Nächstes Spiel Samstag, 28.04.2018 19:30 Uhr NHV Conc. Delitzsch --- HC Glauchau/Meerane
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Newsarchiv - Dezember 2017
28.12.2017 „Immer wieder von Null anfangen“ 12.12.2017 Erlösendes 29:27: Concordia kann doch noch gewinnen 12.12.2017 NHV-Minis zaubern in REWE-Backstube 09.12.2017 Auf ins letzte Gefecht: Concordia beim Schlusslicht 07.12.2017 Auch ohne Pokal weltmeisterlich „Immer wieder von Null anfangen“ Donnerstag, 28.12.2017: Trainer Wladimir Maltsev spricht über die Gründe der schwachen Rückrunde des NHV Concordia Delitzsch. Delitzsch. Die Erwartungshaltung war riesig, die Ernüchterung ist entsprechend groß. Der NHV Concordia Delitzsch hat die Weihnachtsfeiertage lediglich auf Platz zehn der Handball-Oberliga verbracht und steckt im Abstiegskampf. Trotz namhafter Verpflichtungen im Sommer steht die Mannschaft sogar mit einem Punkt weniger da als zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison. Übungsleiter Wladimir Maltsev macht dafür vor allen Dingen Probleme im Zusammenspiel verantwortlich, die resultieren nicht zuletzt aus der schwierigen Trainingssituation. Herr Maltsev, warum steht die Mannschaft da, wo sie steht? Wir hatten wieder das gleiche Problem wie voriges Jahr. Acht Mann sind gegangen, sechs Neue gekommen. Wir mussten bei vielen Dingen wieder neu anfangen und waren deswegen sehr unkonstant. Außerdem habe ich fast nie alle Spieler gleichzeitig beim Training, so ist es natürlich schwer, das Zusammenspiel zu verbessern. Dann kamen auch noch Verletzungen. Irgendwelche Notfälle gab es immer und dadurch ständig Umstellungen. Das 20:30 im jüngsten Heimspiel gegen Plauen-Oberlosa glich einem Offenbarungseid. So einen Auftritt gab es ewig nicht mehr. Haben Sie eine Erklärung dafür, warum die Mannschaft so auseinandergefallen ist? Es hat sich eben gezeigt, dass wir im Zusammenspiel noch nicht so weit sind und auch taktisch nicht reagieren können. Aber im Sport können solche Niederlagen passieren. Die Mannschaft ist danach noch enger zusammengerückt. Trotzdem ist das Team vor der Saison wesentlich höher eingeschätzt worden. Manchmal entstand der Eindruck, es gibt nur Individualisten und keine mannschaftliche Geschlossenheit. Wir haben Leute mit Erfahrung und Talent verpflichtet, aber die Mannschaft ist ein Organismus, der sich finden muss. Manche Spieler suchen noch ihre Rolle, jeder muss verstehen, was er für die Mannschaft tun soll. Wir können es jedenfalls besser. Hinterfragt man sich als Trainer in solch einer Phase auch selbst und denkt: Was mache ich falsch? Ich kann als Trainer nur sagen, was die Jungs verbessern sollen. Aber die Spieler stehen auf dem Feld nebeneinander und müssen auch miteinander sprechen. Die Kommunikation stimmt oft nicht. Deswegen machen wir auch zwischen 12 und 18 technische Fehler pro Spiel. Vergangene Saison waren es nur 9. Müssen die Führungsspieler mehr Verantwortung übernehmen? Jedenfalls muss einer die Führung an sich reißen. Aber unsere Erfahrenen gucken alle aufeinander. Jan (Jungandreas) guckt auf Danny (Trodler), Danny guckt auf Sascha (Meiner). Unsere erste Sieben spielt zum Großteil schon im dritten Jahr zusammen, da muss das einfach besser klappen. In dieser Saison ist auch die große Heimstärke plötzlich wie weggefegt. Wird die große Erwartungshaltung für manche auch zur Last? Der Druck für die Jungs ist zu hoch. Die Probleme sind im Kopf angekommen. Wir haben Angst und Angst produziert Fehler. Was Jan zum Beispiel bisher verworfen hat, ich glaube, das kann er selbst nicht fassen. Die Pause über Weihnachten ist recht kurz. Lässt sich da überhaupt taktisch und spielerisch etwas ändern? Das ist ganz schwer, weil es weiterhin schwierig ist, die ganze Mannschaft zusammen zu bekommen. Es bereitet mir Kopfschmerzen, dass wir immer wieder von Null anfangen müssen. Immerhin haben wir das letzte Spiel gewonnen, das war wichtig. Jetzt können wir hoffentlich ein wenig den Kopf freibekommen. Die letzten drei Monate waren sehr stressig. Wie ist die Stimmung in der Mannschaft? Die passt, das hat das letzte Spiel gezeigt. Da wollten wir alle unbedingt zwei Punkte. Ich konnte auch den Bankspielern Einsatzzeiten geben, weil unsere Führung so hoch war. Das ist auch wichtig für die Moral. Bereits am 6. Januar startet die Rückrunde. Dann kommt mit Elbflorenz Dresden II gleich der Tabellendritte. Wie wichtig wäre es, in diesem Spiel ein Ausrufezeichen zu setzen? Natürlich wollen wir das unbedingt, aber das wird schwer. Elbflorenz gehört zu den stärksten Teams des Liga, zudem erwarte ich, dass sie Unterstützung aus dem Zweitliga-Kader kriegen. Das macht es nicht gerade leichter. Interview: Johannes David © Leipziger Volkszeitung Erlösendes 29:27: Concordia kann doch noch gewinnen Dienstag, 12.12.2017: HC Glauchau/Meer. - NHV C. Delitzsch 27:29 (12:17) Handball-Oberliga: Delitzscher triumphieren beim Schlusslicht und holen wichtige Punkte gegen Abstieg. Glauchau/Delitzsch. Auf einem Abstiegsplatz rangierend, ein katastrophales letztes Heimspiel im Hinterkopf und die Aufgabe vor der Brust, die Partie beim Tabellenletzten unbedingt gewinnen zu müssen, waren die Zutaten für die samstägliche Begegnung in Glauchau. Doch die Oberliga-Handballer des NHV Concordia Delitzsch hielten dem riesigen Druck stand, triumphierten mit 29:27 (17:12) und nahmen zwei extrem wichtige Punkte gegen den Abstieg mit. Coach Wladimir Maltsev meinte denn auch nach erfüllter Pflicht erleichtert: „Für einen Trainer ist es immer angenehm, wenn die Mannschaft sich an die abgesprochene Taktik hält. Aber ganz wichtig war, dass die Jungs diesmal sehr geschlossen aufgetreten sind. Vollen Respekt! Jeder hat alles gegeben, um die zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Für die Mannschaft ist der Sieg auch wertvoll, um mit Selbstvertrauen ins neue Jahr zu gehen.“ Concordia, außer mit dem erkrankten Jörg Reimann mit allen Spielern an Bord, schien zu Beginn der Partie aber noch wie gelähmt. Nach zwei Minuten führten die Gastgeber mit 3:0. Es sollte bis zur elften Minute dauern, bis sich der NHV gefangen hatte. Kapitän Jan Jungandreas netzte zum Ausgleich (7:7) ein. Langsam fand sich die Abwehr und Felix Herholc im Kasten wurde immer stärker. Das Spiel wogte hin und her, speziell Rostislav Bruna auf Glauchauer Seite kam aus dem Rückraum immer wieder zu leichten Toren. Im Delitzscher Angriff glänzte Jungandreas sicher bei Siebenmetern und im Abschluss auf der rechten Seite. Am Ende standen zehn Treffer auf seinem Konto. Nachdem die Gäste in der 21. Minute erstmals in Führung gegangen waren (11:10), schien es im Team Klick gemacht zu haben. Ab jetzt gaben die Delitzscher den Vorsprung nicht mehr aus der Hand und diktierten zunehmend das Geschehen auf der Platte. Folgerichtig ging es mit einem beruhigenden 17:12 aus NHV-Sicht in die Pause. Die Delitzscher Fans bewegte jetzt natürlich die Frage, ob die Mannschaft von Trainer Maltsev in der zweiten Halbzeit dieses Niveau halten kann. Die Antwort lautete ja! Hochmotiviert gingen die Concorden nach dem Seitenwechsel zu Werke. Bis zur 36. Minute konnte die Führung auf 21:14 ausgebaut werden. Zu diesem Zeitpunkt spielte im Angriff der Hausherren Bruna den Alleinunterhalter. Die Nordsachsen dagegen zeigten eine gute Teamleistung und ließen den Vorsprung nicht unter fünf Tore schrumpfen. Glauchau kam nicht mehr ins Spiel. Leider schied der bis dahin beste Mann auf dem Feld, Jan Jungandreas, nach 41 Minuten aus. Eine Zerrung bremste ihn. Dennoch machten die Delitzscher weiter das Spiel. Gelegentliche Fehler im Angriff, meist nach zu hektischem Abschluss, bestraften die Glauchauer allerdings konsequent. Dass noch viel Arbeit vor Trainer Maltsev und seinen Jungs liegt, zeigten die letzten drei Minuten. Die Partie war zwar längst entschieden, denn nach 57 Minuten hieß es 29:22 für die Gäste, aber dann wurde es vogelwild. Glauchau spielte jetzt mit einer offenen Deckung und Concordia wollte mit aller Gewalt Tor Nummer 30 erzielen. Der Ball wurde jedoch im Sekundentakt vertändelt und der schöne Sieben-Tore-Vorsprung schmolz wie Schnee in der Sonne. Die Gastgeber kamen innerhalb von drei Minuten zu fünf (!) Toren. So stand am Ende nur ein relativ knapper, aber hochverdienter 29:27-Erfolg für die Männer vom NHV zu Buche – nach einer Leistung, auf der sich aufbauen lässt. Entwarnung kann trotzdem nicht gegeben werden, denn stärkere Gegner werden die Mannschaft deutlich mehr fordern. „Aber wir haben 40 Minuten lang wirklich guten Handball gespielt, uns an die taktische Marschroute gehalten und geschlossen Glauchau zermürbt“, resümierte Jan Jungandreas: „Das war ein gutes Spiel, auch wenn der Sieg hätte höher ausfallen können. Jetzt liegt es an uns, die nächsten Wochen zu nutzen, um dann mit neuer Kraft ins Jahr zu starten.“ In der jetzt anstehenden vierwöchigen Pause besteht Gelegenheit zum Luftholen. Am 6. Januar erwartet der NHV zu Hause den Tabellendritten HC Elbflorenz II. Das letzte Spiel der Hinrunde wird ein echter Gradmesser. Hartmut Sommerfeldt © Leipziger Volkszeitung NHV: Flemming, Herholc; Baum (1/1), Bauske, Emanuel (4), Jungandreas (10/2), J. Meiner (1), S. Meiner (3/1), Mittag (2), Müller, Schlegel (5), Sowada (1), Trodler (2), Wendlandt Linktipp: Bildergalerie bei Facebook NHV-Minis zaubern in REWE-Backstube Dienstag, 12.12.2017: Oh es riecht gut, oh es riecht fein…, das erlebten die jüngsten Mitglieder des NHV Concordia Delitzsch am vergangenen Montag im Delitzscher REWE-Markt von Jens Geidel. Auch in diesem Jahr durften die Handball- Minis die Trainingseinheit vor Nikolaus in die REWE- Backstube verlegen. Mit Unterstützung der Steinecke Bäckerei, deren Kolleginnen schon fleißig Teig vorbereitet und erste Plätzchen gebacken hatten, legten die kleinen Handballer richtig los. Die Aufteilung in verschiedene Gruppen machte große Freude. Teig kneten, Plätzchen ausstechen und verzieren mit Zuckerguss, so hießen dieses Mal die Aufgaben anstelle von Fangen, Werfen und Springen. Unterstützt von den Paten der Gruppe, Kristin Mertzsch vom Frauen- und Oskar Emanuel aus dem Männerteam, blieb bis zum Schluss bei den 4- bis 6-Jährigen offen, wer das größere Backtalent ist. Spaß hatten alle mit den lustigen Spuren an Händen, Gesichtern und Schürzen. Schließlich konnte sich auch das Ergebnis sehen lassen. Emsig packten die Kleinen und Großen das Resultat der Backkunst in Form von leckeren Herzen und Figuren zusammen, um stolz ihren Eltern zu Hause eine Kostprobe zu zeigen. Die Übungsleiter Doreen Menzel, Sandra Mothes und Jan Jungandreas bedanken sich ganz herzlich bei Jens Geidel und dem REWE-Markt-Team sowie den Kolleginnen vom Steinecke-Bäcker für diesen anstrengenden und doch sehr schönen Nachmittag. Doreen Menzel Linktipp: Bildergalerie bei Facebook Auf ins letzte Handball-Gefecht: Concordia bei  Schlusslicht Glauchau Samstag, 09.12.2017: Mitteldeutsche Oberliga: Delitzscher streben nach Pleitenserie versöhnlichen Jahresabschluss an. Delitzsch. Noch nie hatte man den dienstältesten Concorden Jan Jungandreas so niedergeschlagen, frustriert und ratlos gesehen wie nach der Zehn-Tore- Niederlage im Heimspiel gegen Plauen-Oberlosa. Den Tränen nahe rang der NHV-Kapitän bei der Pressekonferenz vor den Fans um Worte und fand doch keine Erklärung für die desolate Leistung der mit hohen Ambitionen gestarteten und auf einen Abstiegsplatz abgerutschten Concorden. Seither sind zwei Wochen vergangen, in denen Jungandreas seinen 30. Geburtstag feierte und den Kampfeswillen wiedergefunden hat. Im letzten Spiel des Jahres treten die Delitzscher (12. Platz, 8:14 Punkte) am heutigen Sonnabend um 17 Uhr beim HC Glauchau/Meerane an. Die Westsachsen tragen mit 4:18 Punkten die rote Laterne. Kapitän Jungandreas erwartet ein echtes Kampfspiel: „Glauchau steht wie wir mit dem Rücken zur Wand und braucht jeden Punkt. Das wird ein harter Fight, aber ich bin mir sicher, dass wir das Ruder herumreißen können.“ Glauchau ist zwar schon seit dem zweiten Oberliga-Spieltag Schlusslicht, doch bis auf eine Ausnahme (22:40 gegen Leipzig) hatten die Schützlinge von Robert Flämmich stets Siegchancen und mussten sich nur knapp geschlagen geben. „In dieser Saison gibt es keine schwachen Mannschaften“, weiß NHV-Coach Wladimir Maltsev: „Glauchau spielt vor allem zu Hause immer sehr stark. Wer dort punkten will, braucht eine geschlossenen Mannschaftsleistung.“ Wieder zählen kann Maltsev auf Lucas Mittag, der gegen Plauen mit einer Knieverletzung zum Zuschauen verdammt war und die Form- und Ergebniskrise der letzten Wochen selbstkritisch kommentiert: „Natürlich haben wir nicht die Leistungen abgerufen, die von unseren Fans, dem Verein und uns selbst erwartet wird.“ Doch mit Blick auf das letzte Spiel des Jahres verbreitet der 23-Jährige Optimismus: „Mit der Art, wie wir im Training Vollgas geben und uns immer wieder hinterfragen, gewinnen wir wieder Selbstvertrauen und schließlich auch Spiele. Mit dieser Einstellung aus dem Training werden wir auch in Glauchau auflaufen und uns die zwei Punkte erkämpfen.“ Der HC Glauchau/Meerane konnte schon in der vergangenen Saison den Klassenerhalt erst spät sichern. Im Sommer verließen Trainer Jörg Neumann und vier Spieler den Verein. Es gab nur drei Neuzugänge, darunter zwei Auer A-Jugendliche. Als sich im August Torjäger Felix Kempe bei einem Motorradunfall schwer verletzte, zeichnete sich ab, dass es für den neuen Coach Robert Flämmich schwer werden würde. Der 38-Jährige, der zuletzt die Drittliga-Damen des SC Markranstädt betreut hatte, gibt sich kämpferisch: „Auf dem Papier sind wir vielleicht Außenseiter, aber meine Jungs werden versuchen, sich mit einem energischen Auftritt endlich wieder zu belohnen. Wir müssen die richtige Mischung aus Druck, Geschwindigkeit und Geduld im Aufbauspiel finden.“ Verzichten muss Flämmich dabei auf Alexander Pfeil, Oliver Pflug und Christian Döhler. Wieder dabei sein wird dagegen der routinierte tschechische Spielmacher David Kylisek, der sich seit einiger Zeit mit Schulterbeschwerden herumplagt und deshalb beim Sachsenpokalfinale am vergangenen Wochenende (Niederlage gegen Dresden) geschont wurde. „Wir sind bei ihm mit Blick auf das wichtige Punktspiel gegen Delitzsch kein Risiko eingegangen“, lässt Flämmich wissen, der gegen den NHV einen offenen Schlagabtausch erwartet. „Hoffentlich mit einem erfolgreichen Ausgang für uns.“ Jens Teresniak © Leipziger Volkszeitung Auch ohne Pokal weltmeisterlich Donnerstag, 07.12.2017: Handball-Nachwuchs des NHV Concordia Delitzsch erlebt Großes bei der „Mini- WM Markranstädt/Delitzsch. In Leipzig spielen gerade die besten Handballerinnen dieser Erde die Vorrunde der Weltmeisterschaft aus. Das nahm der nur ein paar Kilometer entfernt beheimatete SC Markranstädt zum Anlass, eine „Mini-WM“ mit Teams aus der Region zu veranstalten. Mittendrin im Getümmel des Sportcenters und unter tosendem Applaus der 500 Zuschauer mischten die E-Juniorinnen des NHV Concordia Delitzsch mit. Die ohnehin tolle Stimmung peppten einige Promis noch weiter auf. Da konnte es die Abordnung vom Lober locker verschmerzen, das Turnier auf dem sechsten und damit letzten Platz zu beenden. „Das war was ganz Großes für unsere Kleinen“, sagte Trainerin Anja Zscheyge. Im Sport geht es eben nicht immer darum, möglichst viele Siege einzufahren, sondern besondere Erlebnisse zu sammeln. Und so saugten die Nachwuchstalente die weltmeisterliche Atmosphäre regelrecht auf, genossen den Einmarsch mit Nationalhymne, bestaunten den kindgerechten Pokal in eigens angefertigten WM-Shirts – alles ganz wie bei den Erwachsenen. Auf der Tribüne unterstützte der Delitzscher Fanclub die Mannschaft nach Kräften. Auch NHV-Aufstiegstrainer und Ex- Bundesligaspieler Christian Hornig präsentierte an der Trommel, dass er latinoähnlichen Rhythmus in der Blutbahn führt. Der NHV trat auf dem Feld als Team Russland an. Die Bürde des Rekordweltmeisters wog offenbar schwer. Noch dazu, da sich keine geringere als die frühere Welt-Handballerin Grit Jurack im Publikum tummelte. „Wahnsinn, was hier los ist, die Mädels fighten um jeden Ball. Das Niveau ist enorm hoch“, lautete das Urteil der Expertin. Für die Russland-Delitzscher begann das Turnier gegen den SC Markranstädt II, der die Fahnen Schottlands hochhielt. Beide Mannschaften kennen sich aus der Bezirksliga Leipzig, wo sie für gewöhnlich um Punkte spielen. Und wie in der Liga behielt die SC-Reserve mit 15:7 (7:4) die Oberhand. Anschließend folgte das ungleiche Duell gegen Vize-Sachsenmeister Koweg Görlitz, alias Barbados, das 3:20 (0:14) verloren ging. Doch deswegen muss man sich nicht grämen. Görlitz ist der einsame Dominator der Oberlausitzklasse, hat in zehn Spielen zehn Siege und 331:33 Tore aufs Parkett gelegt. So blieb den jungen Delitzscherinnen das Spiel um Platz fünf gegen Dänemark, besser bekannt als SV Union Halle-Neustadt. Die enge Begegnung endete 5:9 (3:5). Anja Zscheyge zog dennoch ein positives Fazit: „Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert. Ich denke, dieser Tag wird in der Köpfen der Kinder für immer unvergessen bleiben.“ Das trifft wahrscheinlich ganz besonders auf die wurfgewaltige Marlene Tucholke zu. Sie wurde ins Allstar-Team gewählt, das übrigens Europapokalsieger Klaus Franke zusammenstellte. Ja, die Markranstädter Organisatoren hatten wirklich an alles gedacht. Nur der Turniersieg sollte ihnen nicht (ganz) vergönnt sein. Die Gastgeberinnen verloren als Team Deutschland das Finale gegen die Koweg-Karibikinsel Barbados. Das gleiche Duell hatte es im Vorjahr auch im Endspiel um die Sachsenmeisterschaft gegeben. Damals mit dem besseren Ende für Markrans. Das Niveau jedenfalls konnte sich sehen lassen und veranlasste Uwe Vetterlein, von einer goldenen Zukunft zu schwärmen. „Das ist genau unser Weg. In fünf bis sieben Jahren werden wir diese Mädels in Auswahlmannschaften wiedersehen“, sagte der Präsident des Sächsischen Handballverbandes. Johannes David © Leipziger Volkszeitung Linktipp: Offizielle Facebook-Seite der Mini-Handball-WM 2017
Bilder Saison 2017/18
Heimspielfinale!!!