Nächstes Spiel Sonntag, 13.01.2019 16:00 Uhr NHV Conc. Delitzsch --- SG Pirna/Heidenau
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Newsarchiv - November 2018
30.11.2018 Wendlandt darf beim NHV wieder ran 26.11.2018 2. Männer: 30. Punktspielsieg in Folge 26.11.2018 Zurück in der Erfolgsspur 23.11.2018 „Glücksfall“ Grohmann soll Delitzsch zum Sieg werfen 19.11.2018 2. Männer: Starkes Torhüter- und Abwehrspiel bescheren Sieg gegen den Spitzenreiter Wendlandt darf beim NHV wieder ran Freitag, 30.11.2018: Handball-Oberligist erwartet den punktgleichen Aufsteiger SV Oebisfelde / Wendlandt darf wieder spielen Delitzsch. Prognosen sind bekanntermaßen so schwierig, weil sie die Zukunft betreffen. Daher steht natürlich der Ausgang des Handball-Oberligaspiels zwischen dem NHV Concordia Delitzsch und dem SV Oebisfelde (Anpfiff ist um 19 Uhr) noch nicht fest. Einen Sieg haben die Nordsachsen aber im Vorfeld errungen: Oliver Wendlandt darf wieder mit auflaufen. Die Schiedsrichter hatten ihm vor knapp zwei Wochen in der Heimpartie gegen Freiberg (35:37) wegen vermeintlich kritischer Aussagen den Referees gegenüber die blaue Karte unter die Nase gehalten. Die Spielleitung setzte lediglich die Mindeststrafe von einem Spiel Sperre an. Zuvor hatte der Verein die Gelegenheit genutzt, zur Begründung der Referees, die in Delitzsch nach Meinung von Beobachtern einen miserablen Tag erwischt hatten, Stellung zu beziehen. Offenkundig äußerst überzeugend. „Wir sind froh, dass er nicht lange gesperrt wurde“, sagt der sichtlich erleichterte Delitzscher Trainer Wladimir Maltsev und zeigt sich davon überzeugt, dass der 32-Jährige für „mehr Variabilität in Angriff und Abwehr“ sorgen wird. Die Ausgangslage im wohl ersten Spiel der beiden Mannschaften gegeneinander ist nahezu identisch. Der NHV liegt mit 10:14 Punkten auf Platz acht der Tabelle, die Gäste aus dem nördlichen Sachsen-Anhalt weisen auf Rang zehn ebensoviele Zähler auf, haben aber mit 302:335 das deutlich schlechtere Torverhältnis. Delitzsch kommt hier auf 293:297. Das bedeutet: Der Gewinner setzt sich im Mittelfeld der 14 Vereine umfassenden Staffel fest, der Verlierer rückt wieder näher an die Abstiegszone heran. „Wir spielen Zuhause vor unserer tollen Kulisse und  wollen natürlich gewinnen“, kündigt Maltsev an. „Ich erwarte ein spannendes und ausgeglichenes Spiel“, betont Oebisfelde-Coach Thomas Meinel. „Wir sind punktgleich, es ist eine Begegnung auf Augenhöhe.“ Für Concorden-Torjäger Frank Großhmann ist die Marschroute klar. „Wir wollen uns weiter Luft verschaffen und die Punkte des 27:23-Auswärtserfolgs in Jena vergolden, zumal wir gegen einen direkten Konkurrenten spielen.“ Das wäre dann „ein schöner Hinrundenabschluss“, so der Rückraumspieler, der bislang mit seinen überragenden 111 Treffern 37,8 Prozent aller Delitzscher Tore erzielt hat. „Wir dürfen Grohmann nicht ins Spiel kommen lassen“, zeigt denn auch Meinel gehörigen Respekt vor der Delitzscher Überlebensgarantie. Er kenne Grohmann noch aus dessen Magdeburger Zeiten, erinnert sich Meinel. Grohmann führt seine bravouröse   Leistung darauf zurück, dass die Schulter „seit langem keine Probleme mehr macht“. Zudem profitiere er sehr von seinen Mitspielern. „Gerade das Zusammenspiel mit Mateusz Wolski klappt trotz Sprachbarriere super.“ Dazu gehörten natürlich auch die Kreisläufer, „die mir den Weg frei halten, und die anderen Jungs, die Räume für mich schaffen“.  Zuallererst wolle die Mannschaft erfolgreich Handball spielen und sich langsam nach vorne orientieren. „Das ist das Wichtigste.“ Wenn das alles funktioniere, kämen seine individuellen Ziele. Wenn sich seine Verantwortung in Toren ausdrücke, „dann ist das eben so“. Torschützenkönig zu werden sei „eher ein untergeordnetes Ziel“. Er mache „einen sehr guten Job bei uns“, lobt Maltsev gewohnt zurückhaltend seinen Top-Spieler. Aufsteiger wie Oebisfelde seien in der Regel „immer unangenehme Gegner“, meint Grohmann . „Es ist eine sehr eingespielte und erfahrene Mannschaft, die auf allen Positionen Torgefahr ausstrahlt“, ergänzt Maltsev. Die Gäste, die dreimal in Folge Sachsen-Anhalt-Meister wurden, aber erst jetzt den Aufstieg wahrnahmen, nachdem grünes Licht wegen der höheren finanziellen Aufwendungen gegeben worden war, haben sich bislang beachtlich geschlagen. Am vorigen Sonnabend wurde Köthen mit 26:21 besiegt. „Da haben wir uns Selbstvertrauen geholt“, freute sich Meinel. Seine Mannschaft zeichne sich dadurch aus, dass sie sich mit viel Kampfgeist auch von Rückschlägen nicht unterkriegen lasse. Ziel sei ganz klar der Klassenerhalt. „Das ist unser Fokus, nichts anderes zählt.“ Das Niveau in der Oberliga sei höher als in der Sachsen-Anhalt-Staffel, „das macht Spaß“. Weniger Vergnügen bereitete Ralph Börmel die Heimpleite gegen Delitzsch. Aufsteiger HBV Jena trennte sich von seinem Trainer. „Auslöser waren zuletzt sechs Niederlagen und der Absturz in den Tabellenkeller“, teilten die Thüringer mit. Das ist bereits die dritte Trainer-Entlassung in dieser Saison. Zuvor griffen Köthen und Einheit Plauen zu dieser Maßnahme. Ob sie Erfolg haben wird, kann niemand wissen, das wird die Zukunft zeigen. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Linktipp: Programmheft 01.12.2018 (pdf 3,3 MB) 2. Männer: 30. Punktspielsieg in Folge Montag, 26.11.2018: SG Leipzig V - NHV Conc. Delitzsch II 24:35 (13:15) „Es war einmal vor langer, langer Zeit…“ So oder so ähnlich beginnen viele Märchen der deutschen Sprache. Mittlerweile hört sich auch die „Erfolgsgeschichte“ des NHV Concordia Delitzsch II eben wie solch ein Märchen an. Grund dafür ist der 30. Punktspielsieg nacheinander. Übrigens liegen die Bundesligamänner der SG Flensburg-Handewitt momentan bei 21 aufeinanderfolgenden Siegen in der Handballbundesliga. Doch bleiben wir beim Delitzscher „Handballmärchen“, welches wie folgt beschrieben werden könnte. Inklusive Initiator Christian Müller, trafen sich am 08.12.2016 in der Radefelder Sporthalle 10 „alte“ Männer, um sich auf die, ein halbes Jahr später anstehende, Ü40-Bezirksmeisterschaft vorzubereiten. Zu diesem Zeitpunkt ahnte keiner der Protagonisten welche Erfolgsgeschichte sich daraus entwickeln sollte. Die gewonnene Ü-40-Bezirksmeisterschaft, im Jahr 2017, gab Anlass sich regelmäßig mit dem Handball zu beschäftigen und durch die Teilnahme am Spielbetrieb in der Bezirksklasse war dies gegeben. Mittlerweile hat sich zwar das Gesicht der Mannschaft etwas verändert doch dem Erfolg tat dies keinen Abbruch. Waren es anfangs die „alten Hasen“ der Ü-40, welche das Gerüst der 2. Männer bildeten, sind es mittlerweile die A-Jugendlichen Tobias Karl, Max Berger und Bruno Bernhardt aber auch Jan Jungandreas und Chris Teresniak die mehr und mehr Verantwortung übernehmen und sich in den Vordergrund spielen. Wahrscheinlich ist es genau diese Mischung aus Jung und Alt welche zur sehr guten Stimmung im Team beiträgt und somit den Grundstein für solch eine Serie bildet. Dies war auch beim jüngsten Erfolg des NHV II, letzten Samstag bei der SG Leipzig V, zu sehen. In der ersten Hälfte tat man sich mit der jungen LVB- Mannschaft noch etwas schwer. Bis zum Halbzeitstand von 15:13 für die Loberstädter, lief nicht alles optimal. Zu viele klare Torchancen wurden im Angriff vergeben und in der eigenen Abwehr waren die Lücken gegen die schnellen und agilen Angreifer ein ums andere Mal etwas zu groß. In der zweiten Hälfte sahen die Zuschauer, in der harzfreien Turnhalle an der Telemannstraße dann, was eine sehr gut funktionierende Mannschaft, inklusive den Alternativen auf der Bank, ausmacht. Nicht nur die Paraden von Dirk Fischer im Delitzscher Tor oder die 15 erzielten Tore von Tobias Karl bei 16 Wurfversuchen lies die Delitzscher Bank lautstark jubeln. Auch die blitzsauberen 5 Feldtore von Max Berger in den letzten 15 Spielminuten oder das erste Saisontor von Patrick Wiesmüller sorgten für überschwänglichen Jubel auf der Delitzscher Bank. Egal welcher Spieler in dieser Phase die Platte betrat, immer wurde geduldig bis zu 100- prozentigen Torchance gespielt und die Abschlüsse konzentriert verwandelt. Somit wurde der Spielstand in der 2. Spielhälfte sukzessive bis zum 35:24 ausgebaut und die Punktausbeute in dieser Saison auf 16:0 erhöht. Eigentlich konnten alle Beteiligten, sofern sie Anhänger des Delitzscher Handballs waren, mit diesem Auftreten zufrieden sein. Aber Moment, eigentlich? Einzig und allein Spielertrainer Christian Hornig leistete sich nach dem Spiel einen Fauxpas und sorgte somit für schlechte Stimmung. In Anspielung auf die längere Siegesserie der Flensburger Handballer in der Bundesliga, sollte das isotonische Getränk, aus gegebenen Anlass, aus der nördlichsten „Handballbundesligastadt“ Deutschlands kommen. Allerdings wird das Gebräu üblicherweise nur in Flaschen von 0,33 Litern abgefüllt und somit kam diese Aktion bei den Spielern einem Skandal gleich. Es bleibt zu hoffen dass diese Aktion dem guten Mannschaftsklima keinen Dämpfer gibt. Aber überzeugen Sie sich doch selbst davon. Nächste Gelegenheit dazu gibt es am kommenden Sonntag um 17 Uhr, hier kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen der beiden letztjährigen Bezirksklasseaufsteiger. Zu Gast in der Delitzscher Mehrzweckhalle ist somit der HV Borna. Bis dahin, Sport frei. Christian Hornig NHV Concordia Delitzsch II:  Tino Pantel (TW), Dirk Fischer (TW) Bruno Bernhardt, Tobias Karl (15/5), Stefan Voigt, Jens Große, Thomas Hollstein (3), Jan Jungandreas (4), Patrick Wiesmüller (1), Christian Müller, Max Berger (5), Christian Hornig (4), Alexander Pietzsch (3), Steffen Kienitz & Sebastian Schäfer (Mannschaftsverantwortliche) Zurück in der Erfolgsspur Montag, 26.11.2018: HBV Jena - NHV Concordia Delitzsch 23:27 (11:15) Jena/Delitzsch. Nach der unglücklichen Niederlage zu Hause gegen Freiberg und der Sperre von Oliver Wendlandt galt es in Jena, wieder Flagge zu zeigen. Genau das taten zu Beginn die Delitzscher Fans in beeindruckender Manier. Diese Unterstützung war es auch, was die Mannschaft in dieser Phase benötigt, um da unten endlich herauszukommen. So gewann der NHV nicht nur das Spiel auf der Platte, sondern auch auf den Zuschauerrängen. Wie nicht anders zu vermuten war, kämpften beide Mannschaften von Beginn an um jedes Tor, denn eine Niederlage konnte und wollte sich keiner erlauben. So entwickelte sich in den ersten 20 Minuten ein ausgeglichenes Spiel und die Führung wechselte ständig hin und her. Dennoch war die Nervosität auf beiden Seiten spürbar. Technische Fehler oder unsaubere Pässe sorgten immer wieder dafür, dass das Tempo im Angriff nicht immer auf einem gleichbleibend hohen Niveau gehalten werden konnte. Doch in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit zog Delitzsch das Tempo spürbar an und Jena verzweifelte entweder an der hervorragenden 5:1-Deckung des NHV oder aber sie scheiterten am starken Felix Herholc im Delitzscher Tor. Die Folge war ein 5:0-Lauf und damit auch die beruhigende 15:11-Halbzeitführung. In dieser Phase schien es so, als ob Delitzsch jetzt das Spiel im Griff hatte. Es schien aber nur so! Jena wollte sich nicht so einfach geschlagen geben und kämpfte weiter. Jena spielte dabei alles andere als fehlerfrei, nur konnte das Delitzsch nicht nutzen, da die Fehlerquote noch höher lag als bei den Gastgebern. Als dann Jena in der 45.Minute den 17:17-Ausgleich erzielte, drohte das Spiel zu Gunsten der Gastgeber zu kippen. Die Delitzscher Mannschaft bewahrte aber die Ruhe und wurde, anders als in anderen Spielen, nicht hektisch. Genau in dieser Phase warf Wolski das schönste Tor im Spiel, als er von der eigenen Neunmeterlinie über den gegnerischen Torwart ins Jenenser Tor traf. Diesen emotionalen Schub nahm die Mannschaft auf und ließ dem HBV Jena in der Schlussphase keine Chance mehr, zurück ins Spiel zu kommen. Am Ende gewann Delitzsch absolut verdient mit 27:23 und konnte sich somit wieder etwas Luft im Tabellenkeller verschaffen Cheftrainer Wladimir Maltsev: „Nach der bitteren Niederlage gegen Freiberg wollten wir unbedingt zurück in die Erfolgsspur. Die Jungs sind sehr konzentriert ins Spiel gegangen und haben sich sowohl in der Abwehr als auch im Angriff an unsere abgesprochene Linie gehalten. Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen, dass sie auch nach einer schwachen Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht die Nerven verloren hat, sondern diszipliniert und geduldig weiterspielte.“ Sven Sauerbrey © Leipziger Volkszeitung NHV: Herholc (17 Paraden), Voigt (n.e.); Grohmann (12/5), Trodler (2), Nešovanović (2), Mittag (4), Sowada (3), Günther, Prautzsch (2), Teresniak, Müller, Wolski (2) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook „Glücksfall“ Grohmann soll Delitzsch zum Sieg werfen Freitag, 23.11.2018: Handball-Oberligist bestreitet morgen wichtiges Duell bei Aufsteiger HBV Jena. Delitzsch. Für Marko Bergelt, Teammanager des Handball- Oberligisten NHV Concordia Delitzsch, stand gleich nach der Verpflichtung fest: „Er ist ein echter Glücksfall für uns.“ Und Frank Grohmann, vor Saisonbeginn vom Drittliga-Absteiger HSV Bad Blankenburg an den Lober gewechselt, hat diese Vorschusslorbeeren mehr als bestätigt. Der 28-jährige Linkshänder hat in den bisherigen elf Partien 99 Treffer erzielt und führt die Torschützenliste der Oberliga mit weitem Abstand an. Torsten Schneider von der SG Pirna/Heidenau und Sebastian Triller vom HBV Jena folgen mit je 71 Treffern. Auf die Treffsicherheit von Grohmann, der bis 2010 beim SC Magdeburg spielte und auch einige Einsätze in der ersten Bundesliga sowie im Europapokal aufweisen kann, sind die Concorden morgen angewiesen. Die Nordsachen treten beim Aufsteiger HBV Jena an. Beide Mannschaften sind dringend auf Punkte angewiesen. Delitzsch liegt mit 8:14 Zählern auf Platz neun, die Thüringer liegen mit 7:15 Punkten auf dem elften Rang dicht dahinter. „Wir kämpfen um den Nicht-Abstieg“, schätzt Concordia-Coach Wladimir Maltsev die Situation als exakt das ein, was sie ist: ernst. „Auch für Delitzsch geht es gegen den Abstieg“, sagt HBV-Manager Sergio Ruiz Casanova. Er rechne mit einem „Spiel auf Augenhöhe“ und hofft, „dass der Heimvorteil für uns den Ausschlag geben wird“. Für Maltsev steht fest, dass „wir nicht verlieren wollen, egal gegen wen“. Personell muss der Trainer auf den am Meniskus operierten Rechtsaußen Michal Paululik verzichten, wohl auch auf Oliver Wendlandt. Der Kreisläufer hatte in der Partie gegen Freiberg am vergangenen Sonnabend eine umstrittene blaue Karte gesehen. „Sein Ausfall erfordert neue Formationen in der Offensive wie in der Defensive“, erläutert Maltsev. Das dürfte bedeuten, dass viel auf Nemanja Nesovanovic ankommen wird. Der 31-jährige Serbe mit bulgarischem Pass war wie Grohmann vor Saisonbeginn zu den Delitzschern gestoßen. „Er ist in Angriff und Abwehr ein absoluter Kämpfer“, weiß Concordias Co-Trainer Jan Jungandreas. Er sei in der Verteidigung kompromisslos und hart. Also ein Handballer, den man lieber in den eigenen Reihe als in denen des Gegners habe. Die 35:37- Niederlage daheim gegen Freiburg hat Maltsev abgehakt. „Wir haben eine Video-Analyse gemacht und alle Fehler besprochen.“ Die Mannschaft habe „keine Zeit“, sich die Begegnung, die maßgeblich von umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen geprägt war, zu Herzen zu nehmen. Die Jenaer haben zuletzt eine Negativserie von fünf Niederlagen in Folge hingelegt. „Das haben wir so nicht erwartet, das ist ärgerlich“, gesteht Casanova. Der 41-jährige Spanier spielte früher in der Bundesliga für Eisenach, Essen und Nettelstedt. Diese Pleiten „bedeuten nichts“, winkt Maltsev ab. Schließlich wolle jeder Zuhause punkten. Aufsteiger seien immer unberechenbar und „darf man nicht unterschätzen“. Jena hat ehrgeizige Ziele. In spätestens sechs Jahren will der Verein mindestens in der zweiten Bundesliga spielen. „Das wäre toll“, bestätigt Casanova. Doch er wisse nicht, ob das in Jena mit seinen 110 000 Einwohnern tatsächlich möglich sei. In der Publikumsgunst sind die Fußballer (dritte Liga) und die Basketballer (erste Liga) weit vorn. „Aber den Ehrgeiz haben wir schon“, so der Manager. Beide Mannschaften sind bislang deutlich unter den Erwartungen geblieben, wollten eigentlich im oberen Mittelfeld mitspielen. Das Ziel haben die Thüringer nicht aufgegeben. Und auch Delitzsch hat laut Casanova „das Niveau, dort zu landen“. Er hoffe nur, dass der Gast das vorhandene Potenzial „erst nach dem Spiel bei uns abrufen wird“. Die Concorden hätten natürlich nichts dagegen, schon jetzt die wahre Stärke abzurufen und einen Schritt in die grundsätzliche Erwartung von Grohmann zurückzulegen. „Warum soll es denn mittelfristig nicht für die Spitze reichen?“, hatte der Torjäger vom Dienst bei seiner Verpflichtung verkündet. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung 2. Männer: Starkes Torhüter- und Abwehrspiel bescheren  Sieg gegen den Spitzenreiter Montag, 19.11.2018: NHV Conc. Delitzsch II - SV Lok Mitte II 24:17 (11:7) Die Rahmenbedingungen waren fast perfekt für das Aufeinandertreffen der beiden momentan besten Bezirksligamannschaften am gestrigen Sonntag. Zwei Handballmannschaften, besetzt mit vielen bekannten Tophandballern, eine gut gefüllte Mehrzweckhalle, ein Loberhai unterstützt von Malte und Justin aus der B-Jugend an den Drums und aus Delitzscher Sicht eine, zum ersten Mal in dieser Saison, voll besetzte Bank. Einzig und allein die angesetzten Schiedsrichter blieben dem Spielgeschehen grundlos fern. Mit Einverständnis der beiden Mannschaften, übernahmen das Delitzscher Schiedsrichtergespann Maria Nahrstedt und Juanna Keller erfreulicherweise die Spielleitung und sorgten mit Ihrer ruhigen und unauffälligen Art und Weise das Spiel zu leiten dafür, dass über 60 Minuten immer das Handballspiel im Vordergrund stand. Das ist leider nicht immer so. Wie man einen Tag vorher in der Mitteldeutschen Oberliga gesehen hat, wie Schiedsrichter durch ihre Art und Weise ein Spiel, natürlich ohne Absicht, beeinflussen können, so zeigten die beiden Delitzscher Mädels wie man sich mit der Spielleitung dezent im „Hintergrund“ hält ohne diese aus der Hand zu geben. Und diese war sicherlich nicht einfach, trafen in diesem Spiel doch die beiden besten Abwehrreihen der Bezirksliga aufeinander. Dass dies der Fall war, konnte man über die gesamten 60 Minuten bei den auf der Platte stehenden Protagonisten sehen. Somit waren nach 15 gespielten Minuten insgesamt gerade einmal 6 Tore geworfen. Allerdings standen 5 auf Delitzscher und erst eines auf Leipziger Seite zu Buche. Sichtlich unzufrieden über diesen Spielverlauf, nahmen die Männer des SV Lok Mitte II ihre erste Auszeit. Danach entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, immer wieder erzielten beide Mannschaften ihre Tore über sehenswerte Spielzüge und jetzt entwickelten auch die Leipziger mehr Druck zum Tor. So wurden beim Stand von 11:7 für den NHV die Seiten gewechselt. Großer Änderungsbedarf bestand für die NHV-Reserve also nicht, allerdings nahmen sich die Delitzscher vor, jetzt noch mehr aufs Tempo zu drücken, denn da waren die Leipziger an diesem Tag anfällig. Lok Mitte agierte ihrerseits jetzt offensiver in der Abwehr und bereiteten so den Delitzschern mehr Probleme anfangs der zweiten Hälfte. Die NHV-Verantwortlichen taten in der 43. Spielminute beim Spielstand von 15:10 das einzig richtige und justierten ihr Angriffsspiel in der fälligen Auszeit neu. Auch die Alternativen auf der Wechselbank machten sich jetzt bemerkbar. Die Abwehr stand weiterhin kompakt und sollte doch einmal ein Ball aufs Delitzscher Tor kommen, so zeichnete sich Tino Pantel im NHV-Kasten ein ums andere mal aus und sorgte dafür, dass sich Delitzsch in den folgenden zehn Minuten von 15:10 auf 20:12 absetzten konnte. Damit war auch der Widerstand der Leipziger gebrochen. In den letzten 10 Spielminuten beklatschte das Delitzscher Publikum die weiterhin sehr ansehnlich herausgespielten Tore und somit erreichte man, dass Lok Mitte den herausgearbeiteten 8-Tore Vorsprung nur noch um ein Tor verkürzen konnte. Den Schlusstreffer, erzielt von Tobias Karl zum 24:17, bejubelten die mittlerweile stehenden Zuschauer lautstark und feierten den neuen Tabellenführer der Bezirksliga, den NHV Concordia Delitzsch II. Nächsten Samstag um 17 Uhr steht das nächste schwere Auswärtsspiel bei der 5. Vertretung der Spielgemeinschaft aus Leipzig in der Telemannstraße auf dem Programm. Die Männer der letztjährigen SG LVB III – Truppe erreichten in dieser Saison schon einige beachtliche Ergebnisse. Vor allem der 32:20 Derbysieg bei der SG MoGoNo am letzten Samstag, sollte ordentlich Selbstvertrauen geben um den Delitzschern Paroli zu bieten. Bis dahin, Sport frei. Christian Hornig NHV Concordia Delitzsch II:  Tino Pantel (TW), Dirk Fischer (TW) Tobias Karl (5), Stefan Voigt, Jens Große (2), Thomas Hollstein (1), Chris Teresniak (3), Jan Jungandreas (8/2), Patrick Wiesmüller, Christian Müller (1), Max Berger, Christian Hornig (2), Frank Braunschweig, Alexander Pietzsch (2), Anne Brosig (Physio), Steffen Kienitz & Sebastian Schäfer (Mannschaftsverantwortliche) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook
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