Nächstes Spiel Samstag, 03.03.2018 19:00 Uhr NHV Conc. Delitzsch --- ESV Lok Pirna
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Newsarchiv - Januar 2018
29.01.2018 Concordia gewinnt Zerreißprobe 29.01.2018 NHV-Damen gewinnen nach Krimi 28.01.2018 2. Männer: schwere Auswärtshürde souverän gemeistert 28.01.2018 wJD: Nach Sieg auf Platz zwei vorgerückt 28.01.2018 mJE: Erste Punkte dank kämpferischer Leistung 28.01.2018 wJE: Juhu, gewonnen! 26.01.2018 Delitzsch muss sich gegen Köthen richtig strecken 26.01.2018 NHV- & SGN-Spiele am Wochenende 27./28.01.2018 Concordia gewinnt Zerreißprobe Montag, 29.01.2018: NHV Concordia Delitzsch - HG 85 Köthen 29:26 (16:12) Delitzscher Handballer bezwingen den hart zupackenden Tabellenzweiten Köthen mit 29:26. Delitzsch. Einer machte nicht mit. Als die Oberliga- Handballer des NHV Concordia Delitzsch nach dem Schlusspfiff einen Kreis bildeten und hüpften, stand Clemens Schlegel notgedrungen in der Mitte und verharrte bewegungslos mit bandagiertem Knöchel. Die Freude überwog den Schmerz, denn die Gastgeber hatten zuvor den Tabellenzweiten HG 85 Köthen überraschend mit 29:26 geschlagen. „Das war heute definitiv ein harter Kampf“, sagte Schlegel. „Die Mannschaft hat am Ende das Ruder herumgerissen.“ Mit dem doppelten Punktgewinn festigten die Nordsachsen mit 16:14 Punkten den sechsten Tabellenplatz und fuhren den vierten Sieg in Folge ein. Die Köthener mussten nach dreizehn ungeschlagenen Begegnungen erstmals wieder den bitteren Geschmack der Niederlage herunterschlucken. Was Coach Svajunas Kairis, der am Sonnabend die Trainer- gegen die Spielerbank tauschte und auch ein Tor erzielte, nicht ganz gelang. „Wir hatten mehrere Ausfälle zu verkraften“, sagte er. Aber ausschlaggebend für die Niederlage seien die beiden Schiedsrichter Max Reimann und Stanislav Schukin aus Magdeburg gewesen: „Sie haben uns in der entscheidenden Phase das Genick gebrochen.“ Eine recht eigenwillige Sichtweise. Denn das Team aus der Welthauptstadt der Homöopathie – deren Begründer Samuel Hahnemann wirkte dort viele Jahre – teilte in der Abwehr nicht mit human homöopathischen Dosen aus, sondern ging extrem hart zur Sache. Concorden-Kreisläufer Schlegel dürfte froh gewesen sein, dass der Verein offenkundig auf Top-Qualität bei den Trikots geachtet hatte, denn seines überstand die unzähligen Reißproben unbeschadet. Neben Schlegel verletzte sich auch Sascha Meiner nach einem Köthener Foul, humpelte zunächst vom Platz, kehrte aber kurz danach zurück. „Das war pures Adrenalin, ich wollte unbedingt weiterspielen.“ Verständlich, denn mit neun Treffern war er der erfolgreichste Werfer des Abends. Die Gäste kassierten sieben Zwei- Minuten-Strafen, Martin Lux sah in der 36. Minute sogar glatt Rot. Dagegen wurden die Delitzscher von den konsequent und ausgewogen leitenden Unparteiischen nur viermal mit einer Zeitstrafe belegt. Mehrere Ausfälle hatten auch die Gastgeber zu verzeichnen. Patrick Baum wird wegen einer Knieverletzung noch bis März fehlen, Tobias Bauske (Knie) konnte gegen Köthen ebenfalls nicht mitmischen, Jörg Reimann war beruflich verhindert. Doch davon ließ sich der NHV nicht beeindrucken. Dank der vorherigen drei Siege in Folge war das Selbstvertrauen deutlich sichtbar gestiegen. So entwickelte sich von Beginn an eine packende und zunächst ausgeglichene Partie. Der Tabellenzweite ging in Führung, prompt glich Delitzsch aus. So ging es bis zu 22. Minute. Oskar Emanuel brachte mit seinem Treffer zum 12:11 die Heimmannschaft das erste Mal in Front – und plötzlich lief es noch besser. Bis zur Halbzeit baute Delitzsch den Vorsprung auf 16:12 aus. Die Überraschung lag also in der Luft. Doch danach stellte Köthen seine Routine und Klasse unter Beweis. Angetrieben von den Außenspielern Stefan Luther (links, sieben Tore) und Steven Just (rechts, sieben Tore) kämpften sie sich heran und lagen in der 48. Minuten beim Stand von 20:21 wieder vorn. „In dieser Phase haben wir etwas den Faden verloren“, räumte NHV-Trainer Wladimir Maltsev ein. „Doch wir haben uns super zurückgekämpft“, lobte Danny Trodler seine Mannschaft, die den Spieß wieder umdrehte. „Wir wollten unbedingt gewinnen und haben eine super kämpferische Leistung hingelegt“, meinte auch der 20-jährige Daniel Sowada, der drei Minuten vor Abpfiff für das wichtige 26:25 sorgte. Bezeichnend, dass der nur ein Jahr ältere Jonas Meiner den Vorsprung wenig später entscheidend auf 27:25 ausbaute. „Auch unsere jüngeren Spieler haben Verantwortung übernommen“, freute sich Maltsev. Die Mischung habe gestimmt. Richtig, denn den Schlusspunkt in allerletzter Sekunde zum 29:26 setzte mit Abwehrorganisator Oliver Wendlandt dann ein 31-Jähriger. U. Milde NHV: Flemming (4 Paraden, davon 1 Siebenmeter), Herholc (8 Paraden); S. Meiner (9), Sowada (1), Mittag (1), Trodler (6), Müller, Schlegel (1), Jungandreas (2), J. Meiner (1), Emanuel (4), Wendlandt (4) Linktipp: Bildergalerie bei Facebook NHV-Damen gewinnen nach Krimi Montag, 29.01.2018: NHV Concordia Delitzsch – SC DHfK Leipzig II 19:18 Es schien, als hatten die Delitzscherinnen zu oft das Spiel der Deutschen bei der Handball EM mitverfolgt, denn es waren einige Parallelen zu dem Punktspiel gegen den Tabellennachbar DHfK 2 erkennbar. Der Einstieg in das Spiel gestaltete sich auf beiden Seiten schwierig. Nur selten fand der Ball das Tor bei der gut stehenden Deckung beider Mannschaften, so dass es nach 15 Spielminuten nur 3:1 für die Gastgeberinnen stand. Durch sehenswerte Einzelaktionen konnten sich die NHV-Frauen auf ein 7:3 absetzen. Doch dann verloren sie den Faden. Es folgten Abspielfehler, Unkonzentriertheiten und vor allem liegen gelassene 100-prozentige Torchancen. In der Deckung konnten die Leipzigerinnen durchmarschieren, ohne jegliche Gegenwehr. So konnten die DHfK- Spielerinnen sogar mit einem 7:9 Vorsprung davoneilen. Doch die Delitzscherinnen kämpften sich noch einmal bis zur Halbzeitpause auf ein 9:9 ran. In der Pause erinnerte Trainerin Yvonne Flach an das Vorrundenspiel gegen die Leipzigerinnen, welches die Concordinnen am Ende gedreht und gewonnen hatten. Doch der Einstieg in die zweite Spielhälfte fiel den Damen erneut schwierig. Wieder kam kein Zusammenspiel der Mannschaft zustande. Auch in der Abwehr bekamen die Gastgeberinnen die Leipzigerinnen nicht unter Kontrolle und liefen einem 4 Tore Rückstand hinterher. Allein die Delitzscher Torhüterin Annett Rudolph hielt dem Lauf der DHfK- Damen entgegen und glänzte mit einer 50-prozentigen Quote bei den Siebenmetern. Doch in den letzten 10 Spielminuten mobilisierten die Delitzscherinnen noch einmal all ihre Kräfte und fanden zurück ins Spiel. Die Abwehr stand stabil. Mit der lautstarken Unterstützung der Bank trat das Team geschlossen und mit sehenswerten Aktionen im Angriffsspiel auf. Auch das Publikum fieberte bis zur letzten Sekunde mit den Spielerinnen mit. Mit etwas Glück, einem gehaltenen Siebenmeter und einem anschließenden Tor gewannen die Gastgeberinnen den Krimi 19:18. Am kommenden Samstag um 16 Uhr möchten die Delitzscher Handballerfrauen gegen die Damen von Neudorf/Döbeln in der MZH die nächsten Punkte erspielen. Kristin Mertzsch NHV: Annett Rudolph, Casandra Reichstein, Alina Schröder, Christiane Bluhm (2), Laura Säuberlich, Luisa Pallgen (1), Julia Wölfer, Anne Brosig (4), Ulrike Schulz (1), Marie Meyer (3), Franziska Pallgen (1), Maria Nahrstedt (5), Anja Zscheyge (1), Janine Katzschke (1) 2. Männer: schwere Auswärtshürde souverän gemeistert Sonntag, 28.01.2018: SV Lok Leipzig-Mitte III - NHV C. Del. II 22:27 (7:16) Am vergangenen Wochenende spielte Tabellenführer Delitzsch in Leipzig beim sehr heimstarken SV Lok Leipzig Mitte III. Die Messestädter, ausgestattet mit einem sehr robusten und körperlich präsenten Mittelblock, haben in dieser Saison erst 2 Heimspiele verloren. Entsprechend gewarnt gingen die Concorden von Beginn an zu Werke. In den Anfangsminuten agierte die 5:1-Abwehr der Gäste jedoch etwas zu verhalten, so dass die Hausherren zunächst mit 4:2 führten. Von da an wurde in der Abwehr der eine oder andere Schritt mehr getan und somit den Leipzigern das Torewerfen deutlich erschwert. Peu-à-peu zogen die Concorden von Dannen und ließen sich auch von der teils übermotivierten Herangehensweise der Gastgeber nicht beeindrucken. Folgerichtig führte man zur Pause hochverdient mit 7:16. Nach dem Seitenwechsel versuchte Leipzig noch einmal Alles, um das drohende Debakel abzuwenden. Die Gangart der Messestädter verschärfte sich zunehmend, was die Schiedsrichter jedoch nicht immer ahndeten. Doch anstatt sich auf einen offenen Schlagabtausch einzulassen, spielten die Loberstädter clever und souverän ihren Stiefel herunter, ohne unnötige Verletzungsrisiken einzugehen. Die Ergebniskosmetik der Leipziger können sie allemal verkraften. Am Ende gewinnt der Tabellenführer beim SV Lok Leipzig-Mitte III mit 22:27 und meistert so souverän eine äußerst schwierige Auswärtshürde auf dem Weg zur Bezirksmeisterschaft. Am nächsten Wochenende wird zu Hause gegen den TuS Leipzig-Mockau gespielt, ehe es am 10.02.2018 beim Tabellenzweiten USC Leipzig zum Show-Down kommt. Dann wird das im November ausgefallene Hinrundenspiel nachgeholt. Stefan Voigt NHV II: Dirk Fischer (TW), Bruno Bernhardt (3), Thomas Hollstein (2), Christian Hornig (5/3), Tobias Karl (3), Steffen Kienitz, Christian Müller (2), Alexander Pietzsch (1), Niklas Prautzsch (7/6), Vincent Schönfeld (1), Chris Teresniak (3), Stefan Voigt wJD: Nach Sieg auf Platz zwei vorgerückt Sonntag, 28.01.2018: NHV Concordia Delitzsch - SV Leisnig 29:1 (11:0) Überraschungen blieben aus. Die weibliche D-Jugend des NHV Concordia Delitzsch besiegte den SV Leisnig am Wochenende wie erwartet klar und deutlich mit 29:1. Die Delitzscher rückten nach dem achten Erfolg in Serie mit nunmehr 22:4 Punkten auf den zweiten Platz vor und verdrängten MoGoNo Leipzig. Dort bleiben die Concorden zumindest eine Woche. Denn am nächsten Sonnabend haben sie spielfrei, während die Leipziger in einem Nachholspiel nach Punkten wieder aufschließen können und zudem das bessere Torverhältnis aufweisen. Die NHV-Mädchen waren in allen Belangen überlegen. Die Gäste kämpften tapfer, hatten aber nie eine ernsthafte Chance, konnten sich über den Ehrentreffer freuen. Das Trainer-Trio Christine Petermann, Marcus Kalbe und Michael Münch gab allen Spielerinnen die Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Es wurde munter durchgewechselt, ohne dass der Spielfluss gestört wurde.Münch wäre nicht Münch, wenn er nach Abpfiff nicht moniert hätte, dass bei aller Freude über den Sieg noch zahlreiche Chancen vergeben wurden. Die 30-Tore-Marke hätte ruhig fallen können, sagte auch Kalbe. Von einem souveränen Sieg und einer geschlossenen Mannschaftsleistung sprach Petermann. U. Milde NHV: Lea Sophie Wittenburg; Nina Kalbe (3),Jasmin Milde (1), Lena Fröhnert (1), Stella Zwicker (7), Hanna Wittig (5), Ellen Heinze (1), Theresa Rolfes, Alexa Fiedler (1), Fanni Wanjek (7), Leonie Lewik, Miriam Lüttich (3) mJE: Erste Punkte dank kämpferischer Leistung Sonntag, 28.01.2018: NHV Conc. Delitzsch – TuS Leipzig-Mockau 22:12 (9:4) Nach bisher sechs erfolglosen Partien in der Bezirksliga- Hauptrunde trafen die Delitzscher am vergangenen Wochenende zu Hause auf die Sportfreunde des TuS Leipzig-Mockau. Die gesamte Woche wurde sich intensiv auf diese Partie vorbereitet. Jetzt sollten endlich die ersten Punkte eingefahren werden! Die Hausherren begannen hochkonzentriert, setzten den Gästeangriff mit viel Laufarbeit und Körperkontakt gehörig unter Druck. Was dann noch aufs Tor kam, war sichere Beute des Torhüters. Im Angriff hebelten die Concorden mit flüssigen Ballpassagen die Abwehr der Leipziger ein ums andere Mal aus. Nach zehn Minuten führte man mit 5:0. Erst in der 13. Minute warfen die Gäste ihr erstes Tor zum 6:1. Bis zur Halbzeit blieb es dann bei dem 5-Tore-Vorsprung. Beim Stand von 9:4 wurden die Seiten gewechselt. In der zweiten Hälfte machten die Delitzscher da weiter, wo sie in der ersten Halbzeit aufgehört haben. Das Hauptaugenmerk lag auf der kompromisslosen Abwehrarbeit. Nach jedem erkämpften Ballbeginn wurde das Spielgerät über wenige Stationen nach vorn getragen, und meist erfolgreich in Tore umgewandelt. Am Ende gewannen die Hausherren, auch in dieser Höhe verdient, mit 22:12. Man sieht, was bei konzentrierter Trainingsleistung und Spielvorbereitung alles möglich ist. Und der Erfolg ist auf sämtliche Schultern verteilt. Jeder einzelne hat maßgeblich zum Sieg der Mannschaft beigetragen. Ihr letztes Spiel vor der Spielpause in den Winterferien bestreiten die Loberstädter am nächsten Wochenende bei der SG LVB Leipzig. Stefan Voigt NHV: Julian Antonio Scheffel (TW - 18 P.), Janek Rühl (1 Tor), Lukas Maja (3), Chris Tenelsen (3/1), Luca Wetzel (6), Hermann Ast, Johannes Mundt, Phil Ellmann (4), Nico Merkel (4), Clemens Epperlein, Jannek Große, Diego Ribero, Jannes Ihme (1) wJE: Juhu, gewonnen! Sonntag, 28.01.2018: NHV Concordia Delitzsch - HC Leipzig II 21:8 Am Samstag, den 27.01.2018 um 12.00 Uhr spielte die weibliche E-Jugend des NHV in Markranstädt gegen die 2. Mannschaft des Handballclubs aus Leipzig. Die Delitzscher konnten nur zu neunt anreisen. Mehrere Kinder mussten krankheitsbedingt zu Hause bleiben, trotzdem lautete die Ansage, gegen den Tabellenletzten die zwei Punkte zu holen. Die Deckungsleistung der Delitzscher Mädels war gut. Die Leipzigerinnen hatten meist keine Anspielstationen und kamen auch im Eins zu Eins nur selten an ihren Gegnerinnen vorbei. Wenn die Spielerinnen vom HCL es dann doch mal bis vor das Tor der NHV-Mädchen schafften, wurden die Bälle ins Aus geblockt oder vom Torhüter gehalten. Es war Pia-Maxi Mühlner, die die beiden Mädchen, die sonst im Tor stehen, würdig vertrat. Der Angriff war an diesem Tag sehr schnell. Nach Fehlwürfen der gegnerischen Angreiferinnen wurde der Ball konsequent nach vorne gespielt. So konnten sich fast alle Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen lassen. Dies bringt hoffentlich Selbstvertrauen auch für die kommenden Spiele. Am 03.03. empfängt der NHV  den ungeschlagenen Spitzenreiter aus Markranstädt in eigener Halle. Anja Zscheyge NHV: Pia-Maxi Mühlner (TW), Hanna Schmeil (1), Martha Epperlein (2), Nele Hornig (1), Annika Kuhnert (6), Jasmin Schreiber, Maja Zscheyge (9), Pia Stauch (1), Hanna Löser (1) Delitzsch muss sich gegen Köthen richtig strecken Freitag, 26.01.2018: Oberliga-Handballer des NHV Concordia empfangen am Samstag den Tabellenzweiten. Delitzsch. Als ewiger Zweiter hat man es mitunter nicht leicht im Leben. Als Sportler zumal. Und so ist auch für die Oberliga-Handballer der HG 85 Köthen die Saison 2017/18 mitunter eine wenig freudbetonte. Zwar spielt man eine glänzende Saison, ist seit unglaublichen 13 Spielen ungeschlagen und hat stolze acht Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger. Der Handballhimmel könnte strahlend blau leuchten, wenn da nur nicht diese eine dicke Wolke namens SG LVB Leipzig wäre, die es immer wieder regnen lässt. Und so sind die Köthener gleich in mehreren Statistiken „nur“ Zweitbeste: zweitmeiste Siege, zweitmeiste Punkte, zweitbestes Torverhältnis, zweitwenigste rote Karten, zweitbester Torschütze (Lukas Krug, 86) und eben auch zweiter Tabellenplatz hinter Leipzig. Nur in einer Statistik liegt die HG ganz vorn. Mehr als drei Unentschieden hat in dieser Saison noch keiner geholt. Eine zweifelhafte Ehre, denn aus diesem Grund rangieren die aufstiegswilligen Köthener schon drei Punkte hinter dem haushohen Staffelfavoriten aus der Messestadt. Nun sind drei Punkte bei noch ausstehenden elf Partien durchaus aufholbar, zumal das direkte Duell mit den Leipzigern noch aussteht. Dennoch, um das Aufstiegsrennen möglichst lange offen zu halten, kann es für den Tabellenzweiten beim Gastspiel in Delitzsch am Samstagabend (19 Uhr, Mehrzweckhalle) nur darum gehen, die nächsten zwei Punkte einzusammeln. Die Delitzscher wiederum reiten auf einer kleinen Erfolgswelle. Drei Siege aus den letzten drei Partien spülten die Concorden von einem Abstiegsplatz bis auf Rang sechs nach oben. Damit ist man noch nicht aller Abstiegssorgen ledig, kann aber unverkrampft aufspielen. Vor allem der Auswärtssieg gegen Halle am vergangenen Wochenende machte den zahlreich mitgereisten NHV-Fans Lust auf mehr. NHV-Trainer Wladimir Maltsev hält es deshalb durchaus für möglich, mit dem begeisterungsfähigen Publikum im Rücken den Sensationssieg gegen Köthen aus der letzten Saison zu wiederholen. „Wir haben nichts zu verlieren, denn Köthen ist eine Spitzenmannschaft, die nicht ohne Grund seit drei Monaten auf Platz zwei steht. Wir wollen unsere kleine Siegesserie fortsetzen. Die letzten Spiele haben gezeigt, dass unser Zusammenspiel inzwischen besser funktioniert als zu Beginn der Saison. Wenn wir uns wieder wie zuletzt voll reinhängen, ist mit der Unterstützung unserer Fans eine Überraschung möglich“, so Maltsev. Er hofft gegen Köthen auf die Rückkehr des einen oder anderen Spielers. Gegen Halle mussten sowohl Kapitän Jan Jungandreas als auch Lucas Mittag und Patrick Baum aussetzen. Der Letztgenannte wird wohl frühestens im März auf die Platte zurückkehren. Umso erfreulicher, dass am vergangenen Wochenende Niklas Prautzsch erstmals seit seinem vor einem Jahr erlittenen Kreuzbandriss wieder ein Punktspiel bestreiten konnte, wenn auch „nur“ für die zweite Mannschaft. Größere Probleme plagen Köthens Chefcoach Svajunas Kairis. Er musste kurz vor Weihnachten zunächst den Abgang des als Königstransfer verpflichteten Shooters Bojan Mirilo verkraften, der den Delitzschern im Hinspiel sechs Gegentore eingeschenkt hatte. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Lukas Alter, der im Hinspiel sieben Treffer erzielte. Der 19-Jährige war nach einem Infekt erst am Dienstag ins Training zurückgekehrt. Zudem zog sich beim jüngsten Sieg gegen Staßfurt Robert Kreller eine schwere Gehirnerschütterung zu und musste einige Tage im Krankenhaus verbringen. Der 31-jährige Rechtsaußen hatte sich im Hinspiel fünfmal in die Schützenliste eingetragen. Am schwersten wiegt aber der voraussichtliche Ausfall des HG-Torjägers Lukas Krug. Der 27-Jährige war im Hinspiel mit zehn Toren besonders treffsicher, wird morgen aber wohl mit einer Mittelhandverletzung fehlen. Köthens Trainer freut sich dennoch auf Delitzsch: „Wir erwarten ein spannendes Spiel in einer gut gefüllten Halle, in der sich auch die Fangruppen ein heißes, stimmungsvolles, aber faires Gefecht liefern werden. Wir werden versuchen, trotz einiger personeller Sorgen eine gute Leistung abzuliefern und die Punkte mitzunehmen. Wir wollen der SG LVB auf den Fersen bleiben und die Meisterschaft offen halten“, so Kairis. Für Wladimir Maltsev geht Köthen als Favorit ins Spiel. „Ob bei Köthen einige Spieler angeschlagen sind oder gar fehlen, spielt bei dem starken Kader kaum eine Rolle. Beim Sieg gegen Staßfurt haben sie das wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“ Linksaußen Stefan Luther beispielsweise blieb gegen Delitzsch noch ohne Torerfolg, traf aber gegen Staßfurt 15-mal ins Schwarze. Sollte den Delitzschern eine Wiederholung des letztjährigen Überraschungscoups gelingen, hätten sie der „zweit- fixierten“ Statistik der Köthener ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Die zweite Saisonniederlage. Jens Teresniak © Leipziger Volkszeitung Linktipp: Programmheft 27.01.2018 (pdf 4,0 MB) NHV- & SGN-Spiele am Wochenende 27./28.01.2018
Bilder Saison 2017/18