Nächstes Spiel Samstag, 27.10.2018 18:00 Uhr HC Einheit Plauen --- NHV Conc. Delitzsch
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Newsarchiv - Oktober 2018
19.10.2018 Delitzscher Handballer rüsten weiter auf und wollen Aufholjagd starten 15.10.2018 Concordia fährt ersten Saisonsieg ein 13.10.2018 Danny Trodler kehrt zur Concordia zurück 12.10.2018 Ernste Situation: Concorden brauchen endlich Punkte 11.10.2018 Alte Hasen verlangen jungen Wilden alles ab 01.10.2018 Wieder keine Belohnung 01.10.2018 2. Männer: Frauen machen vor – Männer machen nach Delitzscher Handballer rüsten weiter auf und wollen  Aufholjagd starten Freitag, 19.10.2018: NHV Concordia verpflichtet Mateusz Wolski / Morgen Oberliga-Heimspiel gegen Aschersleben. Delitzsch. Es geht weiter mit den personellen Paukenschlägen beim Handball-Oberligisten NHV Concordia Delitzsch. Erst holte der Verein Danny Trodler (32) zurück. Der Torjäger war am vorigen Sonnabend maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Nordsachsen beim 31:22-Erfolg über den USV Halle den ersten Saisonsieg einfuhren. Jetzt, vor dem nächsten Heimspiel am Sonnabend gegen den HC Aschersleben (Anpfiff: 19 Uhr), soll erstmals der Pole Mateusz Wolski für den NHV auflaufen. Ein kleines Fragezeichen steht allerdings noch hinter der Spielberechtigung für den 29-Jährigen, die bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht in der Loberstadt eingetroffen war. Der 1,87 Meter große Wolski, der lange Jahre in der polnischen Superliga spielte und zuletzt wie der andere Delitzscher Neuzugang Michal Paululik in der tschechischen Extraliga unter Vertrag stand, wusste bereits beim Vorbereitungsturnier in Köthen zu gefallen. Einstweilen ist der gelernte Lehrer noch in seiner polnischen Heimat beruflich gebunden und wird deshalb auf Sicht der nächsten Wochen nur für die Abschlusstrainings und Spiele nach Delitzsch kommen können. „Das ist natürlich nicht optimal, lässt sich aber nicht ändern“, so NHV-Co- Trainer Jan Jungandreas (30). Der spielerisch starke Wolski soll im linken Rückraum und in der Mitte zum Einsatz kommen. „Mateusz wird erst am Freitagabend zu uns stoßen. Wir dürfen von ihm keine Wunderdinge erwarten“, mahnt Jungandreas. Gleichwohl hätte der Spieler „jede Menge Qualität und Erfahrung“. Das werde der Mannschaft um Trainer Wladimir Maltsev (48) auf jeden Fall helfen. Das soll natürlich schon am Sonnabend gegen Aschersleben eintreten. Jungandreas hofft, dass das Team den Schwung und die positive Stimmung aus dem Erfolg über Halle konservieren wird. Es habe sich gezeigt, dass durch Rückkehrer Trodler für andere Spieler Freiräume entstanden seien, die gut ausgenutzt wurden. Allerdings dürfe der doppelte Punktgewinn nicht überbewertet werden. „Der USV hatte einen gebrauchten Tag.“ Die nächsten Begegnungen – nach Aschersleben folgen Einheit Plauen (auswärts) und Apolda – würden mit Sicherheit deutlich enger. Da die Delitzscher mit 3:9 Punkten auf dem zwölften Patz liegen und laut Maltsev jetzt „die Aufholjagd starten wollen“, ist ein Erfolg gegen den Gast aus Sachsen-Anhalt eingeplant. In der vergangenen Saison wurde Aschersleben mit einer 21:26-Niederlage an den Nordostrand des Harzes heimgeschickt. Dort holten sich die Concorden im Rückspiel beim 25:25 einen Punkt. Der HC wartet mit einer erfahrenen Mannschaft auf, die zum großen Teil seit Jahren zusammenspielt. „Sie kennen sich aus dem Effeff“, zollt Jungandreas Respekt. Besonders auf den Außenpositionen sind die Gäste mit Carsten Kommoß (37) und Pit Seifert (25) stark besetzt. „Da müssen wir in der Deckung konzentriert und aufmerksam sein“, warnt Jungandreas. Kommoß (43 Treffer) befindet sich hinter dem 28-jährigen Delitzscher Frank Grohmann (49) auf Platz zwei der Liga-Torschützenliste (43), Seifert liegt auf Rang acht (35). Bis jetzt hat der Club auch die Abgänge der Leistungsträger Clemens Grafenhorst (24) und Nicolas Berends (21) gut verkraftet. Beide wechselten zum Drittligisten Anhalt Bernburg. Mit 7:5 Punkten ist Aschersleben überraschend gut gestartet. Am vergangenen Wochenende schlugen die selbsternannten „Alligatoren“ den Aufstiegsfavoriten Köthen mit 30:23 und zogen ihre Taktik trotz eines engen Kaders bis zum Schlusspfiff der Partie durch. Gleichwohl stapelt Trainer Dmitry Filippov (49) tief. „Ich denke nur daran, wie wir die Klasse halten können“, so der frühere zweifache Handball- Olympiasieger. Es werde ein Überlebenskampf. Das Niveau der Handball- Oberliga sei eben sehr hoch. Ulrich Milde/Jens Teresniak © Leipziger Volkszeitung Linktipp: Programmheft 20.10.2018 (pdf 3,6 MB) Concordia fährt ersten Saisonsieg ein Montag, 15.10.2018: NHV Concordia Delitzsch - USV Halle 31:22 (17:10) Handball-Oberligist schlägt den USV Halle deutlich mit 31:22 / Rückkehrer Trodler spielt stark auf. Delitzsch. Dem römischen Staatsmann und Feldherrn Gaius Julius Caesar wird das Zitat „veni, vidi, vici“ („Ich kam, sah und siegte“) zugeschrieben. Ähnlich muss sich am Sonnabend in der Handball-Oberliga Danny Trodler nach dem 31:22-Erfolg des NHV Concordia Delitzsch über den USV Halle gefühlt haben. „Ich habe nie an unserem Sieg gezweifelt“, sagte mit einem Schmunzeln im Gesicht der 32-Jährige. Denn ligaübergreifend habe er in dieser Saison alles gewonnen. Trodler war vor der Partie gegen die Saalestädter zu den Concorden zurückgekehrt und hatte dafür seinen Job als Spielertrainer des Bezirksligisten HV Glesien aufgegeben. Mit Trodler fuhren die Nordsachsen den ersten Sieg in der Saison ein und verbesserten sich mit 3:9 Punkten um einen auf den zwölften Rang. Die Rückholaktion von Trodler, in der vergangenen Spielzeit mit 118 Treffern der zweitbeste Delitzscher Torschütze, war ganz offenkundig spielentscheidend. Den Concorden war es zuvor nicht gelungen, die Lücke, die er hinterlassen hatte, zu schließen. So war gerade das Offensivspiel sehr einseitig auf den auch diesmal mit neun Toren wieder überragenden Neuzugang Frank Grohmann zugeschnitten. „Mit ihm und Trodler hat Delitzsch jetzt zwei echte Kanten“, räumte Gäste-Trainerin Ines Seidler ein. „Wir sind im Angriff mit ihm variabler“, freute sich NHV-Trainer Wladimir Maltsev, „er schafft Lücken, das ist wichtig für uns.“ Die Last werde jetzt auf mehr Schultern verlagert, kommentierte Trodler. Und tatsächlich veränderte sich die Spielstatik der Gastgeber durch ihn entscheidend. Die Hallenser Abwehr musste sich auch auf ihn konzentrieren, wodurch sich für andere Concorden in dieser Saison noch selten gesehene Freiräume auftaten. Linksaußen Michael Günther, bislang eher blass geblieben, nutzte das und erzielte drei Treffer. Daniel Sowada wirbelte im Angriff herum und netzte fünfmal ein. Trodler gefiel vor allem als Vorlagengeber. Wiederholt passte er den Ball an den Kreis auf Oliver Wendlandt, der diese Torchancen konsequent ausnutzte. Auch zwischenzeitliche Manndeckungen gegen Trodler und Grohmann verpufften wirkungslos. Zudem motivierte der Comebacker seinen Torwart Marian Voigt nach einem Gegentreffer, munterte ihn auf. Auch das mit Erfolg. Voigt, dem Maltsev „wegen starker Trainingsleistungen“ den Vorzug vor Felix Herholc gegeben hatte, fing sich nach anfänglichen leichten Unsicherheiten und parierte 19 Würfe, darunter einen Siebenmeter. Die Heimmannschaft überzeugte mit einer, so Maltsev, „besonders guten Abwehrleistung“ und im Angriff mit variablem Spiel. „Delitzsch hat verdient gewonnen“, gab Gäste-Trainerin Seidler zu. „Wir haben konsequent und diszipliniert gespielt“, resümierte Trodler staatsmännisch nach dem Abpfiff. Nach einer schweren Anfangsphase sei der Knoten geplatzt. Am nächsten Sonnabend empfangen die Concorden den HC Aschersleben zum nächsten Heimspiel. „Das wird eine ganz schwere Aufgabe“, sagte Maltsev. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung NHV: Herholc, Voigt; Sowada (5), Grohmann (9), Mittag (3), Günther (3), Müller, Prautzsch (2), Paululik (1) Karl, Wendlandt (5), Trodler (3) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook Danny Trodler kehrt zur Concordia zurück Samstag, 13.10.2018: Handball-Oberliga: Torjäger gibt heute sein Comeback. Delitzsch. Personeller Paukenschlag beim Handball- Oberligisten NHV Concordia Delitzsch: Torjäger Danny Trodler kehrt zurück. Der 32- Jährige wird bereits heute Abend (19 Uhr) im Heimspiel der Nordsachsen gegen den USV Halle auflaufen. Trodler war von 2014 bis 2018 im linken Concorden-Rückraum der Torschütze vom Dienst, wechselte vor Saisonbeginn als Spielertrainer zum Bezirksliga- Vizemeister HV Glesien. „Der NHV hatte angefragt, da er Probleme im linken Rückraum hat“, sagte Trodler. Und weil er Verein und Mannschaft „sehr verbunden“ sei, habe er nach reiflicher Überlegung zugesagt. Trodler kommt für die restliche Saison. „Es fällt mir allerdings schwer, Glesien zu verlassen“, meinte er. „Ich gehe schweren Herzens.“ Jetzt will er mithelfen, dass der NHV nach dem schlechten Start mit nur einem Punkt aus den ersten fünf Begegnungen wieder in die Erfolgsspur zurückkehrt. In der vergangenen Saison war Trodler mit 118 Treffern hinter Sascha Meiner (146) zweitbester Delitzscher Werfer und belegte in der Oberliga-Torschützenliste den zwölften Platz. „Es ist schön, dass er uns zugesagt hat“, freute sich Concordias Co-Trainer Jan Jungandreas. Er zeigte sich davon überzeugt, dass Trodler die Probleme im linken Rückraum lösen wird. Es war dem Verein nicht gelungen, diese Position nach Trodlers Abgang angemessen zu besetzen. „Er kennt die Mannschaft, und die Mannschaft kennt ihn“, sagte Jungandreas. Die Eingewöhnung werde problemlos verlaufen. Der große Vorteil sei, dass „unser Angriffsspiel nicht mehr so ausrechenbar sein wird“. Bislang ruhte die Last des Torewerfens in erster Linie auf Frank Grohmann, der im rechten Rückraum mit 40 Treffern glänzte. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Ernste Situation: Concorden brauchen endlich Punkte Freitag, 12.10.2018: Handball-Oberliga: Delitzscher setzen morgen gegen den USV Halle auf Sieg. Delitzsch. Jan Jungandreas redet nicht um den heißen Brei herum. „Ja, die Situation ist ernst“, sagt der Co-Trainer des Handball- Oberligisten NHV Concordia Delitzsch. Deshalb komme es im Heimspiel morgen (Anpfiff 19 Uhr) gegen den USV Halle darauf an, den ersten Saisonsieg einzufahren. Er geht davon aus, dass „sich jeder Spieler bewusst ist, was auf dem Spiel steht“ – und für den Erfolg zerreißt. Langsam müsse die Mannschaft anfangen, Punkte zu sammeln. „Delitzsch ist in einer schwierigen Situation und braucht unbedingt den Sieg“, weiß Halles Trainerin Ines Seidler. Dennoch „fahren wir definitiv dorthin, um etwas zu reißen“. Die Nordsachsen sind, maßgeblich bedingt durch einen riesigen personellen Aderlass, miserabel in die Spielzeit 2018/19 gestartet und liegen derzeit mit 1:9 Punkten auf dem 13. und somit vorletzten Platz. „Die vielen Abgänge sind schwer zu verkraften, da muss sich das Team erst finden“, räumt auch Seidler ein. Als Ziel hatten die Concorden, immerhin Dritter der vergangenen Saison, einen Platz im vorderen Mittelfeld ausgegeben. Davon ist die Mannschaft um Trainer Wladimir Maltsev derzeit weit entfernt. Die Saalestädter dagegen liegen mit zwei Siegen, zwei Unentschieden und einer Niederlage (28:30 beim selbsternannten Aufstiegsaspiranten Köthen) auf dem sechsten Rang. „Sie haben überraschend gute Leistungen gezeigt“, zollt Jungandreas den Gästen Respekt. Wäre die Saison jetzt vorbei, hätte der USV das Ziel, einen einstelligen Tabellenplatz zu belegen, erreicht. In der Abschlusstabelle der vorigen Spielzeit rangierten die Hallenser an elfter Stelle. Personell haben beide Clubs je einen Ausfall zu verzeichnen. Auf NHV-Seite fällt Neuzugang Nemanja Nesovanovic mit einer Rückenverletzung aus. Die Gäste aus Halle müssen auf Pierre Sogalla verzichten. Er hatte sich bei einem Unfall verletzt und wurde an der Schulter operiert. „Er ist schon eine wichtige Säule im Angriff wie in der Abwehr“, berichtet Jungandreas über den Gegenspieler, der in den ersten drei Spielen schon 18 Treffer erzielte. Mit Franz Flemming und Patrick Baum laufen für Halle zwei ehemalige Concorden auf. „Sie werden alles in die Waagschale werfen, um zu zeigen, was sie können“, befürchtet Jan Jungandreas. Die beiden Neuzugänge „sind gut angekommen“, berichtet Ines Seidler. Was offenkundig auch für sie selbst gilt. Insgesamt 13 Jahre lang trainierte Seidler den HC Burgenland und heuerte jetzt beim USV an. „Der Einstieg hier wurde mir sehr leicht gemacht“, sagt sie. Respekt hat sie vor allem vor Frank Grohmann. Der Delitzscher führt mit 40 Treffern in fünf Spielen die Torjägerliste an. „Das ist schon ein super Rückraumschütze“, lobt Seidler. Weniger super ist es um die Anzeigetafel in der Delitzscher Mehrzweckhalle bestellt. Sie ist seit Monaten defekt, so dass die Trainer die aktuell gespielte Zeit nur sehr schwer sehen können. Kürzlich wurde zwar Ersatz geliefert, der aber, da kaputt, nicht installiert, sondern wieder mitgenommen. Irgendwie passend zum Saisonstart des NHV. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Linktipp: Programmheft 13.10.2018 (pdf 3,5 MB) Alte Hasen verlangen jungen Wilden alles ab Donnerstag, 11.10.2018: NHV - SG Germania Zwenkau 35:38 (16:19) Handball-Sachsenpokal: Reserve von Concordia Delitzsch unterliegt Sachsenligist Zwenkau nur knapp 35:38. Delitzsch. Im Handball- Sachsenpokal empfing die zweite Mannschaft des NHV Concordia Delitzsch den Sachsenligisten aus Zwenkau – oder besser gesagt die A-Jugend des SC DHfK Leipzig. Wer dachte, dass diese Begegnung eine klare Angelegenheit für den Favoriten aus Zwenkau wird, der wurde aus Delitzscher Sicht positiv überrascht. Zwar gewannen die Gäste dieses Spiel erwartungsgemäß mit 38:35 (19:16), aber was die überwiegend „alten Herren“ zeigten, war wirklich bemerkenswert. Der Bezirksliga-Aufsteiger aus Delitzsch gestaltete das Spiel von Anfang an ausgeglichen und machte gleich zu Beginn deutlich, dass sich die Mannschaft nicht kampflos ergeben wird. Während die Gastgeber ihre Angriffe ruhig vorbereiteten und sich Chancen und Tore immer wieder sehenswert herauskombinierten, kamen die jungen Wilden aus Zwenkau vor allem über ihr schnelles Spiel zu Treffern. Doch davon ließen sich die Concorden nicht beeindrucken, zogen ihr Spiel gnadenlos effektiv durch und waren ein ebenbürtiger Kontrahent. Als es nach 15 Minuten noch unentschieden (10:10) stand, rieben sich viele Zuschauer verwundert die Augen. Auch die Zwenkauer waren sichtlich überrascht von der heftigen Gegenwehr der zweiten Delitzscher Mannschaft. Zum Ende der ersten Halbzeit konnten sich die Gäste dann doch etwas absetzen, da sich im Angriff der Concorden jetzt einige Fehler mehr einschlichen. Mit viel Beifall und drei Toren Rückstand aus Sicht der Gastgeber ging es dann in die Halbzeitpause, die vor allem der NHV benötigte. Wer nun glaubte, dass Zwenkau zu Beginn des zweiten Durchgangs für eine schnelle Vorentscheidung sorgen könnte, der sah sich abermals getäuscht. Wacker kämpften die Hausherren um jedes Tor. Jede Parade, jeder Ballgewinn und jeder Treffer wurde vom begeisterten Publikum mit viel Applaus bedacht. Dass Zwenkau sogar zu einer Manndeckung gegen den sechsfachen Torschützen Jan Jungandreas überging, machte erneut deutlich, wie stark der Auftritt der zweiten Männermannschaft an diesem Tag war. Dass es letztendlich nicht zu einer Pokal-Überraschung reichte, trübte nicht wirklich die Stimmung in der Mannschaft und bei den Fans. Zwenkau setzte sich am Ende nur knapp mit 38:35 durch und war mehr als froh, als dieses Spiel von den Schiedsrichtern der DHfK endlich abgepfiffen wurde und die nächste Runde erreicht war. Sven Sauerbrey © Leipziger Volkszeitung NHV II: Pantel; Hollstein 10, Karl 7, Jungandreas 6/1, Pietzsch 5, Hornig 5, Müller 1, Bernhardt 1/1, Berger Siebenmeter: Delitzsch 2/2, Zwenkau 6/6. Zeitstrafen: Delitzsch 2x2 Minuten, Zwenkau 2x2 Minuten. Stationen: 4:4, 9:9, 12:14, 16:19, 20:24, 25:30, 29:32, 35:38 Wieder keine Belohnung Montag, 01.10.2018: HG 85 Köthen - NHV 25:23 (15:11) Handball-Oberliga: NHV Concordia Delitzsch verliert unglücklich mit 23:25 in Köthen. Köthen. Der NHV Concordia Delitzsch kann scheinbar nicht mehr gewinnen: Auch nach dem fünften Spiel wartet die Mannschaft von Trainer Wladimir Maltsev weiter auf den ersten Saisonsieg in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga. Am Sonnabend verloren die Loberstädter bei der HG Köthen 23:25 (11:15). „Alle haben gekämpft bis zum Schluss, aber wir haben es in der entscheidenden Phase nicht geschafft, nachzulegen“, befand Niklas Prautzsch, der fünf Tore erzielte und zu den Besten der Gäste gehörte. Dass beide Mannschaften deutlich stärker sind, als es der Tabellenplatz aussagt, war von Beginn an zu sehen. Die Angriffe wurden auf beiden Seiten sehr konzentriert vorgetragen und die Torhüter bekamen auf beiden Seiten kaum eine Hand an den Ball. Zwar schaffte es Delitzsch, sich schnell eine Zwei-Toreführung herauszuspielen, doch Köthen antwortete prompt und glich sofort wieder aus. Als zum Ende der ersten Halbzeit der NHV die Präzision im Angriff vermissen ließ, nutzte das Köthen konsequent. „Köthen macht reihenweise Tore im Tempogegenstoß. Wir stehen eigentlich gut in der Abwehr, schaffen aber selber keine Kontertore. Das war heute der Unterschied“, sagte Co- Trainer Jan Jungandreas. Entschieden war das Spiel aber noch lange nicht, obwohl die Jungs vom Lober einen Vier-Tore-Rucksack mit in die Kabine nahmen. Anders als in den Spielen zuvor kam Delitzsch diesmal hochkonzentriert aus der Pause und verkürzte Tor um Tor. Endlich konnte sich Felix Herholc im Tor mit zahlreichen Paraden auszeichnen und hatte somit einen entscheidenden Anteil daran, dass das Spiel nun wieder sehr ausgeglichen war. Beim Stand von 17:16 für Köthen hatten die Concorden viermal die Chance auf den Ausgleich, aber der wollte einfach nicht fallen. Köthen konnte sich wieder auf drei Tore absetzen, aber die Moral der Gäste war weiter ungebrochen. Mit drei Toren in Folge schaffte der NHV endlich den verdienten Ausgleich. Das Spiel stand jetzt auf Messers Schneide und als Delitzsch die Chance auf die Führung hatte, hofften die zahlreichen mitgereisten Fans auf die positive Wende in diesem Spiel. Doch leider sollte dies nicht gelingen. Am Ende gewann Köthen glücklich und sorgte für enttäuschte Gesichter auf Delitzscher Seite. Ein Unentschieden wäre durchaus drin gewesen. „Natürlich ist ein Aufwärtstrend erkennbar, aber wir müssen uns auch mal belohnen. Ich bin aber guter Dinge, dass wir aus den nächsten Spielen etwas Zählbares mitnehmen“, sagt Prautzsch optimistisch. Weiter geht es für ihn und den NHV am 13. Oktober zu Hause gegen den USV Halle. Dann vielleicht schon mit einem Neuzugang. Die Delitzscher stecken in finalen Verhandlungen mit einem Spielmacher. Sobald die Personalie fix ist, lesen Sie hier mehr dazu. Sven Sauerbrey/Jens Teresniak © Leipziger Volkszeitung NHV: Voigt, Herholc (14 Paraden); Sowada, Grohmann (7/5), Mittag (1), Günther, Prautzsch (5), Müller (5), Nešovanović, Karl, Wendlandt, Paululik (5) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook 2. Männer: Frauen machen vor – Männer machen nach Montag, 01.10.2018: NHV Conc. Delitzsch II – SG Leipzig VI 21:20 (15:12) Spitzenspiel in der Bezirksliga der Männer, am späten Sonntagnachmittag in der Delitzscher Mehrzweckhalle. Nachdem die Frauenmannschaft im Spiel zuvor schon gezeigt hat wie man Siege gegen den SC DHfK erarbeitet, sollten es die Männer der Oberligavertretung ihnen gleich tun. Dass dies kein leichtes Unterfangen wird, das wussten die Delitzscher. Immerhin sind die Leipziger als verlustpunktfreier Tabellenzweiter angereist und zeigten von Beginn an, dass sie diese Position nicht zufällig erreicht haben. Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Bis zur 20. Spielminute konnte sich keine Mannschaft mit mehr als nur einem Tor absetzen. Nach einer Auszeit des NHV, in welcher die Abwehr etwas justiert wurde, konnten sich die Delitzscher eine 3-Tore Führung (15:12) bis zum Halbzeitpfiff erarbeiten. Die zahlreich erschienenen Zuschauer schienen zufrieden mit den Protagonisten auf der Platte. Es wurden faire, aber rassige Zweikämpfe geführt, tolle Tore herausgespielt und durchaus anspruchsvoller Bezirksligahandball gezeigt. Doch prägend waren wohl die Torhüter der beiden, sich gegenüberstehenden Mannschaften. Nicht nur Tino Pantel im Delitzscher Tor, sondern auch Carl-Gustav Siuts, bei den Körperkulturellen, zeigten immer wieder ihr Können zwischen den Pfosten. Vor allem im direkten Duell, also bei den freien Würfen, konnten sich beide immer wieder spektakulär auszeichnen. Die Leipziger, die durchaus mit dem Anspruch nach Delitzsch gereist sind, etwas zählbares mit nach Hause zu nehmen, liefen zwar in der zweiten Halbzeit permanent einem Rückstand hinterher, blieben aber immer wieder durch unkonzentrierte Abschlüsse der Delitzscher in Schlagdistanz. Dass dieses Spiel in der Endphase noch einmal spannend werden sollte, ahnten beim 21:16 in der 55. Spielminute durch Alexander Pietzsch, nur die wenigsten. Kein einziges Tor sollte den Loberstädtern mehr in diesem Spiel gelingen. Durch einfache und schnelle Ballverluste, welche die Leipziger mit einer offensiven Deckung erzwang, kam die Spielgemeinschaft zwischen SC DHfK und der SG LVB Tor um Tor heran. 30 Sekunden vor Schluss, Spielstand 21:19 für die Delitzscher, nahm der NHV seine dritte Auszeit und, wie sollte es anders sein, schwor man sich auf eine heiße Endphase ein. Gesagt, aber nicht getan, Ballverlust Delitzsch, Anschlusstreffer zum 21:20. 24 Sekunden waren zu diesem Zeitpunkt noch zu spielen, doch erst jetzt spielten die Delitzscher die restliche Zeit mit ihrer gesamten Routine aus. Der Ball wurde nicht mehr aus der Hand gegeben und die Delitzscher kamen zu einem, zum Ende hin glücklichen, aber aufgrund des Spielverlaufes nicht unverdienten Sieg. Letztendlich wurde dieses ansehnliche Spitzenspiel, nicht nur aufgrund der spannenden Schlussphase, seinem Namen gerecht. Doch zwei Wochen Punktspielpause waren nicht gerade förderlich für das Delitzscher Angriffsspiel und bewirkte eine ungewöhnlich hohe Fehlerquote im Zusammenspiel und im Abschluss. Bevor die Spielpause der Herbstferien ansteht, kommt es am Samstag zu einem absoluten Saisonhighlight, für die Zweite des NHV. Durch das Erreichen des Bezirkspokalfinales in der letzten Saison, dürfen die Concorden in dieser Saison im Sachsenpokal antreten. Und da ergab das Los keinen geringeren als die SG Germania Zwenkau. Der Zwenkauer Sachsenligakader ist gespickt mit jungen Handballern aus der A- Jugendbundesligamannschaft des SC DHfK und soll somit im Männerbereich erste Erfahrungen sammeln. Aber auch einige erfahrene Bekannte findet man in der Zwenkauer Mannschaftsaufstellung. So sind mit Thomas Grafe und Matthias Strehle zwei bekannte Namen aus der Sachsenligaaufstiegssaison 2015/16 in den Spielberichten der Zwenkauer zu lesen. Die Zuschauer können sich also auf ein Wiedersehen mit altbekannten Gesichtern freuen. Anpfiff ist Samstag 19:30 Uhr in der Mehrzweckhalle zu Delitzsch. Bis dahin und Sport frei. Christian Hornig NHV II: Dirk Fischer (TW), Tino Pantel (TW); Tobias Karl (3), Stefan Voigt, Sebastian Schäfer (1), Chris Teresniak (1), Jan Jungandreas (5/1), Patrick Wiesmüller, Max Berger, Christian Hornig (7/3), Alexander Pietzsch (4), Steffen Kienitz (Mannschaftsverantwortlicher), Anne Brosig (Physio)
Bilder Saison 2018/19