Nächstes Spiel Sonntag, 13.01.2019 16:00 Uhr NHV Conc. Delitzsch --- SG Pirna/Heidenau
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Newsarchiv - Dezember 2018
18.12.2018 Ein paar Fehler zu viel 17.12.2018 2. Männer: Mit Derbysieg in die Weihnachtspause 14.12.2018 NHV fährt als Außenseiter zum Tabellenführer 12.12.2018 2. Männer: NHV holt sich Selbstvertrauen fürs Kreisderby / Pantel lässt Herholc „alt“ aussehen 11.12.2018 wJD: Spannend bis zur letzten Sekunde 10.12.2018 NHV überrollt den Tabellendritten aus dem Burgenland 07.12.2018 Nach „Kollektiv-Blackout” will Delitzsch gegen Burgenland wieder punkten 04.12.2018 wJD: Selbstbewusst zum Sieg 04.12.2018 2. Männer: Adventsstimmung beim Heimsieg gegen Borna 03.12.2018 NHV rückt nachHeimpleite an Abstiegszone heran Ein paar Fehler zu viel Dienstag, 18.12.2018: HC Elbflorenz 2006 II - NHV 33:31 (17:13) Handball-Oberliga: Delitzsch verpasst im letzten Spiel des Jahres eine Überraschung bei Spitzenreiter Dresden. Dresden/Delitzsch. Die Handball-Männer des NHV Concordia Delitzsch haben im letzten Oberligaspiel des Jahres den großen Wurf verpasst. Sie verloren am Sonntag beim souveränen Spitzenreiter HC Elbflorenz Dresden II mit 31:33 (13:17) und tänzeln damit weiter am Rand der Abstiegszone entlang. Angesichts des knappen Ausgangs der Angelegenheit pendelten sich die Analysen irgendwo zwischen Enttäuschung und Hoffnung ein. „In der ersten Hälfte waren wir zu langsam und haben viele gute Torchancen liegen gelassen, was Dresden eiskalt mit einer schnellen ersten und zweiten Welle ausgenutzt hat. In der zweiten Halbzeit waren wir dann viel disziplinierter und haben uns auf diese Weise mehr Torchancen erspielt. Aber die Aufholjagd kostete viel Kraft und so hat es am Ende leider nicht ganz gereicht, weswegen wir einmal mehr mit leeren Händen dastehen“, sagte Trainer Wladimir Maltsev. Ähnlich sah das Kapitän Felix Herholc: „Die erste Halbzeit haben wir leider völlig verschlafen. Die zweite Halbzeit sollte uns Auftrieb geben für die schweren Aufgaben im neuen Jahr.“ Und am Ende wurde der Schlussmann sogar selbstkritisch. „Alles in allem war das ein Mut machender Auftritt, der mit einer etwas besseren Torhüterleistung auch anders hätte ausgehen können.“ Das Spiel begann aus Gästesicht alles andere als gut. Ehe das Team sich versah, lag es bereits 1:5 zurück, aber wie so oft in dieser Saison kämpfte sich Delitzsch zurück und schaffte beim 5:6 den Anschlusstreffer. Dresden ließ sich davon aber wenig beeindrucken. Während die Hausherren ihre Chancen gnadenlos nutzten, scheiterte der NHV in dieser Phase immer wieder am Torwart. Beim Stand von 12:6 deutete vieles auf ein Debakel hin. Doch zumindest stabilisierten sich die Concorden anschließend und kamen bis zur Pause immerhin auf vier Treffer heran. Zu Beginn der zweiten Halbzeit war es dann ein ausgeglichenes Spiel. Dresden verwaltete den Vorsprung sehr souverän, da der HC im Angriff traf wie er wollte. Die eine oder andere Parade wäre hier sehr hilfreich gewesen, aber die Delitzscher Torhüter hatten nicht ihren besten Tag erwischt. Weil aber die Abwehr nun endlich besser zupackte, kamen die Gäste langsam wieder ins Spiel. Dank eines 4:0-Laufs gelang der 22:23- Anschlusstreffer und der NHV hatte die Chance zum Ausgleich. Dresden spielte in dieser Phase in Unterzahl und brachte für den Torhüter einen zusätzlichen Feldspieler. Delitzsch erkämpfte sich den Ball, und Wolski wollte den Ball sofort ins leere Tor werfen, traf aber nur den Pfosten. Von nun an entwickelte sich ein spannendes Spiel, wobei Dresden im Angriff weiter nach Belieben traf. Eine weitere kurze Schwächephase nutzte die Elbflorenz-Reserve gnadenlos aus und führte plötzlich wieder mit vier Toren. Auch wenn Delitzsch noch einmal herankam, war es die eine Schwächephase zuviel. Fazit: Gegen einen wirklich guten Gegner darf man sich einfach nicht zu viele Fehler erlauben. „Am Ende haben Kleinigkeiten das Spiel entschieden. Ich denke dennoch, dass es genau auf diesen Kampfgeist und Zusammenhalt im neuen Jahr aufzubauen gilt“, sagte Jungspund Daniel Sowada, mit fünf Treffern zweitbester NHV-Schütze an diesem Tag. Und Trainer Wladimir Maltsev ergänzte: „Wenn wir so weitermachen, werden wir nicht lange auf die nächsten Punkte warten müssen.“ Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich schon sehr bald: Am 13. Januar starten die Delitzscher mit einem Heimspiel gegen die SG Pirna/Heidenau ins neue Handballjahr. Sven Sauerbrey/Jens Teresniak © Leipziger Volkszeitung NHV: Voigt (2 Paraden), Herholc (7 Paraden, davon 2 Siebenmeter); Sowada (5), Grohmann (4/2), Mittag (4), Prautzsch, Müller, Nešovanović (2), Trodler (4), Wolski (4), Karl, Wendlandt (8) 2. Männer: Mit Derbysieg in die Weihnachtspause Montag, 17.12.2018: NHV Concordia Delitzsch II – HV Glesien 29:19 (11:10) Knapp 150 Zuschauer waren Freitagabend in die Mehrzweckhalle gekommen, um sich das Kreisderby zwischen dem NHV Concordia Delitzsch II und dem HV Glesien anzuschauen. Zuletzt gab es dieses Duell in der Bezirksligasaison 2010/2011. Mit Sebastian Schäfer, Christian Müller und Karsten Möbius gibt es immerhin noch drei Spieler auf Delitzscher Seite, welche damals schon auf der Platte standen. Die beiden letztgenannten spielten da aber noch im Trikot des HV Glesien. Nachdem viel im Vorfeld über dieses Spiel berichtet wurde, merkte man allen Beteiligten eine gewisse Nervosität an, welche sich durch viele kleine Fehler in der Anfangsphase bemerkbar machte. Nach zehn gespielten Minuten konnten beide Teams erst zwei Tore auf ihrer Seite verbuchen. Doch nach dieser „Abtastphase“ nahm das Spiel allmählich Fahrt auf. Keine Mannschaft konnte sich in der ersten Spielhälfte entscheidend absetzen, und somit erlebten die Zuschauer bis dahin eine nicht unbedingt hochklassige, aber doch sehr spannende erste Spielhälfte. Mit 11:10 ging es in die Halbzeitpause. Einzig und allein die Chancenverwertung gab Anlass zu Kritik. Die teils sehr ansehnlich herausgespielten Torchancen wurden ein ums andere Mal vom stark reagierenden Marcus Härtling im Glesiener Tor zunichte gemacht. Abgesehen von der Chancenverwertung gab es nicht viel zu bemängeln im Delitzscher Spiel. Wenn man bedenkt das die Glesiener pro Spiel im Schnitt mindestens 26 Tore werfen und mit Thomas Hollstein und Stefan Voigt den Delitzschern zwei prägende Abwehrkanten nicht zur Verfügung standen, konnte man mit 10 Gegentoren zur Halbzeit durchaus zufrieden sein. Trotz der guten Leistung von Tino Pantel in der ersten Hälfte, wechselten die Delitzscher jetzt Dirk Fischer im Delitzscher Tor ein und dieser knüpfte nahtlos an die, in diesem Jahr fast schon traditionell, starken Auftritte der NHV-Torleute zwischen den Torpfosten an. Auch in der Abwehr wurde eine kleine Justierung vorgenommen. Die Mannschaftsverantwortlichen Stefan Voigt und Jens Große stellten Christian Hornig neben Abwehrchef Alexander Pietzsch in den Mittelblock -  und was soll ich sagen, vor Stolz war ich mindestens genauso groß wie Alex neben mir. Nach anfänglichen Abstimmungsproblemen in der Abwehr, funktionierte das Zusammenspiel immer besser. Folgerichtig konnten sich die Delitzscher in den ersten zehn Minuten der 2. Spielhälfte bis auf 18:12 absetzen. Diese Hypothek sollte für den restlichen Spielverlauf zu hoch für die Glesiener Mannschaft sein. In der Abwehr stand man nach wie vor sicher und im Angriff hatte man jetzt genug Selbstvertrauen um für jede Spielsituation die passende Antwort zu finden. Egal ob die 1. Welle über Oliver Peszt und Chris Teresniak gespielt wurde oder im Positionsangriff Jan Jungandreas und Tobias Karl durch Regisseur Christian Müller glänzend in Szene gesetzt wurden - immer wieder baute man Druck auf die gegnerische 6:0-Abwehr auf und konnte sich Tor um Tor absetzen. Und sollte die Abwehr des HV Glesien doch mal den Spielfluss der Delitzscher unterbrechen, hatte man immer noch die Option mit Alexander Pietzsch am Kreis. Dieser war größtenteils nur unfair zu stoppen. Angesprochen auf die vielen blauen Flecke auf den Oberarmen und die Schrammen am Kopf meinte Alex nach dem Spiel nur trocken: „Tja, so sehen Derbysieger nun mal aus.“ Immer weiter baute man den Vorsprung aus und verwaltete diesen nicht einfach nur. Dass es am Ende ein 10-Torevorsprung wurde, war auch der Verdienst der Youngster Max Berger und Bruno Bernhardt die zum ersten Mal Derbyluft im Männerbereich schnupperten. Ohne auch nur den kleinsten Hauch von Nervosität, fügten sie sich nicht nur nahtlos in das Spiel der Mannschaft ein. Mit Ihrer mutigen und unbekümmerten Art und Weise setzten sie sogar das ein oder andere Ausrufezeichen in diesem Spiel und trugen dazu bei, dass die Zuschauer die Mannschaft mit stehenden Ovationen feierte. Vielleicht ist es gerade diese Charaktereigenschaft, die diese Delitzscher Mannschaft auszeichnet. Egal wer vom NHV Concordia Delitzsch II gerade auf der Platte steht - jeder ist bereit alles für dieses Team zu geben. Steffen Kirchner, Mentalcoach diverser Profisportler, sagte einmal. „Menschen, die miteinander arbeiten, addieren ihre Potenziale. Menschen, die füreinander arbeiten, multiplizieren ihre Potenziale!“ Dieser Satz beschreibt den „Spirit“ der NHV-Reserve, im Moment, ziemlich gut. Wenn ich als Spieler weiß, dass ich mich immer und überall auf meinen Nebenmann verlassen kann, so entwickle ich selbst solch ein enormes Selbstvertrauen, um in den entscheidenden Situationen noch mehr aus mir persönlich herauszuholen. Wohlwissend das dies nicht selbstverständlich ist und Woche für Woche gefestigt werden muß. Mit dieser starken Mannschaftsleistung geht es nun die Winterpause. Zeit, um voller Stolz auf ein Jahr 2018 zurückzublicken, welches erfolgreicher kaum hätte sein können. Mit 44:0 Punkten wurde im April der Aufstieg in die Bezirksliga gefeiert. Zudem stand man im Bezirkspokalfinale und musste sich in diesem Spiel nur knapp mit 21:22 gegen (zu diesem Zeitpunkt eine Liga höher spielenden) SV Lok Mitte II geschlagen geben. Hinzu kommt - inklusive des Derbysiegs am letzten Freitag - eine Serie von 33 aufeinanderfolgenden Ligaspielen ohne Niederlage. Mit stolz geschwellter Brust verabschieden sich „Anne und die Pfeffiprinzen“ in die wohlverdienten Weihnachtsferien und wir wünschen allen Zuschauern, Unterstützern und Handballverrückten ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest, um dann gesund in das Jahr 2019 zu rutschen und in dem wir Sie liebe Zuschauer, ganz herzlich wieder in der Delitzscher Mehrzweckhalle begrüßen möchten. Vielen Dank und bis bald. Christian Hornig NHV II: Dirk Fischer (TW), Tino Pantel (TW), Tobias Karl (5), Sebastian Schäfer, Chris Teresniak (6), Jan Jungandreas (5), Oliver Peszt (3), Christian Müller, Max Berger (2), Christian Hornig (5/4), Alexander Pietzsch (3), Anne Brosig (Physio) Stefan Voigt, Jens Große & Karsten Möbius (MV) NHV fährt als Außenseiter zum Tabellenführer Freitag, 14.12.2018: Handball-Oberliga: Nordsachsen treffen in Dresden auf die früheren Spieler Emanuel und Boese. Delitzsch. Es war ein klein wenig auch ein Delitzscher Erfolg. Da triumphierte voriges Wochenende in der Mitteldeutschen Handball- Oberliga Elbflorenz II bei der bis dato daheim ungeschlagenen HG 85 Köthen mit 37:29 und festigte die Tabellenführung. Herausragend dabei waren auf Dresdner Seite Oskar Emanuel (12 Tore) und René Boese (7) – also zwei frühere Delitzscher Spieler. Am Sonntag kommt es in der Landeshauptstadt zum Wiedersehen mit ihnen, denn der NHV Concordia tritt in Dresden an. Für die Nordsachsen wird es dabei auch darauf ankommen, Emanuel auszubremsen. Der Sohn des hiesigen Landrates Kai Emanuel will dabei nicht versprechen, erneut zweistellig einzunetzen. „Es wäre schön, wenn man sich so etwas vornehmen könnte“, sagt Oskar Emanuel. Er versuche, einfach ein gutes Spiel abzuliefern und seinen Beitrag zu leisten. „Wer aus unserem Team die Tore wirft, spielt dabei keine Rolle.“ Die Ausgangslage ist klar. Das Perspektivteam des Zweitligisten kann unbeschwert aufspielen, die Concorden dagegen, die mit 12:16 Punkten auf Rang acht der Tabelle liegen, wollen im letzten Punktspiel des Jahres nicht mit leeren Händen zurück an den Lober reisen, sondern aus einer Mittelfeldposition heraus, mit Distanz zu den Abstiegsrängen, frohe Weihnachten feiern. „Uns erwartet eine schwere Aufgabe“, betont NHV-Trainer Wladimir Maltsev. Aber die Dresdner hätten auch schon fünf Punkte abgegeben. „Wir haben eine Chance, etwas zu holen, und das probieren wir.“ Für Abwehrexperte Martin Müller steht fest, „dass wir natürlich als klarer Außenseiter hinfahren“. Daran ändere auch die gute Partie mit dem 32:24- Erfolg gegen Burgenland am vorigen Sonnabend nichts. Dort überzeugte Müller übrigens auch in der Offensive und erzielte drei Tore. Doch kampflos die Punkte an der Elbe zu lassen, kommt für ihn nicht infrage. „Es muss kein Nachteil sein, dass wir in diesem Spiel wenig zu verlieren haben.“ Dass Elbflorenz nicht unschlagbar sei, habe die Saison bereits bewiesen. „Wir fahren also mit viel Respekt hin, aber ohne Angst und mit gestärktem Selbstvertrauen nach der Partie gegen Burgenland.“ Elbflorenz-Coach Rico Göde – auch er ein früherer Delitzscher – macht deutlich, „dass wir die Tabellenführung festigen wollen“. Und dazu ist ein Erfolg über den Gast nötig. Die Concorden seien schwer einzuschätzen, spielt Göde auf die schwankenden Leistungen des NHV im bisherigen Saisonverlauf an. „Wir müssen zu einhundert Prozent unsere Leistung abrufen.“ Emanuel pflichtet ihm bei. „Delitzsch spielt momentan sehr wechselhaft, man weiß nie, mit welcher Tagesform sie anreisen.“ Es werde wichtig sein, „dass wir unser Umschaltspiel über 60 Minuten hochhalten, denn im Positionsangriff ist Delitzsch sehr unangenehm.“ Der Gastgeber habe eine gute besetzte Auswechselbank „und kann permanent und ohne Qualitätsverluste Druck auf den Gegner ausüben“, weiß Maltsev. Jeder Delitzscher müsse sich an die vorgegebene Marschroute halten und mit viel Disziplin spielen, mahnt Müller. Das war bisher nicht immer so. Auch sollten die Concorden laut Müller darauf vorbereitet sein, dass Göde Ideen habe, wie Frank Grohmann gestoppt werden könne. Die 28-jährige Delitzscher Überlebensversicherung führt die Torschützenliste mit 128 Treffern und riesigem Abstand an. Verzichten muss Maltsev weiter auf Jan Derk Janßen und Michal Paululik, ein dickes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Michael Günther, der sich gegen Burgenland am Fuß verletzte. Emanuel jedenfalls hat seinen Wechsel nach Dresden, wo er studiert, nicht bereut. „Sportlich läuft es besser als gedacht“, berichtet er. „Als Team verstehen wir uns super.“ Auch Göde ist voll des Lobes für Oskar Emanuel: „Er hat sich gut entwickelt, wir sind sehr zufrieden mit ihm.“ Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung 2. Männer: NHV holt sich Selbstvertrauen fürs  Kreisderby / Pantel lässt Herholc „alt“ aussehen Mittwoch, 12.12.2018: NHV II – BSC Victoria Naunhof 35:17 (17:9) Inspiriert vom positiven Auftreten der 1. Männer im Spiel gegen den HC Burgenland einen Tag zuvor, wollten die Sportskanonen der 2. Männer den „Großen“ in nichts nachstehen, spielten 60 Minuten konzentriert Handball und wussten beim 35:17 Heimsieg über weite Strecken zu überzeugen. Bis zum 4:4 in der 10. Spielminute konnten die Naunhofer Gäste das Spiel noch ausgeglichen gestalten, doch ab diesem Zeitpunkt zogen die Delitzscher Tor um Tor davon. Immer wieder schaffte man es, den Gegner zu schwierigen Würfen zu zwingen, um dann mit seinem Tempospiel selbst Druck auszuüben. Überragender Rückhalt war einmal mehr Torhüter Tino Pantel. Diesem gelang es, sich mit einer „Fangquote“ von mehr als 52% auszuzeichnen. Angestachelt durch eine interne Wette mit Spielertrainer Christian Hornig, in welcher der Keeper der zweiten Männer die überragenden 50% von Felix Herholc am Vorabend noch übertreffen wollte. Und dies gelang ihm in beeindruckender Manier. Allerdings auch alle anderen Delitzscher Spieler zeigten an diesem Abend in jeder Sekunde, dass sie sich von der positiven Körpersprache vom Vorabend haben inspirieren lassen. Als Kreisläufer Alexander Pietzsch kurz vor dem Halbzeitpfiff bei einem Freiwurf gedankenschnell schaltete und auf Torjäger Jan Jungandreas passte, traf dieser mit einem krachenden Schlagwurf zum 17:9 Halbzeitstand. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war ersichtlich, dass es für die Naunhofer schwer werden würde, etwas Zählbares aus der Loberstadt mitzunehmen. Und damit gar nicht erst der Gedanke an eine Aufholjagd aufkam, machten die Mannen um Kapitän Stefan Voigt an der Stelle weiter wo sie in der 1. Hälfte aufgehört hatten. Bis zur 42. Minute baute man den Vorsprung auf 23:10 aus. Was die Naunhofer auch probierten, es sollte an diesem Tag wenig gelingen. Weder 2 Naunhofer Auszeiten, innerhalb von 5 Minuten, noch abwechselnde Manndeckungen gegen die Delitzscher Rückraumspieler brachten den gewünschten Erfolg. Und da sich die Delitzscher vor dem Spiel geschworen hatten, jede Situation zu nutzen, um sich Selbstvertrauen für das anstehende Kreisderby gegen den HV Glesien zu holen, baute man den Vorsprung bis zum Schluss immer weiter aus. 35:17 stand auf der Anzeigetafel, und dieses Ergebnis ist gleichzeitig der höchste Delitzscher Sieg in dieser Saison. Ob das erarbeitete Selbstvertrauen reicht, um die starke Glesiener Mannschaft zu bezwingen, wird sich am Freitag um 19 Uhr in der Delitzscher Mehrzweckhalle zeigen. Denn dann kommt es seit langem einmal wieder zu einem Punktspiel der Delitzscher Reserve gegen den HV Glesien und Sie sind herzlich eingeladen. Bis dahin, Sport frei. Christian Hornig NHV Concordia Delitzsch II:  Tino Pantel (TW), Tobias Karl (6), Stefan Voigt (1), Schäfer Sebastian (2), Thomas Hollstein (4) Jan Jungandreas (12), Patrick Wiesmüller, Oliver Peszt (3), Max Berger (1), Christian Hornig (4/1), Alexander Pietzsch (2), Anne Brosig (Physio) Steffen Kienitz (MV) wJD: Spannend bis zur letzten Sekunde Dienstag, 11.12.2018: TuS Leipzig-Mockau - NHV Conc. Delitzsch 12:12 (6:5) Am vergangenen Samstag reiste die weibliche Jugend D zum Drittplatzierten TuS Leipzig-Mockau, um für den nächsten Erfolg zu sorgen. Von Beginn an waren alle Beteiligten konzentriert und boten einen spannenden Wechsel auf dem Spielfeld. Auf beiden Seiten stand eine sehr gute Abwehr, was die Angriffe sehr schwierig machte. Bis zum Pausentee konnte sich keiner absetzen (6:5). Danach schwächelten die Concordinnen etwas und die Leipzigerinnen konnten sich einen kleinen Vorsprung erarbeiten (10:7). Zahlreich mit angereiste Eltern sowie die Trainer feuerten die Mädchen weiter an und so konnten sie wieder Tore gutmachen. In den letzten 15 Minuten konnten die Mockauer Mädchen nur noch 2 Tore erzielen. Das verdeutlicht die sehr gute Abwehrarbeit. Am Ende der Spielzeit stand es 12:12 und das war nur gerecht. Ein Jubel brach aus und alle waren erleichtert, dass es weiterhin bergauf geht. Trainerin Anja Zscheyge lobte die Abwehrarbeit wobei noch Unsauberkeiten abzustellen wären, sagte aber auch, dass im Angriff noch zugelegt werden müsse. Alles in allem ein erfolgreicher Tag für die Delitzscher Mädchen. Nun heißt es in der kommenden Woche gut trainieren, denn am kommenden Samstag wird gegen LSG Löbnitz gespielt. Anastasia Orechow / Beatrice Fröhnert NHV überrollt den Tabellendritten aus dem Burgenland Montag, 10.12.2018: NHV Conc. Delitzsch - HC Burgenland 32:24 (17:14) Handball-Oberligist schafft nach 32:24-Erfolg Anschluss ans Mittelfeld / Ausfälle von Trodler und Wolski weggesteckt. Delitzsch. Es waren ähnliche Sätze. „Wenn es bei der Trainingsbeteiligung keine Konstanz gibt, dann kommt sie auch nicht im Spiel“, sagte Waldimir Maltsev, Trainer des Handball-Oberligisten NHV Concordia Delitzsch, vor der Heimpartie gegen den HC Burgenland (HCB). Über verletzte, angeschlagene und kranke Akteure stöhnte auch Maltsevs Gegenüber Steffen Baumgart. „Eine ordentliche Spielvorbereitung ist da überhaupt nicht möglich“, gestand der Coach. Die Ausgangslage war also ähnlich. Heraus kam am Sonnabend  eine über weite Strecken einseitige Begegnung. Die Concorden gewannen überraschend und deutlich mit 32:24 (14:11), schafften so mit 12:16 Punkten wieder Anschluss an das Mittelfeld und verpassten dem favorisierten Tabellendritten einen Dämpfer im Kampf um die Spitzenplätze, die Elbflorenz II und Plauen-Oberlosa einnehmen. „Wir waren in allen Belangen Delitzsch unterlegen, hatten mental und physisch nichts entgegenzusetzen“, räumte Baumgart ein. Maltsev lobte seine Mannschaft: „Sie hat heute gezeigt, was sie kann.“ Das war nicht immer so im bisherigen Saisonverlauf. Eine Woche zuvor etwa hatten die Nordsachsen sich bei der 19:25-Pleite daheim gegen Aufsteiger SV Oebisfelde blamiert. „Heute hat jeder für jeden gearbeitet“, erklärte Martin Müller den Unterschied. „Wir haben gesehen, dass es nur als Einheit geht“, begründete Lucas Mittag, der als Rechtsaußen überzeugte, sechs Tore erzielte und vom Fanclub Loberhaie zum Spieler des Abends gekürt wurde.  „Wir sind diszipliniert aufgetreten“, ergänzte ein zufriedener Maltsev. Mannschaftskapitän und Torwart Felix Herholc freute sich, „dass wir heute als Team aufgetreten sind“. Dabei war die Ausgangslage für die Gastgeber alles andere als positiv. Danny Trodler war erkrankt, Mateusz Wolski konnte wegen eines Trauerfalls in der Familie nicht mitmachen. Michal Paululik (Meniskus) fällt bis Jahresende aus, Jan Derk Janßen (Kreuzband) wird sich auch den Rest der Spielzeit mit der Zuschauerrolle begnügen müssen. So zog sich Co-Trainer Jan Jungandreas das Trikot über, um im Notfall einzugreifen. Doch der trat nicht ein. Maßgeblich, weil die Maßnahmen von Maltsev einschlugen. So beorderte er Defensivspezialist Müller in der ersten Halbzeit im Angriff auf die durch Trodlers Ausfall verwaiste linke Rückraumposition. Müller ließ sich nicht lumpen, erzielte in bester Torjägermanier drei Treffer. Schon bei der Partie in Köthen 23:25) hatte der 28-Jährige seine Offensivqualitäten mit fünf Toren unter Beweis gestellt. Die Concorden starteten im ersten Spiel der Rückrunde stark, bauten die Führung auf fünf Treffer aus. Die routinierten Gäste aus dem südlichen Sachsen-Anhalt – sieben Spieler sind um die 30 Jahre alt, Torwart Michal Galia hat sogar 46 Jahre auf dem Buckel – gaben aber nicht auf, kämpften sich heran und lagen zweimal beim 9:10 und 10:11 (21. Minute) sogar in Führung. „Da haben wir die Köpfe oben gelassen“, freute sich Müller. Oben drauf kam ein entscheidender personeller Schachzug von Maltsev. Für den guten Torwart Marian Voigt brachte er Herholc. Der parierte gleich die ersten drei Burgenland-Würfe und brachte den Gegner mit insgesamt 18 Paraden schier zur Verzweiflung. Zudem forderte der Keeper die Zuschauer zur lautstarken Unterstützung auf, was dann auch erfolgte. „Wir haben im Angriff geduldig gespielt“, sagte Herholc. „Wir haben nicht überhastet geworfen, sondern gewartet, bis wir gute Positionen hatten“, pflichtete Maltsev ihm bei. So setzte der NHV sich wieder ab und ließ sich auch nach dem Seitenwechsel nicht davon beirren, dass der HC bis auf einen Treffer wieder herankam. Auch die jüngeren Spieler wie Daniel Sowada und Niklas Prautzsch wirbelten im Angriff, suchten und fanden die Lücken in der Abwehr der immer schwächer werdenden Gäste.  Und Verlass war erneut auf Top-Torjäger Frank Grohmann, der sich selbst von einer zeitweiligen Manndeckung nicht stoppen ließ, zehn Bälle im Kasten unterbrachte und die Torschützenliste der Oberliga mit 128 Treffern deutlich anführt. Der Zweitplatzierte, Sebastian Triller vom HBV Jena, kommt auf 96 Tore. „Grohmann hat überragt“, fand der verletzte HCB- Torwart Max Neuhäuser, ein früherer Delitzscher. „Bei uns hat dagegen wenig funktioniert.“ Maltsev hofft, dass nächste Woche im letzten Spiel des Jahres bei Elbflorenz sein Team ähnlich gut funktioniert wie gegen Burgenland. „Wenn wir unsere Leistung zeigen, sind wir nicht chancenlos.“ Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung NHV: Voigt (2 Paraden), Herholc (18 Paraden, davon 1 Siebenmeter) ; Sowada (2), Grohmann (10/3), Mittag (6), Günther, Prautzsch (4), Müller (3), Nešovanović (2), Karl, Wendlandt (5), Jungandreas Linktipp: Bildergalerie bei Facebook Nach „Kollektiv-Blackout” will Delitzsch gegen  Burgenland wieder punkten Freitag, 07.12.2018: Handball-Oberligist leidet noch unter Niederlage gegen Aufsteiger Oebisfelde. Delitzsch. Die Wiedersehensfreude fällt gedämpft aus. Sieben Jahre hütete Max Neuhäuser das Tor des NHV Concordia Delitzsch und feierte als größten Erfolg 2016 die Sachsenmeisterschaft und den Aufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga. Ein Jahr später wechselte der heute 26-Jährige zum Liga-Rivalen HC Burgenland und hat dort, so Trainer Steffen Baumgart, „starke Leistungen“ gezeigt. Doch wenn morgen die Nordsachsen in eigener Halle (Anpfiff: 19 Uhr) auf den Gast aus dem südlichen Sachsen- Anhalt treffen, dann wird Neuhäuser nicht zwischen den Pfosten stehen. In der Partie gegen den jetzigen Tabellenführer Elbflorenz II (26:27) am 10. November zog er sich einen Spiralbruch am kleinen Finger zu, wurde operiert und fällt seitdem aus. „Ich hoffe, Ende Januar wieder mitspielen zu können“, berichtet der Keeper. „Sein Ausfall ist nicht zu unserem Nachteil“, zieht sein Delitzscher Gegenüber Felix Herholc das Positive für den NHV aus der Verletzung. Ob die Begegnung seitens der Concorden, die nach der 19:25-Heimpleite gegen den SV Oebisfelde mit 10:16 Zählern wieder um den Klassenerhalt kämpfen, erfreulich verlaufen wird, muss sich zeigen. „Burgenland gehört eindeutig zu den besseren Mannschaften“, zeigt Herholc Respekt vor dem Gegner, der mit 19:7 Punkten auf Rang drei steht, nur zwei Zähler hinter Elbflorenz II und dem SV Plauen-Oberlosa. „Burgenland gehört zur Liga- Spitze“, weiß natürlich auch Concordia-Coach Wladimir Maltsev. Das Team spiele seit vielen Jahren zusammen und verstärke sich vor jeder Saison punktuell. „Deswegen ist es kein Wunder, dass sie dieses Jahr oben stehen.“ Burgenlands Trainer Baumgart erwartet dennoch keinen Spaziergang, zumal der in der vorigen Saison erfolgreichste Torschütze Kenny Dober wohl weiter verletzt ausfallen dürfte. „Wir sind höchstens auf dem Papier der große Favorit. Ich tue mich damit schwer, denn die Oberliga ist sehr ausgeglichen.“ Delitzsch sei trotz allem heimstark „und wird gegen uns sehr heiß sein“. Folglich werde es ein schweres Spiel für den HC. „Wir dürfen die Concorden nicht unterschätzen“, mahnt auch Neuhäuser. Die Atmosphäre in der Mehrzweckhalle sei eine der besten der Liga, „das macht einfach Spaß“. Was nichts daran ändere, „dass es unser Anspruch ist, zu gewinnen“. Herholc wirft natürlich auch nicht die Flinte vorzeitig ins Korn. „Wenn wir unser gutes Gesicht zeigen, dann ist für uns was drin“, meint der Mannschaftskapitän. Er räumt ein, dass die Niederlage nach extrem schwacher Leistung gegen Aufsteiger Oebisfelde „immer noch weh tut“. Eine Erklärung für die fehlende Konstanz der Gastgeber hat er nicht. „Wenn wir das Rätsel lösen, werden wir schnell unten herauskommen.“ Maltsev wird da ein wenig deutlicher. Gegen Oebisfelde hätten Abwehr wie Angriff weder ihre Aufgaben erfüllt noch das Besprochene umgesetzt. „Wenn es bei der Trainingsbeteiligung keine Konstanz gibt, dann kommt sie auch nicht im Spiel.“ Es sei ein generelles Problem der Amateur-Oberliga, dass wegen Krankheiten, Verletzungen, Geburtstagen des Vaters und aus beruflichen Gründen die Trainingsbeteiligung häufig nicht so sei, wie es sich die Trainer vorstellten. Wenn die ganze Woche nur sieben, acht Feldspieler zur Verfügung stünden, gebe es kaum Möglichkeiten, sich auf die kommende Begegnung vorzubereiten. „Deswegen kann jeder jeden schlagen“, betont Maltsev. Auf die Frage, warum es gegen Burgenland besser werde als gegen Oebisfelde, antwortet er ebenso lapidar wie vielsagend: „Schlimmer kann man es nicht machen.“ Gegen den Aufsteiger habe es einen „Kollektiv-Blackout“ gegeben und somit eine „unnötige Niederlage“. Neuhäuser jedenfalls fühlt sich beim HC Burgenland überaus wohl. „Wir haben ein tolle Truppe und die Qualität, oben mitzuspielen.“ Langfristig wolle der Verein sich „zwischen Platz eins und fünf etablieren“, ergänzt Baumgart. Was also auch den Aufstieg bedeuten könnte. „Die dritte Liga ist schon mein persönliches Ziel“, bekennt Neuhäuser. Und glaubt, das mit der Mannschaft, die seit einiger Zeit gezielt auf jüngere Spieler aus der Region setzt, auch zu erreichen. Vor wenigen Wochen verlängerte er seinen Vertrag bis 2021. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Linktipp: Programmheft 08.12.2018 (PDF 3,6 MB) wJD: Selbstbewusst zum Sieg Dienstag, 04.12.2018: NHV Concordia Delitzsch - SV Lok Leipzig-Mitte 20:9 Am letzten November- Wochenende konnte die weibliche D-Jugend des NHV Concordia Delitzsch gegen die Mannschaft von MoGoNo ein Unentschieden (22:22) erringen. Angesichts der bisherigen Partien war es für die Mädchen ein großer Erfolg und so starteten sie am vergangenen Samstag sehr selbstbewusst und souverän gegen SV Lok Leipzig-Mitte. Die ersten fünf Minuten vergingen ohne jeglichen Torerfolg. Erst in der 6. Minute konnte das erste Tor im Spiel erzielt werden. Nach zehn gespielten Minuten stand es dann 4:2 für die Concordinnen. In der Abwehr konnten sie den Leipzigerinnen viele Bälle abnehmen. Eine sehr gute Torhüterleistung trug zum Erfolg bei, sodass sich die Mädchen bis zur Halbzeitpause gut absetzen konnten (11:5). In der kurzen Pause wurden nochmal taktische Züge besprochen, dann ging es weiter. Mit schnellen Angriffen konnte ein Tor nach dem anderen erzielt werden. 8 Tore konnten ohne ein Gegentor erzielt werden. Der Sieg war zu keiner Zeit gefährdet. Geprägt von einer sehr guten Mannschaftsleistung und großem Teamgeist hoffen alle auf einen weiteren Erfolg am kommenden Wochenende gegen TuS Leipzig-Mockau. Beatrice Fröhnert 2. Männer: Adventsstimmung bei Heimsieg gegen Borna Dienstag, 04.12.2018: NHV Concordia Delitzsch II – Bornaer HV 27:17 (11:4) Mit einer überzeugenden Leistung gegen den Tabellenzehnten der Bezirksliga, holte die Concordia-Reserve die Punkte 17 und 18 in der laufenden Saison und verteidigt somit Platz 1 in der Tabelle. Im Monat November ist, rein statistisch, jeder zweite Deutsche erkältet und somit körperlich eingeschränkt. Dieses Bild sah man auch beim NHV II am letzten Sonntag. Mit Jens Große und Thomas Hollstein standen zwei Spieler krankheitsbedingt gar nicht zur Verfügung und einige NHV-Recken gingen angeschlagen ins Rennen. Umso erfreulicher dass sich mit Christian Müller und Sebastian Schäfer zwei Spieler zurück im Team meldeten welche in den letzten Wochen aus verschiedenen Gründen nicht zur Verfügung standen. In den ersten 30 Spielminuten merkte man dem Delitzscher Angriffsspiel in vielen Aktionen an, das die Mannschaft in dieser Zusammensetzung zuletzt wenig trainiert, geschweige denn gespielt hat. Somit legte man einfach den Fokus in der ersten Hälfte auf die Abwehrarbeit und diese glänzte schon fast an Perfektion. Abwehrspieler Nummer 1, Tino Pantel im Tor, überzeugte mit sehr gutem Stellungsspiel und lies im Zusammenhang mit der Top organisierten 6:0 Abwehr nur 4 Gegentore im ersten Durchgang zu. Mit Stefan Voigt und Alexander Pietzsch standen zwei Spieler über 60 Minuten im Deckungszentrum die es immer wieder schafften die Würfe der beweglichen Bornaer zu blocken oder die Anspiele an den Kreis zu unterbinden. Wenn diese effektive Abwehrarbeit dann auch noch 60 Minuten ohne 2-Minutenstrafe, ja sogar ohne gelbe Karte durchgeführt wird, dann ist dies genauso erwähnenswert wie die 9 Tore von Tobias Karl im Angriff. Die Aufgabe für die zweite Hälfte bestand darin, den Vorsprung weiter auszubauen und trotzdem mit den Kräften zu haushalten. Dies gelang auch weiterhin in beeindruckender Manier wenn auch nicht mehr mit der 100- prozentigen Konsequenz in der Abwehr. Umso erfreulicher das man in der zweiten Spielhälfte im Angriffsspiel überzeugen konnte. Nach den noch anfänglichen Abstimmungsproblemen, passten jetzt die Abläufe besser und Christian Müller sorgte immer wieder für ein geordnetes und effektives Angriffsspiel. In der 38. Spielminute traf Mannschaftskapitän Alexander Pietzsch zum 17:5 und somit zur ersten 12-Toreführung in diesem Spiel. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war das Spiel entschieden, zumal man bei der Delitzscher Abwehr immer das Gefühl hatte, dass sie noch eine Schippe drauflegen könnte. Einzig Torhüter Tino Pantel bereitete Grund zur Sorge. Humpelnd parierte er weiterhin den einen oder anderen Wurf der Bornaer, allerdings konnte man an seinem Gesichtsausdruck sehr gut erkennen das die Apparatur seines Körpers den ein oder anderen schmerzlichen Wiederstand leistete. Die Alternativen, besser gesagt die fehlenden Alternativen, auf der Bank und die kurze Erinnerung an die allwöchentliche Ansage von Jan Jungandreas „Handballspielen und Spaß haben“, brachten den Mann mit der Rückennummer 22 dazu das Spiel weiterhin kompromisslos und mit einem kleinen Lächeln durchzuziehen. Jetzt kehrte auch so langsam Adventstimmung auf der Platte ein und bis zum Endstand von 27:17 passierte, bis auf die rote Karte von Tobias Karl nichts Spektakuläres mehr. Zu dieser roten Karte in der 59. Spielminute muss man sagen, dass laut Schiedsrichter „eine klare Torchance beim Torwurf mit einem Schlag in den Gegenspieler unterbunden wurde“. Diese Aussage traf nicht etwa der Schiedsrichter der unmittelbar neben den beiden lief, sondern sein Partner welcher noch etwa 20 Meter vom Geschehen weit weg war. Nachdem der Sportfreund auf Rote Karte entschied, bekam er diese nicht aus seiner Hosentasche und bat, nach einer gefühlten halben Minute, seinem Mitstreiter, er solle dem NHV-Spieler mit der Nummer 3 die rote Karte zeigen, damit das Spiel mit Freiwurf fortgesetzt werden kann. Diese kleine Anekdote soll keinesfalls als negative Kritik an den Schiedsrichtern gesehen werden. Zumal nach dem Spiel alle Beteiligten über den Vorfall schmunzeln konnten, wohlwissend das sich bei der Aktion niemand ernsthaft verletzt oder die Rote Karte anderweitige Konsequenzen hat. Nächsten Sonntag 17 Uhr steht das erste Spiel der Rückrunde an, zu Gast in Delitzsch ist dann der SV Victoria Naunhof. Es gilt abzuwarten ob auch dann wieder Adventsstimmung in der Delitzscher Mehrzweckhalle aufkommt. Bis dahin, Sport frei. Christian Hornig NHV Concordia Delitzsch II:  Tino Pantel (TW), Tobias Karl (9/2), Stefan Voigt, Schäfer Sebastian (1), Teresniak Chris, Jan Jungandreas (2), Patrick Wiesmüller, Christian Müller (5/2), Max Berger (4), Christian Hornig, Alexander Pietzsch (6), Anne Brosig (Physio) Steffen Kienitz (MV) NHV rückt nachHeimpleite an Abstiegszone heran Montag, 03.12.2018: NHV Concordia Delitzsch - SV Oebisfelde 19:25 (8:11) Schwache Leistung des Handball-Oberligisten beim 19:25 gegen Aufsteiger Oebisfelde. Delitzsch. Geschichte wiederholt sich gelegentlich, aber nicht immer. Das mussten auch die Oberliga- Handballer des NHV Concordia Delitzsch feststellen. Vor einem Jahr hatten die Nordsachsen nach dem zwölften Spieltag 10:14 Punkte, wie jetzt auch. „Starke Leistungen wechselten sich mit Katastrophen ab“, schrieb der Fanclub Loberhaie – das gilt auch jetzt. Damals startete mit der 13. Partie der Beginn einer überragenden Serie, es wurde nur noch eine Partie verloren. Ein ähnlicher Coup gelang nicht. Am Sonnabend unterlagen die Concorden in eigener Halle nach einer miserablen Leistung gegen Aufsteiger SV Oebisfelde mit 19:25 (8:11). Damit fiel das Team von Trainer Wladimir Maltsev nach der letzten Hinrundenbegegnung vom achten auf den elften Platz zurück und hat mit 10:16 Punkten nun wieder engen Kontakt zu den Abstiegsrängen. Die Gäste aus dem nördlichen Sachsen-Anhalt setzten sich dagegen ins Mittelfeld ab. „Wir waren heute richtig schwach“, gestand Maltsev. Das sah der Fanclub genauso. Denn die übliche Ehrung des Concorden-Spieler des Tages wurde ersatzlos gestrichen. „Wir wussten nicht, wen wir nehmen sollten“, hieß es. Die nach den Heimbegegnungen übliche Pressekonferenz vor den Fans wurde zu einer einseitigen Angelegenheit, lediglich Maltsev äußerte sich. Ein Delitzscher Zuhörer kritisierte lautstark und wiederholt in nicht sehr freundlicher Art, dass Gäste-Coach Thomas Meinel erst sehr spät erschien. Unverschuldet, da er zuvor an der Nachbesprechung mit den Schiedsrichtern Thomas Pinkert und Steffen Zänker sowie den Kampfrichtern Petra Keller und Valeska Lange teilnehmen und den elektronischen Spielbericht unterschreiben musste. „Ich möchte meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen, sie hat diszipliniert gespielt“, sagte Meinel später im Gespräch mit der LVZ. Der Sieg sei verdient. „Wir hatten uns hier schon etwas ausgerechnet“, kommentierte Rückraumspieler Tim Schroeter, der seinen zuvor 66 Treffern lediglich ein weiteres Tor am Lober hinzufügte. Dafür sprang Trainer-Sohn Oliver Meinel mit seinen neun erfolgreichen Würfen in den Delitzscher Kasten in die Bresche. „Er konnte machen, was er wollte“, ärgerte sich Concordia- Keeper und Mannschaftskapitän Felix Herholc. Zunächst war das Spiel eine eher langweilige Angelegenheit. Tore waren auf beiden Seiten Mangelware. Der Höhepunkt ereignete sich in der 14. Minute, als Herholc ein Loch in seinem Tornetz bemerkte und ein Helfer den Schaden reparierte. „Wir haben die ersten zwanzig Minuten ordentlich mitgehalten“, meinte Herholc. Bis dahin war das Spiel weitgehend ausgeglichen, Oebisfelde behauptete zunächst einen Ein-Tore-Vorsprung. Was auch dadurch begünstigt wurde, dass der NHV klarste Torchancen vergab und so manches Zuspiel beim Gegner landete. Beim Halbzeitstand von 8:11 schien noch alles offen zu sein. Nach dem Seitenwechsel verflogen diese Delitzscher Hoffnungen rasch. Die Gäste bauten den Vorsprung auf fünf, sechs Tore aus. „Wir sind dann nur noch hinterhergelaufen“, räumte Herholc ein. „Wir sind einfach nicht in den Flow gekommen“, sagte Lucas Mittag. Maltsev probierte alles, wechselte munter durch, schob die Spieler auf andere Positionen, versuchte die Angriffe des Gegners durch einen vorgeschobenen Daniel Sowada zu bremsen. Doch vergeblich. „Diese 5:1-Deckung kam uns zugute, da die Räume für unsere Angreifer größer wurden“, meinte Meinel. Als entscheidend bezeichnete er, dass es gelungen sei, die Achse zwischen Goalgetter Frank Grohmann und Kreisläufer Oliver Wendlandt zu behindern. „Wir haben sie gut im Griff gehabt, da wir die Ballwege oft erfolgreich gestört haben.“ Ein Lob spendierte er seinem Torwart Thomas Drese, der 15 Würfe entschärfte. „Er war gut aufgelegt.“ Maltsev kritisierte, dass der Rückraum „ohne Ausstrahlung“ aufgetreten sei. Zudem habe es in der Abwehr viele Missverständnisse gegeben. Damit sich dieses nicht wiederholt, muss nächste Woche zum Rückrundenauftakt in eigener Halle gegen den HC Burgenland eine deutliche Steigerung her. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung NHV: Voigt (1 Parade), Herholc (10 Paraden) ; Sowada (2), Grohmann (7/4), Mittag (3), Günther, Prautzsch (1), Müller, Nešovanović (2), Trodler (2), Wolski (2), Karl, Wendlandt Linktipp: Bildergalerie bei Facebook
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