Nächstes Spiel Samstag, 26.01.2019 19:00 Uhr SV Plauen-Oberlosa --- NHV Conc. Delitzsch
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Newsarchiv - Januar 2019
16.01.2019 2. Männer: Glanzlos im Bezirkspokalhalbfinale 15.01.2019 Und schon wieder: Abstiegskampf 12.01.2019 Nach der Pause nach oben? 02.01.2019 NHV-Verantwortliche unzufrieden: „Es braucht einfach seine Zeit“ 2. Männer: Glanzlos im Bezirkspokalhalbfinale Mittwoch, 16.01.2019: SG Leipzig VIII - NHV C. Delitzsch II 25:16 (9:10) Zeitgleich zum Oberligaspiel der 1. Männermannschaft wurde das Viertelfinalspiel im Bezirkspokal zwischen der SG Leipzig VIII (ehemals SG LVB IV) und der Reserve des NHV angepfiffen. In diesem Spiel sollten die einzigen beiden ungeschlagenen Männermannschaften im Spielbezirk Leipzig aufeinandertreffen. Allerdings spielen die Leipziger aktuell eine Liga tiefer in der Bezirksklasse und stehen dort souverän auf Tabellenplatz 1. Mit Sven Kuhne und Marcel „Easy“ Albrecht stehen zwei ehemalige Delitzscher Spieler in den Reihen der Straßenbahner. Außerdem verfolgte mit Maik Wolf ein weiterer Ex-Delitzscher das Geschehen von außerhalb und sah über 60 Minuten eine sehr zerfahrene Partie. Beide Mannschaften taten sich schwer nach der längeren Handballpause, und somit war die Anfangsphase gespickt mit vielen Fehlern und mangelnden Torabschlüssen im Angriff. Es entwickelte sich eine ausgeglichene 1. Spielhälfte in der der NHV mit einer 10-9 Halbzeitführung in die Kabine gehen konnte. Negativer Höhepunkt nach 25 Spielminuten war eine rote Karte gegen Tobias Karl, der in Folge eines Zweikampfes vom Spiel ausgeschlossen wurde. Ab diesem Zeitpunkt mussten die, ohnehin schon dezimiert angereisten Delitzscher, ohne ihren Rückraumschützen auskommen. Nach einer lauterstarken Halbzeitansprache schworen sich die Concorden erneut mit ihrem grünen Motivationstrunk auf die 2. Halbzeit ein. Dass man mit der Leistung in den ersten 30 Minuten nicht zufrieden war zeigte sich ab Beginn des 2. Durchgangs. Jetzt wurde im Abwehrverbund viel mehr in die Beinarbeit investiert und folgerichtig konnte man jetzt auch einfache Kontertore erzielen. Über die Stationen 11-14, 12-17 und 15-22 (in der 52. Spielminute) sorgte die NHV-Reserve dafür, dass sich der Widerstand der Leipziger in den letzten Spielminuten in Grenzen hielt. In diesem „kleinen aber feinen Haufen“, welcher das Pokalviertelfinale bestritt, erwies sich Tino Pantel einmal mehr als sicherer Rückhalt. Er schaffte es, jeden zweiten Wurf der Leipziger so zu stoppen, dass dieser nicht die Torlinie überquerte. Außerdem bedankt sich die Mannschaft bei Sascha Krause, der freundlicherweise mal eben schnell in die Telemannstraße flitzte, um den Delitzschern eine Spieleralternative zu bieten. Und somit war der Jubel im Delitzscher Lager groß, als der „Sachse“ 4 blitzsaubere Tore zum verdienten 25-16-Auswärtssieg beisteuerte. Am Wochenende des 23./24. März steht das Halbfinale im Leipziger Bezirkspokal an, und mit dem LSV Südwest und der SG Leipzig V sind noch zwei starke Bezirksligisten im Halbfinal-Lostopf. Aber auch der Underdog des HV Böhlen II ist nicht zu unterschätzen. Im Viertelfinale konnte sich der letzte Bezirksklassevertreter gegen den Spitzenreiter der Kreisliga, den SV Regis Breitingen, souverän mit 30-19 durchsetzen. Die Delitzscher Vereinsverantwortlichen prüfen derzeit eine Bewerbung um die Austragung des Bezirkspokalfinales in der Delitzscher Mehrzweckhalle. Dieses würde am Mittwoch den 1. Mai 2019 stattfinden und umfasst die Finalspiele in der weiblichen und männlichen A-Jugend und die beiden Finals bei den Frauen und bei den Männern. Vielleicht sogar mit der ein oder anderen Delitzscher Mannschaft in den vier Finalspielen. Christian Hornig NHV II: Tino Pantel (TW), Tobias Karl (1), Stefan Voigt (1), Jan Jungandreas (6/1), Patrick Wiesmüller, Christian Müller (2/1), Max Berger (3), Christian Hornig (3), Sascha Krause (4), Alexander Pietzsch (5), Steffen Kienitz (MV) Und schon wieder: Abstiegskampf Dienstag, 15.01.2019: NHV C. Delitzsch - SG Pirnau/Heidenau 23:25 (11:14) Handball-Oberliga: NHV Concordia Delitzsch verliert zu Hause gegen Pirna/Heidenau und hadert mit vielen Kleinigkeiten. Delitzsch. Wladimir Maltsev hatte durchaus ehrgeizige Pläne. „Unser Ziel ist nach wie vor, die Abstiegszone so schnell wie möglich zu verlassen“, hatte der Trainer des Handball-Oberligisten NHV Concordia Delitzsch noch zu Jahresbeginn verkündet. Doch die harte Realität hat den Chef-Coach rasch eingeholt. Im ersten Spiel des neuen Jahres unterlagen die Nordsachsen am Sonntag in eigener Halle gegen die SG Pirna/Heidenau 23:25. Mit 12:20 Punkten sind die Delitzscher damit bedrohlich nah an die Abstiegsränge herangerückt. Die Concorden liegen nur einen Zähler vor dem Drittletzten, dem USV Halle. Und die haben ein Spiel weniger bestritten. Die kurzfristigen Aussichten sind alles andere als rosig. In knapp zwei Wochen tritt der NHV beim Tabellenzweiten SV Plauen-Oberlosa an. „Das wird eine schwere Auswärtsbegegnung“, sagte Maltsev voraus. Eine Woche später empfangen die Concorden mit der HG Köthen ebenfalls einen dicken Brocken. Die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt rangiert auf dem fünften Platz. Mit einer Leistung wie gegen Pirna dürfe da kaum etwas zu holen sein, befürchten jedenfalls Experten. „Eigentlich ist das ein Team, gegen das wir nicht verlieren dürfen“, meinte nach Abpfiff ein sichtlich konsternierter Torwart Felix Herholc. „Es tut weh, dass wir nicht die Klasse hatten, um diesen Gegner zu bezwingen“, sagte der Mannschaftskapitän. Einen Teil der Schuld an der Niederlage führte er auf die nach wie vor angespannte personelle Situation zurück. Kreisläufer Nemanja Nesovanovic fiel mit Rückenproblemen aus, Rechtsaußen Michal Paululik stand nach seiner Meniskusoperation zwar im Kader, verfolgte aber die Partie die ganze Zeit von der Bank aus, ebenso wie Linksaußen Michael Günther. „Dadurch mussten Frank Grohmann und Oliver Wendlandt durchspielen“, so Herholc. Regenerationspausen waren für die beiden also Fehlanzeige. Grohmann und Wendlandt waren in einer insgesamt enttäuschenden Delitzscher Mannschaft die erfolgreichsten Torschützen. Daneben überzeugte mit Abstrichen noch Herholc, der immerhin 38 Prozent der auf seinen Kasten kommenden Würfe entschärfte. Der Start war einigermaßen erfolgreich. Wendlandt brachte den NHV in Führung, später wurde der Vorsprung auf zwei Tore ausgebaut. Da funktionierte vor allem die Abwehr noch ordentlich. Pirna ließ nicht locker, verstand es häufig, Zuspiele auf Kreisläufer Wendlandt zu unterbinden und sorgte auch dafür, dass Torjäger Grohmann aus dem Spiel heraus nur selten zum Wurf kam. Der Bruch erfolgte ab Minute 25. Die Concorden trafen bis zur Halbzeitsirene nicht mehr, in der Abwehr taten sich plötzlich, als ob Kraft fehlte, Lücken auf, die von den Gästen konsequent ausgenutzt wurden. Im zweiten Abschnitt kämpfte der NHV sich heran und glich aus. „Aber wir haben es nicht geschafft, wieder in Führung zu gehen“, haderte Herholc. Was laut Maltsev an „vielen Kleinigkeiten“ lag. Da gab es gerade in der Offensive zu viele technische Fehler, das Zusammenspiel klappte ebenfalls nicht wie gewünscht, auch klarste Torchancen wurden vergeben. Zu selten wurden Ball und Gegner laufen gelassen. Geschah dies, dann stand irgendwann doch ein Angreifer frei am Kreis und konnte einnetzen, was Wendlandt auch tat. Pech kam in einer dieser wenigen Situationen durch einen Lattenkracher von Daniel Sowada oben drauf. So konnte Pirna den laut Trainer Dusan Milicevic „verdienten Sieg“ mit nach Hause nehmen. Die Gäste haben sich mit 16:16 Punkten im Mittelfeld festgesetzt. Sie sind also da, wo Delitzsch eigentlich hin wollte. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung NHV: Voigt (bei 1 Siebenmeter), Herholc (14 Paraden); Sowada (2), Grohmann (11/6), Mittag (2), Günther (n.e.), Prautzsch (2), Müller, Trodler (2), Wolski, Wendlandt (4), Paululik (n.e.) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook Nach der Pause nach oben? Samstag, 12.01.2019: Handball-Oberliga: Delitzsch startet am Sonntag gegen Pirna/Heidenau in die Rückrunde / Einsatz von Paululik fraglich. Delitzsch. Über Weihnachten und Neujahr lief es etwas ruhiger. Da die Mehrzweckhalle geschlossen war, hatten die Oberliga- Handballer des NHV Concordia Delitzsch ein paar Tage Trainingspause. „Das tat gut, um auch mental mal Abstand zu gewinnen“, sagt Oliver Wendlandt. Negative Auswirkungen für das erste Spiel im neuen Jahr an diesem Wochenende in der Mehrzweckhalle gegen die SG Pirna/Heidenau erwartet der Kreisläufer nicht. „Wir können Vollgas geben“, kündigt der 32-Jährige an. Durchaus vorteilhaft sei, dass die Begegnung nicht wie üblich am Sonnabend, sondern diesmal erst am Sonntag (16 Uhr) angepfiffen wird. „Dadurch haben wir einen Regenerationstag mehr.“ Zudem gehe er davon aus, „dass jeder Spieler selbst etwas getan“ habe. Cheftrainer Wladimir Maltsev sieht das ähnlich wie sein Abwehrorganisator. „Die Weihnachtspause kam zum richtigen Zeitpunkt.“ Schließlich sei die Mannschaft „mit der Kraft am Ende gewesen“. Dabei hatte das Team sich in den letzten Spielen des alten Jahres in guter Form gezeigt. Der HC Burgenland wurde mit 32:24 deutlich auf die Heimreise geschickt, bei Spitzenreiter Elbflorenz II gab es eine etwas unglückliche 31:33-Niederlage. Gleichwohl rangieren die Concorden, die miserabel in die Saison gestartet sind, derzeit nur auf dem zehnten Platz mit 12:18 Punkten (375:379 Tore), kämpfen in der 14 Vereine umfassenden Staffel um den Klassenerhalt. Pirna belegt mit 14:16 Zählern derzeit den siebten Rang. Von einer Favoritenrolle will Gäste-Trainer Dusan Milicevic dennoch nichts wissen. „Delitzsch hat eine sehr qualitätsvolle Mannschaft“, sagt er. Sie dürfe nicht unterschätzt werden. Zudem sei die Liga insgesamt sehr ausgeglichen. Auch gegen Mannschaften, die noch nicht so viele Punkte geholt hätten, sei die hundertprozentige Konzentration und Einstellung erforderlich, um nicht auf der Verliererstraße zu landen. Deshalb habe er „großen Respekt“ vor den Nordsachsen und dem Publikum, das für eine gute Stimmung in der Halle sorge. Trotzdem sei die Erwartung, immer zu gewinnen. „Wir wollen die zwei Punkte holen.“ Nicht überbewerten will Milicevic den klaren 30:22-Erfolg im Hinspiel. Delitzsch habe zum Saisonstart Kaderprobleme gehabt. Mit Rückkehrer Danny Trodler im linken Rückraum „sieht das Team jetzt ganz anders aus und spielt deutlich besser als zu Beginn“. Allerdings wiege der Abgang von Sascha Meiner, in der vorigen Spielzeit mit 146 Treffern bester Delitzscher Torschütze, doch sehr schwer. Auch wenn Neuzugang Frank Grohmann, derzeit mit 132 Treffern Führender der Oberliga-Torschützenliste, „eine tolle Saison spielt“. Zudem zähle Felix Herholc „zu den Top-Torhütern“. Pirna zeichnet sich seit Jahren durch eine starke Defensivleistung aus. Mit 349 Gegentreffern hat das Team die zweitbeste Abwehr. „Die Deckung und die Torhüter sind ganz wichtige Faktoren für uns“, berichtet Milicevic, dessen Spielphilosophie auf einer guten Abwehr basiert und offensiv auf die zweite Welle setzt. Den Kasten hütet mit Benas Vaicekauskas der vorherige Stammtorwart des litauischen Meisters Klaipedos Dragunas. Zusammen mit Schlusslicht Einheit Plauen hat Pirna dafür die ungefährlichste Offensive. Erst 347 Treffer wurden erzielt. Milicevic ficht das nicht an. „Wir werfen mehr Tore als in der vergangenen Saison. Das ist positiv.“ Der NHV will auch gegen den „absolut unangenehmen Gegner“ (Wendlandt) siegreich sein. „Zuhause wollen wir immer punkten“, betont Maltsev, der seine Spieler mit der entsprechenden Taktik auf den Gegner einstellen wird. Aber nur das werde nicht reichen. „Wir brauchen Laufbereitschaft, Disziplin und den Mut, dorthin zu gehen, wo es weh tut.“ Noch steht nicht fest, ob Michal Paululik eingesetzt werden kann. „Wir schauen, in welcher Form er ist“, hält Maltsev sich bedeckt. Der tschechische Rechtsaußen war im November am Meniskus operiert worden. Ein „kompakte, bewegliche Abwehr“ dürfte der Schlüssel zum Erfolg sein, prognostiziert Wendlandt. Ein Erfolg sei wichtig, um den Anschluss an das Mittelfeld mit Pirna zu erreichen und die ebenfalls um den Klassenerhalt kämpfende Konkurrenz aus Halle und Apolda „nicht herankommen zu lassen“. Dann hätte sich die Weihnachtspause gelohnt. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Linktipp: Programmheft 13.01.2018 (pdf 3,7 MB) NHV-Verantwortliche unzufrieden: „Es braucht einfach  seine Zeit“ Freitag, 04.01.2019: Handball-Oberligist Delitzsch will schnell aus der Abstiegszone heraus und erneuten Umbruch vermeiden. Delitzsch. Axel Schüler redet nicht um den heißen Brei herum. „Das war bis jetzt mäßig, wir hatten uns mehr erhofft“, zieht der Präsident des Handball-Oberligisten NHV Concordia Delitzsch Zwischenbilanz. Und tatsächlich ist das Team um Trainer Wladimir Maltsev von Schülers Vorgabe, einen Platz im vorderen Mittelfeld einzunehmen, momentan weit entfernt. Mit 12:18 Punkten rangieren die Concorden in der 14 Clubs umfassenden Staffel auf dem neunten Rang, kämpfen also derzeit eher um den Klassenerhalt als um den Anschluss nach oben. „Unser Ziel ist nach wie vor, die Abstiegszone so schnell wie möglich zu verlassen“, gibt Maltsev denn auch die Marschroute für die restlichen elf Begegnungen vor. Mannschaftskapitän Felix Herholc pflichtet ihm bei. „Wir müssen zusehen, so schnell wie möglich unten herauszukommen, um nicht bis zum Ende zu zittern.“ Zugleich versucht der Torwart, das eher schlechte Abschneiden ein wenig zu relativieren. „Wenn wir daheim gegen Oebisfelde und bei Einheit Plauen wie erwartet gewonnen und nicht verloren hätten, dann wären wir im Soll.“ Als Hauptgrund führt Maltsev den großen personellen Umbruch der Mannschaft an, die in der vergangenen Saison den dritten Platz belegte. „Da war mir schon klar, dass es eine schwere Spielzeit wird.“ So verlor Delitzsch unter anderem die Leistungsträger Jan Jungandreas, Oskar Emanuel, Danny Trodler und Clemens Schlegel. Zudem warf Sascha Meiner, mit 146 Treffern erfolgreichster Concorden-Torschütze in der vorigen Saison, kurzfristig im Sommer das Handtuch. Der frühere Junioren- Europameister arbeitet jetzt als Lehrer, ein Jahr früher als erwartet. „Der Beruf geht vor“, hat Schüler Verständnis. „Das war schon ein richtiger Aderlass“, kommentiert Jungandreas, der Maltsev jetzt als Co-Trainer zur Seite steht. Auf die Abgänge reagierten die Nordsachsen mit vielen Neuverpflichtungen. Allerdings mit unterschiedlichem Erfolg. Nemanja Nesovanovic (Kreis) und Michal Paululik (Rechtsaußen) hatten und haben mit Verletzungen zu tun. Paululik wurde vor Weihnachten am Meniskus operiert. Jan Derk Janßen (linker Rückraum, Linksaußen) traf es noch schlimmer. Kaum schien der erste Kreuzbandriss auskuriert, zog er sich den zweiten zu und wird erst in der nächsten Saison auflaufen können. Es fehlte also vor allem im linken Rückraum ein Ersatz für Trodler, der als Spielertrainer zum Bezirksligisten Glesien gewechselt war. Die Offensivaktivitäten hingen zu sehr an Neuzugang Frank Grohmann (rechter Rückraum). Der 28-Jährige ist ein Volltreffer und der überragende Spieler der Oberliga. Mit 132 Treffern führt er die Torschützenliste mit weitem Abstand an. „Er macht einen sehr guten Job bei uns“, lobt Maltsev. Gleichwohl erkannte auch die Vereinsführung, dass „ein Grohmann einfach zu wenig ist“, wie es Herholc formulierte. Trodler wurde zurückgeholt, zudem der Pole Mateusz Wolski verpflichtet. Wolski sei ein „intelligenter Spieler, der im Rückraum auf allen Positionen eingesetzt werden kann“, so Maltsev. Und mit Trodler sei das Team im linken Rückraum variabler. „Die vielen Abgänge sind schwer zu verkraften, da muss das Team sich erst finden“, sagt auch die außenstehende Fachfrau Ines Seidler, lange Jahre Trainerin des Liga-Rivalen HC Burgenland und jetzt Coach des USV Halle. „Es braucht einfach seine Zeit, sich aufeinander einzuspielen“, sekundiert NHV-Vizepräsident Sören Raab. So war der Auftakt mit drei Niederlagen in Folge miserabel, später die fehlende Konstanz die Konstante. Einem „kollektiven Blackout“ (Maltsev) Zuhause gegen Aufsteiger Oebisfelde (19:25) folgte ein überragender 32:24-Erfolg gegen den Tabellendritten Burgenland. „Die vergangenen Wochen stimmen positiv“, hat Herholc trotz aller Schwankungen zuletzt einen Aufwärtstrend ausgemacht. „Stabilität kommt nur, wenn die Mannschaft mehrere Spiele in der selben Formation zusammenspielt“, begründet Maltsev. Die Partien gegen Burgenland und bei Spitzenreiter HC Elbflorenz II (31:33) hätten gezeigt, „dass wir auch starken Gegnern das Leben schwer machen können“. Der Trainer kündigt an, „dass wir jetzt unsere Leistung stabilisieren wollen“, um so viele Punkte wie möglich zu holen. Kurzfristig, ab Februar, dürfte Linksaußen Jonas Meiner – er pausiert derzeit aus beruflichen Gründen – zumindest partiell wieder zur Verfügung stehen. Die mittelfristigen Aussichten jedenfalls sind, zumindest auf dem Papier, durchaus positiv. Ein erneuter großer Umbruch steht vor der Saison 2019/20 nicht an. „Wir haben langfristige Verträge und wollen den neuen Kader möglichst bis Ende Januar komplett haben“, berichtet Schüler. Lediglich auf zwei bis drei Positionen seien Neuverpflichtungen angedacht. Geplant sei dann, „vorne mitzuspielen“. Auch Maltsev hat das Ziel, „die Mannschaft für die nächsten zwei, drei Jahre zusammenzuhalten“. Wenn das gelinge, „können wir auch vorne mitspielen“. Herholc unterstützt das. „Klar sollte es das Ziel sein, irgendwann auf die Medaillenränge zu kommen“. Aber zuvor gelte es, „die Saison vernünftig zu Ende zu spielen“. Das nächste Spiel steigt am 13. Januar um 16 Uhr in der heimischen Mehrzweckhalle gegen die SG Pirna/Heidenau. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung
Bilder Saison 2018/19