Nächstes Spiel Samstag, 27.10.2018 18:00 Uhr HC Einheit Plauen --- NHV Conc. Delitzsch
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Newsarchiv - September 2018
28.09.2018 Delitzsch fährt zum Spiel der Enttäuschten 25.09.2018 Ü-40: Die „Rostigen Recken“ gewinnen Landesseniorensportspiele 25.09.2018 Frauen: Mächtig schief gelaufen 24.09.2018 Erleichterung und vorsichtiger Optimismus nach dem ersten Punkt 21.09.2018 Erfolg verzweifelt gesucht: NHV will völligen Fehlstart verhindern Delitzsch fährt zum Spiel der Enttäuschten Freitag, 28.09.2018: Handball-Oberliga: NHV tritt mit voller Kapelle und neuem Selbstbewusstsein in Köthen an / Kommt ein Neuzugang aus Polen? Delitzsch. Es kommt im Leben und damit auch im Sport gelegentlich anders als gedacht. Wenn morgen in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga der Männer die HG Köthen den NHV Concordia Delitzsch empfängt, dann war die Begegnung eigentlich als Spitzenspiel vorgesehen. In der vergangenen Saison wurden die Gastgeber Vizemeister und verwiesen die punktgleichen Nordsachsen nur wegen des etwas besseren direkten Vergleichs auf den Bronze-Platz. Spannend und ein hochklassiges Spiel – das kann kommen. Doch zumindest auf dem Papier ist das eine Partie der Enttäuschten. Die Concorden haben die ersten drei Auseinandersetzungen in der neuen Saison verloren, um am vorigen Wochenende gegen den favorisierten SV Plauen-Oberlosa beim 20:20 den ersten Punkt einzufahren, stehen auf dem dreizehnten und vorletzten Platz. Die Sachsen-Anhalter, als heißer Aufstiegskandidat gehandelt, liegen mit einem Sieg und zwei Niederlagen auf dem ernüchternden zehnten Rang. Gleichwohl ist der gegenseitige Respekt groß. „Bei Delitzsch hat sich der große personelle Wechsel spürbar ausgewirkt“, sagt Köthens Vizepräsident René Nowak. Er rechne dennoch mit einem kampfbetonten Spiel. Die meisten Spiele in der Oberliga seien sehr eng, „da entscheiden Kleinigkeiten“. Der Punktgewinn gegen Oberlosa dürfte dem Team Auftrieb geben, meint Nowak. Ähnliches hofft Concordia-Coach Wladimir Maltsev. Das Heimspiel gegen die Plauener sollte für Selbstvertrauen gesorgt haben. „Es erwartet uns eine heimstarke Mannschaft. Ich erwarte ein spannendes Spiel.“ Der NHV wolle an die gegen die Vogtländer gezeigte Leidenschaft und den Kampfgeist anknüpfen. Personell ist die Ausgangslage für die Delitzscher klar. Bis auf den langzeitverletzten Jan Derk Janßen sind alle Spieler fit, auch Torwart Felix Herholc, der aus privaten Gründen am vergangenen Spieltag fehlte, ist wieder dabei. „Köthen ist eindeutig in der Favoritenrolle“, so der Keeper. Aber er hoffe, dass seine Mannschaft an die zuletzt gezeigte Leistung anknüpfen werde. Immer besser ins Team integriert haben sich zwei Neuzugänge, Rechtsaußen Michal Paululik und Kreisspieler Nemanja Nesovanovic. „Das klappt immer besser“, freut sich Co-Trainer Jan Jungandreas. „Die Integration braucht eben Zeit“, ergänzt Herholc. Im Spiel danach gegen Halle dürfte, wenn alles klappt, Verstärkung auf dem Parkett dabei sein. Die Concorden sind sich mit einem Spieler aus der polnischen Superliga einig, der über Spielmacherqualitäten verfügt. Noch sind die letzten Formalitäten nicht unter Dach und Fach. Köthen produzierte jüngst Schlagzeilen. Der Klub trennte sich vor wenigen Tagen vom litauischen Trainer Svajunas Kairis, dessen Vertrag vor wenigen Monaten erst um zwei Jahre verlängert worden war. Saisonübergreifend hat die HG aus den vergangenen 15 Spielen dürftige fünf Siege geholt. „Das Präsidium ist zu der Erkenntnis gekommen, dass hier eine positive Entwicklung nicht erkennbar ist“, lautet die Begründung. Der Nachfolger ist ein alter Bekannter. Präsident Bodo Kreutzmann, der die Mannschaft in den Spielzeiten 2013/14 und 2015/16 jeweils zur Oberliga-Meisterschaft führte, hat erneut das Zepter übernommen. Welche Auswirkungen das am Sonnabend haben wird, ist unklar. Fest steht dagegen, dass der neue Trainer auf Kapitän Martin Lux verzichten muss. Er sah im ersten Spiel die blaue Karte und wurde für vier Begegnungen gesperrt. Generell hält Köthen am Aufstiegsziel fest. „Wir bleiben dabei“, sagt Nowak. Nach Platz zwei in der Vorsaison wäre es auch „nicht glaubhaft, wenn wir etwas anderes sagen würden“. Zumal die HG sich mit Jakob Hensen vom SC Magdeburg II und mit Leonhard Serfas vom Dessau-Roßlauer HV verstärkt hat. Und da es keine Überfliegermannschaft in der Staffel gebe, sei noch alles drin, so Nowak. Aus sächsischer Sicht gilt das hoffentlich auch für Delitzsch. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Ü-40: Die „Rostigen Recken“ gewinnen  Landesseniorensportspiele Dienstag, 25.09.2018: Nachdem die Ü-40 des NHV in diesem Jahr schon die Ostdeutsche Meisterschaft gewinnen konnten, holte man sich jetzt auch die „Sachsenmeisterschaft“ und somit das Double im Jahr 2019. Wobei der Begriff „Sachsenmeisterschaft“ der inoffizielle Titel ist. Offiziell handelt es sich um die Landesseniorenspiele, welche aller zwei Jahre unter der Obhut des Handballverbandes Sachsen ausgetragen wird. Christian Müller übernahm als „Losfee“ Verantwortung und sorgte dafür dass die Delitzscher an Position 3 gelost wurden. Dies hatte zur Folge das man das erste Spiel des Turnieres spielfrei hatte und sich die beiden Gegner, den HSV Dresden und den SSV Stahl Rietschen, entspannt von der Tribüne aus anschauen konnte. Die flinken und aufopferungsvoll kämpfenden Rietschener schafften es immer wieder mit schnellen Angriffen den körperlich überlegenen Dresdnern Paroli zu bieten, mussten sich aber am Ende den favorisierten Landeshauptstädtern mit 23:20 geschlagen geben. Somit waren die Delitzscher gewarnt und Spielertrainer Jens Große forderte von seinen Mannen Konzentration von der ersten Sekunde und einen kompromisslosen Start in das Turnier. Dies kam an bei der alten Garde des NHV. Von Beginn an stand die Abwehr sattelfest und Torhüter Tino Pantel vernagelte seinen Kasten. Über Hornig, Schäfer und Hollstein spielte man immer wieder die Pille schnell nach vorn und die „Stählernen“ vom SSV mussten dem zweiten Spiel in Folge, langsam aber sicher, Tribut zollen. Da half dem SSV Stahl Rietschen auch nicht, das man mit Ricardo Gröger den besten Torhüter des Turnieres zwischen den Pfosten stehen hatte. Mit einem überzeugendem 32:9 holten sich die Loberstädter Selbstvertrauen für das anstehende Endspiel gegen den HSV Dresden. Wie es sich für ein Finale gehört, war auch in dieser Partie von Anfang an Feuer drin. Nachdem Stefan Voigt in unnachahmlicher Manier und lockerem Handgelenk durch die Dresdner Abwehr flutschte, wurde dieser so rüde gefoult, dass den beiden Unparteiischen nichts weiter übrig blieb als die Rote Karte gegen den Dresdner Spieler zu verhängen. In Folge dessen befassten sich die Dresdner mit vielen Sachen, aber kaum noch mit Handball. Da die Delitzscher ihre Angriffe nicht konsequent ausspielten und mit ihren Chancen zu lässig umgingen, entwickelte sich eine zähe erste Hälfte in diesem Finale. Dies blieb auch dem erfahrenen Auge von Spielertrainer Jens Große nicht verborgen und er ermahnte seine Mannen lautstark, sich an die vorgegebene Marschroute zu halten. Gesagt getan, ab sofort wurde wieder Handball zelebriert und jetzt spielten die Rostigen Recken ihre gesamte Erfahrung aus. Die Abwehr stand und es wurde Wurf um Wurf geblockt. Sollte doch einmal ein Ball auf das Delitzscher Tor kommen, so war da immer noch Tino Pantel im Gehäuse und vereitelte selbst klarste Torgelegenheiten der Dresdner. Im Angriff führten Sascha Krause und Christian Müller klug Regie und setzten ihre Nebenleute immer wieder gekonnt in Szene oder waren selbst im Torabschluss erfolgreich. Karsten Möbius, Geburtstagskind und erfahrenster Concorde an diesem Tag auf dem Spielfeld, überzeugte, trotz Trainingsrückstandes, mit fast 100- prozentiger Effektivität und man konnte es sich sogar erlauben Rückraumshooter Marko Bergelt in der Halbzeitpause zur geplanten Familienfeier zu verabschieden. 19:10 zeigte die Anzeigetafel nach gespielten 2x 20 Minuten und somit nahm der Delitzscher Mannschaftsverantwortlicher Steffen Kienitz bei der Siegerehrung den Pokal für den „Sieger der Landesseniorensportspiele“ entgegen und meinte danach, „In der alt-ehrwürdigen Sporthalle Brüderstraße diesen Erfolg zu feiern ist schon etwas Besonderes und vergrößert die Vorfreude auf die Ostdeutsche Meisterschaft am 22.06.2019 in Delitzsch“ Des Weiteren wurde Kreisläufer Alexander Pietzsch als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. Man muss dazu sagen das diese Auszeichnungen meist treffsicheren Außen, flinken Mittelleuten oder robusten Rückraumkanonieren zugesprochen wird. Doch ein Kreisläufer, welchen schon mal nachgesagt wird, dass er der Steher unter den Läufern ist und sich auf dem Waschzettel im Trikot mehrere X vor dem L tummeln, kommt diese Auszeichnung viel zu selten zu gute. Alex überzeugte während des gesamten Turniers mit fairer Deckungsarbeit, Spielübersicht beim Einleiten der 1. und 2. Welle, präzisen und effektiven Torwürfen im Angriff und dies nicht nur vom Kreis. Dies blieb auch den Handballexperten an diesem Tag nicht verborgen und somit war diese Auszeichnung nur folgerichtig und der krönende Abschluss eines erfolgreichen Turniers aus Sicht der Rostigen Recken des NHV Concordia Delitzsch.   Außerdem bedankt sich der NHV bei Ronald Meier (Geschäftsführer HVS) und Nele Förster (Mitarbeiterin HVS-Geschäftsstelle) für die tolle Organisation und natürlich auch ein großes Dankeschön an die mitgereisten Fans (Familie Hermann/Hornig und Familie Krause). Christian Hornig Auf dem Bild von links nach rechts: Tino Pantel, Karsten Möbius, Sascha Krause, Alexander „Handballgott“ Pietzsch, Christian Hornig, Stefan Voigt, Christian Müller, Jens Große, Thomas Hollstein, Steffen Kienitz, Sebastian Schäfer Bereits beim Feiern und somit nicht mehr mit auf dem Bild: Marko Bergelt Frauen: Mächtig schief gelaufen Dienstag, 25.09.2018: NHV C. Delitzsch - HSG Rückmarsdorf II 17:38 (9:19) Am Sonntagnachmittag starteten die Damen des NHV Concordia Delitzsch in das zweite Heimspiel der Saison gegen die Zweite Mannschaft der HSG Rückmarsdorf. Voll besetzt und hoch motiviert starteten die Delitzscherinnen in die Partie. Nach einem temporeichen Start konnten sich die Concordinnen nach 5 Spielminuten einen Vorsprung von 3:1 erkämpfen. Das rüttelte jedoch die Gäste wach, wodurch sie es schafften sich über schnelle Spielzüge bis zur 18. Spielminute mit 5:12 Toren abzusetzen, woraufhin Trainer Noack mit einer kurzen Auszeit reagieren musste. Trotz der durchaus souverän arbeitenden Deckung entstanden auf der linken Abwehrseite immer und immer wieder Lücken, welche die Rückmarsdorfer Frauen wie ein Geschenk gern annahmen. Im Gegenzug schafften es die Delitzscherinnen nicht, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Das Angriffsspiel war gekennzeichnet durch Einzelaktionen, es wirkte ein wenig planlos. In den letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit verwandelten die NHV-Frauen lediglich noch zwei Bälle im Tor und gingen mit einem 9:19 Rückstand in die Pause. Die zweiten 30 Minuten eröffneten die Gäste mit zwei Toren in Folge. Nur schleppend ging es für die Heimmannschaft weiter. Durch zahlreiche Fehlwürfe und technische Fehler kamen die Delitzscher Frauen überhaupt nicht mehr ins Spiel hinein. Die Ansage der Trainer: „Spielt die Kombinationen und Auslösehandlungen, die wir im Training üben!“, wurde nicht umgesetzt. Kontersituationen ergaben sich lediglich für die Gastmannschaft. Die Abwehr war durch die gegnerischen Spielzüge über den Kreis sichtlich überfordert, Abpraller oder gehaltene Bälle vor dem eigenen Tor landeten in den Händen der Gegner und wurden nachträglich verwandelt. Mit einer 17:38 Niederlage verabschiedeten sich die Frauen des NHV und landen mit 2:6 Punkten auf dem vorerst 9. Tabellenplatz. Bereits am kommenden Sonntag, den 30.09.2018, heißen wir die Damen des SC DHfK Leipzig zu Gast willkommen. Bis dahin müssen definitiv die Fehler minimiert und die Impulse aus dem Training besser im Spiel umgesetzt werden. Laura Säuberlich NHV: Noack, Voigt, Mertzsch, Häring | Rudolph; Göppert, Schröder, Pallgen, Wölfer (1), Schulz (2), Praters, Katzschke, Reichstein, Sperling (4/1), Zscheyge (1), Keller (2), Nahrstedt (6/2), Tesche (1) Erleichterung und vorsichtiger Optimismus nach dem  ersten Punkt Montag, 24.09.2018: NHV C. Delitzsch - SV 04 Plauen-Oberlosa 20:20 (9:11) Handball-Oberliga: NHV Concordia Delitzsch behauptet sich gegen den Favoriten Plauen-Oberlosa. Delitzsch. Zweimal brandete besonders kräftiger Applaus auf. Zunächst in der Halbzeitpause des Handball- Oberligaspiels der Männer zwischen dem NHV Concordia Delitzsch und dem SV Plauen-Oberlosa. Nicht wegen der Leistung der Gastgeber, denn die lagen zu diesem Zeitpunkt mit 9:11 zurück. Sondern für die gerade eingetroffene ältere Herrenmannschaft. Die Ü-40-Truppe hatte am Sonnabend bei den Landesseniorenspielen die Sachsenmeisterschaft errungen. Den nächsten Beifallssturm gab es nach Abpfiff. Denn mit dem 20:20 holten die Concorden im vierten Spiel der neuen Saison endlich ihren ersten Punkt, der gefeiert wurde, als hätte die Mannschaft den Aufstieg geschafft. Der komplette Fehlstart wurde somit verhindert. Entsprechend erleichtert zeigte sich Trainer Wladimir Maltsev. „Das ist ein gewonnener Punkt für uns“, sagte er. Ähnlich äußerten sich seine Spieler. „Dieser erste Punkt ist sehr wichtig für die Mannschaft“, sagte Michal Paululik. Er gebe Selbstvertrauen. „Wir können durchschnaufen“, befand Frank Grohmann, um kritisch hinterherzuschieben: „Unsere 1:7 Punkte zum Start sind nicht gut.“ Zwar waren die mit zwei Siegen und einem Unentschieden gestarteten Gäste als Favorit in die Partie gegangen. Doch der Respekt vor der Heimstärke der Nordsachsen war groß. „Wir wussten, dass es ein enges Spiel wird, da Delitzsch auf Wiedergutmachung aus war“, gestand Plauen-Torjäger Marc Multhauf. Trainer Petr Hazl war denn auch „mit dem einen Punkt zufrieden“. Von Beginn an entwickelte sich eine spannende Partie. Beide Teams legten eine kämpferische Leistung par excellence hin, die Abwehrreihen standen gut und sicher. Entsprechend schwer hatten es die Angreifer. Der NHV ging mit 1:0 und 2:1 in Führung, danach kamen die Vogtländer besser in die Partie, begünstigt durch mehrere Fehlpässe der Heimmannschaft. Plauen arbeitete sich einen leichten Vorsprung heraus, der nach dem Seitenwechsel auf vier Treffer ausgebaut wurde. „In dieser Phase haben wir mehrere Angriffe weggegeben und zwei hundertprozentige Chancen nicht genutzt“, haderte Hazl. So kamen die Concorden wieder heran und sicherten sich durch einen von Grohmann gewohnt sicher verwandelten Siebenmeter in der 59. Minute den Punktgewinn. „Es ist uns gelungen, gegen eine starke Mannschaft zu bestehen“, kommentierte Maltsev. Er sah eine in vielen Bereichen verbesserte Mannschaft. So habe es im Zusammenspiel eine deutliche Steigerung gegeben. „Es war ein gutes Spiel“, sagte auch Kreisläufer Nemanja Nesovanovic. Was maßgeblich daran lag, dass die Neuzugänge besser eingebunden wurden. Nesovanovic verbreitete in der Offensive viel Wirbel, hat aber noch Potenzial nach oben. Paululik stellte auf Rechtsaußen seine Torgefahr unter Beweis, wurde jedoch das eine und andere Mal, obwohl völlig freistehend, von seinen Mitspielern ignoriert. Grohmann überragte erneut und verteidige mit nunmehr 33 Treffern seinen ersten Rang in der Torschützenliste der Oberliga. Ordentlich agierte Torwart Marian Voigt, der für den aus privaten Gründen verhinderten Felix Herholc im Kasten stand. Michael Günther fehlte dagegen im Angriff die Durchschlagskraft und in der Deckung ließ er Paul Richter zu häufig ungehindert zum Torwurf kommen. Trotz des Punktgewinns bleiben die Concorden auf dem 13. und vorletzten Platz. Am nächsten Wochenende müssen sie bei der HG Köthen antreten, die mit einem Sieg und zwei Niederlagen deutlich unter den Erwartungen geblieben ist. „Es gibt in unserem Spiel noch Luft nach oben“, verbreitete Maltsev vorsichtigen Optimismus. Und: „Gegen starke Mannschaften können wir mithalten.“ Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung NHV: Schulz (bei 1 Siebenmeter), Voigt (11 Paraden); Sowada, Grohmann (9/3), Mittag, Günther, Prautzsch (1), Müller, Nešovanović (3), Karl, Wendlandt (3), Paululik (4) Erfolg verzweifelt gesucht: NHV will völligen Fehlstart verhindern Freitag, 21.09.2018: Handball-Oberliga: Delitzsch empfängt morgen den ungeschlagenen SV Plauen- Oberlosa. Delitzsch. Die Voraussetzungen könnten kaum gegensätzlicher sein. Da empfängt am morgigen Sonnabend (Anpfiff: 19 Uhr) in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga der NHV Concordia Delitzsch den SV 04 Plauen-Oberlosa. Die Nordsachsen sind denkbar miserabel in die neue Saison gestartet, haben in den ersten drei Partien noch nicht mal ein Pünktchen geholt und liegen auf dem 13. und damit vorletzten Platz. Die Mannschaft aus der Spitzenstadt dagegen liegt auf Rang drei, hat zwei Siege und ein Unentschieden auf dem Konto. Von einer Favoritenrolle für sein Team will Plauen-Manager Rico Michel dennoch nichts wissen. „Wir erwarten ein enges und hart umkämpftes Spiel“, sagt er. Delitzsch sei besser, als es die ersten Begegnungen aussagen würden und habe „eine gute Truppe“. Das erfahrene Trainergespann Wladimir Maltsev/Jan Jungandreas werde sich vom Fehlstart nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ein weiterer Pluspunkt sei für die Gastgeber die Unterstützung des „tollen Publikums“. Hundertprozentige Konzentration sei also angesagt. Concordia-Co Jungandreas ist denn auch weit davon entfernt, die Flinte ins Korn zu werfen. Ohne Zweifel sei das Selbstvertrauen der Mannschaft derzeit nicht sehr groß. „Doch in eigener Halle und mit unseren Fans im Rücken müssen wir uns den Hintern aufreißen“, verlangt er. Es gehe darum, trotzdem „mit breiter Brust“ in jedes Spiel zu gehen. Wenn das Team am Optimum spiele, sei auch gegen die starken Plauener etwas zu holen. Der Gegner, der mittelfristig in die dritte Liga strebt, verfüge über eine eingespielte Mannschaft, eine starke Abwehr und habe sich im linken Rückraum mit Marc Multhauf vom Lokalrivalen Einheit Plauen erheblich verstärkt. „Wir dagegen müssen uns jedes Jahr neu finden“, begründet Jungandreas den missglückten Auftakt. Zahlreiche Spieler, darunter mit Sascha Meiner und Danny Trodler die Top-Torjäger, stehen nicht mehr zur Verfügung. „Ein personeller Aderlass“, sagt der Assistenzcoach. Neuzugang Michal Paululik konnte drei Wochen in der Vorbereitung nicht trainieren, Kreisläufer Nemanja Nesovanovic hat am vorigen Wochenende in Pirna zwar deutlich aufsteigende Form gezeigt und sechs Treffer erzielt. „Er kommt immer besser ins Spiel“, meint Jungandreas, verweist aber darauf, dass der Neuzugang aus der zweiten französischen Liga ein Jahr lang wegen Verletzungen nicht gespielt habe. Ein weiteres Handicap kommt am Sonnabend oben drauf. Felix Herholc, in der vergangenen Saison einer der besten Oberliga-Torhüter, wird aus privaten Gründen fehlen. Für ihn wird Neuzugang Marian Vogt den Kasten hüten. Als einmaligen Ersatz hat der NHV Sebastian Schulz verpflichtet. Der 29-Jährige, der in der vorigen Spielzeit in Potsdam aushalf, hat zwar seine Laufbahn eigentlich schon beendet, stellt sich aber zur Verfügung. Gestern Abend trainierte er in Delitzsch. In der vergangenen Saison unterlag Delitzsch in eigener Halle gegen Plauen deutlich mit 20:30. Danach starteten die Concorden aber eine beeindruckende Serie von neun Erfolgen in Folge. „Wenn sich das diesmal wiederholt, habe ich nichts dagegen“, sagt Michel mit einem Schmunzeln auf den Lippen. Jungandreas sieht das ähnlich, würde die Siegesserie sofort nehmen. „Nur nicht die Niederlage gegen Plauen.“ Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Linktipp: Programmheft 22.09.2018 (pdf 4,0 MB)
Bilder Saison 2018/19