Nächstes Spiel Sonntag, 13.01.2019 16:00 Uhr NHV Conc. Delitzsch --- SG Pirna/Heidenau
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Newsarchiv - Oktober 2018
29.10.2018 2. Männer: Sieg im Spitzenspiel 29.10.2018 Aus dem Tritt 26.10.2018 NHV will und muss Mini-Serie ausbauen 22.10.2018 Ausgleich mit dem Schlusspfiff 19.10.2018 Delitzscher Handballer rüsten weiter auf und wollen Aufholjagd starten 15.10.2018 Concordia fährt ersten Saisonsieg ein 13.10.2018 Danny Trodler kehrt zur Concordia zurück 12.10.2018 Ernste Situation: Concorden brauchen endlich Punkte 11.10.2018 Alte Hasen verlangen jungen Wilden alles ab 01.10.2018 Wieder keine Belohnung 01.10.2018 2. Männer: Frauen machen vor – Männer machen nach 2. Männer: Sieg im Spitzenspiel Montag, 29.10.2018: VfL Waldheim II - NHV Conc. Delitzsch II 26:31 (15:12) Nach der zweiwöchigen Pflichtspielpause stand für die Delitzscher Oberligareserve das nächste Spitzenspiel, dieses Mal beim Tabellenzweiten in Waldheim, an. Bereits in der ersten Runde des Bezirkspokals standen sich die beiden Teams gegenüber und die Waldheimer wollten sich für die erlittene 21-33 Niederlage revanchieren. Doch die Concorden waren gewarnt und starteten konzentriert in die Partie. Bereits in der 10. Spielminute, beim Stand von 1:5 für den NHV, sah sich der Coach der Heimmannschaft zu einer Auszeit genötigt. Die Delitzscher nutzten dies, um noch einmal an den Matchplan zu erinnern und genauso weiterzuspielen wie in den ersten zehn Minuten. Über die Stationen 2:7, 4:10, 7:13 und 8:16 erarbeitete man sich einen komfortablen Vorsprung. Aber schon in der ersten Halbzeit zeichnete sich ab, welche Herausforderungen die Delitzscher an diesem Tag zu bewältigen haben. Einzig und allein die Chancenverwertung gab Anlass zur Kritik in der Halbzeitansprache. Somit war auch nicht verwunderlich, dass die Schiedsrichter und die Delitzscher Spieler lange auf die Heimmannschaft und somit den Anpfiff zur 2. Halbzeit warten mussten. Die Waldheimer hatten demnach sehr viel Klärungsbedarf in der Halbzeitpause und kamen, gerade wegen der ersten Halbzeit, hochmotiviert auf die Platte zurück. Doch die Delitzscher zeigten sich unbeeindruckt und spielten weiterhin abgeklärt Handball. Somit könnte man die zweite Hälfte wie folgt kurz und knapp zusammenfassen. „Die Waldheimer versuchten mit einer offensiveren Deckungsvariante das Delitzscher Spiel zu stören und zu einfachen Toren zu kommen, aber die Delitzscher hatten meist die passende Antwort parat.“ Die Waldheimer konnten den Spielstand zwar noch einmal verkürzen aber so richtig in Gefahr geriet der zweite Auswärtssieg der Saison für Delitzsch nicht mehr. Sicherlich kann man sich über den zweiten Auswärtssieg der Saison freuen. Immerhin gelang dieser beim bis dato Zweitplatzierten der Bezirksliga. Doch bei einer besseren Chancenverwertung wäre ein deutlicheres Ergebnis möglich gewesen. Man verpasste es immer wieder, die über 60 Minuten sehr diszipliniert herausgespielten Torchancen im gegnerischen Tor unterzubringen. In erster Linie lag dies am gegnerischen Torhüter, dieser konnte immer wieder die direkten Duelle Werfer gegen Torhüter für sich entscheiden. Einzig Thomas Hollstein wusste mit einer Quote von 11 Toren bei 12 Versuchen zu überzeugen. Doch unzufrieden mit dieser Leistung muss die zweite Vertretung des NHV nicht sein. Man konnte sich wieder einmal auf seine Abwehr und einen glänzend parierenden Dirk Fischer im Tor verlassen. Dieser sorgte mit 22 gehaltenen Bällen, darunter zwei 7-Meter, für den nötigen Rückhalt. Vielleicht war es auch der Gästeblock, der „Fisch“ besonders motivierte, denn die gesamte Familie Fischer war zugegen und beklatschte die Paraden des ehemaligen Torhüters vom SV Hartha. Dieser Sieg sollte das nötige Selbstvertrauen für die folgenden Spiele der Hinrunde geben. Bis Weihnachten stehen noch sieben weitere Spiele auf dem Plan. Unter anderem das Heimspiel am 18.11. gegen den Bezirksmeister vom SV Lok Mitte und am 14.12., sozusagen als krönender (Jahres-)Abschluss, das Nachholspiel vom 3. Spieltag gegen den HV Glesien. Doch bekanntermaßen ist ja das nächste Spiel das schwerste und hier erwartet der NHV II die Reserve der Spielgemeinschaft aus Riesa und Oschatz am Sonntag um 17 Uhr. Bis dahin und Sport frei. Christian Hornig NHV II: Fischer (TW), Pantel (TW), Karl (9/1), Teresniak (4), Jungandreas (2), Berger, Hornig (4/2), Hollstein (11), Bernhardt (1), Voigt & Kienitz (Mannschaftsverantwortliche) Aus dem Tritt Montag, 29.10.2018: HC Einheit Plauen - NHV Conc. Delitzsch 20:18 (8:9) Handball-Oberliga: Der schwer ersatzgeschwächte NHV Concordia Delitzsch schenkt Einheit Plauen die ersten Punkte. Plauen. Der Aufwärtstrend des NHV Concordia Delitzsch hat ein jähes Ende genommen. Der Handball- Oberligist verlor am Sonnabend beim zuvor punktlosen Schlusslicht Einheit Plauen 18:20 (9:8) und steht als Drittletzter weiter auf einem Abstiegsplatz. Zur Ehrenrettung der Loberstädter sei erwähnt, dass sie stark ersatzgeschwächt antraten. Niklas Prautzsch, Oliver Wendlandt und Michal Paululik waren nicht auf der Platte dabei und zu allem Überfluss verletzten sich Daniel Sowada und Michael Günther im Lauf des Spiels. Auch NHV-Trainer Wladimir Maltsev rückte die prekäre Personalsituation in den Mittelpunkt seiner Analyse: „Das war ein richtiges Kampfspiel mit viel Dramatik. Es ist schade, dass wir bei so einem wichtigen Spiel so viele Ausfälle hatten. Es standen uns nur sieben gesunde und zwei angeschlagene Feldspieler zur Verfügung.“ Dem verbliebenen Häuflein zollte der Coach aber Respekt. „Ich bin mit der kämpferischen Leistung zufrieden. Generell haben wir sehr gut in der Abwehr gestanden.“ Das Problem war nur, dass die Gäste die vielen Plauener Fehler nicht optimal zu nutzen wussten und in eigene Tore ummünzten. Delitzsch begann sehr nervös, was angesichts der letzten guten Spiele nicht ganz nachvollziehbar war. So dauerte es fast fünf Minuten, bis der erste Treffer gelang. Wer nun dachte, dass das Spiel jetzt besser werden würde, der wurde maßlos enttäuscht. Gegen einen wirklich schwachen Gegner gelang es dem NHV nicht, sich entscheidend abzusetzen. Chancen dazu gab es genug. Wenn dann aber einfachste Dinge nicht klappen, technische Fehler und eine schlechte Chancenverwertung dazu kommen, wird es in dieser Lage allerdings gegen jede Mannschaft schwer. Dennoch führten die Concorden zur Pause mit 9:8. Nach der Pause schien es zunächst so, als ob ein Ruck durch das Team ginge. Die Führung wurde 11:8 ausgebaut, aber wieder wurden etliche Konter einfach weggeworfen. Anstatt jetzt für klare Verhältnisse zu sorgen und mit sechs Toren in Führung zu gehen – die Möglichkeiten dazu waren da –, brachte Delitzsch durch eigene Unzulänglichkeiten Plauen wieder zurück ins Spiel. Dann verletzte sich auch noch Daniel Sowada. „Das hat unser Deckungssystem komplett zerstört. Ohne linke und rechte Außenspieler mussten wir richtig improvisieren“, bemerkte Maltsev. Die Einheit drehte das Spiel und bewies in der dramatischen Schlussphase die besseren Nerven. „Für einen Sieg fehlten uns viele verschiedene Kleinigkeiten“, fasste Maltsev den enttäuschenden Ausgang zusammen. Die Puzzleteile müssen die Delitzscher jetzt möglichst schnell wieder zusammensetzen, so kompliziert die Personallage derzeit auch sein möge. Die Liga gestattet keine Atempause. Bis zum 16. Dezember ist der NHV an jedem Wochenende im Einsatz. Am kommenden Sonnabend dürfen die Jungs immerhin wieder in der heimischen Mehrzweckhalle ran. Dann kommt der HSV Apolda, der mit einem ausgeglichenen Punktekonto derzeit auf Platz sieben rangiert. Mit einem Sieg könnten sich die Concorden bis auf zwei Punkte an die Thüringer heranrobben – so verdammt eng geht es in der Oberliga zu. Aber das kennt man ja aus der vergangenen Jahren. Sven Sauerbrey/Jens Teresniak © Leipziger Volkszeitung NHV: Voigt (13 Paraden), Herholc (n.e.); Sowada 1, Grohmann 6/2, Mittag 5, Günther 1, Müller 1, Nešovanovic 2, Trodler 2, Wolski, Paululik (n.e.) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook NHV will und muss Mini-Serie ausbauen Freitag, 26.10.2018: Handball-Oberliga: Delitzsch gastiert morgen beim punktlosen Schlusslicht Einheit Plauen. Delitzsch. Wladimir Maltsev hat den Kurs vorgegeben. „Wir wollen möglichst schnell aus der Abstiegszone heraus“, sagte der Trainer des Handball-Oberligisten NHV Concordia Delitzsch nach dem 23:23- Unentschieden gegen den HC Aschersleben. Mit 4:10 Punkten rangieren die Nordsachsen auf dem zwölften von 14 Plätzen. Folglich kann es an diesem Sonnabend beim HC Einheit Plauen nur darum gehen, einen Sieg einzufahren. Denn den Vogtländern ist es bis jetzt nicht gelungen, wenigstens einen Punkt zu holen. Bei sieben Niederlagen in ebenso vielen Begegnungen ist die Favoritenrolle, zumindest auf dem Papier, also vermeintlich klar verteilt. Doch davon will Maltsev nichts wissen. „Wir befinden uns wie Plauen im Abstiegskampf, deswegen erwarte ich eine sehr spannende und kampfstarke Partie“, so der Coach. „Meine Mannschaft ist gewillt zu gewinnen“, betont HC-Trainer Michel Wiesend. Er setzt darauf, dass Delitzsch in dieser Saison bis jetzt auswärts nichts gerissen hat. Geht es nach Wiesend, soll das so bleiben. „Wir dürfen Plauen nicht unterschätzen“, warnt Maltsev. „Das Team ist stark genug, um jede Mannschaft in der Oberliga zu schlagen.“ Allerdings hat er natürlich mitbekommen, dass es bis jetzt bei der Mannschaft aus der Spitzenstadt nicht rund gelaufen ist. Der Klassenerhalt in der vorigen Saison wurde in letzter Minute in der Relegation gegen den HC Glauchau-Meerane gesichert, wichtige Spieler haben den Club verlassen. So wechselte der beste Torschütze Marc Multhauf (135 Treffer, Platz sieben der Torschützenliste) zum Ortsrivalen SV Plauen-Oberlosa. Matyias Mandaus steht ebenfalls nicht mehr zu Verfügung. Jan Richter ist nach Verletzungen nicht mehr richtig auf die Beine gekommen und fungiert jetzt als Co-Trainer, der im Notfall einspringt. Da ruht die Last der Verantwortung unter anderem auf dem 17-jährigen Levin Kies. Er kam aus Aue, trug davor das Delitzscher Trikot. „Er macht das sehr gut und übernimmt Verantwortung“, lobt Wiesend die Nachwuchshoffnung, die offenkundig auf dem Weg zum Führungsspieler ist. Das alles ändert aber nichts daran, dass dem HC laut Wiesend nur „ein Rumpfkader“ zur Verfügung steht, denn die Verletztenliste ist ellenlang. Das reicht vom Meniskusschaden über den Bandscheibenvorfall und den Leistenbruch und hört bei Adduktorenproblemen auf. Also fast alles, was das Herz des Sportorthopäden höher schlagen lässt. „Unsere Möglichkeiten sind begrenzt“, räumt der Trainer ein. Meistens sei die erste Halbzeit sehr ordentlich, aber nach dem Seitenwechsel fehle es eben an Spielern, um personell nachzulegen und den Stammkräften kurze Pausen zu gönnen. „Das ist nicht einfach“, sagt Wiesend. Gleichwohl „stecken wir den Kopf nicht in den Sand“. Die Saison sei noch lang. Auch die Concorden haben nach Maltsevs Einschätzung „noch Luft nach oben“. Das liegt maßgeblich an dem personellen Umbruch nach der vorherigen Saison. „Wir müssen von Spiel zu Spiel zusammenwachsen.“ Das betrifft jetzt auch Mateusz Wolski. Der 29-jährige Pole gab gegen Aschersleben sein Punktspieldebüt für die Concorden, blieb unauffällig. „Er ist ein intelligenter Spieler, kann im Rückraum auf allen Positionen eingesetzt werden“, berichtet Maltsev. Er könne die Delitzscher „auf jeden Fall“ verstärken. Aber er brauche noch Zeit, um das Spielsystem und die deutsche Sprache zu lernen, „um mehr und besser mit unseren Spielern zu kommunizieren“. Hoffnung besteht, dass Kreisspieler Nemanja Nesovanovic seine Rückenverletzung rechtzeitig auskuriert hat und auflaufen kann. „Wir dürfen nicht zu viel von ihm erwarten, weil er lange Zeit ohne Training war“, dämpft Maltsev euphorische Anwandlungen. Fast einen Anlass zur Euphorie gibt es dagegen beim Thema Anzeigetafel in der Delitzscher Mehrzweckhalle. Nach mehreren vergeblichen Reparaturversuchen und dem missglückten Austausch kam am Mittwoch ein Monteur, der die seit Monaten defekte Anlage ja, man glaubt es kaum, einfach wieder zum Laufen brachte. Die drohende Hallensperre scheint damit abgewendet zu sein. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Ausgleich mit dem Schlusspfiff Montag, 22.10.2018: NHV Conc. Delitzsch - HC Aschersleben 23:23 (13:14) Delitzsch. Es sind nur noch anderthalb Minuten zu spielen. In der Begegnung der Handball-Oberliga zwischen dem NHV Concordia Delitzsch und dem HC Aschersleben sind die Gäste auf der Siegesstraße, sie führen mit 23:21. Doch die Heimmannschaft gibt nicht auf. Torjäger Frank Grohmann verkürzt auf 22:23, aus dem folgenden Ballbesitz kann Aschersleben kein Kapital schlagen. Die Concorden passen den Ball an den Kreis, wo Oliver Wendlandt in letzter Sekunde der unterm Strich verdiente Ausgleich gelingt. Die Nordsachsen bleiben mit nunmehr 4:10 Punkten auf dem zwölften Platz. „Wir haben bis zum Schluss gekämpft und uns mit dem Punkt belohnt“, zeigt sich Concordia-Coach Wladimir Maltsev zufrieden. Sein Kontrahent Dmitry Filippov spricht ebenfalls von einem verdienten Unentschieden. „Es ist ein gewonnener Punkt“, konstatiert Wendlandt. „Das Ergebnis ist okay“, meint Gäste-Keeper Mantas Gudonis, der zuvor 15 Delitzscher Würfe pariert hat und so auf eine Quote von 39,5 Prozent gehaltener Bälle kommt. Übertroffen wird er von Felix Herholc. Der Concordia-Torwart präsentiert sich ebenfalls in überragender Form und entschärft sogar 17 Torwürfe, eine Quote 42,5 Prozent. Von Anpfiff weg wollen die Gastgeber umsetzen, was Maltsev zuvor als Parole ausgegeben hat: Die Aufholjagd soll gestartet werden. Danny Trodler wirft das 1:0, Frank Grohmann, der führende der Oberliga- Torschützenliste, erhöht auf 2:0. Mit konzentrierter Leistung gelingt es Delitzsch, den Vorsprung auf 10:7 auszubauen. Doch der HC kontert. Kaum etwas ist davon zu spüren, dass mit Clemens Grafenhorst und Nicolas Berends zwei der besten Akteure vor Saisonbeginn zum Drittligisten Bernburg gewechselt sind und weitere Stammspieler fehlen. Zwar gelingt es der Concorden-Abwehr über weite Strecken, die gefährlichen Außenspieler Kommoß und Seifert in Schach zu halten. Doch die dadurch entstandenen Freiräume in der Mitte nutzen Sascha Berends und Trainersohn Andrej Filippov immer wieder aus. So kommen die Gäste heran und liegen zum Seitenwechsel mit 14:13 in Führung. Begünstig wird das durch mehrere Fehlpässe der Concorden und dem fahrlässigen Auslassen mehrerer hundertprozentiger Torchancen. „Dadurch wurden wir nervös und verunsichert“, bemängelt Maltsev. Das hält im zweiten Durchgang an. Das Team aus Sachsen-Anhalt baut die Führung auf drei Tore aus. Doch die Concorden kämpfen sich immer wieder heran und schaffen so doch noch das Remis. Zwei gegensätzliche Teams hat Maltsev gesehen. „Aschersleben ist eingespielt, wir wegen der vielen personellen Wechsel noch nicht in dem Maße, wir haben Luft nach oben“, sagt der Chefcoach. Kein Wunder daher, dass Neuzugang Mateusz Wolski nur wenige Einsatzminuten erhält und dabei unauffällig bleibt. Der 29-jährige Pole kommt vorerst aus beruflichen Gründen nur zum Abschlusstraining und der folgenden Partie nach Delitzsch. „Ich muss die Delitzscher Spielweise noch lernen“, sagt Wolski, der einen „glücklichen Punktgewinn“ gesehen hat. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung NHV: Voigt (bei 1 Siebenmeter), Herholc (17 Paraden, davon 1 Siebenm.); Sowada, Grohmann (10/3), Mittag (1), Günther (1), Prautzsch (2), Teresniak, Müller, Trodler (1), Wolski, Karl, Wendlandt (8), Paululik Linktipp: Bildergalerie bei Facebook Delitzscher Handballer rüsten weiter auf und wollen  Aufholjagd starten Freitag, 19.10.2018: NHV Concordia verpflichtet Mateusz Wolski / Morgen Oberliga-Heimspiel gegen Aschersleben. Delitzsch. Es geht weiter mit den personellen Paukenschlägen beim Handball-Oberligisten NHV Concordia Delitzsch. Erst holte der Verein Danny Trodler (32) zurück. Der Torjäger war am vorigen Sonnabend maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Nordsachsen beim 31:22-Erfolg über den USV Halle den ersten Saisonsieg einfuhren. Jetzt, vor dem nächsten Heimspiel am Sonnabend gegen den HC Aschersleben (Anpfiff: 19 Uhr), soll erstmals der Pole Mateusz Wolski für den NHV auflaufen. Ein kleines Fragezeichen steht allerdings noch hinter der Spielberechtigung für den 29-Jährigen, die bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht in der Loberstadt eingetroffen war. Der 1,87 Meter große Wolski, der lange Jahre in der polnischen Superliga spielte und zuletzt wie der andere Delitzscher Neuzugang Michal Paululik in der tschechischen Extraliga unter Vertrag stand, wusste bereits beim Vorbereitungsturnier in Köthen zu gefallen. Einstweilen ist der gelernte Lehrer noch in seiner polnischen Heimat beruflich gebunden und wird deshalb auf Sicht der nächsten Wochen nur für die Abschlusstrainings und Spiele nach Delitzsch kommen können. „Das ist natürlich nicht optimal, lässt sich aber nicht ändern“, so NHV-Co- Trainer Jan Jungandreas (30). Der spielerisch starke Wolski soll im linken Rückraum und in der Mitte zum Einsatz kommen. „Mateusz wird erst am Freitagabend zu uns stoßen. Wir dürfen von ihm keine Wunderdinge erwarten“, mahnt Jungandreas. Gleichwohl hätte der Spieler „jede Menge Qualität und Erfahrung“. Das werde der Mannschaft um Trainer Wladimir Maltsev (48) auf jeden Fall helfen. Das soll natürlich schon am Sonnabend gegen Aschersleben eintreten. Jungandreas hofft, dass das Team den Schwung und die positive Stimmung aus dem Erfolg über Halle konservieren wird. Es habe sich gezeigt, dass durch Rückkehrer Trodler für andere Spieler Freiräume entstanden seien, die gut ausgenutzt wurden. Allerdings dürfe der doppelte Punktgewinn nicht überbewertet werden. „Der USV hatte einen gebrauchten Tag.“ Die nächsten Begegnungen – nach Aschersleben folgen Einheit Plauen (auswärts) und Apolda – würden mit Sicherheit deutlich enger. Da die Delitzscher mit 3:9 Punkten auf dem zwölften Patz liegen und laut Maltsev jetzt „die Aufholjagd starten wollen“, ist ein Erfolg gegen den Gast aus Sachsen-Anhalt eingeplant. In der vergangenen Saison wurde Aschersleben mit einer 21:26-Niederlage an den Nordostrand des Harzes heimgeschickt. Dort holten sich die Concorden im Rückspiel beim 25:25 einen Punkt. Der HC wartet mit einer erfahrenen Mannschaft auf, die zum großen Teil seit Jahren zusammenspielt. „Sie kennen sich aus dem Effeff“, zollt Jungandreas Respekt. Besonders auf den Außenpositionen sind die Gäste mit Carsten Kommoß (37) und Pit Seifert (25) stark besetzt. „Da müssen wir in der Deckung konzentriert und aufmerksam sein“, warnt Jungandreas. Kommoß (43 Treffer) befindet sich hinter dem 28-jährigen Delitzscher Frank Grohmann (49) auf Platz zwei der Liga-Torschützenliste (43), Seifert liegt auf Rang acht (35). Bis jetzt hat der Club auch die Abgänge der Leistungsträger Clemens Grafenhorst (24) und Nicolas Berends (21) gut verkraftet. Beide wechselten zum Drittligisten Anhalt Bernburg. Mit 7:5 Punkten ist Aschersleben überraschend gut gestartet. Am vergangenen Wochenende schlugen die selbsternannten „Alligatoren“ den Aufstiegsfavoriten Köthen mit 30:23 und zogen ihre Taktik trotz eines engen Kaders bis zum Schlusspfiff der Partie durch. Gleichwohl stapelt Trainer Dmitry Filippov (49) tief. „Ich denke nur daran, wie wir die Klasse halten können“, so der frühere zweifache Handball- Olympiasieger. Es werde ein Überlebenskampf. Das Niveau der Handball- Oberliga sei eben sehr hoch. Ulrich Milde/Jens Teresniak © Leipziger Volkszeitung Linktipp: Programmheft 20.10.2018 (pdf 3,6 MB) Concordia fährt ersten Saisonsieg ein Montag, 15.10.2018: NHV Concordia Delitzsch - USV Halle 31:22 (17:10) Handball-Oberligist schlägt den USV Halle deutlich mit 31:22 / Rückkehrer Trodler spielt stark auf. Delitzsch. Dem römischen Staatsmann und Feldherrn Gaius Julius Caesar wird das Zitat „veni, vidi, vici“ („Ich kam, sah und siegte“) zugeschrieben. Ähnlich muss sich am Sonnabend in der Handball-Oberliga Danny Trodler nach dem 31:22-Erfolg des NHV Concordia Delitzsch über den USV Halle gefühlt haben. „Ich habe nie an unserem Sieg gezweifelt“, sagte mit einem Schmunzeln im Gesicht der 32-Jährige. Denn ligaübergreifend habe er in dieser Saison alles gewonnen. Trodler war vor der Partie gegen die Saalestädter zu den Concorden zurückgekehrt und hatte dafür seinen Job als Spielertrainer des Bezirksligisten HV Glesien aufgegeben. Mit Trodler fuhren die Nordsachsen den ersten Sieg in der Saison ein und verbesserten sich mit 3:9 Punkten um einen auf den zwölften Rang. Die Rückholaktion von Trodler, in der vergangenen Spielzeit mit 118 Treffern der zweitbeste Delitzscher Torschütze, war ganz offenkundig spielentscheidend. Den Concorden war es zuvor nicht gelungen, die Lücke, die er hinterlassen hatte, zu schließen. So war gerade das Offensivspiel sehr einseitig auf den auch diesmal mit neun Toren wieder überragenden Neuzugang Frank Grohmann zugeschnitten. „Mit ihm und Trodler hat Delitzsch jetzt zwei echte Kanten“, räumte Gäste-Trainerin Ines Seidler ein. „Wir sind im Angriff mit ihm variabler“, freute sich NHV-Trainer Wladimir Maltsev, „er schafft Lücken, das ist wichtig für uns.“ Die Last werde jetzt auf mehr Schultern verlagert, kommentierte Trodler. Und tatsächlich veränderte sich die Spielstatik der Gastgeber durch ihn entscheidend. Die Hallenser Abwehr musste sich auch auf ihn konzentrieren, wodurch sich für andere Concorden in dieser Saison noch selten gesehene Freiräume auftaten. Linksaußen Michael Günther, bislang eher blass geblieben, nutzte das und erzielte drei Treffer. Daniel Sowada wirbelte im Angriff herum und netzte fünfmal ein. Trodler gefiel vor allem als Vorlagengeber. Wiederholt passte er den Ball an den Kreis auf Oliver Wendlandt, der diese Torchancen konsequent ausnutzte. Auch zwischenzeitliche Manndeckungen gegen Trodler und Grohmann verpufften wirkungslos. Zudem motivierte der Comebacker seinen Torwart Marian Voigt nach einem Gegentreffer, munterte ihn auf. Auch das mit Erfolg. Voigt, dem Maltsev „wegen starker Trainingsleistungen“ den Vorzug vor Felix Herholc gegeben hatte, fing sich nach anfänglichen leichten Unsicherheiten und parierte 19 Würfe, darunter einen Siebenmeter. Die Heimmannschaft überzeugte mit einer, so Maltsev, „besonders guten Abwehrleistung“ und im Angriff mit variablem Spiel. „Delitzsch hat verdient gewonnen“, gab Gäste-Trainerin Seidler zu. „Wir haben konsequent und diszipliniert gespielt“, resümierte Trodler staatsmännisch nach dem Abpfiff. Nach einer schweren Anfangsphase sei der Knoten geplatzt. Am nächsten Sonnabend empfangen die Concorden den HC Aschersleben zum nächsten Heimspiel. „Das wird eine ganz schwere Aufgabe“, sagte Maltsev. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung NHV: Herholc, Voigt; Sowada (5), Grohmann (9), Mittag (3), Günther (3), Müller, Prautzsch (2), Paululik (1) Karl, Wendlandt (5), Trodler (3) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook Danny Trodler kehrt zur Concordia zurück Samstag, 13.10.2018: Handball-Oberliga: Torjäger gibt heute sein Comeback. Delitzsch. Personeller Paukenschlag beim Handball- Oberligisten NHV Concordia Delitzsch: Torjäger Danny Trodler kehrt zurück. Der 32- Jährige wird bereits heute Abend (19 Uhr) im Heimspiel der Nordsachsen gegen den USV Halle auflaufen. Trodler war von 2014 bis 2018 im linken Concorden-Rückraum der Torschütze vom Dienst, wechselte vor Saisonbeginn als Spielertrainer zum Bezirksliga- Vizemeister HV Glesien. „Der NHV hatte angefragt, da er Probleme im linken Rückraum hat“, sagte Trodler. Und weil er Verein und Mannschaft „sehr verbunden“ sei, habe er nach reiflicher Überlegung zugesagt. Trodler kommt für die restliche Saison. „Es fällt mir allerdings schwer, Glesien zu verlassen“, meinte er. „Ich gehe schweren Herzens.“ Jetzt will er mithelfen, dass der NHV nach dem schlechten Start mit nur einem Punkt aus den ersten fünf Begegnungen in die Erfolgsspur zurückkehrt. In der vergangenen Saison war Trodler mit 118 Treffern hinter Sascha Meiner (146) zweitbester Delitzscher Werfer und belegte in der Oberliga-Torschützenliste den zwölften Platz. „Es ist schön, dass er uns zugesagt hat“, freute sich Concordias Co-Trainer Jan Jungandreas. Er zeigte sich davon überzeugt, dass Trodler die Probleme im linken Rückraum lösen wird. Es war dem Verein nicht gelungen, diese Position nach Trodlers Abgang angemessen zu besetzen. „Er kennt die Mannschaft, und die Mannschaft kennt ihn“, sagte Jungandreas. Die Eingewöhnung werde problemlos verlaufen. Der große Vorteil sei, dass „unser Angriffsspiel nicht mehr so ausrechenbar sein wird“. Bislang ruhte die Last des Torewerfens in erster Linie auf Frank Grohmann, der im rechten Rückraum mit 40 Treffern glänzte. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Ernste Situation: Concorden brauchen endlich Punkte Freitag, 12.10.2018: Handball-Oberliga: Delitzscher setzen morgen gegen den USV Halle auf Sieg. Delitzsch. Jan Jungandreas redet nicht um den heißen Brei herum. „Ja, die Situation ist ernst“, sagt der Co-Trainer des Handball- Oberligisten NHV Concordia Delitzsch. Deshalb komme es im Heimspiel morgen (Anpfiff 19 Uhr) gegen den USV Halle darauf an, den ersten Saisonsieg einzufahren. Er geht davon aus, dass „sich jeder Spieler bewusst ist, was auf dem Spiel steht“ – und für den Erfolg zerreißt. Langsam müsse die Mannschaft anfangen, Punkte zu sammeln. „Delitzsch ist in einer schwierigen Situation und braucht unbedingt den Sieg“, weiß Halles Trainerin Ines Seidler. Dennoch „fahren wir definitiv dorthin, um etwas zu reißen“. Die Nordsachsen sind, maßgeblich bedingt durch einen riesigen personellen Aderlass, miserabel in die Spielzeit 2018/19 gestartet und liegen derzeit mit 1:9 Punkten auf dem 13. und somit vorletzten Platz. „Die vielen Abgänge sind schwer zu verkraften, da muss sich das Team erst finden“, räumt auch Seidler ein. Als Ziel hatten die Concorden, immerhin Dritter der vergangenen Saison, einen Platz im vorderen Mittelfeld ausgegeben. Davon ist die Mannschaft um Trainer Wladimir Maltsev derzeit weit entfernt. Die Saalestädter dagegen liegen mit zwei Siegen, zwei Unentschieden und einer Niederlage (28:30 beim Aufstiegsaspiranten Köthen) auf dem sechsten Rang. „Sie haben überraschend gute Leistungen gezeigt“, zollt Jungandreas den Gästen Respekt. Wäre die Saison jetzt vorbei, hätte der USV das Ziel, einen einstelligen Tabellenplatz zu belegen, erreicht. In der Abschlusstabelle der vorigen Spielzeit rangierten die Hallenser an elfter Stelle. Personell haben beide Clubs je einen Ausfall zu verzeichnen. Auf NHV-Seite fällt Neuzugang Nemanja Nesovanovic mit einer Rückenverletzung aus. Die Gäste aus Halle müssen auf Pierre Sogalla verzichten. Er hatte sich bei einem Unfall verletzt und wurde an der Schulter operiert. „Er ist schon eine wichtige Säule im Angriff wie in der Abwehr“, berichtet Jungandreas über den Gegenspieler, der in den ersten drei Spielen 18 Treffer erzielte. Mit Franz Flemming und Patrick Baum laufen für Halle zwei ehemalige Concorden auf. „Sie werden alles in die Waagschale werfen, um zu zeigen, was sie können“, befürchtet Jan Jungandreas. Die beiden Neuzugänge „sind gut angekommen“, berichtet Ines Seidler. Was offenkundig auch für sie selbst gilt. Insgesamt 13 Jahre lang trainierte Seidler den HC Burgenland und heuerte jetzt beim USV an. „Der Einstieg hier wurde mir sehr leicht gemacht“, sagt sie. Respekt hat sie vor allem vor Frank Grohmann. Der Delitzscher führt mit 40 Treffern in fünf Spielen die Torjägerliste an. „Das ist schon ein super Rückraumschütze“, lobt Seidler. Weniger super ist es um die Anzeigetafel in der Delitzscher Mehrzweckhalle bestellt. Sie ist seit Monaten defekt, so dass die Trainer die aktuell gespielte Zeit nur sehr schwer sehen können. Kürzlich wurde zwar Ersatz geliefert, der aber, da kaputt, nicht installiert, sondern wieder mitgenommen. Irgendwie passend zum Saisonstart des NHV. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Linktipp: Programmheft 13.10.2018 (pdf 3,5 MB) Alte Hasen verlangen jungen Wilden alles ab Donnerstag, 11.10.2018: NHV - SG Germania Zwenkau 35:38 (16:19) Handball-Sachsenpokal: Reserve von Concordia Delitzsch unterliegt Sachsenligist Zwenkau nur knapp 35:38. Delitzsch. Im Handball- Sachsenpokal empfing die zweite Mannschaft des NHV Concordia Delitzsch den Sachsenligisten aus Zwenkau – oder besser gesagt die A-Jugend des SC DHfK Leipzig. Wer dachte, dass diese Begegnung eine klare Angelegenheit für den Favoriten aus Zwenkau wird, der wurde aus Delitzscher Sicht positiv überrascht. Zwar gewannen die Gäste dieses Spiel erwartungsgemäß mit 38:35 (19:16), aber was die überwiegend „alten Herren“ zeigten, war wirklich bemerkenswert. Der Bezirksliga-Aufsteiger aus Delitzsch gestaltete das Spiel von Anfang an ausgeglichen und machte gleich zu Beginn deutlich, dass sich die Mannschaft nicht kampflos ergeben wird. Während die Gastgeber ihre Angriffe ruhig vorbereiteten und sich Chancen und Tore immer wieder sehenswert herauskombinierten, kamen die jungen Wilden aus Zwenkau vor allem über ihr schnelles Spiel zu Treffern. Doch davon ließen sich die Concorden nicht beeindrucken, zogen ihr Spiel gnadenlos effektiv durch und waren ein ebenbürtiger Kontrahent. Als es nach 15 Minuten noch unentschieden (10:10) stand, rieben sich viele Zuschauer verwundert die Augen. Auch die Zwenkauer waren sichtlich überrascht von der heftigen Gegenwehr der zweiten Delitzscher Mannschaft. Zum Ende der ersten Halbzeit konnten sich die Gäste dann doch etwas absetzen, da sich im Angriff der Concorden jetzt einige Fehler mehr einschlichen. Mit viel Beifall und drei Toren Rückstand aus Sicht der Gastgeber ging es dann in die Halbzeitpause, die vor allem der NHV benötigte. Wer nun glaubte, dass Zwenkau zu Beginn des zweiten Durchgangs für eine schnelle Vorentscheidung sorgen könnte, der sah sich abermals getäuscht. Wacker kämpften die Hausherren um jedes Tor. Jede Parade, jeder Ballgewinn und jeder Treffer wurde vom begeisterten Publikum mit viel Applaus bedacht. Dass Zwenkau sogar zu einer Manndeckung gegen den sechsfachen Torschützen Jan Jungandreas überging, machte erneut deutlich, wie stark der Auftritt der zweiten Männermannschaft an diesem Tag war. Dass es letztendlich nicht zu einer Pokal-Überraschung reichte, trübte nicht wirklich die Stimmung in der Mannschaft und bei den Fans. Zwenkau setzte sich am Ende nur knapp mit 38:35 durch und war mehr als froh, als dieses Spiel von den Schiedsrichtern der DHfK endlich abgepfiffen wurde und die nächste Runde erreicht war. Sven Sauerbrey © Leipziger Volkszeitung NHV II: Pantel; Hollstein 10, Karl 7, Jungandreas 6/1, Pietzsch 5, Hornig 5, Müller 1, Bernhardt 1/1, Berger Wieder keine Belohnung Montag, 01.10.2018: HG 85 Köthen - NHV 25:23 (15:11) Handball-Oberliga: NHV Concordia Delitzsch verliert unglücklich mit 23:25 in Köthen. Köthen. Der NHV Concordia Delitzsch kann scheinbar nicht mehr gewinnen: Auch nach dem fünften Spiel wartet die Mannschaft von Trainer Wladimir Maltsev weiter auf den ersten Saisonsieg in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga. Am Sonnabend verloren die Loberstädter bei der HG Köthen 23:25 (11:15). „Alle haben gekämpft bis zum Schluss, aber wir haben es in der entscheidenden Phase nicht geschafft, nachzulegen“, befand Niklas Prautzsch, der fünf Tore erzielte und zu den Besten der Gäste gehörte. Dass beide Mannschaften deutlich stärker sind, als es der Tabellenplatz aussagt, war von Beginn an zu sehen. Die Angriffe wurden auf beiden Seiten sehr konzentriert vorgetragen und die Torhüter bekamen auf beiden Seiten kaum eine Hand an den Ball. Zwar schaffte es Delitzsch, sich schnell eine Zwei-Toreführung herauszu- spielen, doch Köthen antwortete prompt und glich sofort wieder aus. Als zum Ende der ersten Halbzeit der NHV die Präzision im Angriff vermissen ließ, nutzte das Köthen konsequent. „Köthen macht reihenweise Tore im Tempogegenstoß. Wir stehen eigentlich gut in der Abwehr, schaffen aber selber keine Kontertore. Das war heute der Unterschied“, sagte Co-Trainer Jan Jungandreas. Entschieden war das Spiel aber noch lange nicht, obwohl die Jungs vom Lober einen Vier-Tore-Rucksack mit in die Kabine nahmen. Anders als in den Spielen zuvor kam Delitzsch diesmal hochkonzentriert aus der Pause und verkürzte Tor um Tor. Endlich konnte sich Felix Herholc im Tor mit zahlreichen Paraden auszeichnen und hatte somit einen entscheidenden Anteil daran, dass das Spiel nun wieder sehr ausgeglichen war. Beim Stand von 17:16 für Köthen hatten die Concorden viermal die Chance auf den Ausgleich, aber der wollte einfach nicht fallen. Köthen konnte sich wieder auf drei Tore absetzen, aber die Moral der Gäste war weiter ungebrochen. Mit drei Toren in Folge schaffte der NHV endlich den verdienten Ausgleich. Das Spiel stand jetzt auf Messers Schneide und als Delitzsch die Chance auf die Führung hatte, hofften die zahlreichen mitgereisten Fans auf die positive Wende in diesem Spiel. Doch leider sollte dies nicht gelingen. Am Ende gewann Köthen glücklich und sorgte für enttäuschte Gesichter auf Delitzscher Seite. Ein Unentschieden wäre durchaus drin gewesen. „Natürlich ist ein Aufwärtstrend erkennbar, aber wir müssen uns auch mal belohnen. Ich bin aber guter Dinge, dass wir aus den nächsten Spielen etwas Zählbares mitnehmen“, sagt Prautzsch optimistisch. Weiter geht es für ihn und den NHV am 13. Oktober zu Hause gegen den USV Halle. Dann vielleicht schon mit einem Neuzugang. Die Delitzscher stecken in finalen Verhandlungen mit einem Spielmacher. Sobald die Personalie fix ist, lesen Sie hier mehr dazu. Sven Sauerbrey/Jens Teresniak © Leipziger Volkszeitung NHV: Voigt, Herholc (14 P.); Sowada, Grohmann (7/5), Mittag (1), Günther, Prautzsch (5), Müller (5), Nešovanović, Karl, Wendlandt, Paululik (5) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook 2. Männer: Frauen machen vor – Männer machen nach Montag, 01.10.2018: NHV Conc. Delitzsch II – SG Leipzig VI 21:20 (15:12) Spitzenspiel in der Bezirksliga der Männer, am späten Sonntagnachmittag in der Delitzscher Mehrzweckhalle. Nachdem die Frauenmannschaft im Spiel zuvor schon gezeigt hat wie man Siege gegen den SC DHfK erarbeitet, sollten es die Männer der Oberligavertretung ihnen gleich tun. Dass dies kein leichtes Unterfangen wird, das wussten die Delitzscher. Immerhin sind die Leipziger als verlustpunktfreier Tabellenzweiter angereist und zeigten von Beginn an, dass sie diese Position nicht zufällig erreicht haben. Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Bis zur 20. Spielminute konnte sich keine Mannschaft mit mehr als nur einem Tor absetzen. Nach einer Auszeit des NHV, in welcher die Abwehr etwas justiert wurde, konnten sich die Delitzscher eine 3-Tore Führung (15:12) bis zum Halbzeitpfiff erarbeiten. Die zahlreich erschienenen Zuschauer schienen zufrieden mit den Protagonisten auf der Platte. Es wurden faire, aber rassige Zweikämpfe geführt, tolle Tore herausgespielt und durchaus anspruchsvoller Bezirksligahandball gezeigt. Doch prägend waren wohl die Torhüter der beiden, sich gegenüberstehenden Mannschaften. Nicht nur Tino Pantel im Delitzscher Tor, sondern auch Carl-Gustav Siuts, bei den Körperkulturellen, zeigten immer wieder ihr Können zwischen den Pfosten. Vor allem im direkten Duell, also bei den freien Würfen, konnten sich beide immer wieder spektakulär auszeichnen. Die Leipziger, die durchaus mit dem Anspruch nach Delitzsch gereist sind, etwas zählbares mit nach Hause zu nehmen, liefen zwar in der zweiten Halbzeit permanent einem Rückstand hinterher, blieben aber immer wieder durch unkonzentrierte Abschlüsse der Delitzscher in Schlagdistanz. Dass dieses Spiel in der Endphase noch einmal spannend werden sollte, ahnten beim 21:16 in der 55. Spielminute durch Alexander Pietzsch, nur die wenigsten. Kein einziges Tor sollte den Loberstädtern mehr in diesem Spiel gelingen. Durch einfache und schnelle Ballverluste, welche die Leipziger mit einer offensiven Deckung erzwang, kam die Spielgemeinschaft zwischen SC DHfK und der SG LVB Tor um Tor heran. 30 Sekunden vor Schluss, Spielstand 21:19 für die Delitzscher, nahm der NHV seine dritte Auszeit und, wie sollte es anders sein, schwor man sich auf eine heiße Endphase ein. Gesagt, aber nicht getan, Ballverlust Delitzsch, Anschlusstreffer zum 21:20. 24 Sekunden waren zu diesem Zeitpunkt noch zu spielen, doch erst jetzt spielten die Delitzscher die restliche Zeit mit ihrer gesamten Routine aus. Der Ball wurde nicht mehr aus der Hand gegeben und die Delitzscher kamen zu einem, zum Ende hin glücklichen, aber aufgrund des Spielverlaufes nicht unverdienten Sieg. Letztendlich wurde dieses ansehnliche Spitzenspiel, nicht nur aufgrund der spannenden Schlussphase, seinem Namen gerecht. Doch zwei Wochen Punktspielpause waren nicht gerade förderlich für das Delitzscher Angriffsspiel und bewirkte eine ungewöhnlich hohe Fehlerquote im Zusammenspiel und im Abschluss. Bevor die Spielpause der Herbstferien ansteht, kommt es am Samstag zu einem absoluten Saisonhighlight, für die Zweite des NHV. Durch das Erreichen des Bezirkspokalfinales in der letzten Saison, dürfen die Concorden in dieser Saison im Sachsenpokal antreten. Und da ergab das Los keinen geringeren als die SG Germania Zwenkau. Der Zwenkauer Sachsenligakader ist gespickt mit jungen Handballern aus der A- Jugendbundesligamannschaft des SC DHfK und soll somit im Männerbereich erste Erfahrungen sammeln. Aber auch einige erfahrene Bekannte findet man in der Zwenkauer Mannschaftsaufstellung. So sind mit Thomas Grafe und Matthias Strehle zwei bekannte Namen aus der Sachsenliga- Aufstiegssaison 2015/16 in den Spielberichten der Zwenkauer zu lesen. Die Zuschauer können sich also auf ein Wiedersehen mit altbekannten Gesichtern freuen. Anpfiff ist Samstag 19:30 Uhr in der Mehrzweckhalle. Bis dahin und Sport frei. Christian Hornig NHV II: Fischer (TW), Pantel (TW); Karl (3), Voigt, Schäfer (1), Teresniak (1), Jungandreas (5/1), Wiesmüller, Berger, Hornig (7/3), Pietzsch (4), Kienitz (Mannschaftsverantwortlicher), Brosig (Physio)
Bilder Saison 2018/19