Nächstes Spiel Samstag, 16.11.2019 19:00 Uhr HC Burgenland --- NHV Conc. Delitzsch
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Newsarchiv - März 2019
18.03.2019 NHV enttäuscht in Apolda auf ganzer Linie 18.03.2019 wJD: 13:23 Auswärtssieg für die NHV-Mädchen 15.03.2019 Jungandreas macht’s mit links 11.03.2019 Meiner-Comeback bringt Delitzsch den Sieg 11.03.2019 2. Männer: Geburtstagskind motiviert den NHV Concordia II von der ersten bis zur letzten Minute 08.03.2019 In der Pflicht 05.03.2019 Eiskalt bestraft 03.03.2019 2. Männer: NHV-Reserve spielt clever Handball, überzeugt aber nicht auf ganzer Linie 01.03.2019 NHV will nach turbulenten Tagen punkten 01.03.2019 Ball der Legenden: Nummer zwei ist die Nummer eins NHV enttäuscht in Apolda auf ganzer Linie Montag, 18.03.2019: HSV Apolda 1990 - NHV Conc. Delitzsch 27:19 (15:8) Handball-Oberligist kassiert 19:27-Packung. Apolda. Der Wankelmut bleibt in dieser Saison steter Begleiter des NHV Concordia Delitzsch. Nach dem Sieg zuletzt gegen Einheit Plauen musste der Handball- Oberligist am Sonnabend einen deftigen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt hinnehmen, verlor beim HSV Apolda sang- und klanglos 19:27 (8:15). „Weder in der Abwehr, noch im Angriff oder auf der Torhüterposition hatten wir Normalform und dann passieren eben solche Niederlagen. Dazu kommen die personellen Probleme, die uns die Woche über beschäftigt haben“, sagte Jan Jungandreas, der selbst verletzt nur zuschauen konnte. Zudem fehlte der gerade erst zurückgekehrte Sascha Meiner wegen Knieproblemen, Frank Grohmann und Danny Trodler waren zwar an Bord, konnten aber krankheitsbedingt kaum trainieren. „Das war ein enttäuschender Auftritt von uns, der sich die Woche über aber schon angedeutet hatte. Wir waren durch Grippe und Verletzungen arg dezimiert, sodass eigentlich kein normales Training möglich war“, ergänzte Kapitän Felix Herholc. Die dünne Personaldecke war aber nicht das einzige Problem an diesem Tag, phasenweise fehlte offensichtlich auch die nötige Einstellung. Zu allem Überfluss erwischten die Delitzscher einen miserablen Start. Im Angriff spielte das Team viel zu drucklos, in der Abwehr ohne Aggressivität. Apolda nahm die zahme Spielweise dankbar an und setzte sich Stück für Stück zum bereits deutlichen Pausenstand ab. In der zweiten Hälfte ging es eigentlich nur noch um Schadensbegrenzung. Doch die Gäste verschliefen abermals die Anfangsphase. Bereits nach zwei Minuten musste Maltsev beim Stand von 9:18 die nächste Auszeit nehmen, ein Debakel drohte. Immerhin half die kleine Pause den Concorden ein bisschen auf die Sprünge, sie kamen auf 14:20 heran. Doch wenige Minuten später lag Delitzsch erneut mit neun Toren zurück und versuchte es in der Schlussphase mit einer sehr offensiven Deckung, was kaum Besserung brachte. Felix Herholc ärgerte sich hinterher entsprechend: „Wir haben den Start total verschlafen und konnten den Schalter danach nicht mehr umlegen.“ Jetzt hat der NHV drei Wochen spielfrei, ehe am 6. April die so wichtige Heimpartie gegen Schlusslicht Zwickauer HC Grubenlampe folgt. Sven Sauerbrey/Jens Teresniak © LeipzigerVolkszeitung NHV: Herholc (7 Paraden), Voigt (0 Paraden); Prautzsch 4, Wendlandt 4, Mittag 4, Trodler 4/1, Günther 2/2, Brodowski 1, Müller, Grohmann wJD: 13:23 Auswärtssieg für die NHV-Mädchen Montag, 18.03.2019: SV Lok Leipzig-M. - NHV Conc. Delitzsch 13:23 (9:10) Am Sonntag, den 17.03.2019 ab 13.00 Uhr war es wieder mal Zeit für einen Sieg der weiblichen D-Jugend Mannschafft des NHV. Das Spiel gegen die 2 Ränge in der Tabelle höher stehende Mannschafft des SV Lok Leipzig Mitte begann sehr ausgeglichen. Immer wieder wechselten sich die Torschützinnen beider Mannschaften ab, bis zum Halbzeitstand von 9:10. Die Ansage in der Halbzeit zum schnellen Konterspiel war scheinbar verständlich. Das Passspiel der Gegnerinnen wurde immer wieder unterbrochen und der Ball konnte abgeluxt werden. So warfen die Gastgeberinnen in der 2. Halbzeit nur noch 4 Tore, während die Gäste des NHV’s den Ball noch 13-mal im gegnerischen Kasten versenkten. Damit klettern die Delitzscherinnen kurz vor Saisonende zwei Tabellenplätze nach oben und stehen somit auf dem 5. Rang. Freude am Spiel und am Zusammenspiel brachte den Mädels den verdienten Sieg! Anja Zscheyge NHV: Luthe Miriam 3/2, Zscheyge Maja 10, Epperlein Martha, Kuhnert Annika 2, Fröhnert Lena-Marie, Löser Hanna 1, Schreiber Jasmin 1, Fiedler Alexa, Steffen Aleksandra, Heinze Ellen 5, Lewik Leonie 1, Mühlner Pia- Maxi (TW) Jungandreas macht’s mit links Freitag, 15.03.2019: Mit dem reaktivierten Co-Trainer will Handball- Oberligist Delitzsch im Abstiegskampf gegen Apolda punkten. Delitzsch. Es war anders geplant. Eigentlich wollte Jan Jungandreas sich in dieser Saison auf seine neue Rolle als Co-Trainer von Wladimir Maltsev konzentrieren. Doch die Verletzung von Top-Torjäger Frank Grohmann und der aufgehobene Vertrag mit Michal Paululik führten bei Handball-Oberligist NHV Concordia Delitzsch zu einer personellen Notlage auf der rechten Seite und zum Comeback von Linkshänder Jungandreas. Am vorigen Wochenende in der Partie gegen Einheit Plauen war der 31-jährige mit sieben Treffern am 36:28-Erfolg maßgeblich beteiligt. Morgen beim HSV Apolda wird der 31- Jährige auch wieder auflaufen. Wie wahrscheinlich in allen restlichen Saisonspielen. „Das wird wohl darauf hinauslaufen“, sagt Jungandreas. Für die Nordsachsen wie für die Thüringer geht es um viel. Beide Tams sind voll im Abstiegskampf. Die Concorden haben 18:24 Punkte, der Gastgeber 15:25 und eine Begegnung weniger. „Das ist ein Vier-Punkte-Spiel“, weiß Maltsev. „Für beide Mannschaften, da sie unten drin hängen“, ergänzt Apoldas Trainer Frank Ihl. Maltsev will in der Glockenstadt punkten, spricht aber von einer schweren Auswärtspartie. Ihl möchte die Zähler natürlich auch behalten. Dazu müsse seine Mannschaft, die am vorigen Wochenende in Köthen mit 22:30 unterlag, sich aber deutlich steigern. „Das war ein Totalausfall von uns.“ Er hoffe nun auf eine Reaktion, jeder Spieler müsse 120 Prozent geben. Die Schlappe der Apoldaer kann für Delitzsch wiederum eine gefährliche Kiste werden. „Wir müssen darauf gefasst sein, dass sie ganz heiß sein werden“, mahnt Jungandreas. Dennoch sieht er keinen Grund für vorauseilenden Pessimismus. „Eigentlich liegt uns Apolda.“ In den bisherigen Auseinandersetzungen habe es noch keine Niederlage der Concorden gegeben. In der Hinrunde gewannen sie klar mit 27:19. „Wenn wir diszipliniert in der Abwehr spielen und der Angriff ähnlich gut agiert wie gegen Einheit Plauen, dann sind wir nicht chancenlos.“ Der NHV „liegt uns nicht unbedingt“, sagt auch Ihl. Noch steht nicht fest, ob Rückkehrer Sascha Meiner, der gegen Plauen nach neun Monaten beruflich bedingter Pause wieder auflief und gleich der überragenden Spieler war, auch in Thüringen dabei sein wird. „Meiner hat das Handballspielen nicht verlernt“, zollt Ihl ihm Respekt. „Sascha ist eine absolute Bereicherung“, sagt Jungandreas und hofft natürlich auf den Einsatz. Für Ihl ist es zumindest vorerst die letzte Partie gegen Delitzsch. Nach fünf Jahren hört er am Saisonende in Apolda auf. „Ich muss meinen Akku aufladen.“ Gedanken um seine Trainer-Zukunft muss er sich offenkundig nicht machen. „Das Telefon hat schon mehrfach geklingelt.“ Aber es sollte schon „eine ordentliche Herausforderung“ sein. Zuvor will er mit Apolda den Klassenerhalt perfekt machen. Mit fünf Heimpartien bei sechs ausstehenden Begegnungen eine alles andere als unlösbare Aufgabe. Ihl meint, dass beim Gast in dieser Spielzeit „nicht alles rund gelaufen ist“. Das Potenzial sei aber vorhanden, die Concorden müssten es nur abrufen. „Delitzsch wird sicher nicht absteigen.“ Der NHV hat nur noch zwei Heimspiele gegen den so gut wie sichereren Absteiger Grubenlampe Zwickau und gegen den HBV Jena, der ebenfalls um den Klassenerhalt kämpft. Drei Begegnungen in der Fremde kommen oben drauf. Möglich, dass die Entscheidung erst in der letzten Begegnung Anfang Mai in Oebisfelde fallen wird. „Wir können gegen alle Gegner gewinnen, aber auch unerwartet Punkte lassen“, sagt Jungandreas. Schließlich sei die Staffel dadurch geprägt, dass jeder in der Lage sei, jeden zu schlagen. Aufsteiger Oebisfelde steckt ebenfalls unten in der Tabelle. „Ich hoffe, dass wir vorher alles klar machen.“ Dann könnte er sogar auf seinen Einsatz im Norden Sachsen-Anhalts verzichten und wieder Co-Trainer sein. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Meiner-Comeback bringt Delitzsch den Sieg Montag, 11.03.2019: NHV Conc. Delitzsch - HC Einheit Plauen 36:28 (18:16) Handball-Oberligist bezwingt Einheit Plauen mit 36:28 und sammelt wichtige Punkte gegen den Abstieg. Delitzsch. Die 48. Minute läuft. In der Handball- Oberliga zwischen dem NHV Concordia Delitzsch und Einheit Plauen erhalten die Gastgeber einen Siebenmeter. Da geschieht, was in dieser Vier-Punkte-Partie eigentlich nicht passieren darf: Der Ball knallt an die Latte. Den Fehlwurf hat Sascha Meiner verursacht. Sascha wer? Ja, richtig, Sascha Meiner. Der 30-Jährige hat überraschend sein Comeback für die Nordsachsen gegeben – und was für eins. Der vergebene Strafwurf ist das einzige Missgeschick, das dem Ex- Juniorennationalspieler unterläuft. Ansonsten führt er den NHV mit einer brillanten Leistung und neun Toren zu einem klaren 36:28-Erfolg über die Gäste aus dem Vogtland. Die sind mit 6:34 Tabellenletzter und so gut wie abgestiegen. Die Concorden sichern sich im Kampf um den Klassenerhalt zwei wichtige Zähler und haben nun 18:24 Punkte. Kurz vor Saisonbeginn hatte Meiner, in der Vorsaison mit 146 Treffern erfolgreichster Delitzscher Torschütze und der wohl beste, weil kompletteste Spieler der Oberliga, das Handtuch geworfen und sich in die Auszeit verabschiedet, da er ein Jahr früher als vorgesehen seine Stelle als Lehrer antreten konnte. Doch der Kontakt um NHV riss nie ab. Vor Kurzem, berichtet Meiner, habe er mit Vereinschef Axel Schüler telefoniert. Und da die Concorden nicht gerade glänzend dastünden, habe er gern der Bitte entsprochen, in der entscheidenden Phase auszuhelfen. Er habe den Rücken frei, da er gerade seine letzte Arbeit an der Uni abgegeben habe. Seine Rückkehr ist auch deshalb wichtig, da Top-Torjäger Frank Grohmann verletzungsbedingt weiter ausfällt. Am Donnerstag hat Meiner das erste Mal nach neun Monaten wieder trainiert, um gegen Plauen sein altes Trikot mit der Nummer drei überzustreifen. Er braucht nur wenige Minuten, um richtig in der Partie zu sein. Er holt einen Siebenmeter raus, den Jan Jungandreas, eigentlich Co-Trainer, aber aus Personalnot reaktiviert, sicher verwandelt. In der zwölften Minute ist es soweit: Meiner fängt einen Pass ab, läuft den Konter und schließt ihn mit seinem ersten Treffer des Abends ab. Er übernimmt die Regie, überzeugt mit Tempo und Spielwitz. „Er ist einfach ein klasse Spieler“, sagt Team-Manager Marko Bergelt zur Pause. Dass die Concorden da nur 18:16 führen, liegt an der lange nervösen Abwehr. Nach dem Seitenwechsel rückt Meiner von der Spielmacher- auf die Linksaußenposition und stellt erneut seine Vielseitigkeit unter Beweis, netzt von außen ein und erzielt sechs weitere Treffer. Zudem erweist sich Abwehr um Torwart Felix Herholc nun als kompakt. Trainer Wladimir Maltsev sagt: „Sascha hat uns neues Selbstbewusstsein gebracht.“. Gerade in den Phasen, in denen das Team nicht so recht an sich geglaubt habe, sei er vorangegangen. „Es ist ein Glück, dass er wieder für uns spielt“, lobt auch Kreisläufer Oliver Wendlandt. Meiner würde jeder Oberliga- Mannschaft gut tun, glaubt Martin Müller: „Sascha ist individuell der beste Spieler der Liga.“ Der wird nach dem Abpfiff von den Fans gefeiert und als Spieler des Abends ausgezeichnet. Es sei ein super Einstand gewesen, „als ob ich nie weg gewesen wäre“. Die Mannschaft habe gezeigt, dass sie die Klasse halten wolle. „Wir gehören in die Oberliga.“ Ob Meiner auch in Apolda wieder mit aufläuft, stehe noch nicht fest. Klar sei aber, dass er die restlichen Heimspiele mitmachen werde. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung NHV: Voigt (4 Paraden), Herholc (10 Paraden); Meiner (9), Sowada (4), Mittag (4), Prautzsch (1), Teresniak (1), Müller, Trodler (5), Jungandreas (7), Brodowski (1), Wendlandt (4) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook 2. Männer: Geburtstagskind motiviert den NHV Concordia II von der ersten bis zur letzten Minute Montag, 11.03.2019: NHV Conc. Delitzsch II – VfL Waldheim II 35:17 (19:7) Der Erste empfängt den Vierten. Dies war die Tabellenkonstellation am frühen Sonntagabend in der Delitzscher Mehrzweckhalle. Nachdem am Samstag und Sonntag alle NHV- Mannschaften, die in der Mehrzweckhalle zugange waren, ihre Spiele siegreich gestalten konnten, wollten die 2. Männer den Anderen in nichts nachstehen. Zugleich wollte man die eigene weiße Weste wahren und die nächsten zwei Pluspunkte im Ligabetrieb einfahren. Mit Jens Große, Hollstein und Sebastian Schäfer hatten die Delitzscher auch gleich ein paar Alternativen mehr als noch vor Wochenfrist beim HSV Mölkau. Somit waren die Loberstädter gut gerüstet, um im Spitzenspiel gegen die Reserve des VfL Waldheim zu bestehen. Die Gründe warum es über 60 Minuten eine sehr einseitige Partie wurde, kann jeder Zuschauer für sich selbst suchen. Ich möchte an dieser Stelle jedoch einige Beispiele liefern, warum der NHV 35 Tore selbst warf und nur 17 Gegentore bekam. Ein Grund war die sehr kompakte Delitzscher 6:0 Abwehr, welche von Alex Pietzsch und Stefan Voigt sehr gut organisiert wurde. So blockten die beiden jede Menge Gästewürfe und waren der Garant, dass im Deckungszentrum an diesem Tag kein Durchkommen war. Der nächste Grund könnte gewesen sein, dass die beiden Delitzscher Torhüter Tino Pantel und Dirk Fischer immer wieder mit Ihren Paraden den nötigen Rückhalt boten und es die beiden dadurch erreichten, dass das schnelle Waldheimer Spiel nicht die gewünschte Effektivität erzielte. Im Gegenteil - nach gehaltenen Würfen wurde das Spielgerät sofort mit langen Pässen auf die startenden Außenspieler Max Berger und Chris Teresniak gespielt. So konnten die Hausherren viele einfache Tore erzielten. Ein weiterer Grund könnte aber auch gewesen sein, dass im Positionsangriff immer wieder die richtige Entscheidung getroffen wurde. Und diese war manchmal recht simpel. Mit der 60-minütigen Manndeckung gegen Tobias Karl, lag die Verantwortung auf den beiden „alten“ Haudegen Jens Große und Christian Hornig. Und da die Waldheimer den Anschein erweckten, dass sie an diesem Sonntag nicht auf die Delitzscher Rückraumspieler heraustreten dürfen, feuerten Große/Hornig, wie zu besten Zeiten, aus allen Rohren. Hinzu kam, dass sich der „manngedeckte“ Tobias Karl überhaupt nicht für seine Manndeckung interessierte und ebenfalls 6 Tore aus dem Rückraum beisteuerte. Hinzu kam, dass der NHV in der 2. Spielhälfte mit der Einwechselung von Sebastian Schäfer und Thomas Hollstein frischen Wind auf die Platte brachte, und sich die beiden Protagonisten durch ihr mutiges und beherztes Auftreten nahtlos in das Mannschaftsgefüge einordneten. Dass die beiden seit Wochen nicht am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen konnten, war nicht erkennbar. Doch der Hauptgrund für das furiose Auftreten der 2. Männermannschaft des NHV Concordia Delitzsch II an diesem Tag war aber nicht auf dem Spielfeld zu finden. Er blieb 60 Minuten ruhig auf der Bank sitzen und folgte konzentriert dem Tun „Ihrer“ Jungs. Denn immer dann, wenn „Physio“ Anne Brosig die komplette Spielzeit auf der Bank sitzen darf, sind alle Protagonisten zufrieden und meistens auch unverletzt. Seit 1 ½ Jahren massiert, tapt, lockert und cremt sie die jungen und alten Männer zu Höchstleistungen auf dem Spielfeld. Letzten Freitag ist Anne nun zum zweiten Mal 29 Jahre jung geworden, und um dieses Wochenende für Anne perfekt abzuschließen, musste natürlich ein Sieg her. Dies gelang in überzeugender Manier gegen den bis dato Viertplatzierten der Bezirksliga, VfL Waldheim II. Kapitän Stefan Voigt ließ das Spiel wie folgt Revue passieren: „Wir haben mit einer sehr starken Abwehr dem Gegner frühzeitig den Zahn gezogen. Mit schnellem Umkehr- und souveränem Positionsspiel haben wird das Spiel schnell entschieden. Die Verunsicherung der Gäste nahm von Minute zu Minute zu. Am Ende konnten wir sogar etwas Kraft sparen. Dies ist besonders wichtig für die letzten 6 Ligaspiele und hoffentlich 2 Pokalspiele.“ Nächsten Sonntag reisen die Concorden nach Oschatz zur zweiten Vertretung der SG Riesa/Oschatz. Nach dem beherzten Auftreten der Mittelsachsen im Hinspiel, muss der NHV auch in diesem Spiel eine konzentrierte Leistung abrufen, um etwas Zählbares mit nach Hause zu bringen. Bis dahin, Sport frei. Christian Hornig Zu Annes Geburtstagswochenende spielten für den NHV Concordia Delitzsch II: Tino Pantel (TW), Dirk Fischer (TW), Tobias Karl (6), Stefan Voigt, Sebastian Schäfer (2), Thomas Hollstein (4), Chris Teresniak (3), Jens Große (6), Max Berger (5), Christian Hornig (7/1), Alexander Pietzsch (2), Anne Brosig (Physio und Geburtstagskind), Steffen Kienitz (Mannschaftsverantwortlicher, schön, dass Du wieder dabei bist!!!) In der Pflicht Freitag, 08.03.2019: Handball-Oberliga: Der NHV Concordia Delitzsch ist morgen gegen Schlusslicht Plauen zum Siegen verdammt. Delitzsch. Es sind ohne Zweifel schwierige Zeiten für den NHV Concordia Delitzsch. In der vorigen Saison noch auf Platz drei gelandet, kämpft der Handball-Oberligist in dieser Spielzeit einzig und allein gegen den Abstieg. „In unserer derzeitigen Situation und nach dem Saisonverlauf wäre alles andere jetzt vermessen als zu sagen, es geht erst mal nur um den Klassenerhalt“, formuliert es Martin Müller, Abwehrspezialist und eine der konstanten Stützen einer bisher unkonstant aufgetretenen Delitzscher Mannschaft. Da kommt, zumindest auf dem Papier, der HC Einheit Plauen gerade recht. Morgen spielen die Nordsachsen in eigener Halle (Anpfiff: 19 Uhr) gegen das Schlusslicht. Die Vogtländer sind mit 6:32 Punkten ziemlich abgeschlagen. „Realistisch betrachtet ist es für uns fast unmöglich, die Klasse zu halten“, räumt denn auch HC-Trainer Jan Richter ein. Und der NHV braucht dringend die beiden Zähler. Gegenwärtig liegt der Club mit 16:24 Punkten auf dem neunten Platz der 14 Mannschaften umfassenden Staffel. Aber die beiden direkten Verfolger Halle und Apolda (beide 15:23) haben jeweils eine Partie weniger ausgetragen. Was wiederum bedeutet, dass sie Delitzsch überholen können. Drittletzter und damit auf dem ersten Abstiegsplatz rangiert Oebisfelde (14:34). Der Aufsteiger kann somit zum NHV aufschließen. Ebenso wie Einheit Plauen dürfte der ZHC Grubenlampe Zwickau (8:30) das Herunterrutschen in die Sachsenliga schon fest gebucht haben. Müller zumindest hat Plauen noch nicht komplett abgeschrieben. „Das ist ein klassisches Vier-Punkte-Spiel“, sagt der 28-Jährige. Im Hinterkopf hat er dabei die Hinrundenbegegnung im Oktober. Beim damals punktlosen Tabellenletzten unterlagen die Concorden ziemlich überraschend mit 18:20 – eine nicht einkalkulierte Schlappe. „Für einen Sieg fehlten uns viele verschiedene Kleinigkeiten“, hatte Concorden-Coach Wladimir Maltsev damals enttäuscht kommentiert. „Alle meine Jungs sind heiß auf die Wiedergutmachung“, kündigt der Trainer nun an. „Wir haben in Plauen unglücklich in letzter Minute verloren und wollen es im Rückspiel besser machen.“ Natürlich gelte es auch, „uns für die unnötige Niederlage im Hinspiel zu revanchieren“, ergänzt Müller und fordert: „Wir müssen kämpfen und die Konzentration hoch halten.“ Für sein Tam zähle gegen jeden Gegner „nur der Sieg“, bekräftigt Maltsev. „Wir wären schlechte Sportler, wenn wir nicht jede Partie gewinnen wollten.“ Hoffnungen aus dem Hinspiel zieht Richter. Diese Begegnung habe gezeigt, „dass nicht auszuschließen ist, dass wir was holen können“. Richter rechnet mit einem spannenden Spiel. Er räumt aber ein, dass Einheit spielerisch mit dem Gastgeber nicht mithalten könne. Und wenn der seine Leistung zu 100 Prozent abrufe, „dann wird es für uns schwer“. Aber seine Mannschaft werde kämpferisch alles in die Waagschale werfen. Und generell sei gewinnen schöner als verlieren. „Außerdem sind wir unseren Fans gegenüber verpflichtet, alles abzurufen.“ Mut macht Richter auch die respektable 30:33-Niederlage am vorigen Wochenende gegen Köthen. „Wir hatten den Gegner am Rande der Niederlage.“ Erst zum Schluss habe sich die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt durchgesetzt. Die Concorden unterlagen derweil beim HC Aschersleben mit 23:28. Auch geschuldet dem engen Kader. So fehlte Top-Torjäger Frank Grohmann verletzt. Ob er gegen Plauen dabei sein wird, steht noch nicht fest. „Der Arzt muss grünes Licht geben“, sagt Maltsev. Sein Heimdebüt gibt Neuzugang Moritz Brodowski, der aus Dessau als Ersatz für Kreisläufer Nemanja Nesovanovic kam, dessen Vertrag ebenso aufgelöst wurde wie der von Rechtsaußen Michal Paululik. Auch für Müller geht es natürlich um die zwei Punkte, wenngleich Plauen nicht unterschätzt werde dürfe und in der ausgeglichenen Liga jeder an guten Tagen jeden schlagen könne. „Für uns gibt es zunächst nur das eine Ziel: Klassenerhalt.“ Und dieser sollte so schnell wie möglich sicher gemacht werden. Damit die Fans – und nicht nur die – nicht bis zum letzten Spieltag zittern müssen. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Eiskalt bestraft Dienstag, 05.03.2019: HC Aschersleben - NHV Conc. Delitzsch 28:23 (9:12) Handball-Oberliga: Delitzsch verliert nach ordentlicher erster Halbzeit 23:28 in Aschersleben. Aschersleben/Delitzsch. Stark begonnen, stark nachgelassen: Der NHV Concordia Delitzsch hat Spiel eins nach den Abgängen von Nemanja Nesovanovic und Michal Paululik am Sonntag 23:28 (12:9) beim HC Aschersleben verloren. Neuzugang Moritz Brodowski fügte sich bei seinem Debüt in der Handball- Oberliga mit zwei Toren ordentlich ein, bester Werfer der Gäste war aber der aus der zweiten Mannschaft reaktivierte Jan Jungandreas mit sieben Treffern. Allerdings machte sich besonders das verletzungsbedingte Fehlen von Top-Torjäger Frank Grohmann bemerkbar. „Aschersleben hat jede unserer leider zu häufigen Schwächephasen sofort bestraft. Wir haben ihnen mit unnötigen Zeitstrafen und vielen verworfenen freien Würfen immer wieder geholfen, ins Spiel zu kommen“, fasste NHV-Trainer Wladimir Maltsev zusammen und ergänzte: „Kämpferisch kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Leider hat wegen des schmalen Kaders aber hinten heraus auch etwas die Kraft gefehlt, um in Angriff und Abwehr den nötigen Druck aufrecht erhalten zu können.“ Die Partie gestaltete sich in der Anfangsphase sehr zäh. Beide Abwehrreihen ließen kaum einen Spielfluss aufkommen. Dennoch gelang es Delitzsch, sich einen kleinen Vorsprung zu erspielen und diesen verteidigte das Team aufopferungsvoll bis zur Halbzeit. Trotzdem gelang bei weitem auch in der ersten Halbzeit nicht alles, sonst hätte die Führung noch deutlicher ausfallen können. Hier haben auch die einfachen Tore von Grohmann gefehlt. Aber dass Einstellung und Willen vieles möglich machen, wurde zumindest in den ersten 30 Minuten sehr deutlich. Den Beginn der zweiten Halbzeit verschliefen die Gäste, und Aschersleben kam sehr schnell zum Ausgleich. Doch der NHV schlug zurück und holte sich schnell die Drei-Tore-Führung zurück. Doch nun folgten 22 ernüchternde Minuten. Seltsame Pfiffe der Unparteiischen gegen Delitzsch und eine zunehmend einseitige Regelauslegung brachten die Concorden völlig aus dem Konzept. Dazu vergaben die Gäste reihenweise beste Chancen, die Deckung stand nicht mehr so sicher und beide Torhüter bekamen keine Hand mehr an den Ball. Am Ende gewann Aschersleben souverän und kann für die nächste Saison planen, während der NHV am kommenden Sonnabend gegen Schlusslicht Einheit Plauen unbedingt gewinnen muss. Neuzugang Brodowski fand es „sehr schade, dass es heute trotz des Vorsprungs zur Pause nicht zum Sieg gereicht hat“, konnte sich dafür aber über Lob vom Chef freuen. „Moritz hat seine Sache gut gemacht. Er ist eine gute Ergänzung zu Oli (Oliver Wendlandt). Man darf nicht vergessen, dass er erst 18 Jahre alt ist und dies sein erstes Oberliga-Spiel war. Wir werden ihn von Spiel zu Spiel immer mehr integrieren. Mir gefällt, dass er einen anderen Stil als Oli hat. Das macht uns am Kreis variabler.“ Der Neue fühlt sich offenbar sehr wohl am Lober, obwohl er erst seit wenigen Tagen mit der Mannschaft trainiert. „Die Mannschaft hat mich super aufgenommen. Die Fans sind toll und haben heute super Stimmung gemacht.“ Sven Sauerbrey & Jens Teresniak © Leipziger Volkszeitung NHV: Herholc (7 Paraden), Voigt (0 Paraden); Brodowski (2), Grohmann, Günther, Jungandreas (7/4), Mittag (5), Müller, Prautzsch (2), Sowada (1), Trodler (4), Wendlandt (2) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook 2. Männer: NHV-Reserve spielt clever Handball, überzeugt aber nicht auf ganzer Linie Sonntag, 03.03.2019: HSV Mölkau - NHV Concordia Delitzsch II 22:29 (9:17) Im Nachholspiel der Bezirksliga Männer spielten die Concorden am letzten Sonntag in Leipzig gegen den HSV Mölkau. Da die Mölkauer Haie noch immer technische Probleme in ihrer Heimhalle haben, wurde das Spiel kurzerhand in die Leipziger Tarostraße verlegt. Für die Delitzscher mit besten Erinnerungen an die letzte Saison, immerhin wurde in dieser Halle das Spitzenspiel der Bezirksklasse gegen den USC Leipzig gewonnen, reiste man zum Sonntagnachmittag nach Leipzig. Leider reichten auch in diesem Spiel wieder zwei Pkws aus, um die gesamte Delitzscher Mannschaft inklusive Staff zum Auswärtsspiel zu befördern. Erfreulicherweise stellten sich mit Bruno Bernhardt und Sascha Krause zwei Spieler zur Verfügung, die sonst im Spielbetrieb nicht regelmäßig dabei sind. So konnte man die Herausforderung „Auswärtsspiel“ angehen. Die Zuschauer sahen schon in der Warmmachphase die gravierenden Unterschiede der beiden Mannschaften. Auf Mölkauer Seite reichte die Hallenbreite kaum aus, um allen Spielern Platz für das Aufwärmprogramm zu bieten. Auf Delitzscher Seite hatte man dagegen reichlich Platz auf der Spielhälfte um sich intensiv warm zu machen. Mit fünf Mitvierzigern in Ihren Reihen konnten die Concorden allerdings altersmäßig dagegenhalten. Als ob die zahlenmäßige Überlegenheit nicht schon genug war, versuchten die Mölkauer auch „verbal“ die Delitzscher Spieler zu beeinflussen. Mit Tönen aus der Musikbox, welche sonst wahrscheinlich nur die Mitarbeiter des SETI-Programmes zu hören bekommen, spielten die Mölkauer alles aus, was das Repertoire der psychologischen Beeinflussung zu bieten hat. Völlig unbeeindruckt von all diesen Umständen begannen die Delitzscher hochkonzentriert und bestimmten das Spiel von der ersten Sekunde an. Die 1:0 Führung sollte die erste und letzte Führung der Leipziger in diesem Spiel bleiben. Mit einer Manndeckung gegen Tobias Karl versuchte man, die Abläufe im Delitzscher Rückraum zu stören; aber dies gelang selten bis gar nicht. Die Loberstädter konzentrierten sich einfach auf das Spiel 5 gegen 5 und lösten jeden Angriff in spielerischer Manier. Besonders Abwehrchef Stefan Voigt sorgte in den ersten 10 Minuten für die spielerischen Überraschungsmomente im Delitzscher Angriffsspiel. Immer wieder wurde der Ball bis zur 100-prozentigen Torchance ausgespielt und dann konzentriert im Tor untergebracht. Die geschlossene Mannschaftsleistung macht sich auch daran fest, dass es in den ersten 15 Spielminuten schon 5 verschiedene Torschützen auf Delitzscher Seite gab. Da man auch in der Abwehr konzentriert zu Werke ging, setzte man sich bis zum Halbzeitpfiff Tor um Tor auf 9:17 ab. Natürlich nahm man sich vor, in der 2. Spielhälfte dort weiterzumachen wo man in der 1. Hälfte aufgehört hatte. Aber dies funktioniert im Sport sowieso eher seltener. Zum einen hatte man, wie eingangs erwähnt, wenig Wechselalternativen auf der Bank. So merkte man den Delitzscher Protagonisten auf der Platte an, wie allmählich die Konzentration nachließ. Zum anderen zeigten jetzt auch die Mölkauer Torhüter mehr und mehr ihr Können. So sorgten sie mit der ein oder anderen spektakulären Parade dafür, dass die Motivation beim HSV Mölkau von Minute von Minute zunahm. Beim 13:23 in der 42. Spielminute schien der Sieger festzustehen. Aber wer dachte, dass sich die Leipziger kampflos Ihrem Schicksal ergaben, der hatte sich geirrt. In der anschließenden Auszeit nahm man zum wiederholten Mal Änderungen im Abwehr- und Angriffsspiel vor. Da der eine oder andere ältere Concorde jetzt offensichtlich an seine körperlichen Grenzen stieß und dadurch auch in der Abwehr hier und da einen Schritt zu spät kam, konnte der HSV in den letzten 20 Minuten nicht nur das Spiel offener, sondern auch das Torverhältnis bis zum Schlusspfiff positiver gestalten. Dass am Ende noch ein 7-Tore-Plus auf Delitzscher Seite stand, war gerade in der Schlussphase ein Verdienst von Torhüter Tino Pantel. Er stand den beiden Mölkauer Torhütern mittlerweile in nichts mehr nach und sorgte mit der ein oder anderen spektakulären Parade für lautstarke Stimmung unter den mitgereisten Delitzscher Ultras. Unter anderem sorgte Tino mit seinem Auftreten dafür, dass es die Mölkauer Spieler an diesem Tag nicht fertigbrachten, auch nur einen Strafwurf zu verwandeln. Bei zwei der drei 7m-Versuchen schaffte es die „Katze von Zwochau“ selbst den Ball mit einem Körperteil vor der Torlinie zu stoppen. Und beim dritten Versuch reagierte er gar nicht, sondern sorgte mit seiner Aura dafür, dass der Ball über den Pfosten den Weg ins Seitenaus fand. Der NHV Concordia Delitzsch II ist somit erfolgreich in die letzte Phase der Saison gestartet. Es bleibt zu hoffen, dass man in den nächsten Wochen mehr Alternativen im Spielerkader zur Verfügung hat, denn mit 7 Punktspielen in den nächsten 8 Wochen, und dem Pokalhalbfinale am 24.03.2019 steht ein hammerhartes Restprogramm für die NHV-Recken an. Weiter geht es nächsten Sonntag zu gewohnter Zeit um 17 Uhr in der Delitzscher Mehrzweckhalle gegen die Reserve des VfL Waldheim. Bis dahin, Sport frei. Christian Hornig Im kleinen aber feinen Haufen vom NHV Concordia Delitzsch II spielten: Tino Pantel (TW), Bruno Bernhardt (2), Tobias Karl (10/4), Stefan Voigt (1), Chris Teresniak (8) Christian Hornig (3), Alexander Pietzsch (4), Sascha Krause (1), Anne Brosig (Physio, MV & Statistiker) NHV will nach turbulenten Tagen punkten Freitag, 01.03.2019: Handball-Oberligist Delitzsch kämpft in Aschersleben weiter um den Klassenerhalt / Neuzugang Moritz Brodowski gibt sein Debüt. Delitzsch. Es waren turbulente Tage beim NHV Concordia Delitzsch. Mit Nemanja Nesovanovic und Michal Paululik verabschiedeten sich vor wenigen Tagen kurzfristig zwei Spieler des Handball-Oberligisten, der im Gegenzug Moritz Brodowski aus Dessau verpflichtete. Und das ausgerechnet vor dem wichtigen Spiel am Sonntag beim HC Aschersleben. Felix Herholc bleibt dennoch gelassen. Die Stimmung in der Mannschaft sei gut, „und nach den drei Wochen Pause sind wir heiß auf die Begegnung“, berichtet der Torwart und Mannschaftskapitän. Tatsächlich hat Herholc gute Gründe, nicht in Pessimismus zu verfallen. Denn der sportliche Verlust der beiden Abgänge, die erst vor Saisonbeginn geholt wurden, hält sich in Grenzen. Zu mehr als Einwechselungen reichte es in der Regel nicht. Am Kreis kam Nesovanovic an Oliver Wendlandt nicht vorbei, und auf Rechtsaußen, Paululiks Position, hat Lucas Mittag in den vergangenen Partien deutlich aufsteigende Leistungen, verknüpft mit Torgefahr, unter Beweis gestellt. Die Ausgangssituation vor der Partie in Sachsen-Anhalt ist eindeutig. Die Concorden liegen mit 16:22 Punkten auf Platz neun, brauchen also möglichst beide Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Aschersleben ist Sechster mit 20:18 Punkten. „Wir wollen weiter punkten, um uns ein Polster im Abstiegskampf zu verschaffen“, sagt NHV-Trainer Wladimir Maltsev. Sein Gegenüber Dmitry Filippov gibt für sein Team trotz der vermeintlich guten Ausgangslage keine Entwarnung. „Wir liegen nur sechs Punkte vor den Abstiegsplätzen“, betont der Coach. „Wenn ich jetzt sagen würde, wir hätten es geschafft, dann wäre das falsch.“ Ganz auf der sicheren Seiten fühlt sich Ascherleben also noch nicht. „Ich denke nur daran, wie wir die Klasse erhalten können“, hatte der zweifache Olympiasieger Filippov vor Beginn der Punktrunde als Ziel ausgegeben. Und dabei ist es geblieben. Was nichts daran ändert, dass er mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden ist. „Meine Mannschaft hat Charakter.“ Die Nordsachsen fahren mit relativ breiter Brust zur Auswärtsbegegnung. Zuletzt gab es zwei Siege. Daheim wurde Köthen mit 31:24 förmlich vom Parkett gefegt, beim USV Halle gab es trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Top-Torjäger Frank Grohmann – sein Einsatz am Sonntag wackelt – einen 30:28 Erfolg. Filippov hat sich die Partie per Video angeschaut. Es sei für den Gegner, in diesem Fall Halle, nicht unbedingt von Vorteil, wenn ein Spieler wie Grohmann ausfällt. Das könne sich im Unterbewusstsein auswirken nach dem Motto: Heute wird es leichter. Oben drauf kam, dass beim USV andere Concorden wie Danny Trodler, Lucas Mittag und Jan Jungandreas erfolgreich in die Bresche sprangen. Der HC hat zuletzt gegen Plauen-Oberlosa 21:24 verloren, dafür aber in Köthen mit einem 29:29 einen Punkt geholt. „Delitzsch ist eine gute Mannschaft, es wird nicht einfach für uns“, meint Filippov. Zumal es auch in der Vergangenheit für seine Mannschaft daheim gegen den Gast nie leicht gewesen sei. Zudem sei der NHV prinzipiell besser als es das Punktekonto aussage. Maltsev bezeichnet den HC als heimstark und als ein „sehr gut eingespieltes Team“. Folglich werde die Tagesform entscheiden. „Ascherleben hat uns in der Vergangenheit immer gelegen, zudem haben sie einen ähnlich engen Kader wie wir“, betont Herholc. Neuzugang Moritz Brodowski weiß natürlich ebenfalls, dass Ascherleben eine erfahrene Truppe ist, „vor der man Respekt haben sollte“. Trotzdem wäre es „perfekt mit einem Sieg zum Einstand“. Der 18-Jährige, der in der Sachsen-Anhalt-Liga für die zweite Dessauer Mannschaft auflief und einen Vertrag bis Ende der Saison 2019/20 in Delitzsch unterschrieben hat, hofft auf Spielpraxis in seinem neuen Verein und darauf, sich in der Oberliga zu etablieren. Zunächst gehe es darum, den Klassenerhalt perfekt zu machen „und dann nächste Saison so früh wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben“. Brodowski hat mehrfach mit der ersten Dessauer Mannschaft (2. Bundesliga) trainiert, die von Uwe Jungandreas gecoacht wird. „Er hat mir viel mitgegeben“, berichtet Brodowski. Unter anderem, dass er als junger Spieler viel im taktischen und körperlichen Bereich arbeiten müsse. Er sei dankbar, dass die Verantwortlichen ihn so reibungslos mitten in der Saison nach Delitzsch ziehen ließen. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Ball der Legenden: Nummer zwei ist die Nummer eins Freitag, 01.03.2019: Handball-Bezirksliga: NHV Delitzsch II hat die Meisterschaft fast sicher, will aber (vorerst) nicht aufsteigen. Delitzsch. Als Erstes fallen die Namen auf. Immer noch. Alexander Pietzsch, Stefan Voigt, Christian Hornig – allesamt Legenden des Delitzscher Handballs. Inzwischen zwar leicht angegraut oder gar kahl stehen die netten älteren Herren sinnbildlich für Erfolg, damals wie heute, da die einstigen Erst- und Zweitliga-Haudegen, unterstützt von ein paar blutjungen Burschen, als NHV Concordia Delitzsch II die Bezirksliga beherrschen. Obwohl immerhin noch acht Spiele ausstehen, scheint die Meisterschaft klar, zu deutlich fiel die Dominanz bisher aus. Und doch wird das Team mit großer, großer Wahrscheinlichkeit auf den Aufstieg verzichten. „Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, spielen wir auch nächstes Jahr in der Bezirksliga“, sagt Spielertrainer Hornig und schiebt die Begründung gleich nach. „Uns fehlen einfach die jungen Spieler. Außerdem haben wir fünf Übungsleiter und viele Familienväter in der Mannschaft, da ist das auch einfach eine organisatorische Frage.“ Nicht ganz unerheblich: Der Sprung in die Verbandsliga wäre mit mehr Aufwand verbunden, im Training und unterwegs. Bis nach Chemnitz, Zwickau und Plauen führen die Auswärtsspiele. Dagegen ließe sich die Leipziger Bezirksliga größtenteils mit dem Fahrrad erobern. Freilich soll das kein Dauerzustand sein, die Verantwortlichen arbeiten an einer Lösung für nächstes Jahr, wie Hornig erläutert: „Ich sehe den Verzicht auch mit einem weinenden Auge, weil wir mit Tobias Karl und Bruno Bernhardt zwei 18-Jährige dabei haben, für die der Sprung in die Verbandsliga hilfreich wäre. Deswegen haben wir verschiedene Optionen“, die wir hier einfach mal unter dem schmissigen Begriff „Vision 2020“ zusammenfassen. Das Team soll mit externen Neuzugängen und Spielern aus der jetzigen B-Jugend massiv verjüngt werden. Möglich ist auch eine Spielgemeinschaft mit einem anderen Verein nebst Gründung einer dritten Mannschaft als Auffangbecken für die Altvorderen. Passend dazu schalten wir von der Zukunftsmusik wieder auf den Oldiesender. Denn natürlich drängen sich automatisch Vergleiche mit der Siegesserie der „alten“ Delitzscher Concordia Ende der 90er-Jahre auf, die eng mit den oben erwähnten Namen verknüpft ist. „Natürlich zieht man Vergleiche und langweilt die Jungen mit ein paar Anekdoten“, sagt Hornig und erinnert daran, dass die Reserve gerade einmal seit anderthalb Jahren Pflichtspiele bestreitet. „Anfangs wurden wir belächelt, da ist jeder in ´ne andere Richtung gelaufen“, erinnert sich der Coach. Die Verwirrungstaktik früher Tage mündete in anhaltendem Erfolg. 35 Punktspiele, 35 Siege stehen seit 2017 in der Bilanz, Meisterschaft in der Bezirksklasse und Aufstieg inklusive. Einzige Scharte: Das Bezirkspokalfinale im vergangenen Jahr, das 21:22 gegen Lok Leipzig Mitte II endete. Jene Lok-Reserve, übrigens mit Jungs wie Marcus Leuendorf, Marcel Ulrich und Ivo Doberenz eine hübsche Leipzig-Delitzscher Melange, ist auch in der Liga größter NHV-Konkurrent, wenn man das angesichts von sieben Minuspunkten Rückstand so nennen kann. „Ich bin trotzdem nicht so vermessen und sage, wir wollen mit null Minuspunkten durchgehen. Wir hatten schon einige enge Spiele und das Rückspiel bei Lok kommt noch“, sagt Hornig. Der Pokalsieg soll dann aber doch möglichst nachgeholt werden. Am 22. März steht das Halbfinale gegen den Leipziger SV Südwest an. Vorher muss die Mannschaft sich aber mit dem Liga-Alltag beschäftigen. Am Sonntag geht’s nach dreiwöchiger Pause beim Tabellenvorletzten HSV Mölkau weiter. Die alte Riege fiebert derweil schon jetzt weit über das Saisonende hinaus. Schließlich ist Delitzsch am 22. Juni nicht nur Titelverteidiger, sondern auch Gastgeber der Ostdeutschen Ü-40-Meisterschaft. Fünf Mannschaften haben bereits zugesagt. Dann sind die Legenden wieder unter sich. Johannes David © Leipziger Volkszeitung
Bilder Saison 2019/20