Nächstes Spiel Samstag, 27.10.2018 18:00 Uhr HC Einheit Plauen --- NHV Conc. Delitzsch
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Newsarchiv - September 2018
20.09.2018 Ü-40: Rostige Recken zum ersten Mal bei den Landesseniorenspielen 17.09.2018 Frauen: Befreiungsschlag gegen MOGONO gelungen 17.09.2018 Der große Frust 14.09.2018 Von Böcken und Menschen 11.09.2018 2. Männer: NHV, wie aus einem Guss, … 10.09.2018 Außer Grohmann hat Delitzsch wenig zu bieten 07.09.2018 Heimauftakt unter schwierigen Vorzeichen 05.09.2018 Erst Abstimmungsprobleme, dann Handball gespielt 04.09.2018 Dauerkarten können abgeholt werden 04.09.2018 „Das war katastrophal“ 01.09.2018 2. Männer: Erster Sieg im ersten Pflichtspiel Ü-40: Rostige Recken zum ersten Mal bei den  Landesseniorenspielen Donnerstag, 20.09.2018: Genau drei Monate ist er jetzt her, der Titel des Ostdeutschen Meisters bei den „über 40-jährigen“- Mannschaften in Arnstadt. Immer noch euphorisiert von dem Erreichten, starten die NHV-Recken am Samstag um 14 Uhr in das Turnier um die Sachsenmeisterschaft, durchgeführt in der geschichtsträchtigen, altehrwürdigen Sporthalle in der Brüderstraße zu Leipzig. Gegner sind die Vertretungen des HSV Dresden, die sich souverän im Bezirk Dresden gegen den Radebeuler HV mit 29:11 durchsetzen konnten. Und der SSV Stahl Rietschen für den Bezirk Ostsachsen. Der Bezirk Chemnitz hat leider keine Vertretung gemeldet, somit wird der Sieger in dieser 3ér Turnierform, jeder gegen jeden bei einer Spielzeit von 2 x 20 min ermittelt. Da der NHV Concordia als Titelverteidiger die ODM am 22.06.2019 in Delitzsch austrägt und als Ausrichter quasi gesetzt ist, besteht die Möglichkeit, ein zweites sächsisches Team für dieses Turnier zu melden. Sollten der HSV Dresden und der SSV Stahl Rietschen dafür zur Verfügung stehen, wird dieser also im Spiel Gegeneinander ermittelt. Wer an dieser Stelle meint dass die Delitzscher die ganze Sache locker angehen werden, der sollte sich über zwei Punkte im Klaren sein. Zum einen können alte Handballer nicht „locker“, wenn sie auf der Platte stehen und zum anderen haben die „rostigen Recken“ zum ersten Mal in der noch jungen NHV-Geschichte die Möglichkeit, den Titel bei den Landesseniorenspielen zu erringen. Dies sollte Ansporn genug sein um danach wieder tagelang Muskelkater zu haben und die Wehwehchen pflegen zu lassen. Christian Hornig Für den NHV Concordia Delitzsch starten: Tino Pantel (TW), Jens Große, Christian Müller, Alexander Pietzsch, Sebastian Schäfer, Christian Hornig, Stefan Voigt, Thomas Hollstein, Sascha Krause, Marko Bergelt, Sven Griehl Frauen: Befreiungsschlag gegen MOGONO gelungen Montag, 17.09.2018: SG MoGoNo - NHV Concordia Delitzsch 19:24 (8:11) Nach drei Niederlagen zu Saisonbeginn sollten gegen die Leipzigerinnen unbedingt die ersten Punkte eingefahren werden. Mit absoluter Überzeugung gingen die Concorden von Beginn an zu Werke und ließen zunächst keinen Zweifel daran, wer dieses Spiel gewinnen wird. In der Abwehr wurde mit Kopf und ohne Kompromisse verteidigt. Das beeindruckte die Leipzigerinnen sichtbar. Im Angriff war deutlich die Handschrift der neuen Delitzscher Trainer zu erkennen. Mit viel Bewegung und Zug zum Tor wurden die Kombinationen ausgespielt. Nach 12 Minuten führte man so mit 1:5. Dann kamen die Leipziger besser ins Spiel und die Gäste vergaben einige hochkarätige Chancen. Aber Delitzsch hielt mit viel Laufarbeit in der Abwehr dagegen und konnte so einen 3-Tore-Vorsprung mit in die Halbzeitpause nehmen (8:11). Zu Beginn der zweiten Hälfte gab es jedoch aus unerklärlichen Gründen einen Bruch im Delitzscher Spiel. Im Angriffsspiel agierte man zu statisch und etwas glücklos. In der Abwehr wurde man von den immer stärker werdenden Leipziger Rückraumspielerinnen ein ums andere Mal förmlich überrannt. Der NHV wirkte zu diesem Zeitpunkt etwas mut- und planlos. Die Auszeit der Heimmannschaft wirkte jedoch wundersam auf die Gäste. Das Trainergespann appellierte an ihre Schützlinge, wieder mit erhoben Haupt und voller Überzeugung zu agieren. Die entsprechende Körpersprache blieb nicht aus. Von da an wurde kein einziger Ball mehr verworfen. Jeder Torerfolg wurde gemeinsam gefeiert. In der Defensive wurden die Messestädterinnen unerbittlich bekämpft und so schier zur Weißglut gebracht. Als die Hausherrinnen 3 Minuten vor Spielende beim Stand von 17:21 zur Manndeckung übergingen, konnten die Delitzscherinnen ihre individuelle Klasse ausspielen. Am Ende gewann der NHV nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung verdient mit 19:24 gegen die SG Motor Gohlis Nord. Stefan Voigt NHV: Annett Rudolph (TW), Sandra Praters (TW), Casandra Reichstein (TW); Juliane Göppert (2 Tore), Eva Teppke, Alina Schröder (1), Christine Petermann (4) Luisa Pallgen, Julia Wölfer (1), Anne-Marie Brosig (2), Ulrike Schulz (4), Kim Sophie Sperling (3/1), Juanna Keller (4), Maria Nahrstedt (3/1) Der große Frust Montag, 17.09.2018: SG Pirna/Heidenau - NHV 30:22 (16:10) Handball-Oberliga: Fehlstart des NHV Concordia Delitzsch nach 22:30-Schlappe in Pirna perfekt. Pirna. Der NHV Concordia Delitzsch kommt in dieser Saison überhaupt nicht aus den Startlöchern. Der personell gebeutelte Handball-Oberligist verlor am Sonnabend das Kellerduell bei der SG Pirna/Heidenau mit 22:30 (10:16) und rangiert nach der dritten Niederlage im dritten Spiel auf dem vorletzten Platz. Einzig Kreisläufer Nemanja Nešovanovic (sechs Tore) erreichte Normalform und zeigte sich anschließend gefrustet: „Jeder kann sehen, dass wir Probleme haben. Heute hatten wir wieder die Chance, die Partie zu kippen, machen in der zweiten Halbzeit drei Tore hintereinander und schenken dann doch wieder alles her, indem wir einen Fehler nach dem anderen machen. Wir sind ein neues Team und brauchen noch etwas Zeit. Dennoch muss jeder von uns in den Spiegel schauen und sich selbst fragen, was er besser machen kann“, sagte der Neuzugang. Auch Jan Jungandreas nahm kein Blatt vor den Mund. „Man muss leider sagen, dass es insgesamt vorne und hinten wieder zu wenig war“, befand der Co-Trainer. „Wir stehen nicht kompakt genug in der Abwehr oder verlieren die wichtigen Zweikämpfe und machen nach vorne wieder viel zu leichte Fehler.“ Bereits nach zehn Minuten war den mitgereisten Fans klar, dass in Pirna nichts zu holen sein wird. Technische Fehler und schlechte Würfe häuften sich. Die Hausherren brauchten nur abwarten und diese Schwächen ausnutzen. Nach 18 Minuten hatten die Concorden gerade einmal vier Treffer zustande gebracht. Weder Abwehr noch Torhüter erreichten Normalform und bis zur Pause wuchs der Rückstand auf 10:16 an. Bereits auf dem Weg in die Kabine ließen einige Delitzscher die Köpfe hängen. Optimismus sieht anders aus. Die zweite Halbzeit wurde zum Spiegelbild der ersten. In keiner Phase der Partie wies die Mannschaft Oberligatauglichkeit nach. Pirna spielte das Ding locker herunter und gewann auch in der Höhe verdient. Die Loberstädter dagegen wirken momentan schlicht überfordert und stehen in den kommenden Wochen nicht eben vor leichteren Aufgaben. So geht es unter anderem zum amtierenden Vizemeister Köthen und davor zu Hause gegen Plauen. Trotz aller Enttäuschung hilft nur der Blick nach vorn. Das sieht auch Nešovanovic so: „Es hilft nichts, wir müssen im Training hart arbeiten und die Abläufe trainieren, damit wir die Fehler im Spiel auf ein Minimum reduzieren. Wenn uns das gelingt, werden wir uns schon bald besser präsentieren.“ Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich den Delitzschern am kommenden Sonnabend. Dann ist der bisher unbesiegte SV Plauen- Oberlosa in der Mehrzweckhalle zu Gast. Und wer weiß: Vielleicht zaubern die NHV-Verantwortlichen bis dahin einen Neuzugang aus dem Hut. Denn unübersehbar ist, dass die Mannschaft im linken Rückraum und auf der Spielmacher-Position dringend Verstärkung braucht. Hartmut Sommerfeldt © Leipziger Volkszeitung NHV: Voigt (4 Paraden), Herholc (2 P.); Sowada (2), Grohmann (6/4), Mittag (3), Günther, Prautzsch (1/1), Müller (1), Nešovanović (6), Karl, Wendlandt, Paululik (3) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook Von Böcken und Menschen Freitag, 14.09.2018: Handball Mitteldeutsche Oberliga: NHV Concordia Delitzsch fährt zum Duell der Punktlosen nach Pirna Delitzsch Beim Blick auf die Facebook-Seite des ESV Lok Pirna bleibt keine Frage offen, was man sich in der Elbestadt für das morgige Heimspiel in der selbsternannten „Hölle Ost“ gegen den NHV Concordia Delitzsch vorgenommen hat. Von Bock umstoßen und Heimsieg ist da die Rede. Optisch garniert wird das Ganze mit Fäusten und angedeuteten Explosionen. Genau genommen geht es aber nicht nur für Pirna, sondern auch für Delitzsch um einiges. Denn beide Teams sind mit Niederlagen in die Saison gestartet und stehen nach zwei Spieltagen mit 0:4 Punkten am Ende der Tabelle. Für beide Kontrahenten geht es somit um nicht weniger als den Versuch, aus einem misslungenen Saison- keinen katastrophalen Fehlstart werden zu lassen. Wie es ist, mit drei Niederlagen am Stück die rote Laterne zu tragen, weiß man in Pirna noch aus der letzten Saison. Eine Erfahrung, die Trainer Dusan Milicevic kein zweites Mal machen möchte: „Wir haben uns schon in den ersten beiden Spielen gegen die Spitzenteams Oberlosa und Köthen über weite Strecken stark präsentiert, aber leider nicht belohnen können. Gegen Delitzsch sollen vor eigenem Publikum nun unbedingt die ersten Punkte her.“ Einen Favoriten vermag Milicevic derweil nicht auszumachen: „Beide Mannschaften sind noch nicht da, wo sie hinwollen. Wir haben zwar viele Vorbereitungsspiele bestritten, aber Punktspiele sind eben doch etwas anderes. Es zeigt sich, dass die Integration neuer Spieler Zeit braucht. Das gilt für uns mit fünf Neuzugängen, erst recht aber für Delitzsch.“ Auch auf Delitzscher Seite ist man sich über die Bedeutung des Spiels im Klaren. Für die Maltsev-Schützlinge geht es gleich in doppelter Hinsicht darum, den Bock endlich umzustoßen. Denn es sollen nicht nur die ersten Punkte der Saison eingefahren werden, sondern im dritten Versuch auch die ersten in Pirna, seit vor zwei Jahren der Aufstieg gelang. Das weiß auch Co-Trainer Jan Jungandreas: „Uns erwartet in Pirna wie jedes Jahr ein hartes Stück Arbeit. Gerade zu Hause spielen sie hart und kämpfen wie die Wahnsinnigen. Diese Tugenden brauchen wir unbedingt auch. Gegen Dresden haben wir in der ersten Halbzeit im Angriff schon ganz ordentlich gespielt und in der zweiten Hälfte streckenweise stark verteidigt. Das gilt es jetzt, konstant über 60 Minuten auf die Platte zu bringen. Wir haben wieder eine Woche an unserem Zusammenspiel gefeilt und das wollen wir zeigen.“ Dass im Delitzscher Spiel vor allem nach vorn noch nicht alles perfekt harmoniert, verwundert nicht. Schließlich mussten die Concorden nach der vergangenen Saison, die auf einem beachtlichen 3. Platz abgeschlossen wurde, einen beispiellosen Aderlass verkraften. So stehen aus unterschiedlichen Gründen die vier besten Torschützen Sascha Meiner, Danny Trodler, Jan Jungandreas und Oskar Emanuel nicht mehr zur Verfügung und konnten bislang weder qualitativ noch quantitativ ersetzt werden. In Pirna werden die Delitzscher auf eine Mannschaft treffen, die wie schon in der vorigen Saison den schwächsten Angriff der Liga stellt. Durchschnittlich 17,5 Tore sind noch einmal deutlich weniger als die 22,5 in der letzten Saison. Das Prunkstück ist dagegen die Abwehr, die durchschnittlich nur 21,5 Gegentore zulässt. Als wahrer Glücksgriff darf der Neuzugang im Tor gelten. Mit Benas Vaicekauskas konnte kein Geringerer als der Stammtorhüter des litauischen Meisters Klaipedos Dragunas verpflichtet werden. Der 23-Jährige entschied sich trotz hochkarätiger Angebote für Pirna, weil seine Freundin ganz in der Nähe bei Erstligaabsteiger Rödertalbienen unter Vertrag steht. Mit Regisseur Milan Valincic (Kroatien) und Kreisläufer Martin Durcek (Slowakei) holte man sich weitere internationale Erfahrung ins Team. Während die Integration der meisten NHV-Neuzugänge noch längst nicht abgeschlossen ist, entpuppte sich der vom Drittliga-Absteiger HSV Bad Blankenburg an den Lober gewechselte Frank Grohmann sofort als absolute Verstärkung. Der mit bislang 19 Toren erfolgreichste Delitzscher Torschütze trauert noch immer etwas den am vergangenen Wochenende verlorenen Punkten nach: „Das Spiel gegen Dresden war schon ein Schritt in die richtige Richtung, zumindest phasenweise. Leider fallen wir dann in alte Muster zurück und machen einfach zu viele leichte Fehler. Damit rennen wir dann in Konter rein und kommen nicht mehr entscheidend ran.“ In Pirna rechnet sich Grohmann durchaus etwas aus: „Pirna spielt eine gute Abwehr mit großen, kräftigen Leute da hinten drin. Probleme haben sie ganz klar im Angriff, in der ersten, zweiten und dritten Welle. Auf jeden Fall müssen wir den Kampf annehmen und dahin gehen, wo es wehtut. Aber am allerwichtigsten wird sein, dass wir endlich die ganz eklatanten, einfachen Fehler wie Abspiel- und Schrittfehler abstellen. Für die Abwehr gilt dasselbe. Dort haben wir auch gegen Dresden leichte Gegentore bekommen, weil wir falsch standen oder aus dem System ausgebrochen sind. Da brauchen wir einfach mehr Cleverness und müssen abgezockter sein. Dennoch bleibt es harte Arbeit im Training. „Wer das nicht kapiert, ist fehl am Platz.“ Jens Teresniak © Leipziger Volkszeitung 2. Männer: NHV, wie aus einem Guss, … Dienstag, 11.09.2018: NHV Conc. Delitzsch II - HSV Mölkau 34:20 (17:10) … so könnte man den Spielverlauf der 2. Männer im zweiten Saisonspiel mit einem Satz zusammenfassen. Durch eine solide Mannschaftsleistung in Abwehr und Angriff konnte man die Gäste aus Mölkau von Anfang an unter Druck setzen und dem Gegner sein Spiel aufdrängen. Im kompakten Abwehrverbund erkämpften sich die Delitzscher viele Bälle und kamen über 60 Minuten immer wieder zu einfachen Kontertoren. Besonders die rechte Angriffsseite mit Chris Teresniak und Jan Jungandreas zeigte sich treffsicher. Gelang dies einmal nicht, so spielte man die Angriffe meist konzentriert bis zur 100-prozentigen Torchance aus. Effektiv zeigte sich die Concordia-Reserve an diesem Tag vor allem im Zusammenspiel mit Alexander Pietzsch und Thomas Hollstein am Kreis, aber auch Tobias Karl im linken Rückraum überzeugte mit treffsicheren Abschlüssen. Die Mölkauer Mannschaft versuchte immer wieder durch schnelles Spiel die Lücke im Delitzscher Abwehrverbund zu finden. Dies gelang zumindest häufiger als den Delitzscher Mittelblock mit Wurfversuchen aus der 2. Reihe zu überwinden. Bei den Fernwürfen gelang es Alex Pietzsch und Stefan Voigt permanent die Würfe zu blocken und Ballgewinne zu erzielen. Erfolgreicher waren die bissigen Haie da im 1 gegen 1. Dies war auch der einzige größere Kritikpunkt an diesem Tag in der Delitzscher Defensive. Fünfmal konnten die Mölkauer Gegenspieler nur mit unfairen Mitteln gestoppt werden. Keine gute Idee, denn von der Strafwurflinie zeigte sich der Mökauer Schütze David Rudolph von seiner ganz sicheren Seite und verwandelte alle 5 Siebenmeter souverän. Mit diesen 5 Toren war er auch erfolgreichster Schütze seines Teams. Doch dies soll die gute Leistung der NHV-Reserve auf keinen Fall schmälern. In der 2. Hälfte versuchten die Mölkauer mit Manndeckungen gegen Jan Jungandreas und Christian Müller die Spielabläufe zu stören, aber die Delitzscher hatten immer die passende Antwort auf die neu gestellten Aufgaben im Angriff. So sahen die zahlreich erschienenen Zuschauer einen souveränen und verdienten Sieger im zweiten Saisonspiel. Durch diesen überzeugenden Sieg gelang es den Concorden sogar, die Tabellenspitze in der Bezirksliga zu übernehmen. Kommenden Samstag spielen die Loberstädter somit als Spitzenreiter um 17 Uhr bei der SG MoGoNo. Es zeichnet sich ab, dass die Delitzscher aus verschiedenen Gründen mit einem kleinen, aber feinen Kader in den Leipziger Norden reisen. Ob dies reicht, um den heimstarken Gohlisern Paroli zu bieten, wird sich zeigen. Der Vorjahresfünfte der Bezirksliga war letzte Saison Viertelfinalgegner im Leipzig-Pokal und konnte, im wahrscheinlich besten Spiel der vergangenen Saison, souverän besiegt werden. Vorbei schauen lohnt sich also in der Erfurter Straße, vielleicht spielt der NHV ja wieder wie aus einem Guss. Christian Hornig NHV II: Dirk Fischer (TW), Tino Pantel (TW) Tobias Karl (6/1), Stefan Voigt (1), Thomas Hollstein (7), Chris Teresniak (6), Uwe Jungandreas (8), Patrick Wiesmüller, Christian Müller, Max Berger, Christian Hornig (1), Alexander Pietzsch (5), Mannschaftsverantwortlicher Steffen Kienitz, Physio Anne Brosig, „Statistiker“ Niklas Prautzsch Außer Grohmann hat Delitzsch wenig zu bieten Montag, 10.09.2018: NHV - HC Elbflorenz Dresden II 25:29 (14:16) Handball-Oberligist verliert Heimpartie gegen Elbflorenz II mit 25:29. Delitzsch. Das Spiel in der Handball-Oberliga ist zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon entschieden. In der 55. Minute wirft Friedrich Kleinert das 28:21 für die Gäste vom HC Elbflorenz II. Da tritt Felix Herholc, Torwart und Kapitän des gastgebenden NHV Concordia Delitzsch, mit voller Wucht verärgert gegen den Pfosten. „Das kann doch nicht wahr sein“, ruft der Keeper, „wir standen doch nur bei minus drei.“ Er bezieht sich auf den Zeitpunkt sechs Minuten zuvor. Doch den Concorden gelingt es nicht, die Partie noch einmal spannend zu gestalten. Die Dresdner bauen den Vorsprung aus und bringen ihn beim 29:25 sicher und souverän über die Zeit. Während die Landeshauptstädter mit 4:0 Punkten nun die Tabelle anführen, sind die Nordsachsen mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet und liegen auf dem 13., dem vorletzten Platz. Geprägt wird die Partie von einem Neu- und einem Ex-Delitzscher. Beim NHV brilliert Neuzugang Frank Grohmann. Der ehemalige Drittligaspieler stellt seine außergewöhnliche Klasse unter Beweis, wirft im Alleingang die ersten sechs Tore für den NHV und kommt insgesamt auf 14 Treffer. Von sieben Siebenmetern versenkt er sechs ganz sicher, scheitert einmal an der Latte. „Ein Frank Grohmann ist einfach zu wenig“, seufzt Herholc nach dem Abpfiff. Bei den Gästen steht der ehemalige Concorde Oskar Emanuel gleich in der Anfangsformation, übernimmt Verantwortung, was ihm eben auch von Trainer Rico Göde zugetraut wird, drückt dem Spiel überzeugend seinen Stempel auf und erzielt auch fünf Treffer. „Wir sind das Perspektivteam für unsere erste Mannschaft“, sagt Göde. Ausbildung für die Zweitligamannschaft stehe an erster Stelle. Emanuel habe das in der zweiten Liga bereits gut gemacht. Zufrieden über den Sohn äußert sich auch Kai Emanuel. „Er hat eine gute Leistung gezeigt“, lobt der Vater, im Hauptberuf Nordsachsens Landrat. „Das war schon toll, in der Halle viele Bekannte zu sehen“, berichtet Oskar Emanuel. Das habe ihn mit Sicherheit noch „ein bisschen mehr“ motiviert. Elbflorenz erweist sich über die gesamte Spielzeit als überlegene Mannschaft. „Wir haben viele Konter sehr schnell gespielt, das können wir“, kommentiert Göde, der von einem „verdienten Erfolg“ spricht. Den Concorden gelingt es nicht, diese rasanten Gegenangriffe zu unterbinden. „Das hat uns das Genick gebrochen“, stellt Grohmann fest, der einzige Delitzscher, der in der Offensive überzeugt. Zu viele leichte Fehler kommen oben drauf. „Wir sind mit einem großen Umbruch gestartet, wir brauchen Zeit für das Zusammenspiel“, hadert Concordia-Coach Wladimir Maltsev. Es gebe noch viele Baustellen. Es zeigt sich, dass die Neuzugänge Michael Günther, Nemanja Nesovanovic und Michal Paululik noch nicht richtig angekommen sind. Paululik verhungert auf der Rechtsaußenposition, wird kaum angespielt – ein Phänomen, das in der D- und C-Jugend häufig zu beobachten ist. Und es fehlt eben ein Torjäger im linken Rückraum. Nesovanovic wirft einmal auf das Tor, steht aber im Kreis. Am nächsten Sonnabend tritt der NHV bei der SG Pirna/Heidenau an. Der Verein hat die ersten beiden Begegnungen ebenfalls verloren, ist nur wegen des etwas weniger schlechten Torverhältnisses vor den Concorden auf Platz zwölf. Geht es nach dem Gesetz der Serie, wird es ein Unentschieden geben. In Burgenland verloren die Delitzscher mit acht Toren, jetzt mit vier. Also ist die Null angesagt. Herholc hat etwas gegen diese, zugegeben, nicht sehr seriöse Kalkulation. „Es war heute schon viel besser als beim HC Burgenland, und in Pirna wollen wir gewinnen.“ Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung NHV: Herholc (10 Paraden), Voigt (0 P.); Sowada (2), Grohmann (14/6), Mittag (1), Günther, Müller (2), Prautzsch (3), Paululik, Teresniak, Karl, Nesovanovic, Wendlandt (3) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook Heimauftakt unter schwierigen Vorzeichen Freitag, 07.09.2018: Handball-Oberliga: Nach der Schlappe zum Auftakt wartet auf den NHV mit Dresden II morgen der nächste Brocken. Delitzsch. In der vorigen Saison lief er noch für den Handball-Oberligisten NHV Concordia Delitzsch auf. Mit 78 Treffern war Oskar Emanuel hinter Sascha Meiner (146), Danny Trodler (118) und Jan Jungandreas (ebenfalls 78 Tore, aber weniger Spiele) viertbester Schütze der Nordsachsen. Alle vier haben gemeinsam, dass sie nicht mehr für die erste Herrenmannschaft der Delitzscher auflaufen. Meiner legt aus beruflichen Gründen mindestens bis Weihnachten eine Pause ein, Trodler ist Spielertrainer beim Bezirksligisten Glesien und Jungandreas Co-Trainer von NHV-Chefcoach Wladimir Maltsev. Der 19-jährige Emanuel wiederum ist zum Studium nach Dresden gewechselt und tritt am morgigen Sonnabend (Anpfiff 19 Uhr) in der Delitzscher Mehrzweckhalle für seinen neuen Club Elbflorenz II gegen den alten Verein an. Und er freut sich auf die temporäre Rückkehr. „Ja, es ist schön, wenn man ein Mal im Jahr in der Heimat vor der ganzen Familie spielen kann“, sagt er. Vorige Woche ist Emanuel in seine Wohnung in der Landeshauptstadt gezogen, die Pendelei zwischen Delitzsch und Dresden ist damit beendet. Bei Elbflorenz fühlt er sich wohl. „Alle haben mich super aufgenommen und es macht Spaß, dort trainieren zu können.“ Am ersten Spieltag der neuen Saison schlugen die Spieler aus der Elbemetropole Vizemeister HG Köthen mit 29:27, Concordia kassierte mit 16:24 beim HC Burgenland eine empfindliche Schlappe. „Die Auftaktniederlage zeigt, dass der NHV schlagbar ist“, meint denn auch Emanuel . Er rechnet mit einem knappen Spiel und hofft „auf den besseren Ausgang für uns“. Sein Trainer, der frühere Delitzscher Rico Göde, ist da zurückhaltender. „Ich denke, dass es nach einem Spieltag schwer zu sagen ist, wo die Schwächen oder Stärken von jedem Team sind.“ Delitzsch wolle mit Sicherheit die Niederlage im ersten Heimspiel vergessen machen, warnt er. „Es wird eine harte Nuss, die wir knacken müssen“, blickt Jungandreas für Delitzsch voraus, er setze auf eine deutliche Leistungssteigerung. Die Mannschaft habe im Training in dieser Woche gezeigt, dass sie gegen Elbflorenz alles geben werde. Beim HC Burgenland habe es 20 technische Fehler gegeben, die Trefferquote lediglich bei 32 Prozent gelegen. Es hat sich eben bemerkbar gemacht, dass die besten Torschützen der Saison 2017/18 nicht mehr dabei sind. Unklar ist, ob Kreisspieler Nemanja Nesovanovic auflaufen darf. Noch liegt die Freigabe vom französischen Verband nicht vor. Da nach wie vor ein Nachfolger für Trodler im linken Rückraum fehle – es laufen zwar Gespräche, aber noch ohne Erfolg –, könne das Ziel nur sein, erst einmal den Abstieg in dieser ausgeglichenen Liga zu verhindern, sagt Jungandreas. Auch Emanuel kann angesichts des großen personellen Umbruchs nur schwer einschätzen, welche Rolle Delitzsch spielen wird. „Aber wenn sie sich schnell finden, können sie oben mitspielen.“ Jungandreas bescheinigte Emanuel, im neuen Verein „einen richtigen Sprung nach vorne“ gemacht zu haben. Tatsächlich spielte der Neu- Dresdner am vergangenen Wochenende für die erste Vertretung von Elbflorenz in der zweiten Liga und warf beim 26:26 gegen Eintracht Hagen fünf Tore, denen er einen Tag später in der zweiten Mannschaft in der Oberliga vier Treffer folgen ließ. Auf die Frage, ob es nicht sein Ziel sei, dauerhaft in der zweiten Bundesliga zu spielen, antwortet Oskar Emanuel diplomatisch. „Mich bringt beides weiter und ich kann wertvolle Erfahrungen sammeln. Wie der Weg weiter geht, wird sich anhand meiner Entwicklung ergeben.“ Einen Eindruck können sich morgen die Delitzscher Zuschauer verschaffen. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung Linktipp: Programmheft 08.09.2018 (pdf 3,6 MB) Erst Abstimmungsprobleme, dann Handball gespielt Mittwoch, 05.09.2018: VICTORIA Naunhof - NHV II 16:27 (10:12) Die ersten 60 Spielminuten der Saison 2018/19 sind absolviert für die NHV- Reserve in der Bezirksliga. Trotz des zum Schluss klaren Ergebnisses war die erste Hälfte geprägt von Abstimmungsproblemen und einfachen Fehlern. Darunter zählten zu zaghaftes agieren in der Abwehr, Abspielfehler und unkonzentrierte Abschlüsse im Angriff. Zu Beginn starteten die Loberstädter mit einer 5:1-Abwehr, in dieser wechselten sich Licht und Schatten so sehr ab, dass man nach einer Viertelstunde auf die altbewährte 6:0 umstellte. Zu diesem Zeitpunkt stand es 8:5 für die Gastgeber. Außerdem agierte ab diesem Zeitpunkt Thomas Hollstein für Christian Hornig im Abwehrzentrum und fortan wurde beherzter zugegriffen. Dies stellte den Naunhofer Rückraum zusehends vor Probleme und auch das gegnerische Kreisläuferspiel wurde jetzt konsequenter unterbunden. Beim Stand von 10:12 für den NHV ging es in die Kabine und man nahm sich natürlich vor, die Linie konsequent weiterzufahren. Gesagt, getan. Über die Stationen 10:14, welches Abwehrstratege Stefan Voigt in typischer Usain Bolt-Manier gegen zwei mitlaufende Gegenspieler im Konter erzielte, 11:18 und 12:22 in der 47. Minute, legte man den Grundstein für diesen, doch etwas überraschenden, aber auf keinen Fall unverdienten Sieg am ersten Spieltag der Saison. Ein weiterer Garant dieses Erfolges, war die schon erwähnte engagierte 6:0-Abwehr, welche es Dirk Fischer im Tor ermöglichte, sich mit einer „Fangquote“ von fast 52% auszuzeichnen. Hinzu kam in der 2. Hälfte ein konzentrierter Torabschluss aller Feldspieler, dies zeigt sich vor allem an der Verteilung der Torschützen. Man muss aber auch erwähnen dass die Naunhofer die letzten 12 Minuten mit einem Feldspieler im Tor agieren mussten. Ihr einziger Torhüter verletzte sich bei einer Parade am Finger. Positiv zu erwähnen sind auf alle Fälle die ersten Einsatzminuten von Max Berger, dieser spielt seine erste Saison im Erwachsenenbereich. Linkshänder Sebastian Schäfer, der sich mit einem starken Auftritt und einer intensiven Vorbereitung in den wohlverdienten „Erholungsurlaub“ nach Mallorca verabschiedet, bringt den Spielverlauf mit folgenden Worten absolut auf den Punkt. „Erstes Spiel in der neuen Liga, erster Sieg, so kann es weitergehen. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten, konnten wir Mitte der 1. Halbzeit mit unserer 6:0-Abwehr ordentlich Beton anrühren und so den Weg zum Sieg ebnen. Unser Fisch hat zudem in der 2. Halbzeit überragend gehalten.“ Dem gibt es nichts hinzuzusetzen und somit ist die Vorfreude groß auf den kommenden Sonntag um 17:00 Uhr. Hier erwarten die NHV-Recken die Haie aus Mölkau zum ersten Heimspiel, in einer sicherlich voll beleuchteten Mehrzweckhalle. Bis dahin, Sport frei. Christian Hornig NHV II: Dirk Fischer (TW), Bruno Bernhardt (1), Jan Jungandreas (6), Christian Hornig (3/2), Tobias Karl (3/1), Sebastian Schäfer (3), Chris Teresniak (4), Stefan Voigt (1), Patrick Wiesmüller, Thomas Hollstein (3/2), Max Berger, Alexander Pietzsch (3), Physio Anne Brosig, „Statistiker“ Niklas Prautzsch Dauerkarten können abgeholt werden Dienstag, 04.09.2018: Die vorbestellten Dauerkarten für die neue Saison in der Mitteldeutschen Oberliga können ab sofort bei der Firma HeKo Sicherheitstechnik & Schlüsselservice GmbH in der Eilenburger Str. 71 in 04509 Delitzsch abgeholt werden. Die Geschäftszeiten sowie eine Anfahrtbeschreibung finden Sie auf der Website https://www.heko- schluesselservice.de „Das war katastrophal“ Dienstag, 04.09.2018: HC Burgenbland - NHV Conc. Delitzsch 24:16 (16:9) Naumburg. Der Auftakt in die neue Oberliga-Saison ist den Handballern des NHV Concordia Delitzsch gründlich misslungen. Sie verloren am Sonntagabend beim HC Burgenland 16:24 (9:16) und lieferten dabei ein wahres Fehlerfestival ab. Anschließend war die Ernüchterung entsprechend groß. „Bei 20 Technik- und Regelfehlern muss ich nicht viel sagen. Das war katastrophal. Wir standen in der Abwehr sicherlich nicht perfekt, haben da aber schon gut gearbeitet. Dann bekommen wir aber die Abpraller nicht. Selbst wenn Burgenland den Ball aus der Hand verliert, bekommen wir ihn nicht. Dazu schmeißen wir etliche Bälle einfach weg. Das ist dann insgesamt einfach zu wenig“, sprach Co-Trainer Jan Jungandreas deutliche Worte. Neben diversen Verletzten fehlte bei den Gästen auch Neuzugang Nemanja Nesovanovic, für den noch immer die Spielgenehmigung fehlt. Die Begegnung begann beiderseits sehr nervös mit vielen kleinen Fehlern, die zunächst aber kaum bestraft wurden. Nach einem 1:3-Rückstand kam Delitzsch rasch wieder zum Ausgleich. Bei diesem knappen Schlagabtausch blieb es zunächst. Dann jedoch kam Delitzsch offensiv völlig aus dem Konzept und agierte zunehmend kopfloser. Der HCB nutzte die Schwächephase konsequent aus und zog davon. „Wir sind gut in die Partie gekommen und haben bis zur 20. Minute eine starke Abwehrleistung gezeigt. Auch vorne haben wir diszipliniert gearbeitet. In den zehn Minuten vor der Halbzeitpause haben wir dann aber leider völlig den Faden verloren und sind diesem Rückstand in der zweiten Halbzeit hinterher gelaufen“, sagte Kapitän Felix Herholc. In der zweiten Halbzeit bot sich ein ähnliches Bild. Obwohl Marian Voigt im Tor eine sehr gute Leistung zeigte, kamen die Concorden nicht in Schlagdistanz, leisteten sich weiter zahlreiche Fehler. Dabei wirkte der HCB ebenfalls keinesfalls gefestigt, bot den Gästen mehrfach an, den Rückstand zu verkürzen, doch die nahmen diese Geschenke nicht an. So schaukelten die Hausherren das Spiel am Ende locker und deutlich über die Zeit. Das Thema Zeit beschäftigte auch den Kapitän. „Wir benötigen noch Zeit und einen hoffentlich bald vollen Kader, damit wir an unseren Defiziten im Sechs-gegen Sechs arbeiten können“, sagte Herhholc. Nun müssen sich die Delitzscher kurz schütteln und den Blick auf das erste Heimspiel der Saison werfen. Am Sonnabend geht es gegen die Zweitliga- Reserve des HC Elbflorenz Dresden. „Wir wollen natürlich gewinnen, aber das wird keine leichte Aufgabe. Wir werden auf jeden Fall alles reinhauen. Vor allem müssen wir unsere Fehlerquote rapide senken“, blickt Co-Trainer Jungandreas voraus. Sven Sauerbrey/Jens Teresniak © Leipziger Volkszeitung NHV: Voigt (6 Paraden, davon 1 7m), Herholc (8 P.); Sowada 2, Grohmann 4/1, Mittag 1, Günther 2, Prautzsch, Müller 3, Hollstein, Karl, Wendlandt 2, Paululik 2 Linktipp: Bildergalerie bei Facebook 2. Männer: Erster Sieg im ersten Pflichtspiel Samstag, 01.09.2018: NHV C. Delitzsch II – VfL Waldheim II 33:21 (13:11) Die lange Zeit des Wartens ist vorbei. Nach der anstrengenden und intensiven Vorbereitung scharten die Concorden mit den Hufen. Gegner in der ersten Runde des Bezirkspokals waren die Sportfreunde des VfL Waldheim II. Leider blieb die etatmäßige Heimspielstätte, die Delitzscher Mehrzwecke, aufgrund fehlender Beleuchtung dunkel. So wich man kurzerhand in die altehrwürdige Becker-Halle aus. Die Delitzscher gingen hochmotiviert in die Partie, liefen aber zunächst einem 0:2 Rückstand hinterher. Die Gäste, im Schnitt deutlich jünger als die Loberstädter, gingen mit Zug zum Tor. Nach etwa fünf Minuten standen die Hausherren dann zunehmend sicherer. Im Angriff spielte man klug die Angriffe aus, allein die Chancenverwertung ließ hier und da zu wünschen übrig. So dümpelte das Spiel bis zur Halbzeitpause so dahin und keine Mannschaft konnte sich mit mehr als zwei Toren absetzen. Beim Stand von 13:11 wurde die Seiten gewechselt. In der Pause wurde die Delitzscher 5:1-Abwehr feinjustiert. Diese Maßnahme fruchtete sofort. In den folgenden 16 Minuten kassierte man lediglich 3 Tore, bei elf geworfenen Toren. Aufgrund der nun kompromissloseren Abwehrarbeit hatte der Torhüter es deutlich einfacher als im ersten Durchgang und konnte sich so häufig auszeichnen. Mit chirurgischer Präzision spielte Dirk Fischer zahlreiche Konterpässe, die in einfache Tore umgewandelt wurden. Schlussendlich gewannen die Concorden verdient mit 33:21 gegen den Liga-Konkurrenten aus Waldheim, und setzen so - trotz dünner Personaldecke – ein erstes Ausrufezeichen. Alles in allem war es ein gelungener Saisonauftakt durch eine geschlossene Mannschaftsleistung. Am 1. September beginnt der Ligaalltag mit einem Auswärtsspiel in Naunhof. Stefan Voigt NHV II: Dirk Fischer (TW), Tino Pantel (TW), Bruno Bernhardt (2), Jan Jungandreas (4), Christian Hornig (4/1), Tobias Karl (11/2), Sebastian Schäfer (3), Chris Teresniak (7), Stefan Voigt, Patrick Wiesmüller (2) Saisonausblick des Spielertrainers Christian Hornig Für die neue Saison eine konkrete Zielstellung zu formulieren ist schwierig, vor allem für uns als Aufsteiger. Fakt ist, wir wollen in jedem Spiel erfolgreich sein. Für mich als Trainer steht in erster Linie die Förderung der „jungen“ Spieler im Vordergrund. Hier haben wir im Pokalspiel schon gesehen wo dieser Weg hingehen kann. Allerdings war es vor der Saison etwas anders geplant. Der Verein wollte in dieser Saison mit der 2. Männermannschaft einen ersten Schritt zum „Juniorteam“ machen. Leider haben uns aber viele junge Spieler, aus unterschiedlichen Gründen, verlassen und im Moment sieht es so aus, dass der eine oder andere in der 1. Männermannschaft aushelfen wird. Somit wird es für mich prinzipiell eine Zielstellung in dieser Saison werden, in jedem Spiel eine spielfähige Mannschaft zu haben. Sollte sich also auch bei laufender Saison der eine oder andere ambitionierte junge Handballer finden, ist er gern zu einem Probetraining eingeladen. Immerhin kann der Verein talentierten Handballern mittelfristig die Perspektive Mitteldeutsche Oberliga anbieten. Für unsere Ü-40er gibt es auf alle Fälle zwei Highlights in dieser Saison. Das erste am 22.09., die Sachsenmeisterschaft in der Brüderstraße und am 22.06.2019 dürfen wir als amtierender Titelträger die Ostdeutschen Meisterschaften der Ü-40 Mannschaften in Delitzsch austragen. Das wird für uns ein absolutes Saisonhighlight und das Delitzscher Publikum bekommt den einen oder anderen alten Haudegen aus Bundesligazeiten zu Gesicht. Somit nutzen die „Alten“ die Spiele der Bezirksliga auch um handballerisch fit zu bleiben. Mittelfristig muss es ganz klar das Ziel sein, mit der 2. Mannschaft in die Verbandsliga aufzusteigen und sich dort zu etablieren. Allerdings sehe ich das mit der aktuellen Mannschaft als utopisch an. Nicht unbedingt im sportlichen Bereich, sondern eher in der Altersstruktur. Leider dauert es noch mindestens zwei Jahre, bevor die ersten kompletten Jahrgänge im Erwachsenenbereich spielen dürfen und können. Ich hoffe, dass wir „Alten“ bis dahin durchhalten. Wir freuen uns auf alle Fälle, diese Saison in der Bezirksliga zu starten und sind neugierig auf die neuen Gegner. Natürlich werden die Derbys gegen Glesien die sportlichen Höhepunkte in diesem Ligabetrieb und auch im Leipzig-Pokal möchten wir wieder ziemlich weit kommen. Doch da gehört auch immer ein bisschen Losglück und Tagesform dazu. Christian Hornig (Spielertrainer)
Bilder Saison 2018/19