Nächstes Spiel Samstag, 17.11.2018 19:00 Uhr NHV Conc. Delitzsch --- HSG Freiberg
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Newsarchiv - November 2018
16.11.2018 „Wiedererstarkt“: Delitzsch will den dritten Sieg in Serie 13.11.2018 NHPhönix aus der Asche 12.11.2018 2. Männer: „Englisches Wochenende“ für einige Handballer der 2.Männer 09.11.2018 NHV will Goethe widerlegen 06.11.2018 Behindertensportgruppe: HVS-SpecialLiga ist Realität! 05.11.2018 2. Männer: Die jungen Dachse und „Held der Arbeit“ überzeugen beim Delitzscher Heimsieg 05.11.2018 NHV läutet Apoldas Glocken 02.11.2018 Delitzscher Handballer rufen den Abstiegskampf aus „Wiedererstarkt“: Delitzsch will den dritten Sieg in  Serie Freitag, 16.11.2018: Tabellennachbar Freiberg ist morgen zu Gast in der Loberstadt. Delitzsch.  Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Auf die Richtigkeit dieser Redewendung hofft Handball-Oberligist NHV Concordia Delitzsch. Denn wenn die Nordsachsen am Sonnabend in eigener Halle (Anwurf: 19 Uhr) die HSG Freiberg bezwingen sollten, dann wäre das der dritte Sieg in Folge. Bei den Gästen stehen die Vorzeichen genau andersrum. Verlieren die Spieler aus der Bergstadt, würde sich die Talfahrt mit der dritten Pleite nacheinander fortsetzen. Das will die HSG natürlich vermeiden. „Unser Ziel ist, in Delitzsch zu gewinnen. Das ist unsere glasklare Intention“, gibt sich Co-Trainer Andreas Tietze kämpferisch. Concordia-Coach Waldimir Maltsev hat denn auch Respekt vor dem Gegner. „Freiberg wird von Jahr zu Jahr immer stärker.“ Der Sieg vor einigen Wochen beim jetzigen Tabellenführer Elbflorenz Dresden II (22:21) habe gezeigt, dass die HSG jeden Gegner schlagen könne. Das heißt natürlich nicht, dass die Delitzscher die zwei Punkte herschenken wollen. „Wir machen alles, um zu gewinnen“, kündigt Maltsev an. Der Übungsleiter geht davon aus, dass der Erfolg vorigen Sonntag in Zwickau (26:25) „Glauben an die eigene Stärke“ bringt. Schließlich hatte der NHV nach 42 Minuten noch mit sechs Toren zurückgelegen, dann aber die Partie gedreht. „Es freut mich riesig, einen Teil zu dieser unglaublichen Aufholjagd beigetragen zu haben“, sagt Torjäger Danny Trodler, der Schütze des entscheidenden Treffers. „Das macht mich natürlich stolz, dass ich den Schlusspunkt setzen durfte.“ Der 32-Jährige geht davon aus, dass das Team aus diesem Erfolgserlebnis „nochmals einen kleinen Motivationsschub und jede Menge Selbstvertrauen ziehen“ werde. „Wir werden gegen Freiberg in eigener Halle und vor unserem großartigen Publikum zeigen, dass wir diese Leistung konstant auf das Parkett bringen wollen.“ Auf die Zuschauer setzt auch Freiberg in diesem Sachsen-Derby. „In der Delitzscher Halle herrscht immer eine tolle Atmosphäre. Das macht großen Spaß und sollte einen zusätzlichen Leistungsschub  geben“, erwartet Tietze. Seine Mannschaft liegt derzeit mit neun Punkten auf dem achten Platz und damit einen Rang vor den Gastgebern, die bislang acht Zähler eingefahren haben. Delitzsch sei nach dem schwachen Saisonstart „wiedererstarkt, weshalb wir eine Top-Leistung in Abwehr und Angriff benötigen, um zu gewinnen“. Die Concorden seien nun schwerer ausrechenbar als in der vergangenen Spielzeit, als sich alles um Sascha Meiner gedreht habe. Tietze baut auf Alexander Matschos, der nach 17 Jahren, in denen der 1,96-Meter-Hüne unter anderem in der Schweiz, in Dessau und Aue sowie zuletzt in Dresden spielte, nach Freiberg zurückgekehrt ist. „Er ist der verlängerte Arm von uns Trainern“, berichtet Tietze. Matschos (37) helfe mit seiner Erfahrung. „Das fehlte uns in den vergangenen Jahren. Keiner unserer anderen Feldspieler ist älter als 25 Jahre.“  Ziel sei, im Gegensatz zu vergangenen Jahren frühzeitig nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben. „Wir müssen 60 Minuten hochkonzentriert sein“, appelliert Maltsev an seine Spieler. Eine Schwächephase wie zuletzt in Zwickau „können wir uns nicht leisten“. Personell steht hinter Rechtsaußen Michal Paululik (Knieprobleme) noch ein Fragezeichen. Maltsev setzt darauf, dass die vielen Neuzugänge sich immer besser integrieren, Außerdem haben junge Handballer wie Daniel Sowada oder Michael Günther in den vergangenen Wochen eine klar aufsteigende Tendenz gezeigt. Der Spruch „Aller guten Dinge sind drei“ stammt der Überlieferung nach aus dem Mittelalter. Wer zu Fuß unterwegs war, durfte sich am Wegesrand straffrei bis zu drei Äpfel oder Birnen pflücken. Morgen geht es in der Delitzscher Mehrzweckhalle nur um zwei Punkte. Wer verliert, der büßt als Strafe Vorsprung zu den Abstiegsplätzen ein. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Linktipp: Programmheft 17.11.2018 (pdf) NHPhönix aus der Asche Dienstag, 13.11.2018: ZHC Grubenlampe - NHV C. Delitzsch 25:26 (13:14) Handball-Oberliga: Delitzsch dreht verloren geglaubtes Spiel in Zwickau / Danny Trodler Matchwinner. Zwickau. Eine Viertelstunde vor Schluss lag der NHV Concordia Delitzsch mit sechs Toren zurück. Aussichtslos. Eigentlich. Die nächste Niederlage. Eigentlich. Doch der NHPhönix erhob sich aus der Asche des Sonntagnachmittags und gewann beim ZHC Grubemlampe in Zwickau doch noch mit 26:25. Dadurch springt die Mannschaft von Trainer Wladimir Maltsev auf Rang neun der Handball-Oberliga. Siegtorschütze Danny Trodler staunte nach dem Schlusspfiff: „Was wir die letzten 15 Minuten kämpferisch auf die Platte gebracht haben, war beeindruckend. Genauso wie unsere Fans, die selbst Mitte der zweiten Hälfte noch uneingeschränkt hinter uns standen. Hut ab vor diesen Fans und der Mannschaft.“ Das Spiel begann durchwachsen, obwohl die Delitzscher in der ersten Viertelstunde immer knapp in Führung lagen. Michael Günther setzte sich in dieser Phase mit vier Toren gut in Szene. Doch dem NHV gelang es nicht, konsequenter mit den Chancen umzugehen. Zahlreiche gute Gelegenheiten blieben auf der Strecke. So blieb Grubenlampe auf Schlagdistanz, der knappe 13:14-Halbzeitstand spricht Bände. In der Pause stellten sich die Delitzscher Fans die Frage, ob die Chancen nun konsequenter genutzt werden und eine Entscheidung zu Gunsten der Concordia fallen wird. Die Antwort kam schneller und anders als erwartet. In den nächsten 20 Minuten drehten die Hausherren die Partie und bestraften konsequent das desolate Spiel der Gäste. In der 39. Minute stand es 20:16 für Grubenlampe, der NHV hatte offensiv große Probleme. Den mitgereisten Fans stockte der Atem und es sollte nicht besser werden. In der 42. Minute hatten die Zwickauer einen sechs-Tore-Vorsprung herausgeworfen und Erinnerungen an das Spiel in Plauen wurden wach. War es das? Nein! Das Team kam willenstark zurück. Der Trainer stellte die Mannschaft um und diese begann, den Rückstand Stück für Stück aufzuholen. Eine Viertelstunde vor Schluss, es stand 24:20, ahnte noch keiner, welche Dramatik sich auf dem Parkett entwickeln würde. Die Delitzscher Abwehr stabilisierte sich und Torwart Felix Herholc entschärfte wichtige Bälle. Auch wenn nicht alles gelang, Concordia kämpfte vorbildlich und holte Tor um Tor auf. Die Rot-Weißen dagegen konnten nur noch einen Torerfolg für sich verbuchen und diese Schwäche wurde von Delitzsch erbarmungslos bestraft. In der 57. Minute war der Ausgleich geschafft (25:25). Das Geschehen wogte hin und her, aber der NHV hatte die besseren Antworten. 30 Sekunden vor der Schlusssirene ging ein Aufschrei durch die Delitzscher Fangemeinde. Soeben hatte Danny Trodler zum 26:25 für seine Farben eingenetzt. Noch 30 Sekunden hieß es kämpfen und das erledigten die Concorden clever. Zwickau kam nicht mehr zum Abschluss. Auch wenn dieses Spiel nichts für Handballästheten war, der NHV konnte eine durchwachsene Partie mit Kampf, Einsatz und etwas Glück drehen, den ersten Auswärtssieg der Saison einfahren und dadurch den Abstand zu den Abstiegsplätzen etwas vergrößern. ZHC-Trainer Tonci Druskovic befand hinterher: „Ein Unentschieden wäre das gerechte Resultat gewesen. Wer mit sechs Toren führt, muss das Spiel gewinnen. Delitzsch hatte den größeren Willen, das letzte Tor zu erzielen.“ Wladimir Maltsev sagte: „Für mich war es das schwerste Saisonspiel. In der zweiten Halbzeit kam es zu einem Bruch im Spiel, daraufhin habe ich die Abwehr umgestellt und es wurde besser. Die Mannschaft wächst immer mehr zusammen.“ Hartmut Sommerfeldt/Jens Teresniak © Leipziger Volkszeitung NHV: Voigt (1 Parade), Herholc (6 Paraden); Sowada (1), Grohmann (8/3), Mittag (3), Günther (4), Müller, Nešovanović (2), Trodler (4), Wolski (2), Wendlandt (2), Paululik Linktipp: Bildergalerie bei Facebook 2. Männer: „Englisches Wochenende“ für einige  Handballer der 2.Männer Montag, 12.11.2018: LSV Südwest – NHV Concordia Delitzsch 26:29 (14:14) Bevor das Auswärtsspiel gegen den LSV Südwest am Sonntag für die Handballer der zweiten Vertretung des NHV Concordia Delitzsch auf der Agenda stand, wurde sich am Samstag Aufgrund der Neueröffnung des Autohauses Müller in Vereinsshirt und Lederhose in Schale geworfen. Eingeladen hatte Familie Müller aus Glesien und zur „Handballfamilie“ gehört ja bekanntermaßen auch einer der Geschäftsführer der Auto-Müller GmbH, Christian Müller. Bei unterhaltsamer Musik, leckeren Speisen und Getränken pflegte man die ein oder andere Unterhaltung mit den anderen Handballfans oder nutzte die Gelegenheit um mit anderen Gästen ins Gespräch zu kommen. Besonders Alexander Pietzsch und Christian Hornig traten diesbezüglich mehrmals öffentlich in Erscheinung und sorgten dafür, dass der NHV Concordia Delitzsch seinen Bekanntheitsgrad bis nach Bayern erweiterte. Mit dieser optimalen Spielvorbereitung war man gewappnet für einen harten Fight einen Tag später. Dass man überhaupt den Weg in die Sporthalle an die Radrennbahn am Sonntag antreten konnte, war insbesondere drei Leuten zu verdanken. Mit Sascha Krause, Jens Große und Karsten Möbius stellten sich drei alte Haudegen zur Verfügung, die seit Wochen keinen Handball mehr in der Hand hatten, geschweige denn mit der Mannschaft trainiert haben. Man war sich unter diesen Umständen im Klaren darüber, dass viel passen musste an diesem Tag, um etwas Zählbares mit in die Loberstadt zu nehmen. Bis zum 5:5 durch Alexander Pietzsch, welchen noch immer ein Lächeln vom vorhergehenden Tag im Gesicht geschrieben stand, konnte sich keine der beiden Mannschaften mit mehr als einem Tor absetzen. Doch dann kamen die Delitzscher besser ins Spiel und nutzen eine Schwächephase der um einiges jüngeren Südwestler, um bis auf 6:9 davonzuziehen. In der fälligen Auszeit, justierten die Leipziger ihr Abwehr- und Angriffsspiel neu und kämpften sich bis zum Halbzeitpfiff wieder auf 14:14 heran. Die Delitzscher waren sich bewusst, dass sie mit dem Tempo der Leipziger nur schwer mithalten konnten und wollten ihrerseits die Angriffe lange und vor allem erfolgreich abschließen um nicht in die Konter der Leipziger zu laufen. Dies gelang in der zweiten Hälfte zu wenig und man sah sich beim Stand von 20:18 für den Gastgeber in der 43. Minute am Wendepunkt dieses Spieles. In der Abwehr wurde nicht mehr agiert, sondern nur noch reagiert und im Angriff fehlten die Alternativen, um kräfte- und tempomäßig noch einmal nachzulegen. Doch anstatt sich seinem Schicksal zu ergeben, besann man sich in der fälligen Auszeit auf die kämpferische Einstellung und erinnerte sich daran, dass man diesen Weg zum Sonntagnachmittag nicht angetreten ist, um nur die Punkte abzuliefern. Gesagt, getan, und mit der gelben Karte gegen Sebastian Schäfer, welcher krankheitsbedingt als Offizieller auf der Bank Platz nahm, ging noch einmal ein Ruck durch das Team. In der zweiten Delitzscher Auszeit in der 49. Minute, wurden die letzten Kräfte mobilisiert und die Abwehr etwas offensiver ausgerichtet. Damit hatte der LSV Südwest seine Probleme und der NHV zog bis 5 Minuten vor Schluss auf 22:27 davon. Mit all ihrer Routine, davon stand ja genug auf der Platte, brachte die NHV- Reserve das Ergebnis über die Zeit und freute sich, betrachtet man die Gegebenheiten vor dem Spiel und den Spielverlauf, über den doch etwas überraschenden Auswärtssieg. Mit dieser kämpferischen Leistung gehen die Delitzscher am kommenden Sonntag immer noch ungeschlagen in das Spitzenspiel der Bezirksliga. Gegner ist kein geringerer als der amtierende Bezirksmeister und Bezirkspokalsieger, Lok Mitte II. Unter anderem stehen mit Stephan Sarközi, Marcel Ulrich, Enrico Henoch, Ivo Doberenz, Jens Gröschel, Frank Bönke und, und, und - einige Altbekannte auf der Platte. Außerdem haben die Delitzscher noch eine Rechnung mit der Reserve-Lokomotive aus dem Leipziger Zentrum offen. Denn im letztjährigen Bezirkspokalfinale, brachten die Leipziger den Delitzschern die einzige Niederlage der Saison bei. Somit beste Voraussetzungen für ein tolles und spannendes Handballspiel am 18.11. um 17 Uhr in der Mehrzweckhalle. Bis dahin, Sport frei. Christian Hornig NHV II:  Tino Pantel (TW), Dirk Fischer (TW) Tobias Karl (5), Stefan Voigt, Jens Große (4), Alexander Pietzsch (4), Christian Hornig (7/3), Thomas Hollstein (6), Sascha Krause (1), Karsten Möbius (2), Anne Brosig (Physio), Steffen Kienitz & Sebastian Schäfer (Mannschaftsverantwortliche) NHV will Goethe widerlegen Freitag, 09.11.2018: Handball-Oberliga: Delitzsch kann am Sonntag in Zwickau wichtige Punkte im Abstiegskampf holen. Delitzsch. „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.“ So lässt Goethe seinen Faust sprechen. Ähnlich würden wohl auch notorische Pessimisten reagieren auf die via Facebook verbreitete Hoffnung des Handball-Oberligisten NHV Concordia Delitzsch, dass nach dem 27:19-Erfolg vom vergangenen Sonnabend gegen den HSV Apolda nun der Knoten bei den Nordsachsen geplatzt ist. Felix Herholc, Mannschafskapitän der Concorden, weist die Schwarzseher vor dem Spiel am Sonntag beim ZHC Grubenlampe in die Schranken. „Ganz klar, ich erwarte einen Sieg“, sagt der Torhüter und zeigt sich davon überzeugt, dass seine Mannschaft nicht noch einmal, wie Ende Oktober bei der 18:20-Schlappe bei Schlusslicht Einheit Plauen, überraschend die einkalkulierten zwei Punkte liegen lässt. Die Vogtländer haben übrigens soeben ihren Trainer Michel Wiesend gefeuert. Das ist schon die zweite Entlassung in dieser Saison. Im September hatte sich Köthen von Coach Svajunas Kairis getrennt. Der Aufsteiger aus Zwickau rangiert mit 4:14 Punkten auf Abstiegsplatz 13, der NHV liegt mit 6:12 Zählern auf Position elf. „Delitzsch kann die zwei Punkte woanders holen, wir brauchen den Sieg, müssen und werden dafür hart kämpfen“, kündigt ZHC-Trainer Tonci Druskovic an. Concordia-Coach Wladimir Maltsev räumt denn auch ein, mit Respekt in die Autostadt zu fahren, „aber trotzdem mit breiter Brust“. Der Erfolg gegen Apolda habe gezeigt, „was wir können“. Jedoch stehe noch „jede Menge Arbeit vor uns, um stabil zu werden“. Wenn jeder Spieler die ihm zugewiesene Aufgabe gut erfülle, „dann können wir auch auswärts punkten“. Wichtig sei, über die kompletten 60 Minuten stabil in der Abwehr zu stehen sowie diszipliniert die Angriffe vorzutragen. Kampfgeist und Leidenschaft seien selbstverständlich, mahnt der Coach. Herholc, den Druskovic zu den „guten Keepern der Liga“ zählt, begründet seine Zuversicht auch damit, dass die Integration der vielen neuen Spieler immer weiter voranschreite. So habe beispielsweise Kreisläufer Nemanja Nesovanovic als vierfacher Torschütze gegen Apolda mehr als angedeutet, zu welchen Leistungen er fähig sei. Zudem sei die Trainingsintensität hoch, das führe zu besseren Leistungen. Es dürfe auch nicht vergessen werden, dass der Kader wegen vieler Verletzungen „lange nicht komplett“ gewesen sei. Es gehe jetzt „in die richtige Richtung. „Von Spiel zu Spiel, von Training zu Training verbessert sich das Zusammenspiel zwischen alten und neuen Spielern“, hat auch Coach Maltsev beobachtet. Unter vielen Verletzungen hat auch Zwickau zu leiden. „Bei uns fehlen sechs Stammspieler“, berichtet Druskovic, der sich nach eigener Aussage in Zwickau sehr wohl fühlt und dort sesshaft werden möchte. Der erfahrene 48-jährige Kroate ist schon viel herumgekommen, war unter anderem Nationaltrainer von Gabun und von Kuwait. Sicher ist, dass gegen Delitzsch mit Lucian Arsene „unser bester Abwehrspieler“ ausfallen wird. Angesichts der vielen Ausfälle („eine blöde Situation“) muss der Coach vor jedem Spiel einen neuen Matchplan entwerfen. Mit dem bisherigen Saisonverlauf „sind wir alle ziemlich unzufrieden“. Dennoch bleibe es beim Ziel Klassenerhalt. Unterschätzt werden dürfen die Gastgeber keineswegs. Freiberg wurde in eigener Halle geschlagen, gegen Plauen-Oberlosa ein Punkt geholt. „Zwickau hat eine robuste Abwehr und spielt schnell mit der ersten und zweiten Welle nach vorn“, warnt Maltsev eingedenk der bisherigen widrigen Umstände. Aber wie sagte schon Goethe: „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“ Etwa einen Sieg in Zwickau. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Behindertensportgruppe: HVS-SpecialLiga ist Realität! Dienstag, 06.11.2018: Am Samstag 3. November 9:30 Uhr ist für die Handballathleten aus Sachsen ein lang gehegter Wunsch wahr. Das erste Spiel der neu gegründeten SpecialLiga (gesprochen: SchpeschelLiga) wird angepfiffen. Bernd Hartmann eröffnete als Spielleitende Stelle die Saison in der schmucken Handballhalle Lichtenstein. Helfer des Vereins und auch der Hallenspreher sind vor Ort. Alles ist toll organisiert. Sogar Speisen und Getränke sind im Angebot. Danke an alle! Gastgeber WfaA LB Glauchau und NHV Concordia Delitzsch können sich in die hoffentlich langjährigen Analen dieser Liga als erste eintragen. Beide haben in Sachsen die ältesten Traditionen, so der Spielleiter. Er setzt diese Begegnung an den Ligastart. Beide lieferten sich in den 2x 15min eine tolle ausgeglichene Partie. In einem Herzschlagfinale setzten sich die Delitzscher mit einem Tor knapp durch. Die Radebeuler gaben sich in der nächsten Begegnung keinen Illusionen hin. Ihre Philosophie spielend, unterlagen sie standesgemäß den Meißnern deutlich mit 05:18. Für den Geschmack der Trainer aus der Lößnitzstadt war das Ergebnis trotzdem zu hoch. Meißen läßt auch in seinem zweiten Spiel gegen Delitzsch nichts anbrennen und gewinnt klar mit 13:08. Das Finale des Turniertages bestreiten die langjährig befreundeten Mannschaften der Gastgeber und den Radebeulern. Eine größere Übereinstimmung der Spielphilosohie findet man bundesweit kaum. Da haben sich zwei gleichartige Mannschaften zusammengefunden und schon viele gemeinsame Projekte erfolgreich durchgeführt. Es stehen nicht umsonst 6 Natonalspielerinnen des Frauenteam Deutschland für Abu Dhabi auf beiden Seiten! Natürlich nutzen die Teams dieses Tunier um taktische Richtlinien zu spielen. Ein faires Spiel endet schließlich mit dem Sieg der Gastgeber aus Glauchau. Das Turnier ist für die Athleten ein Novum - es findet keine Siegerehrung statt! Der Ligaalltag nimmt seinen Lauf. Ja, der Alltag zieht ein! Ligaspiel ...wie das Klingt! Die Ansprache von Hartmann ist kurz, aber die Vorarbeit war lang. Es benötigte eine Menge Kleinarbeit bis zur Realisierung dieses Unterfangens. Netzwerke knüpfen ist DAS Zauberwort. In Zeiten der digitalen Kommunikation gar nicht schwierig? Weit gefehlt. Es bleibt trotzdem noch ein 5000 Teile Puzzlespiel! Special Olympics, DHB, FDDH, HVS, Landessportbund und viele andere sind zu verknüpfen. Warum brauchen unsere Handballer diese Liga? In der Organisation Special Olympics wird doch schon Handball gespielt? Es gibt, bisher aller 2 Jahre, neustens aber aller 4 Jahre die Nationalen Spiele von SOD. Diese können aber nur mit einem hohen finanziellen Aufwand für die Teams realisiert werden. Außerdem ist die Handballfamilie bundesweit beträchtlich gewachsen, so das zu den kommenden Nationalen Spielen gedeckelt werden muß. Damit ist sogar die Chance auf diese Teilnahme nicht mehr garantiert. Um die fehlenden Nationalen Spiele aus dem Vierjahresrhythmus aufzufüllen, sind die angebotenen "ausfüllenden" Lücken nicht in allen Landesverbänden attraktiv genug. Es bleiben regionale Tuniere ausgewählter Vereine/Werkstätten. Diese sind aber auch meist weit entfernt und damit steht wiederum ein größerer finanzieller Betrag zu buche. Unsere Athleten arbeiten im sogenannten Niedriglohnsektor. Es bleibt wenig Spielraum. Dagegen ist eine regionale Liga finanziell besser konditioniert. Fahrstrecken, Spielzeit und finanzieller Aufwand stehen in einem optimalem Verhältnis. Der Anspruch von Special Olympics zur Regelmässigkeit des Sporttreibens wird hierbei in wunderbarer Weise wahrgenommen. Bernd Hartmann Linktipp: Ergebnisse des Turniers 2. Männer: Die jungen Dachse und „Held der Arbeit“  überzeugen beim Delitzscher Heimsieg Montag, 05.11.2018: NHV C. Delitzsch II – SG Riesa/Oschatz II 29:21 (15:12) Nachdem alle Mannschaften des NHV Concordia Delitzsch, die an diesem  Wochenende im Punktspielbetrieb im Einsatz waren, ihre Spiele gewonnen hatten, fehlte am Sonntag um 17 Uhr nur noch die 2. Männermannschaft mit einem erfolgreichen Spiel. Dass dies nicht einfach werden würde für die NHV- Reserve, sahen die knapp 60 Zuschauer schon in der Aufwärmphase. Zwar standen den Loberstädtern mit 10 Spielern 2 mehr als noch vor Wochenfrist in Waldheim zur Verfügung, allerdings stellten sich mit Alexander Pietzsch und Stefan Voigt zwei Rekonvaleszenten zur Verfügung, die aufgrund Ihre Verletzungen ohne Trainingsvorbereitung ins Match gingen. Dem gegenüber machten sich 13 Oschatzer warm, die mit dem Ziel nach Delitzsch gereist waren, für eine Überraschung zu sorgen. Dieser Eindruck bestätigte sich allerdings noch nicht im ersten Spieldrittel. Konzentriert spulten die Delitzscher ihr Pensum herunter und bis zur 21. Spielminute hatte man einen komfortablen 12:5 Vorsprung erarbeitet, unter anderem auch weil der (noch) 17-jährige Max Berger mit seinen ersten 3 Bezirksligatoren eine 100-prozentige Wurfquote ablieferte. Letzte Saison, eine Liga tiefer, wäre solch ein Spielverlauf der Garant für einen ruhigen Handballabend gewesen und man hätte sein Spiel wie gewohnt fortgeführt. Doch anders als noch im letzten Spieljahr, trifft man in der Bezirksliga Woche für Woche auf Mannschaften, die sich freuen, gegen das Delitzscher Team zu spielen und jede Herausforderung annehmen. Somit ergaben sich die Mittelsachsen nicht etwa ihrem Schicksal, sondern nahmen 10 Minuten vor der Halbzeitpause ihre 1. Auszeit und der Gästetrainer stellte die Abwehr auf eine offensivere 5:1-Variante um. Die Delitzscher reagierten ihrerseits auf die neue Aufgabe und brachten viel Bewegung ins Angriffsspiel, allerdings wurden die gut herausgespielten Wurfchancen jetzt nicht mehr regelmäßig im Tor untergebracht. Somit verkürzten die Gäste Tor um Tor und beim Stand von 15:12 ging es in die Halbzeitpause. In den zweiten 30 Spielminuten wollten sich die Delitzscher mehr auf ihre kämpferischen Stärken besinnen und nahmen sich vor, mit noch mehr „Herzblut“ an die Sache heranzugehen. Unterstützt von einigen Loberhaien und der gut besuchten Mehrzweckhalle, konnte man sich erneut Tor um Tor vom Gegner absetzten. Über die Stationen 16:13, 19:15 und 23:18, in der 47. Spielminute, legte man den Grundstein zum 3. Heimsieg der Saison. Besonders der zweite „Jungspund“ im Team, Tobias Karl aber auch Jan Jungandreas drückten dieser Phase des Spieles ihren Stempel auf und überzeugten mit präzisen Abschlüssen, aber auch mit vielen tollen Anspielen, vorzugsweise auf „Mister 100%“ Thomas Hollstein, die zum Torerfolg führten. Manch einer denkt sicherlich „Na ja, dieser Jungandreas hat ja auch jahrelang höherklassig gespielt.“ Dies steht außer Frage, aber an diesem Sonntag begann der Handballtag beim „Hans Dampf in allen Concordia-Gassen“ um 7:30 Uhr mit der Organisation des Minispielfestes und endete um 21 Uhr, nachdem die Mehrzweckhalle wieder für den Schulsport hergerichtet war. Wenn man sich dann noch zum Sonntagabend für die zweite Mannschaft 60 Minuten den Hintern aufreißt und so eine konzentrierte Leistung abruft, spricht das zum einen für eine positive „Handballbeklopptheit“ und ist, gerade weil man einmal höherklassig gespielt hat, auf keinen Fall alltäglich. Die Gäste aus Riesa/Oschatz versuchten mit ihrer 2. Auszeit in der 49. Spielminuten beim Spielstand von 18:23 aus ihrer Sicht, noch einmal etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen aber die Delitzscher begruben durch einem 5:0-Lauf auch die letzten Hoffnungen der Gäste auf einen Auswärtspunkt. Am Ende stand ein 29:21 Heimsieg auf der Anzeigetafel gegen einen Gegner der spielerisch Klasse agierte und die Delitzscher Reserve immer wieder vor schwierige Aufgaben stellte. Umso mehr spricht das Ergebnis für ein ordentliches Spiel aus Delitzscher Sicht und der Sieg hätte bei besserer Chancenverwertung sogar noch deutlicher ausfallen können. Jetzt gilt es genau an dieser Sache konzentriert im Training zu arbeiten um am nächsten Sonntag um 16 Uhr das Auswärtsspiel beim LSV Südwest in der harzfreien Turnhalle an der Radrennbahn erfolgreich zu gestalten. Christian Hornig NHV II:  Tino Pantel (TW); Tobias Karl (4/2), Stefan Voigt, Chris Teresniak (4), Jan Jungandreas (4), Max Berger (3), Alexander Pietzsch, Christian Hornig (4/1), Thomas Hollstein (10), Patrick Wiesmüller, Anne Brosig (Physio), Steffen Kienitz & Sebastian Schäfer (Mannschaftsverantwortliche) NHV läutet Apoldas Glocken Montag, 05.11.2018: NHV Conc. Delitzsch - HSV Apolda 1990 27:19 (15:8) Handball-Oberligist feiert beim 27:19 den zweiten Saisonsieg / Defensivleistung und Einstellung stimmen. Delitzsch. In der Thüringer Kleinstadt Apolda hat das Glockengießen eine mehr als 250-jährige Tradition. Handball-Oberligist NHV Concordia Delitzsch hat am Sonnabend in der Begegnung gegen den HSV Apolda darauf angemessen reagiert. Die Nordsachsen schlugen den Gast klar und deutlich mit 27:19 (15:8). Die Abstiegsglocken sind damit zwar nicht verstummt, aber sie läuten ein wenig leiser. Mit dem Erfolg haben die Concorden ihren zweiten Saisonsieg eingefahren, bleiben mit nunmehr 6:12 Punkten allerdings auf Abstiegsplatz zwölf. „Wir wollten unbedingt die Wiedergutmachung“, freute sich Trainer Wladimir Maltsev. Am Wochenende zuvor hatte der NHV überraschend beim bis dahin punktlosen Schlusslicht HC Einheit Plauen 18:20 verloren. Dabei war ein Erfolg eingeplant gewesen. „Die Jungs waren richtig heiß beim Training“, berichtete der Coach. „Wir wollten uns unbedingt für die Niederlage rehabilitieren“, sagte Daniel Sowada, der unermüdlich das Angriffsspiel angekurbelt hatte und vom Fanclub Loberhaie zum Spieler des Abends gekürt wurde. „Wir haben ein gutes Spiel gezeigt“, ergänzte Kreisläufer Nemanja Nesovanovic, der mit vier Treffern aufsteigende Form bewies. Von einer „geschlossenen Mannschaftsleistung“ sprach Vereinspräsident Axel Schüler, sichtlich erleichtert nach dem doppelten Punktgewinn. Maltsev habe die Concorden perfekt eingestellt. Von Beginn an zeigten sich die Gastgeber hochmotiviert. Zunächst vergaben beide Mannschaften ihre Torchancen, so dass es bis zur fünften Minute dauerte, bis Vasil Mitevski die Glockenstädter in Front brachte. Es war die erste und zugleich letzte Führung der Gäste an diesem Abend. Denn die Delitzscher kamen nur 30 Sekunden später durch Nesovanovic zum Ausgleich. Sowada warf den NHV dann in Führung. Der Vorsprung wurde bis auf 6:1 ausgebaut, bevor Apolda zum zweiten Mal einnetzte. Da zeigte die Uhr bereits die 14. Minute an. „Wir haben in der Abwehr gut gestanden“, kommentierte Lucas Mittag, der mit Oliver Wendlandt und Martin Müller einen fast undurchdringlichen Mittelblock bildete. Und wenn dann doch Bälle aufs Tor kamen, dann waren sie häufig die Beute von Felix Herholc, der eine Top-Leistung bot und auch zwei Siebenmeter parierte. Später wurde er von Marian Voigt ersetzt, der ebenfalls glänzend hielt. „Wir haben zwei gute Torhüter“, hatte Maltsev bereits vor zwei Wochen nach dem Heim-Unentschieden gegen Aschersleben festgestellt. „Wenn die Abwehr gut steht wie heute, dann wird es auch im Angriff leichter“, sagte Danny Trodler. Denn dann laste auf der Offensive weniger Druck, unbedingt ein Tor zu erzielen, um den Anschluss nicht zu verpassen. Das sorge für mehr Selbstvertrauen. So präsentierte sich auch der Angriff. Der Ball lief flüssig, die Spieler waren in Bewegung. Torjäger Frank Grohmann etwa nutzte jede kleine Lücke, um durch die gegnerische Abwehr zu stoßen. Alles eine Folge der „super Einstellung“ der Delitzscher, wie es Trodler formulierte. „Das war der Unterschied zum Spiel in Plauen“, unterstützte Sowada diese Einschätzung. Gäste-Trainer Frank Ihl räumte ein, dass der Erfolg der Concorden verdient gewesen sei. Sein Team habe vor allem in der ersten Halbzeit „desaströs“ gespielt. Im zweiten Durchgang sei es nur noch darum, gegangen, die Pleite in Grenzen zu halten Er bekräftigte Glockenschlag 20.30 Uhr seine Ansicht, „dass Delitzsch mit dem Abstieg nichts zu tun haben wird“. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung NHV: Voigt (5 Paraden), Herholc (14 Paraden, davon 2 Siebenmeter); Sowada (2), Grohmann (11/6), Mittag (1), Günther (2), Müller, Nešovanović (4), Trodler (4), Wolski, Karl, Wendlandt (2), Paululik (1) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook Delitzscher Handballer rufen den Abstiegskampf aus Freitag, 02.11.2018: Oberligist will morgen gegen Apolda zweiten Saisonsieg einfahren. Delitzsch. Handball ist bekanntlich ein schnelles Spiel. Das gilt nicht nur auf dem Parkett, sondern auch verbal. Ziel sei, „möglichst schnell aus der Abstiegszone herauszukommen“, sagte Wladimir Maltsev, Trainer des Handball-Oberligisten NHV Concordia Delitzsch, noch vor anderthalb Wochen nach dem 23:23- Unentschieden gegen Aschersleben. Ein Sieg am vergangenen Sonnabend beim bis dato punktlosen Schlusslicht HC Einheit Plauen war da fast schon vorweggenommen. „Wir dachten, dass wir dort gewinnen“, gestand Co- Trainer Jan Jungandreas. Doch es kam anders. Die Nordsachsen unterlagen mit 18:20. Von einer Aufholjagd ist jetzt keine Rede mehr. „Wir stecken im Abstiegskampf“, räumte Jungandreas nun vor der Heimbegegnung am morgigen Sonnabend gegen den HSV Apolda ein (19 Uhr). Beim Training in dieser Woche hat das Trainerteam intensive Gespräche mit den Spielern geführt, klare Worte gefunden. „Wir hoffen, dass jetzt alle die Erkenntnis haben, dass wir die zwei Punkte gegen Apolda brauchen“, sagte Jungandreas. Der Druck jedenfalls sei nicht geringer geworden, und vor den eigenen Fans habe die Mannschaft etwas gutzumachen. Zu enttäuschend war die Leistung in Plauen, als auch ein zwischenzeitlicher 11:8-Vorsprung keine Sicherheit gab, Nervosität einzog, hektisch agiert und klarste Torchancen vergeben wurden. „Wir müssen eine Schippe drauflegen, ich erwarte eine Steigerung in allen Bereichen. Uns hilft nur ein Sieg.“ Das bedeute, dass die Mannschaft 60 Minuten „volle Pulle“ gehen müsse, auch in den letzten zehn Minuten, wenn es weh tue. Schließlich gehe es im Zweifel auch um das Torverhältnis. Personell hoffen die Delitzscher darauf, dass Kreisläufer Oliver Wendlandt und Rechtsaußen Michal Paululik wieder zur Verfügung stehen. Das wird sich aber erst kurz vor dem Anpfiff entscheiden. Daniel Sowada und Michael Günther, die sich im Vogtland verletzten, haben wieder trainiert, dürften also auflaufen. Frank Ihl, der Apoldaer Trainer, hat trotz des miserablen Saisonstarts der Delitzscher mit nur einem Sieg, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen gehörigen Respekt. Der NHV stehe mit dem Rücken zur Wand, „ich erwarte eine hochmotivierte Delitzscher Mannschaft“, sagte er. Es werde also „keine einfache Aufgabe für uns“. Zumal mit Slobodan Veselinovic im rechten Rückraum ein wichtiger Spieler ausfallen werde. Ihl machte den Gastgebern zugleich Mut. „Ich bin mir zu einhundert Prozent sicher, dass die Concorden aus der Abstiegszone herauskommen werden.“ Was vor allem dann gelte, wenn die vielen Neuzugänge sich integriert hätten. Jüngst kam noch der Pole Mateusz Wolski hinzu, der im Rückraum alle Positionen spielen kann. „Er ist ein guter Mann, der sein Ding machen wird“, lobte Ihl. Die Thüringer hatten vor Saisonbeginn ebenfalls einen kräftigen Umbruch zu bewältigen, den sie offenkundig besser bewältigt haben als die Sachsen. „In der Vorbereitung hatten wir schlechte Spiele“, erinnerte sich Ihl. Als Konsequenz habe er zunächst auf eine starke Defensive gesetzt. Mit Erfolg: „Die Abwehr ist unser Prunkstück.“ Und die gute Deckungsarbeit hat maßgeblich dazu beitragen, dass die Mannschaft aus der Glockenstadt sich mit drei Siegen, ebenso vielen Niederlagen und zwei Unentschieden auf dem 6. Platz befindet und vorigen Woche daheim die starken Köthener mit 21:17 besiegte. Bei Delitzsch macht sich jetzt das Prinzip Hoffnung breit. „Wir haben in den vergangenen zwei Jahren noch nie gegen Apolda verloren“, sagt Jungandreas und schöpft daraus Zuversicht. Dieses Gesetz der Serie soll morgen erhalten bleiben. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Linktipp: Programmheft (pdf 3,2 MB)
Bilder Saison 2018/19