHV Concordia Delitzsch II in Punktspielen ungeschlagen. Am Samstag hat es den Handball-Bezirksligisten nun erwischt. Bei der SG Leipzig VI unterlag die Oberliga-Reserve 23:24 (12:8), bleibt aber souveräner Tabellenführer. Tags darauf zeigte das Team von Spielertrainer Christian Hornig die richtige Reaktion, zog per 25:17 (12:8)-Erfolg gegen den Leipziger SV Südwest ins Pokalfinale ein. Dort wartet am 1. Mai die SG Leipzig V, die den HV Böhlen 32:20 ausschaltete. „Jetzt sind wir entjungfert“, entfuhr es Hornig nach der Niederlage. Zugleich gab´s Lob für den Gegner. „Leipzig hat das gut gemacht, verdient gewonnen. Uns fehlten hinten raus die Körner und ein bisschen die Alternativen, gerade im Rückraum.“ Ohne die verletzten Jan Jungandreas (Hüfte) und Alexander Pietzsch (Muskelfaserriss) musste Delitzsch gegen die SG personell improvisieren. Frank Braunschweig feierte sein Saisondebüt, auch Sascha Krause tauchte aus der Versenkung auf. Umso erstaunlicher war es, dass die Gäste schnell zu ihrem Spiel fanden, nach drei Minuten 3:0 führten. Lange blieb der Vorsprung konstant, kurz vor der Pause zogen die Concorden erstmals auf fünf Tore davon (25.). Die Dinge schienen den gewohnten Lauf zu nehmen. Doch im zweiten Durchgang kam Leipzig auf, war beim 13:14 (37.) plötzlich ganz nah dran. Anschließend setzte sich Delitzsch wieder auf 19:16 ab (50.), doch in den letzten zehn Minuten entglitt das Spiel. Kurz zuvor hatte Torjäger Tobias Karl Rot gesehen, nachdem er seinen Gegenspieler nach des Schiedsrichters Pfiff weggedrückt hatte. Kategorie: kann man geben. Maximilian Jäger beendete schließlich mit dem 24:23-Siegtreffer 20 Sekunden vor Schluss die beeindruckende Serie der NHV-Reserve. Umso erstaunlicher der Auftritt keine 24 Stunden später in der heimischen Mehrzweckhalle. Nach ausgeglichener Anfangsphase (2:2, 9.) schüttelten die Hausherren die Belastung des Vortages aus den Schuhen, obwohl die Voraussetzungen diesmal personell noch schwieriger waren. Nach einer Viertelstunde zog sich zudem Chris Teresniak eine Knochenabsplitterung am Sprunggelenk zu. Ersatztorhüter Dirk Fischer legte sich zur Sicherheit ein Feldspieler-Trikot griffbereit. Dafür wurden die Zuschauer zu einem Faktor. „Das Publikum war geil, das pusht dich unheimlich“, erzählte Hornig. Und so zogen er und die Seinen über die Stationen 7:2 (18.) und 12:5 (23.) davon. Lediglich kurz nach Wiederbeginn, als Südwest auf zwei Tore verkürzte, wankten die Delitzscher kurz. Doch dann sortierte sich die Defensive wieder. Bester Beweis: Den Gästen gelang ihr letztes Tor knapp neun Minuten vor Ultimo. „Wenn man führt, muss man nicht auf Teufel komm raus nach vorne rennen. Wir haben das clever gemacht, sind ja auch alle alt genug“, fasste Hornig zusammen. In diesen Tagen dürften die gut abgehangenen Mannen sich hauptsächlich von Magnesium ernähren, um den Muskelkater aus den Gliedern zu schütteln. Am Sonntag, 17 Uhr, geht es in der Bezirksliga gleich wieder gegen Südwest. Gewinnt der NHV und verliert Verfolger Lok Leipzig-Mitte II bei MoGoNo wäre die Meisterschaft bereits drei Spieltage vor Saisonende klar. Und die Mannschaft könnte sich schon so langsam auf das Pokalfinale einstellen. Johannes David © Leipziger Volkszeitung NHV II gegen SG Leipzig VI: Fischer, Pantel, Bernhardt, Karl 6, Voigt, Schäfer 4, Hollstein 5, Teresniak, Krause 1, Große, Berger, Hornig 3/2, Möbius, Braunschweig 4. NHV II gegen Leipzig Südwest: Fischer, Pantel; Karl 4, Voigt, Schäfer 2, Hollstein 9, Teresniak, Große 2, Berger 3, Hornig 5/3 2. Männer: Höchster Saisonsieg Donnerstag, 21.03.2019: SG Riesa/Oschatz II - NHV II 17:43 (8:20) Man könnte einige Superlative benutzen, um den Sieg der zweiten Delitzscher Vertretung gegen die SG Riesa/Oschatz II am vergangenen Wochenende zu beschreiben. Aber Lobhudelei ist nicht so sehr das Ding der NHV-Reserve. Konzentriert und zielgerichtet wurde der Sieg gegen die Mittelsachsen herausgearbeitet und dabei von der ersten bis zur letzten Minute ohne Schnörkel und Experimente effektiv Handball gespielt. Einmal mehr mussten die Delitzscher auf Spieler verzichten; diesmal auf Chris Teresniak, der aufgrund des Personalmangels in die 1. Männer berufen ist und somit unter die „Festspielregelung“ fällt. Dadurch ist er bei der zweiten Mannschaft nicht mehr einsetzbar. Umso erfreulicher das sich mit Karsten Möbius ein Linkshänder als Alternative anbot. Trotz seines Trainingsrückstandes stellte er mit zwei Toren einmal mehr seine jahrelange Erfahrung unter Beweis. Allgemein fügten sich alle Spieler nahtlos in die geschlossene Mannschaftsleistung ein. Angefangen bei Dirk Fischer, der mehrfach im direkten Duell mit dem gegnerischen Spieler die Oberhand behielt und sie mit zahlreichen Paraden nervte. Besonders die kompakte 6:0 Abwehr bereitete der Spielgemeinschaft aus Riesa/Oschatz viel Kopfzerbrechen. Die Delitzscher blieben konsequent an der 6- Meterlinie stehen. Mit dieser Spielweise hatten die Gastgeber deutliche Probleme, denn die Körpergröße sprach eindeutig für die Delitzscher. Somit standen viele Ballgewinne für die Loberstädter zu Buche, welche konsequent im Konterspiel genutzt wurden. Besonderheit hierbei, beide Kreisläufer (Thomas Hollstein und Alexander Pietzsch) gingen immer wieder zu den so genannten 1:0 Kontern ab. Bei den beiden macht sich die ein oder andere läuferische Zusatzeinheit bemerkbar. Das sollte Vorbild für alle anderen sein. Gelang der Torerfolg mal nicht über das schnelle Spiel nach vorn, erfolgte der Wechsel von Abwehrchef Stefan Voigt auf Angriffschef Jens Große. Dieser nutzte das komplette taktische Repertoire des Delitzscher Angriffsspieles aus. Egal über welche Positionen auch immer, ob Sebastian Schäfer oder Karsten Möbius auf Rechtsaußen, Tobias Karl aus dem Rückraum oder erneut über die Kreisläufer Hollstein/Pietzsch, die HSG RIO hatte an diesem Tag nichts entgegenzusetzen. Mit dieser abermals konzentrierten Leistung am sonntäglichen Nachmittag im fernen Oschatz, lies man den Gastgebern nicht den Hauch einer Chance. 1 zu 0, in der 1. Spielminute war das positivste an diesem Spiel, aus Sicht der Heimmannschaft. Über die Stationen 2 zu 8, 5 zu 14, bis zum 8 zu 19 in der 29. Spielminute war die HSG RIO II schon abgeschlagen und legte nur noch Wert auf Schadensbegrenzung in der 1. Hälfte. Und diese bedeutete das Spielgerät in den eigenen Reihen zu halten. Mit einem Abschluss kurz vor der Halbzeitsirene wollte man dem NHV nicht mehr die Zeit gewähren, selbst noch einmal in Ballbesitz zu kommen und idealerweise vielleicht sogar den 11-Tore-Rückstand um ein Tor zu verkürzen. Doch Dirk Fischer und Alexander Pietzsch hatten an diesem Tag mehr als einmal etwas dagegen. Besagter Torhüter Fisch hielt, passte auf den startenden Alex und dieser versenkte das Spielgerät von 9 Metern krachend im Tor der Riesaer/Oschatzer. Die drei Delitzscher Ultras klatschten euphorisch Beifall, und die Gastgeber trotteten mit hängenden Köpfen in die Kabine. Diese Szene war mehr als symptomatisch für die Einstellung der Delitzscher an diesem Tag. Es muss laut geworden sein und viel Redebedarf vom Verantwortlichen der HSG RIO II gegeben haben. Fast 15 Minuten war die Halbzeitpause lang und die Gastgeber mussten mehrmals lautstark vom Kampfgericht und den Schiedsrichtern dazu aufgefordert werden, das Spiel fortzusetzen und die Pause nicht zu überziehen. Somit war den Delitzschern bewusst, dass der Gegner sicher mit einer anderen Einstellung die 2. Hälfte bestreiten wird. Übungsleiter Christian Hornig zeigte sich zufrieden mit der gezeigten 1. Spielhälfte, zweifelte aber lautstark an, dass die Delitzscher weder die Körner noch die Konzentration dazu haben, um noch so eine furiose Halbzeit auf das Parkett zu zaubern. Als Motivationsspritze wurde noch ein spontaner Grillabend zum nächsten Training ausgerufen, sollte das Halbzeitergebnis verdoppelt werden. Ein Schlitzohr der Trainer! (Im Nachhinein sage ich, so ein Rindvieh!) Die 2. Hälfte stand, zumindest aus Delitzscher Sicht, der ersten in nichts nach. Im Gegenteil. Die NHV-Reserve schaffte es sogar den Vorsprung weiter auszubauen. 10 zu 25 nach 38 gespielten Minuten, ließen zu diesem Zeitpunkt erahnen, dass dies der höchste Saisonsieg der Loberstädter werden könnte. Angetrieben von der Gier nach gegrilltem Fleisch, spielten sich die NHV´ler in einen wahren Rausch und kamen schlussendlich mit 43 zu 17 zum höchsten Saisonsieg, welcher auf der Rückfahrt für mehr als nur gute Stimmung sorgte. Am nächsten Wochenende stehen nunmehr zwei Spiele auf dem Programm. Am Samstag um 18 Uhr tritt man bei der 2. Vertretung des SC DHfK an und am Sonntag 12 Uhr empfängt man in der Delitzscher Mehrzweckhalle den LSV Südwest zum Bezirkspokalhalbfinale. Somit gilt es die Kräfte sinnvoll zu verteilen, um in beiden Spielen erfolgreich zu sein. Bis dahin, guten Appetit und Sport frei. Christian Hornig NHV II: Dirk Fischer (TW),Bruno Bernhardt (1), Tobias Karl (10/3), Stefan Voigt, Sebastian Schäfer (3), Thomas Hollstein (10), Jens Große (1), Max Berger (2), Christian „Hornochse“ Hornig (5), Karsten Möbius (2), Alexander Pietzsch (9) , Steffen Kienitz & Chris Teresniak (Mannschaftsverantwortliche)
Bilder Saison 2019/20