Nächstes Spiel Samstag, 29.09.2018 19:00 Uhr HG 85 Köthen --- NHV Conc. Delitzsch
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Newsarchiv - März 2018
29.03.2018 Angriff und Abschied beim NHV: „Steineschmeißer“ Trodler sagt ciao 27.03.2018 2. Männer: Bezirkspokalviertelfinale gegen MoGoNo 26.03.2018 Concordias Siegesserie ist gerissen 25.03.2018 2. Männer: Derby-Time in Delitzsch 24.03.2018 mJE: Nichts zu holen gegen die Mölkauer Haie 23.03.2018 Heiß wie Frittenfett ins Spitzenspiel 19.03.2018 wJD: Vizemeistertitel geholt 18.03.2018 Concordia-Handballer klettern auf Rang drei 17.03.2018 2. Männer: Viel Bewegung im Spiel trotz Spielabsage 16.03.2018 Clemens Schlegel ist heiß auf seinen Heimatverein 16.03.2018 NHV- & SGN-Spiele am Wochenende 17./18.03.2018 14.03.2018 Concordia-Reserve feiert Meisterschaft und Aufstieg Angriff und Abschied beim NHV: „Steineschmeißer“  Trodler sagt ciao Donnerstag, 29.03.2018: Mitteldeutsche Oberliga: Delitzscher Torjäger beendet Laufbahn / Samstag Gastspiel in Aschersleben. Delitzsch. Getreu dem Motto „Nach der Serie ist vor der Serie“ werden die Delitzscher Oberliga- Handballer am Samstagabend beim HC Aschersleben versuchen, im zweiten Versuch den 100. Sieg der Vereinsgeschichte einzufahren. Der erste scheiterte bekanntlich am vergangenen Wochenende knapp beim Spitzenreiter SG LVB Leipzig, dem Meisterschaft und Aufstieg in die 3. Liga praktisch nicht mehr zu nehmen sind. Mit neun Siegen aus den letzten zehn Spielen führt der NHV die Rückrundentabelle aber noch immer mit beträchtlichem Abstand an. Derweil zeichnet sich ab, dass den Concorden nach Saisonende wieder einmal ein größerer personeller Umbruch ins Haus steht. Die Handballschuhe endgültig an den Nagel hängen wird Torgarant Danny Trodler, der 2014 vom TV Willstätt nach Delitzsch zurückgekehrt war und seither regelmäßig die gegnerischen Torhüter mit seinen platzierten Gewaltwürfen aus dem linken Rückraum zur Verzweiflung brachte. Nun aber haben sich bei Trodler im Alter von 31 Jahren die Prioritäten zu Gunsten von Familie, Job und Haus verschoben. „Bei der Entwicklung meines Sohnes möchte ich eine wesentliche Rolle spielen und so viel Zeit wie möglich mit ihm und meiner Freundin verbringen. Diese Zeit lässt sich am leichtesten beim Handball einsparen“, so Trodler. „Ich wollte meine Karriere immer als semiprofessioneller Sportler mit meinem Kind auf den Schultern beenden. Mittlerweile kann mein Sohn auf meinen Schultern stehen. Die Zeit ist also reif.“ Augenzwinkernd ergänzt Trodler, dass „der Körper auch nicht mehr ganz der Alte ist und die Regenerationszeiten nach den Spielen zuletzt immer länger wurden“. Als Zuschauer will er dem Verein treu bleiben: „Ich freue mich darauf, die Heimspiele in Zukunft mit den Fans und einem Bierchen verfolgen zu können. Ohne die fantastischen NHV-Fans wäre der Handball in Delitzsch nur halb so attraktiv. Dafür kann man sich als Mannschaft gar nicht genug bedanken.“ Was die neue Concordia angeht, macht sich Trodler keine Sorgen: „Das ist ein attraktiver Verein. Ich bin mir sicher, dass die Lücken im Sommer wieder mit guten Jungs geschlossen werden. Es wird auch in der nächsten Saison viel zu feiern geben.“ Den nächsten Grund zum Feiern soll es nach Möglichkeit schon am Samstag geben, wenn der NHV zum Nachholspiel in Aschersleben antritt. Das Team aus dem Salzlandkreis erlebte nach dem Abgang beider Kreisläufer eine schwierige Hinrunde und schwebte lange Zeit in akuter Abstiegsgefahr. Auch im Hinspiel gegen Delitzsch hatte man keine echte Siegchance. Mitte Januar allerdings kehrte mit Jens Schmidt einer der beiden schmerzlich vermissten Abtrünnigen überraschend zurück und seitdem läuft es wie am Schnürchen im Team von Trainerfuchs Dmitri Filippov. Es folgte Sieg auf Sieg. Selbst dem Spitzenreiter SG LVB Leipzig wurde ein Remis abgerungen. Auch Danny Trodler ist all das nicht verborgen geblieben. „Sie spielen ähnlich wie wir eine sehr erfolgreiche Rückrunde. Aber wir werden trotz der Niederlage am vergangenen Wochenende mit breiten Schultern nach Ascherleben fahren, um für die Fans und uns den 100. Sieg zu holen.“ NHV-Trainer Wladimir Maltsev erinnert sich noch an das letzte Gastspiel in Aschersleben vor knapp einem Jahr. „Damals haben wir drei Sekunden vor Schluss unglücklich verloren. Das ist eine sehr erfahrene und eingespielte Mannschaft, die in dieser Saison zu Hause erst zweimal verloren hat. Trotzdem wollen wir versuchen, wieder eine stabile Abwehr zu stellen und im Angriff etwas effektiver zu sein. Dann können wir auch in Aschersleben gewinnen.“ Kapitän Jan Jungandreas macht eine klare Ansage: „Das soll kein gemütlicher Osterausflug werden. Wir werden hart kämpfen, um etwas Zählbares mitzunehmen.“ Hart arbeiten, nämlich am Kader der nächsten Saison, muss im Moment auch Teammanager Marko Bergelt: „Einen Spieler wie Danny zu ersetzen, ist natürlich keine einfache Aufgabe. Wir sind aber in guten Gesprächen und ich denke, dass wir bald die ersten Neuzugänge vermelden können.“ Nichtsdestotrotz bedauert Bergelt die Entscheidung des Torjägers. „Ich kenne Danny noch aus meiner Zeit als Delitzscher Bundesligaspieler. Damals haben wir im Training manchmal gegen unser Juniorteam gespielt, zu dem er als ganz junger Nachwuchsspieler gehörte. Dann haben wir vor zehn Jahren zusammen beim SC DHfK gespielt und in dieser Zeit eine Fahrgemeinschaft gebildet. Danny ist ein typischer „Steineschmeißer“, der an guten Tagen Spiele im Alleingang entscheiden kann. Auch menschlich ist das für uns ein großer Verlust, denn er steht immer zu seinem Wort sagt offen und ehrlich seine Meinung. Wenn es nach mir geht, hätte er ruhig noch ein, zwei Jahre spielen können, aber es sei ihm gegönnt, bald mehr Zeit für die Familie zu haben. Aber wer weiß, vielleicht vermisst er den Handball ja schon bald.“ Jens Teresniak © Leipziger Volkszeitung 2. Männer: Bezirkspokalviertelfinale gegen MoGoNo Dienstag, 27.03.2018: Es geht in die finalen Wochen für die Bezirksklassehandballer des NHV Concordia Delitzsch II. Bevor die letzten beiden Ligaspiele über die Bühne gehen, steht am Mittwoch um 20 Uhr das Viertelfinale im Leipzig-Pokal an. Gegner ist der Traditionsverein aus dem Leipziger Stadtteil Gohlis. Die SG MoGoNo spielt eine Liga höher als die Delitzscher Vertretung und wird somit ein echter Gradmesser. Beide Mannschaften haben die 1. Pokalrunde schadlos überstanden und hatten in der 2.Runde ein Freilos. Man darf gespannt sein wie sich die Delitzscher gegen die schnellen Gohliser präsentieren. Vielleicht kann man ja für eine vorösterliche Überraschung sorgen. Überzeugt Euch selbst und seid herzlich eingeladen, wenn am Mittwochabend ab 20 Uhr das kleine runde Leder durch die Mehrzweckhalle fliegt. Christian Hornig Concordias Siegesserie ist gerissen Montag, 26.03.2018: SG LVB Leipzig - NHV Conc. Delitzsch 25:23 (12:13) 23:25-Niederlage im Oberliga-Spitzenspiel bei Tabellenführer SG LVB Leipzig. Leipzig. Der Siegesbaum wächst auch für die Oberliga-Handballer des NHV Concordia Delitzsch nicht in den Himmel. Die Nordsachsen haben den zehnten Doppelpunktgewinn in Folge verpasst. Beim Tabellenführer SG LVB Leipzig unterlag der NHV gestern knapp mit 23:25 (13:12) und fiel mit nunmehr 26:16 Zählern um einen Platz auf den vierten Rang zurück. Die Heimmannschaft ist dem großen Ziel des Wiederaufstiegs in die 3. Liga einen großen Schritt näher gekommen und liegt mit 38:6 Punkten sieben Zähler vor der HG Köthen, die überraschend beim Tabellenvorletzten Glauchau mit 19:29 verlor. LVB-Trainer Enrico Henoch lehnte vorzeitige Glückwünsche ab. „Wir sind noch nicht durch, es sind noch vier Spiele“, sagte er. Den Gästen, die in eigener Halle im November beim 20:27 ohne jede Chance waren, bescheinigte der LVB-Coach eine gute Leistung. „Wir waren ein kleines bisschen besser.“ Mannschaftskapitän Steve Baumgärtel, der einst für Delitzsch in der zweiten Liga auflief, war glücklich über den schwer erkämpften Erfolg. Die Concorden seien ein starker Gegner gewesen. „Mit neun Siegen in Folge tritt man einfach mit breiter Brust auf.“ Und das tat der NHV vor allem in der ersten Halbzeit. Die anfängliche Führung der Heimmannschaft ließ die Delitzscher unbeeindruckt, in der 13. Minute zogen sie durch einen Treffer von Lucas Mittag in Front und verteidigten den Vorsprung bis zum Halbzeitpfiff. Dabei tat sich der Angriff gegen die Leipziger Mittelblock-Hünen Thomas Oehlrich (1,98 Meter), Steve Baumgärtel (1,91 Meter) und Clemens Uhlig (1,98 Meter) zwar schwer, fand aber immer wieder Lücken. Nach dem Seitenwechsel kamen die Straßenbahner zurück in die Erfolgsspur und setzten sich etwas ab. Vor allem der 20-jährige Linksaußen Marc Esche war von der Abwehr nie in den Griff zu kriegen und mit neun Treffern der überragende Torschütze. Die Offensiv-Maschine des LVB lief immer dann gut, wenn Tempo in der Partie war. Da wies das Umkehrspiel der Delitzscher, die ansonsten in der Defensive konsequent zugriffen, Steigerungspotenzial auf. Der NHV gab aber nicht auf, kämpfte sich immer wieder heran und hätte durchaus ein Unentschieden erreichen können. „In der entscheidenden Phase ist es uns nicht gelungen, das Tor zu treffen, da hatten wir auch kein Glück“, sagte Concordia-Coach Wladimir Maltsev, der von einem „guten Spiel mit viel Tempo“ sprach. Oliver Wendlandt, der die Abwehr glänzend organisierte, sah eine „klare Steigerung“ gegenüber dem Hinspiel. Der Sieg der Messestädter „ist um zwei Tore zu hoch ausgefallen“, meinte er mit einem Augenzwinkern. Ulrich Milde © Leipziger Volkszeitung NHV: Herholc, Flemming; S. Meiner (5), Sowada (1), Mittag (3), Trodler (7), Prautzsch, Müller, Schlegel (1), Jungandreas (2), J. Meiner, Emanuel, Wendlandt (4) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook 2. Männer: Derby-Time in Delitzsch Sonntag, 25.03.2018: SG Zschortau - NHV Conc. Delitzsch II 17:31 (8:20) Am Sonntagmittag zur allerbesten Handballzeit spielte die zweite Männermannschaft des NHV gegen die Sportfreunde aus Zschortau. Auf dieses Kreisderby haben alle Beteiligten lange gewartet. Neben den Akteuren fanden auch etwa 50 Zuschauer den Weg in die Delitzscher Mehrzweckhalle. Darunter waren einige altgediente ehemalige Regional- und Bundesligaspieler aus den 90-er und 2000-er Jahren, sodass der Ausdruck „Fachpublikum“ durchaus angemessen erscheint. Die Vorzeichen zum Spiel waren klar. Der frischgebackene Bezirksklassenmeister NHV II ging als klarer Favorit in die Partie. Die personell arg gebeutelten Zschortauer hatten zudem die Bürde eines Doppelspieltages zu tragen und daher allenfalls Außenseiterchancen. Die Delitzscher spielten von Beginn an fokussiert und ließen nichts anbrennen. Aus einer sehr sicheren Abwehr heraus erzielte man einfache Kontertore. Auch der Positionsangriff konnte sich sehen lassen. Mit schnellen und gezielten Auslösehandlungen erspielte man sich zahlreiche Torchancen, welche konsequent genutzt wurden. Nach 12 Minuten war das Spiel beim Stand von 2:10 förmlich schon entschieden. Bis zum Halbzeitpfiff konnten die Gäste sogar auf 8:20 erhöhen. Den Concorden fiel es dann in der zweiten Halbzeit sichtlich schwer, die Konzentration hoch zu halten. Die Abwehr stand weiterhin sicher, aber im Angriff schlichen sich hier und da einfache Fehler ein. Auch die Chancenverwertung ließ gelegentlich zu wünschen übrig. Am Ende gewannen die Delitzscher in familiärer Atmosphäre ein sehr faires Kreisderby mit 17:31. Nach Spielende wurde dann noch ausgiebig gefachsimpelt und von den guten alten Zeiten geschwärmt. Viel Zeit zur Erholung bleibt den Concorden nicht. Bereits am kommenden Mittwoch steht mit dem Bezirkspokalviertelfinale gegen Motor Gohlis Nord das nächste Spiel auf dem Terminkalender. Anwurf ist um 20.00 Uhr in der Delitzscher Mehrzweckhalle. Stefan Voigt NHV II: Dirk Fischer (TW – 15 Paraden), Bruno Bernhardt (2), Jens Große (2), Thomas Hollstein (5), Christian Hornig (1), Tobias Karl (9), Oliver Peszt (2), Alexander Pietzsch (2), Sebastian Schäfer (3), Vincent Schönfeldt, Chris Teresniak (4), Stefan Voigt (1), Patrick Wiesmüller mJE: Nichts zu holen gegen die Mölkauer Haie Samstag, 24.03.2018: NHV C. Delitzsch – HSV Mölkau-Die Haie 16:29 (5:15) Am vergangenen Wochenende spielten die jungen Delitzscher in der heimischen Mehrzweckhalle gegen die Haie aus Mölkau. Von Beginn an spielten allerdings nur die Leipziger Gäste. Die Concorden verschliefen die Anfangsphase regelrecht und lagen nach 10 gespielten Minuten mit 0:9 im Hintertreffen. Die Gastgeber machten es den Haien viel zu einfach. Immer wieder Abspielfehler in der Vorwärtsbewegung luden den Gegner zu einfachen Toren ein. Nach der ersten Auszeit fingen sich die Delitzscher etwas und konnten das Spiel ab diesem Zeitpunkt ausgeglichener gestalten. Beim Stand vom 5:15 wurden die Seiten gewechselt. In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein munteres Spiel auf beiden Seiten. Die Gastgeber konnten zunächst verkürzen. Doch immer wieder leichte Fehler warfen die Angriffsbemühungen der Concorden zurück. Am Ende gewannen die Leipziger deutlich mit 16:29. Hätten die Delitzscher die Anfangsphase nicht verschlafen, wäre sicherlich mehr drin gewesen. Aber es gibt auch positive Dinge zu vermelden. Diesmal haben sich bei den Concorden viele Spieler in die Torschützenliste eingetragen, die sich sonst kaum Torwürfe zutrauen. Das Selbstbewusstsein wächst also. Stefan Voigt NHV: Julian Antonio Scheffel (TW - 9 Paraden), Janek Rühl (1), Lukas Maja (2), Luca Wetzel (7), Hermann Ast, Hannes Braunschweig (1/1), Johannes Mundt, Phil Ellmann, Clemens Epperlein (1), Jannek Große (1/1), Felix Kerber (1), Tim Otremba (2) Heiß wie Frittenfett ins Spitzenspiel Freitag, 23.03.2018: Mitteldeutsche Handball-Oberliga: NHV Concordia Delitzsch will am Sonntag in Leipzig den Tabellenführer SG LVB ärgern. Delitzsch Am Sonntagnachmittag steht für die Delitzscher Oberliga- Handballer die kürzeste Auswärtsfahrt der Saison auf dem Programm. Um 15 Uhr steigt in der altehrwürdigen und unlängst mit Millionenaufwand sanierten Leipziger Brüderhalle das Derby gegen den überlegenen Tabellenführer SG LVB Leipzig, bei dem es sich genau genommen um die 2. Mannschaft des Bundesligisten SC DHfK Leipzig handelt. Die Straßenbahner waren in der vergangenen Saison „versehentlich“ aus der 3. Liga abgestiegen und wollen bzw. müssen diesen Betriebsunfall so schnell wie möglich reparieren, um den hochveranlagten Nachwuchs des Erstligisten auf einem möglichst hohen Niveau entwickeln zu können. Die vierte Liga ist für künftige Bundesligaprofis schlichtweg zu wenig. Fünf Spieltage vor Saisonende macht sich in der Messestadt langsam aber sicher eine Mischung aus Erleichterung und Zufriedenheit breit, denn komfortable fünf Punkte beträgt inzwischen der Vorsprung auf den einzigen echten Verfolger HG 85 Köthen. LVB-Coach Enrico Henoch, der als Spieler selbst einige Jahre lang das NHV-Trikot trug, gibt sich denn auch betont gelassen: „Alles in allem bin ich entspannt, denn wir sind gut in der Spur und deshalb freue ich mich einfach auf ein spannendes Derby vor einer schönen Kulisse mit vielen Zuschauern aus beiden Lagern.“ Natürlich ist auch Henoch die beeindruckende Rückrunde der Delitzscher nicht verborgen geblieben und so weist er die Favoritenrolle von sich: „Man muss anerkennen, dass der NHV seit der Niederlage gegen Plauen-Oberlosa im November mit neun Siegen am Stück eine sehr starke Rückrunde spielt. Ich bin der Meinung, dass dies das wahre Leistungsvermögen der Mannschaft zeigt und nicht das, was sie in der Hinrunde gespielt haben. Meines Erachtens gibt es in diesem Spiel keinen Favoriten, weil wir in der Rückrunde leider nicht so stabil sind wie ich es mir wünschen würde. Erschwerend kommt hinzu, dass wir in dieser Woche nur sehr dosiert trainieren konnten, weil wir arge Verletzungs- und Krankheitssorgen haben.“ In der Tat hat die Sportgemeinschaft der Leipziger Verkehrsbetriebe in den vergangenen Monaten etwas Federn lassen müssen. Aus den letzten sechs Spielen holte man gerade einmal acht von zwölf möglichen Punkten und verteidigte den Platz an der Sonne nur deshalb, weil es der ärgste Verfolger Köthen noch schlechter machte. Ganz anders die Lage beim Oberligisten aus der Loberstadt, wo man nach neun Siegen in Folge vor Kraft und Selbstvertrauen kaum laufen kann. Sollten die Schützlinge von Cheftrainer Wladimir Maltsev auch beim haushohen Meisterschaftsfavoriten als Sieger vom Platz gehen, wäre das nicht nur der zehnte Sieg in Folge, sondern auch der hundertste seit der Neugründung des Vereins vor knapp sieben Jahren. Kapitän Jan Jungandreas gibt die Marschrichtung vor: „Ganz klar, wir sind heiß wie Frittenfett. Es ist DAS Derby überhaupt. Wir wollen die Niederlage aus dem Hinspiel wettmachen und den Zuschauern zeigen, dass wir es besser können.“ Ein ganz besonderes Spiel wird es für Sascha Meiner, bis zur letzten Saison noch Kapitän der Leipziger und nun Topscorer der Concorden. „Es werden viele Delitzscher mit rüberfahren und ordentlich Stimmung machen. Das wird eine coole und laute Kulisse in einer der schönsten Hallen der Oberliga. Mit neun Siegen im Rücken gehen wir natürlich mit breiter Brust ins Derby. Wir fahren da nicht hin, um ein gutes Spiel zu machen, sondern wir wollen gewinnen. Auf jeden Fall werden wir einen großen Kampf liefern. Aus dem Hinspiel haben wir noch etwas gutzumachen und ich denke schon, dass das auch möglich ist. LVB hat in der Rückrunde gezeigt hat, dass auch sie angreifbar sind.“ Schaut man auf die bekanntlich nie lügenden Zahlen, fällt eines gleich ins Auge. Das Prachtstück der Leipziger ist die Abwehr. Nicht einmal 22 Gegentore lässt die von Routinier Thomas Oehlrich organisierte Abwehr im Durchschnitt zu. Doch „Oehle“ verletzte sich im Spitzenspiel gegen Köthen vor drei Wochen und wird wohl auch am Sonntag nur zuschauen können. In den drei seither gespielten Partien mussten die LVB-Hüter übrigens durchschnittlich 26-mal hinter sich greifen. Als Euphoriebremse agiert in bewährter Manier einmal mehr NHV-Trainer Wladimir Maltsev: „Wir spielen auswärts gegen den Ligafavoriten, der unbedingt in die 3. Liga aufsteigen will. Wir werden natürlich versuchen, LVB diesmal länger zu ärgern als im Hinspiel und machen uns durchaus Hoffnung, etwas Zählbares mitzunehmen. Aber wir fahren ohne besonderen Druck nach Leipzig und werden einfach unser Bestes geben.“ Jens Teresniak © Leipziger Volkszeitung wJD: Vizemeistertitel geholt Montag, 19.03.2018: TuS Leipzig-Mockau - NHV C. Delitzsch 16:30 (5:16) Es hatte schon Züge von Routine. Nach dem Schlusspfiff gingen die Handballerinnen der weiblichen D-Jugend des NHV Concordia Delitzsch auf ihre Fans zu und bedankten sich für die Unterstützung. Die Eltern wiederum applaudierten zum Sieg – überschäumende Euphorie bleib auf beiden Seiten aus. Einerseits kein Wunder, denn mit dem 30:16- Erfolg beim TuS Leipzig-Mockau fuhren die Concorden den elften doppelten Punktgewinn in Folge ein. Routine also. Andererseits holten sich die Mädchen im letzten Punktspiel der Saison damit den Vizemeistertitel – ein Erfolg, mit dem nach den ersten Spielen und zwei Niederlagen Zuhause gegen Löbnitz und bei MoGoNo Leipzig nicht unbedingt zu rechnen war. Theoretisch besteht sogar noch die Chance auf den Staffelsieg. Doch das würde voraussetzen, dass Tabellenführer Löbnitz (zwei Minuspunkte) am nächsten Wochenende in eigener Halle gegen das Schlusslicht SV Leisnig verlieren würde. Das ist aber unwahrscheinlich. Löbnitz dürfte mit 30:2 Punkten durchs Ziel gehen, der NHV weist 28:4 Punkte auf und kann sich rühmen, dem Meister die einzige Niederlage beigebracht zu haben. Der Sieg in Mockau war souverän und ungefährdet. Bei eisigen Außentemperaturen lief vor allem der Angriff heiß, hätte mit größerer Konzentration sogar mehr Tore erzielen können. Trainer Michael Münch war mit der Leistung „gegen einen starken Gegner“ dennoch insgesamt zufrieden. Mit dem gesamten Saisonverlauf zeigte das Trainer-Trio Michael Münch, Christine Petermann und Marcus Kalbe sich sehr zufrieden. „Wir ziehen eine positive Bilanz“, sagte Petermann. Die lediglich zwei Niederlagen aus 16 Spielen „sprechen für die gute Mannschaftsleistung und machen uns als Trainer stolz“. Auch sei es erfreulich, dass bei einigen Spielerinnen große Leistungssprünge zu beobachten gewesen seien. Münch meinte, es hätte sogar mehr herausspringen können. Das hätten die Siege gegen den Tabellendritten MoGoNo und in Löbnitz gezeigt. Es sei viel Potenzial in der Mannschaft, aber die Leistungen seien doch sehr schwankend gewesen. Petermann ergänzte, es heiße nun, intensiv weiterzuarbeiten, um die ständig auftretenden Fehler vor allem im Angriffsspiel auszumerzen. Überaus positiv sei das Engagement der Eltern gewesen, „die zu jeder Zeit unsere Kinder lautstark unterstützt haben“. U. Milde Concordia-Handballer klettern auf Rang drei Montag, 19.03.2018: NHV Concordia Delitzsch - HSV Apolda 31:27 (15:12) Die Siegesserie des NHV Concordia Delitzsch in der Handball-Oberliga geht weiter. Das 31:27 (15:12) gegen den HSV Apolda war bereits der neunte Erfolg hintereinander – das Team von Trainer Wladimir Maltsev kletterte zudem auf den dritten Tabellenplatz. Die Gäste gingen nach sieben Partien ohne Niederlage erstmals wieder als Verlierer vom Parkett. „Für mich war das der schwierigste der letzten neun Siege. Ich bin sehr froh, dass es gelungen ist, die Mannschaft wieder richtig heiß zu machen“, sagte Maltsev: „Die Jungs haben eine sehr gute Arbeit geleistet. Im Angriff haben wir uns mit der nötigen Geduld gute Wurfpositionen erspielt. Und in der Abwehr konnten wir Apolda immer wieder unter Druck setzen und uns Ballgewinne erkämpfen.“ Wenn der drittbeste Angriff der Liga auf den zweitschlechtesten trifft, dann sollte rein statistisch eigentlich nichts schief gehen. Aber Apolda ist seit der Rückkehr von Bojan Mirilo auch im Angriff deutlich stabiler und variabler geworden. Der NHV war also gewarnt, das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Mit einer stabilen Abwehr und konzentrierten Abschlüssen erarbeitete sich Delitzsch schnell einen 4:1-Vorsprung. Doch die Gäste hielten voll dagegen und verkürzten postwendend – 4:3. Doch Delitzsch ließ sich davon nicht beeindrucken und erspielte sich abermals eine Drei-Tore-Führung. Diese gab der NHV auch bis zur Pause nicht wieder aus der Hand. Von der starken Abwehr der Gäste war bis zu diesem Zeitpunkt recht wenig zu sehen, obwohl sich der NHV immer wieder mal einfache Fehler erlaubte. Zu Beginn der zweiten Halbzeit verfiel Delitzsch wieder einmal in seinen alten Trott und ließ den Gegner schnell – zu schnell – den Rückstand aufholen. Beim Stand von 18:17 konnten die Thüringer aber einen Konter nicht zum Unentschieden unterbringen. Wer weiß, wie das Spiel dann verlaufen wäre. Vielleicht war das aber auch der Weckruf, den der NHV benötigte, um endlich wieder in die Gänge zu kommen. Denn mit vier Toren in Folge wurde der Vorsprung auf 22:17 ausgebaut. Apolda versuchte nun alles – in Form des siebten Feldspielers oder durch seinen überragend aufspielenden Florian Folger. Dieser warf allein 15 Tore für die Gäste! Aber manchmal standen sich die Apoldaer auch selbst im Weg. Jede Entscheidung der Schiedsrichter wurde kommentiert. Egal, ob auf der Platte oder von der Bank aus. So erhielten die Gäste innerhalb einer Minute drei Zeitstrafen. Doch die Delitzscher bestraften diese Disziplinlosigkeiten nicht. Apolda traf sogar in dreifacher Unterzahl und hielt das Spiel weiter offen. In den letzten Minuten konnte dann aber Delitzsch das Spiel doch recht sicher für sich gestalten und gewann am Ende verdient mit 31:27. Am nächsten Sonntag geht es dann zum Tabellenführer nach Leipzig. Sollte gegen die SG LVB die Sensation gelingen, dann wäre es nicht nur der zehnte Sieg in Folge, sondern auch der 100. seit der Gründung des NHV. Mit vermutlich zahlreicher Unterstützung der Delitzscher Fans wird die Mannschaft alles versuchen. Kapitän Jan Jungandreas dürfte dann nach Zwangspause wieder dabei sein – seit drei Wochen plagt er sich mit einer Bauchmuskelzerrung. NHV-Vizepräsident Sören Raab hatte den fehlenden Teammanager Marko Bergelt ersetzt, war mit dem Auftritt der Truppe zufrieden. „Gefühlt hatten wir das Spiel eigentlich die ganze Zeit im Griff. Apolda blieb zwar dran, aber immer wenn es eng wurde, hatten wir die richtige Antwort“, sagte Raab: „Leider konnte Florian Folger machen, was er wollte. Ihn haben wir überhaupt nicht in den Griff bekommen. Wir haben alles versucht, aber bei ihm war jeder Schuss ein Treffer. Zum Glück war das nicht spielentscheidend, denn auch wir hatten im Angriff immer wieder Lösungen parat.“ Sven Sauerbrey © Leipziger Volkszeitung NHV: Flemming (5 Paraden, davon 1 Siebenmeter), Herholc (8 Paraden); S. Meiner (8/5), Sowada (2), Mittag (6), Trodler (6), Müller (1), Schlegel, J. Meiner (2), Emanuel (3), Wendlandt (3) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook 2. Männer: Viel Bewegung im Spiel trotz Spielabsage Samstag, 17.03.2018: NHV II – VfB Torgau bzw. Orange – Bunt 12:10 90 Minuten vor dem offiziellen Spielbeginn ereilte die Delitzscher die Nachricht, dass die Torgauer keine spielfähige Mannschaft zusammen bekommen werden, und das Punktspiel folglich nicht stattfinden wird. Da die Concorden ihre Taschen schon gepackt hatten und Hallenzeiten nicht leichtfertig verschwendet werden, traf sich ein Großteil der Mannschaft zum samstäglichen Training. Dabei wurden die Reihen durch den eigenen Nachwuchs aufgestockt. Die Sportler unterschiedlichen Alters zeigten, dass sie auch Freunde des großen runden Leders sind. Vor allem die ganz jungen Wilden zeigten keinerlei Respekt vor den Herren im gesetzten Alter. Mit viel Einsatz und Laufarbeit luchsten sie den Ball teilweise 3-fach so alten Herrschaften ab. Am Ende gewannen etwas überraschend, jedoch nicht unverdient, die orange gekleideten Sportler knapp mit 12:10. Auf alle Fälle bleiben die zweiten Herren fokussiert auf die noch anstehenden Aufgaben und lassen sich nicht aus dem gewohnten Rhythmus bringen. Am nächsten Sonntag um 11.00 Uhr steigt dann das Kreisderby gegen die SG Zschortau. Sowohl die Zschortauer als auch die Delitzscher freuen sich zur besten Handballzeit auf zahlreiche Zuschauer in der Delitzscher Mehrzweckhalle. Stefan Voigt Orange: Sebastian Schäfer, Chris Teresniak, Patrick Wiesmüller, Collin Bothur, Julian Voigt, Tobias Karl, Micha Münch Bunt: Christian Hornig, Malte Hornig, Jens Große, Jannek Große, Stefan Voigt, Patrice Voigt, Bruno Bernhardt, Justin Richter, Steffen Kienitz Clemens Schlegel ist heiß auf seinen Heimatverein Freitag, 16.03.2018: Handball-Oberliga: NHV Concordia Delitzsch kann gegen HSV Apolda den Klassenerhalt perfekt machen. Delitzsch. Wenn die derzeit viertplatzierten Delitzscher Oberliga-Handballer morgen Abend um 19 Uhr in der Mehrzweckhalle den achtplatzierten HSV Apolda empfangen, wird vermutlich eine beeindruckende Serie zu Ende gehen. Denn es treffen die einzigen beiden Mannschaften aufeinander, die in der Rückrunde noch immer ungeschlagen sind. Während die Gäste aus der Thüringer Glockenstadt in dieser Zeit zumindest dreimal Remis spielten und entsprechend viele Minuspunkte kassierten, haben die Delitzscher seit mittlerweile mehr als drei Monaten eine blütenweiße Weste und sind noch gänzlich verlustpunktfrei. Bleibt es auch morgen dabei, wäre dies der neunte Sieg in Folge und der Klassenerhalt sechs Spieltage vor Saisonende auch rechnerisch gesichert. Im Hinspiel konnten die Delitzscher Spieler und Fans am 8. Spieltag endlich den ersten Auswärtssieg der Saison bejubeln. Nach extrem spannenden 60 Minuten verbuchten die Concorden am Ende einen denkbar knappen 20:19- Erfolg. In den letzten Spielminuten drehten die Loberstädter eine schon verloren geglaubte Partie und feierten im Anschluss ausgelassen mit den zahlreich mitgereisten Fans. Zum Zuschauen verdammt war damals ein gebürtiger Apoldaer, der seit anderthalb Jahren im Delitzscher Trikot aufläuft. Kreisläufer Clemens Schlegel hat dereinst in Apolda das Handball- Einmaleins erlernt und ist dem HSV noch immer eng verbunden. „Für mich ist es natürlich immer ein besonderes Erlebnis, gegen meinen Heimatverein zu spielen“, so Schlegel. Dass der 27-Jährige auch gegen die alte Heimat keineswegs Geschenke verteilt, bewies er in der vergangenen Saison, als er in den beiden Partien gegen Apolda insgesamt siebenmal ins Schwarze traf. Auch im morgigen Duell will Schlegel unbedingt als Sieger vom Platz gehen. „Ich erwartete einen offenen Schlagabtausch, aus dem wir als Sieger hervorgehen wollen. Aber wir sollten Apolda auf keinen Fall unterschätzen. Sie haben eine stabile Abwehr und auch die Torhüter können immer wieder spielentscheidend sein. Außerdem haben sie durch die Rückkehr von Bojan Mirilo auch im Angriff an Durchschlagskraft gewonnen.“ Der 30-jährige Shooter Mirilo war in der letzten Saison der mit Abstand beste Apoldaer Torschütze, wollte dann sportlich den nächsten Schritt machen und wechselte deshalb im Sommer zum aufstiegswilligen Ligakonkurrenten nach Köthen. Dort war allerdings im Dezember Schluss für ihn, nachdem er seine vom Verein vermittelte Arbeitsstelle verloren hatte. So entschied er sich für eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte und führte die Apoldaer mit seinen Toren von einem Abstiegsplatz ins gesicherte Mittelfeld. Seit mittlerweile sieben Spielen gingen die Thüringer nicht mehr als Verlierer vom Platz und sind damit die zweitbeste Rückrundenmannschaft der Mitteldeutschen Oberliga. Eine noch bessere Bilanz vorzuweisen haben nur die Delitzscher Concorden, die morgen mit einem weiteren Sieg – es wäre der neunte in Folge – nicht nur einen neuen Vereinsrekord aufstellen würden, sondern sechs Spieltage vor Saisonende auch den Klassenerhalt endgültig sicher hätten. NHV-Trainer Wladimir Maltsev lassen derlei Statistikspielchen naturgemäß eher kalt. „Auch wenn die Fans alle vom neunten Sieg in Folge reden, konzentrieren wir uns lieber weiter auf unsere Leistung. Wir wissen, dass uns auch Apolda nichts schenken wird und wir alles geben müssen, um die Punkte zu holen. Apolda hat eine erfahrene Mannschaft mit hoher Qualität beisammen, mit einer starken und robusten Abwehr und guten Torleuten. Die Rückkehr von Bojan Mirilo hat den HSV noch stärker gemacht und seitdem stimmen auch die Ergebnisse. Deswegen erwarte ich wieder ein spannendes Spiel.“ Maltsevs Apoldaer Trainerkollege Frank Ihl gibt sich nach den erfolgreichen Wochen gelassen: „Bei acht Siegen in Folge muss man beim NHV in den letzten Wochen und Monaten irgendetwas richtig gemacht haben. Und wenn man – wie wir – sieben Spiele nicht verloren hat, wohl auch. Die Favoritenrolle liegt beim Gastgeber. Wir kommen ganz entspannt nach Delitzsch. Vielleicht können wir die Concorden ein bisschen kitzeln.“ Etwas entspannen könnte sich die zuletzt kritische personelle Lage der Delitzscher. Zwar wird der Langzeitverletzte Patrick Baum auch morgen wieder nur als Betreuer auf der Bank Platz nehmen und auch Tobias Bauske dürfte mit angebrochener Hand noch längere Zeit ausfallen. Etwas Hoffnung besteht allerdings bei den zuletzt erkrankten Niklas Prautzsch und Daniel Sowada. Jens Teresniak © Leipziger Volkszeitung Linktipp: Programmheft 17.03.2018 (pdf 3,2 MB) NHV- & SGN-Spiele am Wochenende 17./18.03.2018 Concordia-Reserve feiert Meisterschaft und Aufstieg Mittwoch, 14.03.2018: NHV Concordia Delitzsch II – SC DHfK III 25:17 (12:7) Delitzsch. Die Handball- Oldies haben es geschafft und ihr bisher makelloses Spieljahr gekrönt: Bereits vier Runden vor dem Saisonende sicherte sich die zweite Männermannschaft des NHV Concordia Delitzsch am vergangenen Wochenende den Meistertitel in der Bezirksklasse. Das Team von Spielertrainer Christian Hornig bezwang den SC DHfK Leipzig III souverän 25:17 (12:7) und steht damit auch als Aufsteiger in die Bezirksliga fest. Es war der 18. Sieg im 18. Spiel bei einem Torverhältnis von 553:370. „Natürlich ist das eine geile Saison, auf die wir stolz sein können. Und wir wollen auch alle weiteren Spiele gewinnen“, sagt Christian Hornig. Er zählt mit seinen 40 Lenzen noch zu den Jüngeren in der Mannschaft (ältester ist der 50-jährige Karsten Möbius), die sich zum größten Teil aus ehemaligen Bundesliga-Akteuren (und jetzigen Übungsleitern) rekrutiert und durch einige Talente ergänzt wurde. „Die meisten kennen sich schon lange, bringen genug Erfahrung und Klasse mit“, erzählt Hornig, „und wir hatten einfach noch einmal Lust auf Punktspiele.“ So meldete sich das ursprüngliche Delitzscher Ü40-Team für dieser Saison in der Bezirksklasse an und marschierte prompt durch die Liga wie das Messer durch wie warme Butter. Und die Konkurrenz staunte nicht schlecht. „Unsere viel jüngeren Gegner haben uns anfangs belächelt, als sie die älteren Herrschaften bei der Erwärmung gesehen haben – und waren dann ziemlich überrascht“, erinnert sich Hornig. Seine Mannschaft wird zusammenbleiben und die Herausforderung Bezirksliga annehmen. „Klar, möchten wir auch dort eine gute Rolle spielen. Mal schauen, wie wir mit dem höheren Tempo zurechtkommen“, sagt der Coach. Hornig rechnet damit, dass künftig noch einige Akteure aus der Ersten zu seiner Truppe stoßen werden – „zum Abtrainieren und zum Fithalten als Standby-Profis“ – und dass weitere junge Leute aus der A- Jugend eingebaut werden. Strategisches Ziel müsse sein, die zweite Mannschaft als Ausbildungsteam für die Oberliga zu etablieren. Hornig kann sich deshalb vorstellen, mittelfristig den nächsten Aufstieg anzustreben. „In der Verbandsliga wäre der Abstand zur vierten Liga nicht mehr so groß, dann hätten unsere Talente eine bessere Perspektive und könnten leichter an die Oberliga- Mannschaft herangeführt werden.“ Doch das ist Zukunftsmusik. Zum Spiel gegen den SC DHfK III. Die Delitzscher Abwehr um Kapitän Alexander Pietzsch stand gewohnt sattelfest und ließ in der Anfangsphase kaum etwas zu. Dazu hielt Torhüter Dirk Fischer zahlreiche Würfe von den Außenpositionen. Obwohl die Gastgeber ohne etatmäßigen Spielmacher in die Partie gingen, sah das Positionsspiel gefällig aus. Lediglich die Chancenverwertung ließ mitunter zu wünschen übrig. Nach 20 Minuten hatten die Concorden aber einen komfortablen 9:4-Vorsprung herausgeworfen. Dann jedoch ließ man sich durch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen und eigene Undiszipliniertheiten aus dem Konzept bringen. In doppelter Überzahl kamen die Leipziger auf 9:7 heran. In der lautstarken Auszeitansprache, die wohl in der gesamten Karl-Marx- Straße zu vernehmen war, nordete Trainer Hornig seine Mannen wieder ein. Mit Erfolg. Zur Pause hieß es 12:7. Nach dem Seitenwechsel machten die Hausherren da weiter, wo sie aufgehört hatte. Aus einer sicheren Abwehr wurden einfache Kontertore forciert. Im Positionsangriff wiederholten die Concorden ihre gelungenen Spielzüge immer wieder und fanden stets Lösungsmöglichkeiten. Spätestens beim 21:12 in der 45. Minute war das Spiel zugunsten der Delitzscher entschieden. Am Ende stand ein deutliches und verdientes 25:17 gegen unbequeme Leipziger. Trotz ihres gesetzten Alters ließen sich die Concorden noch zu einem Tänzchen auf dem Parkett hinreißen, um die Meisterschaft gebührend zu feiern. Aber die Delitzscher werden jetzt keineswegs den Fuß vom Gas nehmen. Mit dem Bezirkspokal – es geht gegen das höherklassige Team von MoGoNo – und den im Juni anstehenden Ü40-Titelkämpfen (Bezirksmeisterschaft und Ostdeutsche Meisterschaft) hat die Mannschaft noch drei heiße Eisen im Feuer. Deshalb ist es wichtig, den Spielrhythmus beizubehalten und weiter auf der Erfolgswelle zu reiten. Steffen Enigk, Stefan Voigt © Leipziger Volkszeitung NHV II: Dirk Fischer; Bruno Bernhardt (1), Frank Braunschweig (3), Thomas Hollstein (4/2), Karsten Möbius (3), Oliver Peszt (3), Alexander Pietzsch (4), Sebastian Schäfer, Chris Teresniak (1), Stefan Voigt (6), Patrick Wiesmüller
Bilder Saison 2018/19