Nächstes Spiel Samstag, 09.03.2019 19:00 Uhr NHV Conc. Delitzsch --- HC Einheit Plauen
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Newsarchiv - März 2019
05.03.2019 Eiskalt bestraft 03.03.2019 2. Männer: NHV-Reserve spielt clever Handball, überzeugt aber nicht auf ganzer Linie 01.03.2019 NHV will nach turbulenten Tagen punkten 01.03.2019 Ball der Legenden: Nummer zwei ist die Nummer eins Eiskalt bestraft Dienstag, 05.03.2019: HC Aschersleben - NHV Conc. Delitzsch 28:23 (9:12) Handball-Oberliga: Delitzsch verliert nach ordentlicher erster Halbzeit 23:28 in Aschersleben. Aschersleben/Delitzsch. Stark begonnen, stark nachgelassen: Der NHV Concordia Delitzsch hat Spiel eins nach den Abgängen von Nemanja Nesovanovic und Michal Paululik am Sonntag 23:28 (12:9) beim HC Aschersleben verloren. Neuzugang Moritz Brodowski fügte sich bei seinem Debüt in der Handball- Oberliga mit zwei Toren ordentlich ein, bester Werfer der Gäste war aber der aus der zweiten Mannschaft reaktivierte Jan Jungandreas mit sieben Treffern. Allerdings machte sich besonders das verletzungsbedingte Fehlen von Top-Torjäger Frank Grohmann bemerkbar. „Aschersleben hat jede unserer leider zu häufigen Schwächephasen sofort bestraft. Wir haben ihnen mit unnötigen Zeitstrafen und vielen verworfenen freien Würfen immer wieder geholfen, ins Spiel zu kommen“, fasste NHV-Trainer Wladimir Maltsev zusammen und ergänzte: „Kämpferisch kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Leider hat wegen des schmalen Kaders aber hinten heraus auch etwas die Kraft gefehlt, um in Angriff und Abwehr den nötigen Druck aufrecht erhalten zu können.“ Die Partie gestaltete sich in der Anfangsphase sehr zäh. Beide Abwehrreihen ließen kaum einen Spielfluss aufkommen. Dennoch gelang es Delitzsch, sich einen kleinen Vorsprung zu erspielen und diesen verteidigte das Team aufopferungsvoll bis zur Halbzeit. Trotzdem gelang bei weitem auch in der ersten Halbzeit nicht alles, sonst hätte die Führung noch deutlicher ausfallen können. Hier haben auch die einfachen Tore von Grohmann gefehlt. Aber dass Einstellung und Willen vieles möglich machen, wurde zumindest in den ersten 30 Minuten sehr deutlich. Den Beginn der zweiten Halbzeit verschliefen die Gäste, und Aschersleben kam sehr schnell zum Ausgleich. Doch der NHV schlug zurück und holte sich schnell die Drei-Tore-Führung zurück. Doch nun folgten 22 ernüchternde Minuten. Seltsame Pfiffe der Unparteiischen gegen Delitzsch und eine zunehmend einseitige Regelauslegung brachten die Concorden völlig aus dem Konzept. Dazu vergaben die Gäste reihenweise beste Chancen, die Deckung stand nicht mehr so sicher und beide Torhüter bekamen keine Hand mehr an den Ball. Am Ende gewann Aschersleben souverän und kann für die nächste Saison planen, während der NHV am kommenden Sonnabend gegen Schlusslicht Einheit Plauen unbedingt gewinnen muss. Neuzugang Brodowski fand es „sehr schade, dass es heute trotz des Vorsprungs zur Pause nicht zum Sieg gereicht hat“, konnte sich dafür aber über Lob vom Chef freuen. „Moritz hat seine Sache gut gemacht. Er ist eine gute Ergänzung zu Oli (Oliver Wendlandt). Man darf nicht vergessen, dass er erst 18 Jahre alt ist und dies sein erstes Oberliga-Spiel war. Wir werden ihn von Spiel zu Spiel immer mehr integrieren. Mir gefällt, dass er einen anderen Stil als Oli hat. Das macht uns am Kreis variabler.“ Der Neue fühlt sich offenbar sehr wohl am Lober, obwohl er erst seit wenigen Tagen mit der Mannschaft trainiert. „Die Mannschaft hat mich super aufgenommen. Die Fans sind toll und haben heute super Stimmung gemacht.“ Sven Sauerbrey & Jens Teresniak © Leipziger Volkszeitung NHV: Herholc (7 Paraden), Voigt (0 Paraden); Brodowski (2), Grohmann, Günther, Jungandreas (7/4), Mittag (5), Müller, Prautzsch (2), Sowada (1), Trodler (4), Wendlandt (2) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook 2. Männer: NHV-Reserve spielt clever Handball,  überzeugt aber nicht auf ganzer Linie Sonntag, 03.03.2019: HSV Mölkau - NHV Concordia Delitzsch II 22:29 (9:17) Im Nachholspiel der Bezirksliga Männer spielten die Concorden am letzten Sonntag in Leipzig gegen den HSV Mölkau. Da die Mölkauer Haie noch immer technische Probleme in ihrer Heimhalle haben, wurde das Spiel kurzerhand in die Leipziger Tarostraße verlegt. Für die Delitzscher mit besten Erinnerungen an die letzte Saison, immerhin wurde in dieser Halle das Spitzenspiel der Bezirksklasse gegen den USC Leipzig gewonnen, reiste man zum Sonntagnachmittag nach Leipzig. Leider reichten auch in diesem Spiel wieder zwei Pkws aus, um die gesamte Delitzscher Mannschaft inklusive Staff zum Auswärtsspiel zu befördern. Erfreulicherweise stellten sich mit Bruno Bernhardt und Sascha Krause zwei Spieler zur Verfügung, die sonst im Spielbetrieb nicht regelmäßig dabei sind. So konnte man die Herausforderung „Auswärtsspiel“ angehen. Die Zuschauer sahen schon in der Warmmachphase die gravierenden Unterschiede der beiden Mannschaften. Auf Mölkauer Seite reichte die Hallenbreite kaum aus, um allen Spielern Platz für das Aufwärmprogramm zu bieten. Auf Delitzscher Seite hatte man dagegen reichlich Platz auf der Spielhälfte um sich intensiv warm zu machen. Mit fünf Mitvierzigern in Ihren Reihen konnten die Concorden allerdings altersmäßig dagegenhalten. Als ob die zahlenmäßige Überlegenheit nicht schon genug war, versuchten die Mölkauer auch „verbal“ die Delitzscher Spieler zu beeinflussen. Mit Tönen aus der Musikbox, welche sonst wahrscheinlich nur die Mitarbeiter des SETI-Programmes zu hören bekommen, spielten die Mölkauer alles aus, was das Repertoire der psychologischen Beeinflussung zu bieten hat. Völlig unbeeindruckt von all diesen Umständen begannen die Delitzscher hochkonzentriert und bestimmten das Spiel von der ersten Sekunde an. Die 1:0 Führung sollte die erste und letzte Führung der Leipziger in diesem Spiel bleiben. Mit einer Manndeckung gegen Tobias Karl versuchte man, die Abläufe im Delitzscher Rückraum zu stören; aber dies gelang selten bis gar nicht. Die Loberstädter konzentrierten sich einfach auf das Spiel 5 gegen 5 und lösten jeden Angriff in spielerischer Manier. Besonders Abwehrchef Stefan Voigt sorgte in den ersten 10 Minuten für die spielerischen Überraschungsmomente im Delitzscher Angriffsspiel. Immer wieder wurde der Ball bis zur 100-prozentigen Torchance ausgespielt und dann konzentriert im Tor untergebracht. Die geschlossene Mannschaftsleistung macht sich auch daran fest, dass es in den ersten 15 Spielminuten schon 5 verschiedene Torschützen auf Delitzscher Seite gab. Da man auch in der Abwehr konzentriert zu Werke ging, setzte man sich bis zum Halbzeitpfiff Tor um Tor auf 9:17 ab. Natürlich nahm man sich vor, in der 2. Spielhälfte dort weiterzumachen wo man in der 1. Hälfte aufgehört hatte. Aber dies funktioniert im Sport sowieso eher seltener. Zum einen hatte man, wie eingangs erwähnt, wenig Wechselalternativen auf der Bank. So merkte man den Delitzscher Protagonisten auf der Platte an, wie allmählich die Konzentration nachließ. Zum anderen zeigten jetzt auch die Mölkauer Torhüter mehr und mehr ihr Können. So sorgten sie mit der ein oder anderen spektakulären Parade dafür, dass die Motivation beim HSV Mölkau von Minute von Minute zunahm. Beim 13:23 in der 42. Spielminute schien der Sieger festzustehen. Aber wer dachte, dass sich die Leipziger kampflos Ihrem Schicksal ergaben, der hatte sich geirrt. In der anschließenden Auszeit nahm man zum wiederholten Mal Änderungen im Abwehr- und Angriffsspiel vor. Da der eine oder andere ältere Concorde jetzt offensichtlich an seine körperlichen Grenzen stieß und dadurch auch in der Abwehr hier und da einen Schritt zu spät kam, konnte der HSV in den letzten 20 Minuten nicht nur das Spiel offener, sondern auch das Torverhältnis bis zum Schlusspfiff positiver gestalten. Dass am Ende noch ein 7-Tore-Plus auf Delitzscher Seite stand, war gerade in der Schlussphase ein Verdienst von Torhüter Tino Pantel. Er stand den beiden Mölkauer Torhütern mittlerweile in nichts mehr nach und sorgte mit der ein oder anderen spektakulären Parade für lautstarke Stimmung unter den mitgereisten Delitzscher Ultras. Unter anderem sorgte Tino mit seinem Auftreten dafür, dass es die Mölkauer Spieler an diesem Tag nicht fertigbrachten, auch nur einen Strafwurf zu verwandeln. Bei zwei der drei 7m-Versuchen schaffte es die „Katze von Zwochau“ selbst den Ball mit einem Körperteil vor der Torlinie zu stoppen. Und beim dritten Versuch reagierte er gar nicht, sondern sorgte mit seiner Aura dafür, dass der Ball über den Pfosten den Weg ins Seitenaus fand. Der NHV Concordia Delitzsch II ist somit erfolgreich in die letzte Phase der Saison gestartet. Es bleibt zu hoffen, dass man in den nächsten Wochen mehr Alternativen im Spielerkader zur Verfügung hat, denn mit 7 Punktspielen in den nächsten 8 Wochen, und dem Pokalhalbfinale am 24.03.2019 steht ein hammerhartes Restprogramm für die NHV-Recken an. Weiter geht es nächsten Sonntag zu gewohnter Zeit um 17 Uhr in der Delitzscher Mehrzweckhalle gegen die Reserve des VfL Waldheim. Bis dahin, Sport frei. Christian Hornig Im kleinen aber feinen Haufen vom NHV Concordia Delitzsch II spielten: Tino Pantel (TW), Bruno Bernhardt (2), Tobias Karl (10/4), Stefan Voigt (1), Chris Teresniak (8) Christian Hornig (3), Alexander Pietzsch (4), Sascha Krause (1), Anne Brosig (Physio, MV & Statistiker) NHV will nach turbulenten Tagen punkten Freitag, 01.03.2019: Handball-Oberligist Delitzsch kämpft in Aschersleben weiter um den Klassenerhalt / Neuzugang Moritz Brodowski gibt sein Debüt. Delitzsch. Es waren turbulente Tage beim NHV Concordia Delitzsch. Mit Nemanja Nesovanovic und Michal Paululik verabschiedeten sich vor wenigen Tagen kurzfristig zwei Spieler des Handball-Oberligisten, der im Gegenzug Moritz Brodowski aus Dessau verpflichtete. Und das ausgerechnet vor dem wichtigen Spiel am Sonntag beim HC Aschersleben. Felix Herholc bleibt dennoch gelassen. Die Stimmung in der Mannschaft sei gut, „und nach den drei Wochen Pause sind wir heiß auf die Begegnung“, berichtet der Torwart und Mannschaftskapitän. Tatsächlich hat Herholc gute Gründe, nicht in Pessimismus zu verfallen. Denn der sportliche Verlust der beiden Abgänge, die erst vor Saisonbeginn geholt wurden, hält sich in Grenzen. Zu mehr als Einwechselungen reichte es in der Regel nicht. Am Kreis kam Nesovanovic an Oliver Wendlandt nicht vorbei, und auf Rechtsaußen, Paululiks Position, hat Lucas Mittag in den vergangenen Partien deutlich aufsteigende Leistungen, verknüpft mit Torgefahr, unter Beweis gestellt. Die Ausgangssituation vor der Partie in Sachsen-Anhalt ist eindeutig. Die Concorden liegen mit 16:22 Punkten auf Platz neun, brauchen also möglichst beide Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Aschersleben ist Sechster mit 20:18 Punkten. „Wir wollen weiter punkten, um uns ein Polster im Abstiegskampf zu verschaffen“, sagt NHV-Trainer Wladimir Maltsev. Sein Gegenüber Dmitry Filippov gibt für sein Team trotz der vermeintlich guten Ausgangslage keine Entwarnung. „Wir liegen nur sechs Punkte vor den Abstiegsplätzen“, betont der Coach. „Wenn ich jetzt sagen würde, wir hätten es geschafft, dann wäre das falsch.“ Ganz auf der sicheren Seiten fühlt sich Ascherleben also noch nicht. „Ich denke nur daran, wie wir die Klasse erhalten können“, hatte der zweifache Olympiasieger Filippov vor Beginn der Punktrunde als Ziel ausgegeben. Und dabei ist es geblieben. Was nichts daran ändert, dass er mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden ist. „Meine Mannschaft hat Charakter.“ Die Nordsachsen fahren mit relativ breiter Brust zur Auswärtsbegegnung. Zuletzt gab es zwei Siege. Daheim wurde Köthen mit 31:24 förmlich vom Parkett gefegt, beim USV Halle gab es trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Top-Torjäger Frank Grohmann – sein Einsatz am Sonntag wackelt – einen 30:28 Erfolg. Filippov hat sich die Partie per Video angeschaut. Es sei für den Gegner, in diesem Fall Halle, nicht unbedingt von Vorteil, wenn ein Spieler wie Grohmann ausfällt. Das könne sich im Unterbewusstsein auswirken nach dem Motto: Heute wird es leichter. Oben drauf kam, dass beim USV andere Concorden wie Danny Trodler, Lucas Mittag und Jan Jungandreas erfolgreich in die Bresche sprangen. Der HC hat zuletzt gegen Plauen-Oberlosa 21:24 verloren, dafür aber in Köthen mit einem 29:29 einen Punkt geholt. „Delitzsch ist eine gute Mannschaft, es wird nicht einfach für uns“, meint Filippov. Zumal es auch in der Vergangenheit für seine Mannschaft daheim gegen den Gast nie leicht gewesen sei. Zudem sei der NHV prinzipiell besser als es das Punktekonto aussage. Maltsev bezeichnet den HC als heimstark und als ein „sehr gut eingespieltes Team“. Folglich werde die Tagesform entscheiden. „Ascherleben hat uns in der Vergangenheit immer gelegen, zudem haben sie einen ähnlich engen Kader wie wir“, betont Herholc. Neuzugang Moritz Brodowski weiß natürlich ebenfalls, dass Ascherleben eine erfahrene Truppe ist, „vor der man Respekt haben sollte“. Trotzdem wäre es „perfekt mit einem Sieg zum Einstand“. Der 18-Jährige, der in der Sachsen-Anhalt-Liga für die zweite Dessauer Mannschaft auflief und einen Vertrag bis Ende der Saison 2019/20 in Delitzsch unterschrieben hat, hofft auf Spielpraxis in seinem neuen Verein und darauf, sich in der Oberliga zu etablieren. Zunächst gehe es darum, den Klassenerhalt perfekt zu machen „und dann nächste Saison so früh wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben“. Brodowski hat mehrfach mit der ersten Dessauer Mannschaft (2. Bundesliga) trainiert, die von Uwe Jungandreas gecoacht wird. „Er hat mir viel mitgegeben“, berichtet Brodowski. Unter anderem, dass er als junger Spieler viel im taktischen und körperlichen Bereich arbeiten müsse. Er sei dankbar, dass die Verantwortlichen ihn so reibungslos mitten in der Saison nach Delitzsch ziehen ließen. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Ball der Legenden: Nummer zwei ist die Nummer eins Freitag, 01.03.2019: Handball-Bezirksliga: NHV Delitzsch II hat die Meisterschaft fast sicher, will aber (vorerst) nicht aufsteigen. Delitzsch. Als Erstes fallen die Namen auf. Immer noch. Alexander Pietzsch, Stefan Voigt, Christian Hornig – allesamt Legenden des Delitzscher Handballs. Inzwischen zwar leicht angegraut oder gar kahl stehen die netten älteren Herren sinnbildlich für Erfolg, damals wie heute, da die einstigen Erst- und Zweitliga-Haudegen, unterstützt von ein paar blutjungen Burschen, als NHV Concordia Delitzsch II die Bezirksliga beherrschen. Obwohl immerhin noch acht Spiele ausstehen, scheint die Meisterschaft klar, zu deutlich fiel die Dominanz bisher aus. Und doch wird das Team mit großer, großer Wahrscheinlichkeit auf den Aufstieg verzichten. „Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, spielen wir auch nächstes Jahr in der Bezirksliga“, sagt Spielertrainer Hornig und schiebt die Begründung gleich nach. „Uns fehlen einfach die jungen Spieler. Außerdem haben wir fünf Übungsleiter und viele Familienväter in der Mannschaft, da ist das auch einfach eine organisatorische Frage.“ Nicht ganz unerheblich: Der Sprung in die Verbandsliga wäre mit mehr Aufwand verbunden, im Training und unterwegs. Bis nach Chemnitz, Zwickau und Plauen führen die Auswärtsspiele. Dagegen ließe sich die Leipziger Bezirksliga größtenteils mit dem Fahrrad erobern. Freilich soll das kein Dauerzustand sein, die Verantwortlichen arbeiten an einer Lösung für nächstes Jahr, wie Hornig erläutert: „Ich sehe den Verzicht auch mit einem weinenden Auge, weil wir mit Tobias Karl und Bruno Bernhardt zwei 18-Jährige dabei haben, für die der Sprung in die Verbandsliga hilfreich wäre. Deswegen haben wir verschiedene Optionen“, die wir hier einfach mal unter dem schmissigen Begriff „Vision 2020“ zusammenfassen. Das Team soll mit externen Neuzugängen und Spielern aus der jetzigen B-Jugend massiv verjüngt werden. Möglich ist auch eine Spielgemeinschaft mit einem anderen Verein nebst Gründung einer dritten Mannschaft als Auffangbecken für die Altvorderen. Passend dazu schalten wir von der Zukunftsmusik wieder auf den Oldiesender. Denn natürlich drängen sich automatisch Vergleiche mit der Siegesserie der „alten“ Delitzscher Concordia Ende der 90er-Jahre auf, die eng mit den oben erwähnten Namen verknüpft ist. „Natürlich zieht man Vergleiche und langweilt die Jungen mit ein paar Anekdoten“, sagt Hornig und erinnert daran, dass die Reserve gerade einmal seit anderthalb Jahren Pflichtspiele bestreitet. „Anfangs wurden wir belächelt, da ist jeder in ´ne andere Richtung gelaufen“, erinnert sich der Coach. Die Verwirrungstaktik früher Tage mündete in anhaltendem Erfolg. 35 Punktspiele, 35 Siege stehen seit 2017 in der Bilanz, Meisterschaft in der Bezirksklasse und Aufstieg inklusive. Einzige Scharte: Das Bezirkspokalfinale im vergangenen Jahr, das 21:22 gegen Lok Leipzig Mitte II endete. Jene Lok-Reserve, übrigens mit Jungs wie Marcus Leuendorf, Marcel Ulrich und Ivo Doberenz eine hübsche Leipzig-Delitzscher Melange, ist auch in der Liga größter NHV-Konkurrent, wenn man das angesichts von sieben Minuspunkten Rückstand so nennen kann. „Ich bin trotzdem nicht so vermessen und sage, wir wollen mit null Minuspunkten durchgehen. Wir hatten schon einige enge Spiele und das Rückspiel bei Lok kommt noch“, sagt Hornig. Der Pokalsieg soll dann aber doch möglichst nachgeholt werden. Am 22. März steht das Halbfinale gegen den Leipziger SV Südwest an. Vorher muss die Mannschaft sich aber mit dem Liga-Alltag beschäftigen. Am Sonntag geht’s nach dreiwöchiger Pause beim Tabellenvorletzten HSV Mölkau weiter. Die alte Riege fiebert derweil schon jetzt weit über das Saisonende hinaus. Schließlich ist Delitzsch am 22. Juni nicht nur Titelverteidiger, sondern auch Gastgeber der Ostdeutschen Ü-40-Meisterschaft. Fünf Mannschaften haben bereits zugesagt. Dann sind die Legenden wieder unter sich. Johannes David © Leipziger Volkszeitung
Bilder Saison 2018/19